Birgit Mosser Der Sturz des Doppeladlers

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Inhaltsangabe zu „Der Sturz des Doppeladlers“ von Birgit Mosser

Die große Familiensaga zum Ende der Donaumonarchie. Österreich-Ungarn, 1916. Die Donaumonarchie befindet sich im dritten Jahr eines Krieges, der ohne Erbarmen geführt wird. Seine Auswirkungen treffen Menschen aller sozialen Schichten: Das junge Kindermädchen Berta kämpft um das Überleben ihres ledigen Kindes. Kaiserjäger Julius Holzer erlebt an der Dolomitenfront die Sprengung des Col di Lana. Architekt August Belohlavek gerät in russische Kriegsgefangenschaft. Sektionschef Ferdinand von Webern muss die Demütigung von St. Germain ertragen. In den letzten Jahren des Habsburgerreiches meistern vier Familien ihr Schicksal – und eine große Liebe gibt Hoffnung für künftige Generationen. Ob in Wien, Prag oder Südtirol, in Kärnten oder dem heutigen Burgenland – am Ende eines furchtbaren Krieges ist nichts mehr, wie es einmal war. "Der Sturz des Doppeladlers" ist ein fesselnder Familienroman und ein faszinierendes Zeitbild des größten Umbruches der österreichischen Geschichte.

Ein tolles Buch das durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin zum Erlebnis wird

— Lilofee

Interessant

— sabine3010

Das Ende der Donaumonarchie und seine Folgen

— bk68165

Vermittelt gut lesbar einige Hintergrundinfos zum Ersten Weltkrieg. Ist ganz nett, aber nichts Umwerfendes.

— wandablue

grandiose romanhafte (Zeit-)geschichte: Österreich im und nach dem 1.Weltkrieg anhand von vier Figuren und ihrem Umfeld.

— vielleser18

Vier Familiengeschichten geprägt durch Krieg und entbehrungsreiche Zeiten am Ende der Donaumonarchie.

— annelotta

bewegend, einfühlsam und mitreißend beschreibt die Autorin das Schicksal von vier sehr unterschiedlichen Familien

— Buchmagie

5 Sterne für einen ansprechend verpackten Geschichtsnachhilfeunterricht zum Ersten Weltkrieg

— RobinBook

Vier Familien in den Wirren des ersten Weltkrieges und der Untergang einer großen Monarchie. Geht nicht spurlos am aufmerksamen Leser vorbei

— Frieda-Anna

Eine schöne Familiensaga, die den Zerfall der österreich-ungarischen Monarchie während des Krieges spannend beschreibt

— EvelynM

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  • Das Ende der Donaumonarchie

    Der Sturz des Doppeladlers

    Lilofee

    05. April 2017 um 10:43

    Brigitte Mosser - Der Sturz des Doppeladlerserschienen 2016 im Amalthea VerlagDer Untergang eines Reiches und der Aufbruch in eineneue Zeit wird aus der Sicht von vier Familien erzählt.Die Charaktere stammen aus den verschiedensten Bevölkerungsgruppenund werden alle sehr detailliert wieder gegeben.Wir erleben mit Ihnen den Krieg und seine unmenschlichen Seiten.Den Hunger, den Verlust, den Hass und den Schmach.Die Sinnlosigkeit des Krieges kommt besonders deutlich zum Ausdruck.Hier werden historische Fakten mit dem Schicksal von vier Familien verwoben.Ein tolles Buch das durch den wunderbaren Schreibstil der Autorinzum Erlebnis wird.Das einzige Manko ist meiner Meinung nach dasdie Autorin detaillierte Kenntnisse der österreichischen Geschichtevoraussetzt.Wem das nicht stört hat mit diesem Buch sehr schöne Lesestunden.Klare Leseempfehlung.

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  • Interessant

    Der Sturz des Doppeladlers

    sabine3010

    10. December 2016 um 21:54

              Inhalt: Österreich-Ungarn, 1916. Die Donaumonarchie unter dem greisen Kaiser Franz Joseph befindet sich im dritten Jahr eines Krieges, der ohne Erbarmen geführt wird. Seine Auswirkungen treffen Menschen aller sozialen Schichten: Das junge Kindermädchen Berta kämpft um das Überleben ihres ledigen Kindes. Kaiserjäger Julius Holzer erlebt die Sprengung des Col di Lana an der Dolomitenfront. Architekt August Belohlavek gerät in russische Kriegsgefangenschaft. Sektionschef Ferdinand von Webern muss die Demütigung von St. Germain ertragen. In den letzten Jahren des Habsburgerreiches meistern vier Familien ihr Schicksal – und eine große Liebe gibt Hoffnung für die künftigen Generationen. Ob in Wien, Prag oder Südtirol, in Kärnten oder dem heutigen Burgenland – am Ende eines furchtbaren Krieges ist nichts mehr, wie es einmal war.Liebe und Hass, Treue und Verrat, Tod und Überleben liegen in jenen Jahren nahe beieinander. Jeder Einzelne wird vor existenzielle Fragen gestellt. Es gibt immer eine Wahl. Und sie hat immer ihren Preis.Mein Fazit: Sehr interessanter Text, der dennoch auch die Aufmerksamkeit der Leser auffängt. Der Scheibstil passt gut für dieses Genre.        

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  • Solider Erstling

    Der Sturz des Doppeladlers

    bblubber

    02. December 2016 um 16:21

    Das Birgit Mosser bereits mehrere geschichtliche Sachbücher verfasst hat, merkt man vor allem den historischen Details und Szenen an. „Der Sturz des Doppeladlers“ spielt im ersten Weltkrieg. Der österreichische Kaiser ist gestoben und mit ihm stürzt im Krieg auch langsam aber unaufhaltsam die Monarchie. Dabei erzählt Mosser anhand von vier Familien aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten von den Menschen, die zuhause bleiben aber auch von den Soldaten an der Front. Sie scheut sich nicht, von Blut und Tod zu berichten und das Leid und Unglück, dass weite Teile Europas damals überzogen hat, wird in ihrem ersten Roman eindringlich spürbar. Es dauerte eine Weile, bis ich alle Personen soweit kennengelernt hatte, dass ich sie nicht mehr durcheinander brachte und auch nach und nach zu schätzen und einzuschätzen wusste. Der Erzählstil hat mir gefallen, allerdings bin ich kein Fan von Gesprächen im Dialekt. Auch wenn ich keine Probleme damit hatte, da ich als Bayer des Österreichischen Slangs durchaus mächtig bin, so hätte es mir gereicht, wenn dies einfach nur angedeutet gewesen wäre. Es ist nicht mein erster Roman aus dieser Epoche, den ich dieses Jahr gelesen habe, deshalb muss er sich mit Büchern messen, die mich richtig umgehauen haben. Aber Birgit Mosser gelingt es durchaus, dass sie neue Eindrücke und Einblicke gibt und ich habe das Buch gerne gelesen. Für einen Erstling eine sehr solide und unterhaltsame Geschichte. Diese Autorin werde ich im Auge behalten.

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  • So wird Geschichte lebendig

    Der Sturz des Doppeladlers

    Gise

    01. December 2016 um 12:47

    Österreich-Ungarn im Jahr 1916: Der alte Kaiser stirbt und wird von der Bevölkerung betrauert. Dabei tobt der erste Weltkrieg, und jede Familie, quer durch alle Schichten, muss sehen, wie sie den Alltag meistert: Lebensmittel gibt es nur auf Marken, aber nicht ausreichend, Strom und Heizmaterial gibt es zu wenig, viele Männer sind an der Front. Und doch geht das Leben weiter, müssen sich die Hinterbliebenen mit dem Tod ihrer Lieben zurechtfinden, Soldaten mit dem Sterben ihrer Kameraden auseinandersetzen.Die Autorin Brigitte Mosser beschreibt das Leben während dieser Zeit aus der Perspektive von vier Familien, deren Erzählfäden sich über die gesamte Geschichte zieht, wobei die Handlungsstränge nicht zwangsläufig miteinander verbunden werden. Dadurch entsteht ein äußerst realistisches Bild der damaligen Zeit. Begleitend dazu erläutert sie immer wieder kurz die politischen Ereignisse der Zeit, so dass der Leser das Erleben der Protagonisten damit in Verbindung setzen kann.Am Ende des Buches ist das Habsburger-Reich zerschlagen, die Protagonisten müssen sich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. So wird z.B. Tirol Italien zugeschlagen, es bilden sich einige neue Länder. Das hat auch Auswirkungen auf die Bewohner dieser Gebiete, sie müssen sich überlegen, ob sie ihre alte Identität in einem neuen Land leben oder auf das verbleibende Gebiet Österreichs umziehen wollen. Auch das hat die Autorin glaubhaft vermitteln können.So wird Geschichte lebendig, erhält der Leser einen guten Einblick in das Leben im Habsburger Reich in und kurz nach dem Ersten Weltkrieg.

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  • Das Ende der Donaumonarchie und seine Folgen

    Der Sturz des Doppeladlers

    bk68165

    28. November 2016 um 16:54

    Es herrscht Krieg und jeder muss zusehen, dass er überlebt. Ob mitten im Geschehen nicht angeschossen zu werden oder auf dem Hof zu Hause nicht zu verhungern. Die Autorin Birgit Mosser beschreibt hier den Werdegang verschiedener Familien und die Auswirkungen sowie Nachwirkungen des Krieges. Das junge Kindermädchen Bertha ist eine der Protagonisten in diesem Buch. Ihr Verlobter muss in den Krieg und das junge Mädchen ist schwanger. Natürlich kann sie so ihre Arbeit nicht weiter fortsetzen. Arbeitslos und ohne Zukunft schlägt sich Bertha durch das Leben. Kaum selber genug zum Überleben muss sie auch noch ihr Kind durchbringen. Wird sie es schaffen? Wird sich für Bertha eine neue Türe öffnen? So wie es Bertha ergeht, fühlen sich viele Menschen in dieser Zeit gleich: Hilflos und den Glauben an die Zukunft verloren.Nun zu meiner Meinung zu diesem Buch. Schwer zu sagen. Ich möchte erst mal die positiven Dinge anbringen. Die Autorin hat die einzelnen Erlebnisse und Geschehnisse sehr bildlich beschrieben, so dass sich der Leser sofort die Zustände und das Leid der Menschen vorstellen kann. Ebenso schweift das Buch nicht zu sehr in die Geschichte ab. Aber wenn ich ehrlich bin, war es das auch schon an positiven Worten von meiner Seite. Mir spielen hier einfach zu viele Leute eine Rolle. Und alle bleiben in meinen Augen farblos. Ich konnte mir nicht wirklich auch nur von einer der Personen in diesem Buch ein wirkliches Bild machen. Auch die zeitlichen Sprünge sind teilweise einfach zu unterschiedlich. Da muss man schon genau drauf achten, dass man nicht durcheinander kommt. Mir fehlt auch der Anfang und das Ende der Geschichte. Die Geschichte der einzelnen Personen beginnt mittendrin und endet auch dort. Leider kann ich hier nur 2 Sterne vergeben.

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  • Mit Keks auf der Untertasse !

    Der Sturz des Doppeladlers

    wandablue

    14. November 2016 um 18:26

    Mit Keks auf der Untertasse ! Birgit Mosser beschreibt mehrere Menschen, die während des Ersten Weltkriegs in der Donaumonarchie leben, Erzählzentrum ist Wien, obwohl es auch andere Handlungsorte gibt. Am Ende des Krieges ist das Habsburger Reich vernichtet, zerschlagen und neu geordnet. Es ähnelt nun dem Österreich, das wir im 21. Jahrhundert kennen. Historie und Menschenschicksal gehen Hand in Hand, soweit hat die Autorin ihre Aufgabe ganz gut gelöst. Sprachlich ist das Buch in Ordnung, jedoch schlicht, man kommt ohne Phrasen durch das Buch, jedoch taucht gefühlt 1000mal das Lieblingsadjektiv „schmal“ auf. Eine derartige Häufung muss Probelesern, Autorin und Lektorat unbedingt auffallen! Insgesamt aber ist das Buch nett geschrieben. Man kann es lesen. Man muss den Roman aber nicht lesen, denn das Außergewöhnliche, das, was den einen historischen Roman über den anderen hinaushebt, das fehlt. Ja, man muss noch weitergehen und leider bekritteln, dass die Protagonisten stereotype Züge tragen, Groschenheftfiguren nicht unähnlich, wenn auch nicht gleich, dafür sind sie dann doch etwas zu komplex, wiederum jedoch auch nicht weit genug davon entfernt, um echte Qualität zu haben. Da gibt es die ledige Mutter, die unterdrückte Ehefrau, die verstoßene Tochter, den bedrückten Helden, den Kriegsgefangenen, den Grausamen, den Mannen im Gewissenskonflikt, etc. etc. Dadurch entsteht der Eindruck, das Romanpersonal diene lediglich dem Zeigen der Historie und zwar einem Zeigen, das schon hundertmal gezeigt worden ist. Doch eigentlich müssten die Protagonisten so starke Charaktere sein, dass man sich nicht fragt, ob die Autorin Figuren kreiert, die in die Zeit passen, sondern sie müssen Menschen sein, die einen flashen und die eben "rein zufällig" in der Zeit leben, in der sie leben. So ist es beim „Der Sturz des Doppeladlers“ von Birgit Mosser jedoch nicht. "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt." (Wilhelm Busch). Doch der Keks auf der Untertasse, die gewisse Portion Geschichte, die mit den Figuren mit serviert wird, wenngleich manchmal unbeholfen, ist der eigentliche Protagonist und reserviert dem Roman das Mittelfeld im Sektor Gute Unterhaltung. Fazit: Der Roman „Der Sturz des Doppeladlers“ operiert mit gut recherchierten Fakten aus dem Ersten Weltkrieg und hebt die stereotypen Protagonisten wenige Zentimeter aus dem Niveau des Groschenheftromans heraus. Kategorie: historischer Roman // Gute Unterhaltung Verlag: Amalthea Signum, Wien, 2016

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    • 3
  • Empfehlenswert!

    Der Sturz des Doppeladlers

    Heane

    13. November 2016 um 18:56

    Berta ist Kindermädchen in einem angesehenen Haus. Als sie erfährt, dass ihr Verlobter gefallen und sie zu allem Unglück 1916 mitten im 1. Weltkrieg schwanger ist, bleibt kein Stein auf dem anderen. Julius Holzer ist stolzer Österreicher - Tiroler. An der Grenze zu Italien aufgewachsen, fällt es ihm schwer gegen die Italiener zu kämpfen, waren sie doch viele Jahre Nachbarn, sogar Verwandte von ihm sind Italiener. Doch der Krieg unterscheidet nicht, er zerstört Leben und Seelen ohne nach ihren Namen zu fragen. Rittmeister August Belohlavek ist kaisertreu und pflichtbewußt. Doch auch er muss miterleben, wie das große Kaiserreich zunehmend auseinander fällt und alle Normen, Gesetze und Traditionen an Gültigkeit verlieren und schließlich muss er erkennen und feststellen, dass auch sein Status nichts mehr wert ist, denn die Welt beginnt sich neu zu drehen. Sektionschef Ferdinand von Webern muss tatenlos zusehen, als sich seine Tocher - nun endlich großjährig zum Einsatz als Lazarettschwester meldet. Der Vater wird halb krank vor Sorge, doch gleichzeitig wollen auch die Regierungsgeschäfte nach dem Tod des Kaisers 1916 weitergeführt werden. Aber es scheint, Kaiser Karl hat wenig Geschick um das Land aus dem Krieg zu führen. Der Vielvölkerstaat zerbröselt unter seinen Händen. Birgit Mosser erzählt die Geschichten von 4 Familien in den letzten 2 Jahren des ersten Weltkrieges. Geschickt verwebt sie die Geschichten mit historischen Ereignissen, verknüpft aber die Schicksale der Menschen auch miteinander.  Historisch korrekt recherchiert und gleichzeitig berührend und empathisch geschrieben - das macht Birgit Mossers' ersten Roman aus. Die LeserInnen tauchen in die Welt vor genau 100 Jahren ein und erleben nicht nur die Schrecken des Krieges sondern auch verletzten Stolz, stures Festhalten an einer vergangenen Zeit und damit verbunden - persönliches Scheitern, Liebe - wo alle Hoffnung schon verloren scheint, Aufstieg und Untergang. Empfehlenswert!

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    • 3
  • Lieutnant Gustls Ansichten des Lebens

    Leutnant Gustl

    Farbwirbel

    Arthur Schnitzler hatte mich vor weniger als zwei Jahren mit seinem 'Reigen' absolut begeistert. 'Lieutnant Gustl' ist eigentlich bereits vor langer Zeit bei mir eingezogen, doch bisher habe ich das 45-seitige Geschichtchen nicht in die Hand genommen. Lieutnant Gustl ist der Protagonist der ca. zwölf Stunden, in denen wir ihn begleiten. Er ist, wie sein Titel bereits vermuten lässt, Teil des Militärs. Gegenüber dem Militär hat ein jeder Bürger Respekt zu haben, doch eines Abends, als Gustl in einem Konzerthaus auf seinen Mantel in der Garderobe wartet, wird er von einem Bäckermeister angepflaumt und ungebührlich behandelt. Auch er verhält sich nicht gerade ehrenvoll und aus diesem Grund stürzt sich Gustl in eine Sinnkrise. Er pilgert durch Wien, landet im Prater und wälzt immer wieder den Gedanken des Ehrverlustes durch den Bäckermeister. Gustl verdreht sich die Geschichte so penetrant in seinem Kopf, dass es den Leser einfach zum Lachen bringen muss. Absurde Gedanken, die gerade aus der heutigen Zeit absolut nicht nachvollziehbar erscheinen und bereits damals für Kopfschütteln gesorgt haben muss. Das Ansehen des Militärs war bereits angekratzt um 1900 und diesen Auswirkungen musste Gustl sich nun stellen. Dass er sich mit diesem Vorfall so lange beschäftigen kann, zollt aber auch davon, dass er gelangweilt sein muss, unbeschäftigt. Er nimmt sich aufgrund des Ehrverlustes relativ schnell vor, sich umzubringen. Dieser Gedanke erscheint nun wirklich absurd – zumindest für diese Zeit. Er denkt auch darüber nach, seinem Vorgesetzten davon zu berichten, was aufgrund dieser Lappalie ebenso absurd erscheint. Gustl scheint jedenfalls den Hang zur Realität vollkommen verloren zu haben... Interessant ist auch sein Frauenbild, dass ein wenig durchscheint. Er ist nicht verheiratet und sehnt sich nicht wirklich danach. Eher mag er das Spiel mit Frauen und die Ungebundenheit zu ihnen. Irgendwie scheint er das als sein Anrecht zu verbuchen. Schnitzler entwirft hier ein urkomisches Bild über den Stand des Militärs in der K&K-Monarnie um 1900, was mich wirklich zum Schmunzeln gebracht hat. Dabei ist Gustl keine sympatische Figur. Besonders witzig fand ich die fast pubertär erscheinenden Selbstmordgedanken, die er hegt... Sie sind dermaßen lächerlich kommuniziert, dass sie einfach nicht ernst zu nehmen sind. Der Schreibstil ist im übrigen auch interessant. Schnitzler entschied sich hier für einen Bewusstseinsstrom. Die Gedanken Gustls und die wenigen Dialoge mit anderen Personen sind Teil der Geschichte, doch keine weitere Erzählinstanz oder ähnliches ist eingebaut. Durch … suggeriert Schnitzler die Gedankenfetzen, in denen Gustl denkt und auch die restliche Interpunktion erinnert eher an einen Fluss, denn an einen grammatikalisch korrekt interpunktierten Text. Es war mir ein, wenn auch kurzes, Vergnügen, diese Kurzprosa von Schnitzler zu lesen.

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    • 8
  • grandiose romanhafte Zeitgeschichte

    Der Sturz des Doppeladlers

    vielleser18

    18. October 2016 um 15:07

    Das Buch beginnt mitten im 1. Weltkrieg. Es geht um Österreich und stellvertretend für die damalige Zeit, sind es vier Hauptfiguren, die im Roman von Birgit Mosser die Hauptrollen spielen.Da ist es einmal die Angestellte im Haushalt der Gräfin von Hohenstein, Berta Sogl, deren Freund gefallen ist und die ein uneheliches Kind erwartet.Es geht auch um den Soldaten Julius Holzer, der Tiroler, der als Oberleutnant im Krieg ist und mit seinen Soldaten die Stellung halten soll. Egal was passiert - bis zum bitteren Ende. Durch Ferdinand von Webern, einem Sektionschef im k.u.k.-Ministerium werden viele politische Fakten vermittelt.Und durch den Rittmeister August Behlolavek und seine Familie bekommt der Leser einen Einblick in das Leben einer höher gestellten Familie während des 1. Weltkrieges.Dazu kommen noch ein paar andere Figuren, die mit den Hauptfiguren verwandt bzw. befreundet sind.Der Roman beginnt mit dem Tod des Kaisers Franz Joseph und endet mit dem Ende des Jahres 1921. Viel ist passiert in der Zwischenzeit und anhand der vier Erzählstränge bekommt der Leser ein sehr gutes Bild vom damaligen Leben. Eindrucksvoll und m.E. grandios ist das geschichtliche Wissen, dass die Autorin hier gekonnt vermittelt. Es ist die Geschichte vom Ende der Donaumonarchie und der Anfänge des Staates Österreich. Es ist keine stringende Geschichte, es sind vielmehr Streiflichter der wichtigsten Umbrüche bei den Protagonisten, die Birgit Mosser hier erzählt. Dabei erwachen sie trotzdem zum Leben, angefüllt mit Sorgen, Nöten, Ängsten in einer harten Zeit. Es geht ums Überleben, nicht nur an der Front, sondern auch für die Frauen zu Hause. Hungersnot, Wohnungsnot, aber auch die Sorgen und die Ausgrenzung, wenn man ein uneheliches Kind erwartete. Aber auch die Zeit des Umbruchs und der sich veränderten gesellschaftlichen Ordnung beschäfgitgt die Protagonisten. Dies ist auch für den Leser keine einfache Geschichte, denn die Autorin lässt den Leser tief eintauchen und mitfühlen. Fazit:Ich selber habe viel über die österreichische Geschichte beim Lesen gelernt, vieles war für mich neu. Gefallen hat mir, dass dieses Wissen nicht trocken vermittelt wurde, sondern eingepackt in die Schicksale von Einzelnen. Ein berührender Roman, der einem mal wieder zeigt, wie anders das Leben zur damaligen Zeit war.

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    • 7
  • Das Ende der Donaumonarchie

    Der Sturz des Doppeladlers

    annelotta

    15. October 2016 um 16:19

    Vier bzw. fünf Familien begleiten wir knapp fünf Jahre lang durch die entbehrungsreiche Zeit des zweiten Weltkriegs und die anschließende Neuordnung der Staaten Österreich, Ungarn und Italien. Wie es Kriegszeiten so an sich haben, handelt es sich hier zwar um Familiengeschichten, in denen selbstverständlich auch Schönes passiert, im Großen und Ganzen sind sie aber geprägt durch die politische Lage. Die Männer sind im Krieg an unterschiedlichen Fronten im Einsatz, die Frauen versuchen die Familie irgendwie über Wasser zu halten und zu ernähren. Österreich litt unter einer katastrophalen Versorgungslage und war gar nicht auf einen Krieg diesen Ausmaßes vorbereitet. Wir lernen Berta kennen, die in einer Familie als Kindermädchen arbeitet. Sie ist verlobt und begeht den folgenreichen Fehler bereits vor Eheschließung mit ihrem Verlobten zu schlafen, der dann kurze Zeit später fällt. Berta wird schwanger und muss sich und ihr Kind in schweren Zeiten durchbringen, lernt aber später zum Glück ihren späteren Mann Lois kennen. Zudem gibt es noch Familie von Webern, deren einzige (nach dem Tod des Bruders) Tochter Feli sich im Krieg nützlich machen möchte und in einem Lazarett im heuten Südtirol arbeitet. Dort lernt sie Julius Holzer kennen, der im Krieg viele schreckliche Erlebnisse verarbeiten muss. Außerdem gibt es noch Familie Belohlavek, er ist ein konservativer Architekt und auch in dieser Familie läuft nicht alles so, wie das Familienoberhaut es sich wünscht. Insgesamt schildert dieser Roman sehr detailreich die Zeit von Ende 1916 bis Ende 1921. Für historisch interessierte Leser ist dies auf jeden Fall ein lesenswerter Roman, der auch nicht nur an der Oberfläche bleibt. Wer allerdings einen richtigen Familienroman erwartet, der wird hier enttäuscht. Es wird viel von den Schrecken des Krieges erzählt, zum Teil über lange Strecken. Dabei bleibt die Familiengeschichte oft ein wenig auf der Strecke. Erst am Ende führt das Ganze weiter und wird als Roman wieder lesenswerter.

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  • der sturz des doppeladlers

    Der Sturz des Doppeladlers

    urmeli

    13. October 2016 um 10:59

    Im Sturz des Doppeladlers geht es um die letzten Jahre der österreich-ungarischen Monarchie. Der fiktive, jedoch geschichtlich gut recherchierte Roman beginnt Ende 1916 und endet im Jahre 1921. 1916 ist der Krieg Österreichs gegen Ungarn und Italien längst im Gange, die Menschen leiden und haben Hunger. Am Beispiel von vier Familien beschreibt Birgit Mosser das Leben in diesen schwierigen Zeiten. Das Kindermädchen Berta, die sich ihrem Verlobten Franz hingibt, kurz bevor dieser wieder an die Front muss. Die schweren Zeiten in denen sie sich selbst und ihr Kind ohne den inzwischen gefallenen Franz durchbringen muss. Die Familie Holzer, die in Südtirol leben und ein Teil dieser Familie für Österreich und ein anderer Teil für Italien kämpft. August Belohlavek, ein erfolgreicher Architekt und gefürchteter Patriarch, der mit allen Mitteln kämpft und Ferdinand von Webern, der seinen Kindern immer ein guter Vater war und das Beste für sie wollte und nun mit dem Tod des einzigen Sohnes klar kommen muss. Die Menschen dieser Familien werden sehr genau beschrieben, sie wachsen einen ans Herz oder man hasst sie. Es wird das Leben der Daheimgebliebenen genauso beleuchtet wie das sehr unterschiedliche Leben an den Fronten und das Leiden dieser Männer. Und auch mit Kriegsende sind die Wunden noch längst nicht geheilt und man spürt bereits, dass dieser Krieg nicht der letzte sein wird.

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  • Interessante Mischung zwischen Familiengeschichte und historischem Roman

    Der Sturz des Doppeladlers

    uli123

    10. October 2016 um 11:39

    Schon der Buchtitel deutet es an, dass uns das Buch in das österreichische Kaiserreich entführen wird, war doch der Doppeladler in der ehemaligen Habsburgermonarchie das Symbol für das Kaisertum der Habsburger. Wir nehmen während der Jahre 1916 bis 1921 teil am Schicksal von vier Familien aus Österreich, unter denen es Berührungspunkte geben wird: Bertas Verlobter fällt im Krieg, so dass sie sich und ihr gemeinsames Kind als ledige Mutter durch den Krieg bringen muss, wobei sie auf den Kärntener Lois trifft; Julius Holzer aus Südtirol kämpft als Kaiserjäger und muss nach schlimmsten kriegerischen Auseinandersetzungen erleben, wie seine Heimat Italien zugeschlagen wird; der patriarchalische Architekt Behlolavek gerät in russische Kriegsgefangenschaft, während zu Hause in Wien seine Frau das uneheliche Enkelkind vor ihm zu verheimlichen sucht; als hoher Beamter im Wiener Außenministerium ist Ferdinand von Webern an den demütigenden Friedensverhandlungen zwischen Österreich und den Siegern beteiligt. Wer Familiengeschichten mag und geschichtliches Interesse vorrangig am Ersten Weltkrieg in Österreich hat, wird diesen Roman sicherlich mögen. Die Schicksale der verschiedenen Familien vor dem Hintergrund des furchtbaren Ersten Weltkrieges mit seinen vielen Toten und Verletzten, mit Hungersnöten und Warenknappheit berühren sehr. Umso glücklicher kann sich schätzen, wer 100 Jahre später leben darf. Viele Details sind über die politischen Besonderheiten Österreichs zu erfahren. Der deutsche Leser wird nicht alles auf Anhieb verstehen. Vor allem die sich inhaltlich um hohe Politik drehenden Dialoge von Weberns sind schwierig zu lesen. Aber die Geschichte regt vielleicht dazu an, sich näher mit dem Habsburger Reich und seinen Gebietsansprüchen  in Tschechien, Tirol, Kärnten und dem Burgenland zu befassen. Die Geschichte ist gut recherchiert. Der Schreibstil ist informativ und dank im Dialekt gehaltener Dialoge lebendig und authentisch. Dieses Buch kann ich gerne weiterempfehlen.

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  • Einfach begeisternd!

    Der Sturz des Doppeladlers

    Angellika

    09. October 2016 um 19:01

    Titel: Der Sturz des Doppeladlers Autorin: Birgit Mosser Erschienen am : 05.09.2016 Verlag : Amalthea Signum ISBN: 9783990500521 Fester Einband 320 Seiten Sprache: Deutsch Genre: Historischer Roman Hier gehts zur Leseprobe Inhalt: Der Roman erzählt die Schicksale vieler Menschen zum Zeitpunkt des ersten Weltkrieges in Österreich-Ungar und Italien. Dabei lernt man Menschen aus den verschiedensten Schichten der Gesellschaft kennen. Im Laufe des Buches verstricken sich die Leben einiger, sodass man nicht einfach nur mehrere Kurzgeschichten vor sich hat, sondern eine große Geschichte. Eine der beschriebenen Personen ist Berta. Diese lebt als Kindermädchen in Wien. Ihr Gehalt muss sie an ihre Familie schicken. So fällt sie aus allen Wolken, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt und gekündigt wird. Kurz darauf kriegt sie zu allem Unglück die Nachricht, dass ihr Verlobter im Krieg gefallen ist. Unverheiratet mit einem kleinen Sohn schlägt sie sich in Wien durch und lernt Julius Holzer kennen. Dessen Geschichte an der Front man bereits vorher kennenlernen konnte. Als er nach einer Verletzung wieder an die Front muss, gerät er nicht einfach nur in Lebensgefahr, sondern auch noch in italienische Gefangenschaft. ... Auch lernt man einen Kaisertreuen Minister, Herrn Weber, kennen, der die politischen Wirren des Krieges miterlebt, sodass man einige geschichtliche Fakten mitbekommt. Dies sind nur zwei Geschichten von vielen aus dem Buch. Meine Meinung: Ein sehr guter historischer Roman, welcher mich dazu gebracht hat mich mit den Charakteren mitzufreuen und mitzutrauern. Die Personen waren so lebendig wie man es selten in Romanen erlebt. Auch waren die Erzählungen so stimmig und gut durchdacht, sodass alle gut zu einander gepasst haben. Um das Geschehen verfolgen zu können, muss man nicht viel Vorwissen haben, da die politische Situation gut beleuchtet wird. Auch lässt es sich gut lesen. Anfangs sind es viele Namen, sodass man sich leicht verlieren könnte, jedoch findet man am Ende des Buches ein Personenregister. Der Roman hat mich so sehr begeistert, dass ich am liebsten weitergelesen hätte. Ich hoffe auf mehr solcher Romane von Birgit Mosser. -------------------- http://libri-mundi.blogspot.de/2016/10/der-sturz-des-doppeladlers-von-birgit.html

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  • Ganz nah

    Der Sturz des Doppeladlers

    Frieda-Anna

    08. October 2016 um 19:44

    Wir alle kennen den österreichischen Monarchen Franz Joseph aus den Sissi Filmen und den Biographien rund um die Familie Habsburg.Als Franz im November 1916 stirbt, beginnt Birgit Mossers mitreißender Roman über den Untergang der großen Monarchie Österreich-Ungarn.Wir bekommen detailgetreue und authentische historische Einblicke in vier Familien aus verschiedenen sozialen Schichten, die alle zwar unterschiedlich aber jede massiv unter den den furchtbaren Konsequenzen des erbitterten ersten Weltkrieges leiden, der sich mittlerweile im dritten Jahr befindet. Es mangelt an Lebensmitteln und Brennstoff. Kaffee gibt es nicht mehr. Stattdessen wird ein unbekömmlicher Sud aus Eicheln oder Kastanien aufgebrüht, den eigentlich kein Mensch trinken kann. Brot wurde mit Sägemehl gestreckt. Ich glaube, dass hat mich neben den grausigen körperlichen und seelischen Verletzungen, die Frau Mosser sehr eindringlich schildert, am meisten entsetzt. Die Menschen hungern und frieren. Wer Glück hat und zur Dienerschaft einer der reicheren Wiener Familien gehört, kann einen einfachen Lebensstandard einigermaßen aufrecht erhalten. So auch die sympathische Berta Sogl, die dann jedoch ungewollt schwanger und von ihrer Hausherrin prompt vor die Tür gesetzt wird. Ledige Mütter haben es in der konservativen Gesellschaft wahnsinnig schwer. Für Berta beginnt ein harter Kampf um Brot und Geld. An der Front ist die Versorgung ebenso schlecht. Grausige Szenen, Desertation und  Gefangenschaft sind die Folge der strauchelnden Monarchie. Österreich wird soweit gedemütigt, bis nur noch ein winziger Staat übrig ist.  Birgit Mosser beschreibt berührend die schweren Schicksalsschläge und Entbehrungen ohne dabei umständlich zu wirken, so dass man sich ganz nah im Geschehen sieht. Trotz aller Tragödien war es schön, manches Glück der Menschen in dieser prägenden Zeit mit zu erleben. Die Autorin lässt “kleine Glücke”, in einer Epoche, in der nichts mehr selbstverständlich ist, zu etwas Essentiellem werden. Ein Buch, das gerade heute aktuell ist, neben aller Fiktion geschichtliches Wissen vermittelt und gelesen werden will.Ich empfehle vorherige Infos über die Sachverhalte des 1. Weltkrieges und Österreich-Ungarn, um alle Zusammenhänge zu verstehen und den Inhalt bis zum Schluss auszukosten.         

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  • bewegend, einfühlsam und mitreißend

    Der Sturz des Doppeladlers

    Buchmagie

    05. October 2016 um 14:13

    Rezi zu „Der Sturz des Doppeladlers“ Autorin: Birgit Mosser Genre: Roman Epoche: 1916 bis 1921 Verlag: Amalthea Inhalt / Klapptext: „Die Donaumonarchie befindet sich im dritten Jahr eines Krieges, der ohne Erbarmen geführt wird. Seine Auswirkungen treffen Menschen aller sozialen Schichten: Das junge Kindermädchen Berta kämpft um das Überleben ihres ledigen Kindes. Kaiserjäger Julius Holzer erlebt an der Dolomitenfront die Sprengung des Col di Lana. Architekt August Belohlavek gerät in russische Kriegsgefangenschaft. Sektionschef Ferdinand von Webern muss die Demütigung von St. Germain ertragen. In den letzten Jahren des Habsburgerreiches meistern vier Familien ihr Schicksal – und eine große Liebe gibt Hoffnung für künftige Generationen. Ob in Wien, Prag oder Südtirol, in Kärnten oder dem heutigen Burgenland – am Ende eines furchtbaren Krieges ist nichts mehr, wie es einmal war. " Meinung: Bewegend, einfühlsam und mitreißend beschreibt die Autorin das Schicksal von vier sehr unterschiedlichen Familien und gewährt damit nicht nur Einblicke in die Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit sondern führt auch hervorragend die Not der Zivilbevölkerung in der Heimat den Leser vor Augen. Dabei vergisst sie auch nicht das Erleben der Soldaten aufzugreifen, die an der Front „verheizt“ wurden. Die Handlung ist dabei nicht nur mitnehmend, sondern auch noch sehr interessant und informativ, zumal es sich hier um geschichtliche Aspekte handelt. Birgit Mosser hat einen sehr bildlichen Schreibstil, der es vermag jede einzelne Szene zum Leben zu erwecken, so das der Leser sich sehr gut in die Protagonisten  hineinversetzten kann. Auch wenn es fiktive Figuren vor einem realistischen Hintergrund waren, kamen sie mir sehr realistisch vor und ich habe mit ihnen mit gelitten und mit gefiebert. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, er nahm mich von Anfang an mit, hat mich bewegt und zu dem auch noch meine geschichtlichen Kenntnisse aufgefrischt. So habe ich mich insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt.

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