Birgit Rabisch Blind Copy - Das bin nicht ich!

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Inhaltsangabe zu „Blind Copy - Das bin nicht ich!“ von Birgit Rabisch

Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daranglaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Lebenerscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erelben die Achterbahn der Gefühle und den Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund.

Ein toller Mix aus Gefühlen, Emotionen, Lebenslügen und Wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wirkt lange nach...

— Floh

Interessantes Thema ungewöhnlich umgesetzt. Über Protagonistin werden die Leser unterschiedlich denken. Spannend, nachdenkenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Berührendes Thema.

— esposa1969

Interessante Thematik, in meinen Augen nicht adäquat umgesetzt.

— PMelittaM

Leider nicht mein Buch ;)

— leseratte69

Anspruchsvolle Lektüre, ein Buch das sich sehr flüssig lesen lässt, das den Leser fesselt und auf eine emotionale Achterbahnfahrt einlädt

— Buchraettin

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  • *+* Wer bin ich eigentlich… *+*

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Irve

    31. May 2014 um 22:11

    * Wer bin ich eigentlich… * Inhaltsangabe: Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daran glaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Leben erscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. (Quelle: Achter Verlag) . Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erleben die Achterbahn ihrer Gefühle und den Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund. . Das Cover: Es zeigt Sabine, die in den Spiegel schaut und sich wundert…. . Meine Meinung: Bei diesem Buch fällt es mir sehr schwer meine Meinung zu schreiben und zu begründen, ohne gleich die „Seele des Buches“ zu offenbaren. Daher wird der eine oder andere Leser meine Rezension möglicherweise oberflächlicher finden, als sie es üblicherweise sind. . „Blind Copy“ ist zunächst Sabines Geschichte, greift aber ab der Lektüre des Briefes auch auf andere Personen über. Diese Geschichte nimmt ihren Beginn an dem Tag von Onkel Karls Beerdigung. Während der Zugfahrt dorthin lässt Sabine ihr Leben in Bezug auf den Zieh-Onkel Revue passieren. Karl war ein begeisterter Wissenschaftler, der seinen Faible an Sabine weitergeben konnte. Sie liebte die Fachsimpeleien mit ihm und ihr gingen während der Anreise viele Situationen mit ihrem Mentor und viele seiner Aussagen durch den Kopf. Über einige dieser Erinnerungen stolperte ich, wunderte ich mich, denn sie schienen nicht zu diesem Herzblut-Forscher zu passen. . Als Sabine nach der Beerdigung dann endlich den Brief, den Karl ihr hinterlassen hatte, las, fiel mir genauso die Kinnlade herunter wie ihr. Zugegebenermaßen hätte ich mich in dieser Situation schneller gefangen und hätte mich nicht so sehr über die Nachricht gewundert. Schließlich wusste Sabine um des Onkels Lieblingsthemen in der Forschung. Und was ein echter Wissenschaftler ist, der lässt sich eine sichere Chance niemals entgehen. Sabine sah das etwas anders, zumal Onkel Karls Tun sie sehr persönlich betraf. . Der Leser erfährt anschließend noch, was die Frau nach ihrem ersten Schock über die Nachricht unternahm, wie sie damit umging und welche langfristigen Auswirkungen die Nachricht des Onkels für Sabine und einige andere Menschen hatte. . Sabine war mir bis auf eine einzige Ausnahme sehr sympathisch. Aber auch in dieser Situation konnte ich sie eigentlich nicht verurteilen, denn wie ich gerade schon schrieb: Ein echter Wissenschaftler lässt sich si schnell keine Chance entgehen…. Zum Glück zeigte sich später, dass in Sabine nicht nur ein Forscherherz schlägt, sondern dass sie durchaus zu Mitmenschlichkeit fähig ist. . Besonders gut haben mir die Dialoge gefallen, die in Sabines Kopf stattfanden. Wenn da in kursiver Schrift „Das bessere Ich“ mit dem „Inneren Schweinehund“ diskutierte, einfach herrlich! Da musste ich doch einige Male schmunzeln! . Der Roman ist in der dritten Person – aus Sabines Sicht – geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich trotz der verschiedenen Schriftarten sehr gut lesen. Die Handlungen und Gedankengänge sind leicht verständlich dargestellt, sodass ich zu jeder Zeit gut folgen konnte. . „Blind Copy“ hat einige Wendungen und Überraschungen parat. Da ich naturwissenschaftlich sehr interessiert bin, sprachen mich die angeschnittenen Themen sehr an. Aber wie das so ist: Wenn man einmal Blut geleckt hat, möchte man mehr. Mich hätten einige Links zur Vertiefung der Sachverhalte und Forschungsthemen sehr gefreut. Das hätte diese Erzählung perfekt abgerundet. . Mein Fazit: Naturwissenschaftlich angehauchter Roman, der bis auf den Kritikpunkt gut gelungen ist. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. . Infos zum Buch: Roman, 186 Seiten. Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Lesebändchen ISBN 9783981456264 (Quelle: Achter Verlag)

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  • Leserunde zu "Blind Copy - Das bin nicht ich!" von Birgit Rabisch

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    LesenLeben

    Herzlich willkommen bei dieser Leserunde mit Buchverlosung! Ich lade euch ein, über meinen neuen Roman "Blind Copy – Das bin nicht ich!“ zu diskutieren. Er ist im November 2013 im Achter-Verlag erschienen.  Der Roman sucht in einer spannenden Story eine Annäherung an die Frage: Was prägt unseren Charakter – die Gene oder die Umwelt? Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daran glaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Leben erscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erleben die Achterbahn ihrer Gefühle und den Streit zwischen Besserem Ich und Innerem Schweinehund. Wer Lust hat, bei dieser Leserunde  mitzumachen, kann sich um eins von 15 Leseexemplaren bewerben, die der Achter-Verlag freundlicherweise zur Verfügung stellt. Die 15 Gewinner der Leseexemplare werde ich am 21.4 auslosen und bekannt geben. Danach werde ich die Bücher verschicken. Besonders freuen würde ich mich natürlich, wenn die Gewinner nach der Lektüre des Buches ihre Eindrücke in einer Rezension wiedergeben, sei es hier bei Lovelybooks, bei Online-Buchhändlern wie amazon oder in Bücherblogs und Leserforen. Informationen zu dem Buch und zu meinen anderen Büchern  findet ihr auf meiner Homepage www.birgitrabisch.de Ich freue mich auf die Diskussion mit euch. Ich werde regelmäßig anwesend sein und bin schon sehr gespannt!

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    • 279
  • Rezension zu "Blind Copy - Das bin nicht ich!" von Birgit Rabisch

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Solifera

    27. May 2014 um 17:40

    Die Umstände, unter denen wir die Hirnforscherin Sabine kennen lernen, sind leider keine keine schönen. Sie hat eben erfahren, dass ihr heißgeliebter Ziehonkel Karl verstorben ist. Auch wenn er für sie "nur" eine Art väterlicher Freund war, so schmerzt sie sein Verlust doch. Also macht sie sich auf den Weg zu seiner Beerdigung. Dabie erfährt sie, dass für sie etwas hinterlegt wurde. Ein geheimnisvoller Brief. Ein Vermächtnis? Welches Geheimnis hat Onkel Karl mit ins Grab genommen und was konnte er seiner geliebten Sabine zu Lebzeiten nicht sagen? Es stellt einfach alles, was Sabine bisher geglaubt hat in Frage! Was ist noch echt?   Sabine, die Hauptfigur des Buches, ist eine interessante Persönlichkeit. Sie ist als Wissenschaftlerin einerseits eine gestandene Frau ist, hadert aber - wie andere Frauen ihres Alters - mit kleinen Selbstzweifeln: Sind die Falten zu tief etc. und auch ihr unerfüllter Kinderwunsch spielt eine Rolle. Sie hält eine innere Zwiesprache zwischen ihrem "besseren Ich" und dem "inneren Schweinehund", das ist sprachlich schon irgendwie herrlich zu beobachten, wobei ich das stilistische etwas gewöhnungsbedürftig fand :) Man hat oft das Gefühl, dass sie als Hirnforscherin ein wenig emotional unerkühl ist und ja keine tiefer gehenden Gefühle zulassen will, aber gerade das lässt sie auch wahnsinnig authentisch wirkend, dass sie mit ihrer "unmöglichen Art" überzeugt.   Was hat Einfluss darauf, wer wir sind, wie wir sind, und was aus uns wird? Die Gene oder die Umwelt? Das ist die wohl zentralster Frage, die sich in diesem Buch dem Leser stellt. Welche Antwort wir darauf finden, das bleibt jedem selbst überlassen.   Fazit: Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Gefühl, Sprachwitz, Wissenschaft und dunklen Familiengeheimnissen, verpackt in eine spannende Geschichte (die ruhig länger hätte sein können). Daher gebe ich gerne meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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  • Ein sehr interessantes Buch

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Scheherazade

    27. May 2014 um 15:49

    Sabine ist Hirnforscherin und beschäftigt sich auch mit dem Thema Identität. Bis zur Beerdigung ihres geliebten Ziehonkels Karl meint sie zu wissen wer sie ist. Als sie dort allerdings einen Brief von ihm liest, wird ihre Welt erschüttert und ist nicht mehr wie sie vorher war. Insgesamt ist die Geschichte recht kurz, schneidet aber sehr viele interessante Fragen zum Thema Identität an. Die Story wird aus der Sicht von Sabine erzählt. Dabei ist das was sie gerade tut Nebensache, die eigentlichen Fragen werden durch das was sie denkt angestoßen. Hierbei steht Sabine immer im Zwiegespräch mit sich selbst. Dies fand ich zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, hat mich von der Idee her aber dann sehr überzeugt. Man erfährt somit sehr viel über Sabine und ihr Leben, da sie es in Gedanken Revue passieren lässt. Der Charakter von Sabine ist sehr komplex, sodass der Leser hin und her gerissen ist, ob man sie mag oder nicht und das fand ich sehr realistisch dargestellt. Schließlich haben alle Menschen gute und schlechte Seiten. So sind alle anderen Charaktere in diesem Buch auch komplex gestaltet und nie langweilig. Vom Stil her ist es sehr gut zu lesen. Es wird sehr auf die Mittel geachtet, die benutzt werden, wirkt dabei aber an keiner Stelle überladen. Nur zu Anfang hat es mich etwas gestört, dass viele Absätze entweder mit „Sabine“ oder „Sie“ begonnen haben, aber dass wurde dann weniger. Zum Thema Hirnforschung und Identität werden hier sehr viele Studien und Ergebnisse angesprochen, die durchaus interessant sind. Leider wollte der Verlag es als reinen Roman verkaufen, sodass keine weiterführende Literatur angegeben ist. Insgesamt ein sehr gelungenen Buch, das auf viele Themen eingeht und komplexe Charaktere vorzuweisen hat. Durch seine kürze können einige Aspekte allerdings nur angeschnitten werden. Zu empfehlen für jeden der sich mit dem Thema Identität beschäftigt und dazu einen gelungen Roman lesen möchte.

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  • Wie man sich selbst definiert..

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    LiberteToujours

    18. May 2014 um 17:36

    Die Hirnforscherin Sabine ist auf dem Weg zur Beerdigung ihres Mentors Onkel Karl. Dieser Mann war für sie mehr Vater und Bezugsperson als irgendjemand sonst. Entsprechend tief ist das Loch, welches sein Verlust in ihr geordnetes Leben reißt. Und der Brief, den Onkel Karl ihr Hinterlassen hat, macht die Situation auch nicht wirklich leichter - denn plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war.  Die Autorin hat sich einen ungewöhnlichen, erfrischenden Erzählstil für ihre Geschichte gewählt - sie ist zwar in den dritten Person geschrieben, wird aber immer wieder von Sabines Gedanken (in Kursivdruck) unterbrochen. Dies ermöglicht einen tiefen Einblick in das Innenleben der Protagonistin. Schöne, ansprechende Idee, da mir die Protagonistin aber leider das gesamte Buch hinweg unsympathisch blieb leider nichts für mich. Sabine ist unmöglich überheblich und benimmt sich teilweise einfach unmöglich. Würde ich so eine Person im echten Leben kennen lernen würde ich mich vermutlich umdrehen und den Raum verlassen. Auch ist für mich widersprüchlich, dass Sabine ihre Vergangenheit nicht anders reflektiert - sie ist Wissenschaftlerin, dadurch rechtfertigt sie ihre phasenweise emotionale Kälte, aber eine Wissenschaftlerin sollte auch und vor allem Dinge hinterfragen - Sabine tut das allerdings eher selten. Die Thematik des Buches fand ich sehr ansprechend - wer sind wir? Sind wir unsere Gene? Sind wir unser Umfeld? Sind wir ein bisschen was von beidem oder vielleicht auch nichts von alledem? Das Buch versucht Antworten darauf zu geben, bleibt aber teilweise zu sehr an der Oberfläche. Die wissenschaftliche Betrachtungsweise, die ich erwartet hatte, fehlt mir leider vollkommen. Spannung ist zumindest bis zur Hälfte des Buches vorhanden - der Leser möchte wissen, was Karl in seinem letzten Brief zu offenbaren hat. Zwar hat man selbst Vermutungen, der Auflösung fiebert man dennoch begierig entgegen. Die drei Sterne gibt es für einen ungewöhnlichen Schreibstil, eine interessante Thematik und den größtenteils gelungenen Versuch, zwischenmenschliche Beziehungen authentisch darzustellen. Mehr war leider nicht drin.

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  • Blind Copy

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Solengelen

    17. May 2014 um 20:21

    Sabine, eine sympathische Mitvierzigerin,  Hirnforscherin, der die Wahrheit immer sehr wichtig war, auf dem Weg zur Beerdigung ihres "Nennonkels". Sie lässt im Geiste ihre Vergangenheit - Kindheit Revue passieren. In Gedanken spielt sich ein Zwiegespräch zwischen ihren beiden "Seelen die in ihrer Brust schlagen" ab. Eine Stimme verteidigt ihre Einstellung, eine übernimmt den Gegenpart. Ein bisschen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Sie fühlte sich in der Familie mit Tante Marianne und ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen Marion sehr wohl. Besonders verbunden war sie mit Onkel Karl, von dem Marion, seine Tochter, und sie viel Wissen vermittelt bekam. Sabines Mutter ist manisch depressiv, ihr Bruder (beide sind adoptiert) war schon als Kind der "Kümmerer" der Liebling der Mutter. Günther entsprach ihren Vorstellungen, auch wenn Sabine die bessere Schülerin war, war  er mit seinen durchschnittlichen Noten der "King". Nur Onkel Karl ermutigte sie zu den besten Leistungen. Marion und sie waren früher wie Zwillinge, aber ab dem Teenageralter gingen ihre Interessen auseinander. Sabine hat spät geheiratet, leider war ihnen kein Kinderglück vergönnt. Für Sabine ist Sören die besondere Liebe.  Sie hängt immer wieder ihren Gedanken nach, Gedanken an die Vergangenheit, Gedanken an Onkel Karl. Dies ist immer einhergehend mit der Zwiesprache ihrer beiden Ich's. Onkel Karl hat einen Brief für Sabine hinterlassen. Sabine beginnt zu lesen, was soll das, was muss er beichten, was konnte er ihr zu Lebzeiten nicht sagen, warum soll sie ihn hassen? Geht es um die Tests, die er immer mit Sabine gemacht hat? Dann der Hammer... Sabine ist wie paralysiert, WER BIN ICH???  Unfassbar, Sabines Leben, ihre Freundschaft zu Onkel Karl - alles eine Lüge??? Sie geht sie damit um??? Haben Sabines innerliche Zwiegespräche mit dem "Zwillingsgefühl" zutun? Ein Gefühl, dass etwas fehlt, man nur ein halber Mensch ist, so wird es oft beschrieben.  Zwar nehmen die Zwiegespräche  von Sabine einen Großteil der Geschichte ein, aber dies ist meiner Meinung nach kein Nachteil für die Geschichte. Eine interessante Geschichte zum Thema Zwillinge, was hat das Umfeld für einen Einfluss, gibt es eine "Vorhersehung" was wäre wenn...??? Mir hat das Buch sehr gefallen, das Thema ist interessant umgesetzt. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Leider war es zu schnell zu Ende. 

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  • Bewegend, emotional und wissenschaftlich gewürzt.

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Floh

    14. May 2014 um 12:45

    Was passiert, wenn dein ganzes Leben auf einer Lüge basiert? In "Blind Copy" geht Autorin Birgit Rabisch dieser Frage nach und hat einen sehr gefühlvollen und emotionalen Roman erschafften, der mit einer Mischung aus Gefühlswelt und wissenschaftlichen Erkenntnissen überzeugt. Inhalt: "Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daran glaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Leben erscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erleben die Achterbahn ihrer Gefühle und den Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund." Zum Schreibstil: Autorin Birgit Rabisch versteht ihr Können und hat mich bereits schon durch andere Veröffentlichungen als Leserin gewonnen. Hier trifft sie nicht nur den Geschmack der Roman-Leser, sondern ihr gelingt es auch, die Wissenschaftbegeisterten Leser zu gewinnen. Dies schafft sie zum Einen durch ihren besonderes lockeren und unterhaltsamen Schreibstil und der feinen Note aus Forschung und Wissenschaft. Sie präsentiert ihre Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven.Wir erleben die Geschichte aus Sicht von Sabine und ihren innersten Gedanken. Stellenweise dürfen wir in den Selbstgesprächen von Sabine hinter die Fassaden blicken und überraschende Gedanken erkennen. Die Autorin blickt in das gestörte Seelenleben der Charaktere und vermittelt dem Leser das Gefühl Teil der Handlung zu sein, jedoch nicht eingreifen zu können. Autorin Birgit Rabisch besitzt einen ganz besonders tollen, authentischen, jungen und ungefilterten Stil, die Emotionen, Gedanken und Probleme der Protagonisten an den Leser zu bringen. Ich mag ganz besonders das große Gefühl und die wachsene Zwiespaltigkeit, die die Protagonisten plagt. Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit den Charakteren miterleben, was in diesem bewegenden Buch auf mich wartete. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig, emotional und sehr authentisch dargelegt. Ein Thema, was bewegt und lange nachwirkt. Charaktere: Auch bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin. Gerade Sabine wird hier eine zentrale Rolle einnehmen. Wer hier in die Psyche einiger Protagonisten blickt, wird den Titel neu interpretieren. Sabine, die keine einfache Kindheit hatte und sich nie wirklich irgendwo geliebt fühlte. Onkel Karl, der ein Anker in Sabines Welt zu sein scheint und ihr nach seinem Tod einen wichtigen Brief hinterlässt. Birgit Rabisch schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen, kranken Psychen, gebrochenen Herzen und geschundene Seelen. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt vonSabine lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Charaktere vorgestellt. Gekoppelt mit tragischer Liebe und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Man identifiziert sich schnell mit einzelnen und findet Eindrücke aus dem Alltag wieder. Meinung: Zu erst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die die Autorin in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Hier ist einmal der Umgang mit Lebenslügen, der eigenen Identität, Vertrauen und Vertrauensbruch, Gewalt, die Gefahr der Verdrängung, und nicht zuletzt der eigene Schatten der überwunden werden muss, und auch der sensible Umgang mit der Wahrheit der Herkunft und Familie. Hier hat die Autorin Rabisch sehr genau auf das Ausmass geachtet und ich finde es ist ihr sehr galant gelungen. Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser und bewegender Roman, der mir sehr zusagt. Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Irre geführt und fühlte mich in das Geschehen samt Nervenkitzel und Gefühl eingebunden. Die Autorin Birgit Rabisch versteht ihr Können und taucht gekonnt in die Welt der Charaktere ein. Ein niveauvoller Roman, der Jung und Alt gleichermaßen erreicht! Autorin Rabisch bedient viele Emotionen und glänzt mit Spannung und Überraschungen und den vielen Familienproblemen und auch den Problemen auf dem Weg zu sich selbst. Zu Beginn kam ich etwas schleppend in die Geschichte herein, ich brauchte einige Seiten Aufwärmphase, aber dann hatte mich der Roman direkt begeistert und lange nicht mehr losgelassen. Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich nicht ganz ausgewogen, Die Leistung ist sehr hoch, und der Preis leider auch. Dafür gab es von mir einen Sternabzug. Der Autor: "Birgit Rabisch, geb. 1953, lebt als Autorin in Hamburg. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt den Roman Warten auf den Anruf (Achter Verlag 2010). Seit Langem beschäftigt sie die Auswirkung wissenschaftlichen Fortschritts auf die Gesellschaft. So entstanden ihre utopischen Romane Unter Markenmenschen (Fischer, 2002) und Duplik Jonas 7 (Bitter, 1992; dtv, 1996), ausgezeichnet mit dem Literaturpreis NRW, mehrfach übersetzt und dramatisiert. Duplik Jonas 7 avancierte zum Bestseller (Auflage 150 000) und Standardwerk für den Schulunterricht zum Thema Gentechnologie. " Zum Cover: Es ist stimmig, erzeugt Aufmerksamkeit und ist einmalig mit Wiedererkennungswert! Hochwertig verarbeitet und absolut rund zum Rest! Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich bewegenden Gefühl. Leseempfehlung für Jung und Alt und besonders für diejenigen, die sich mit Psychologie und Forschung befassen.

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  • Wenn nichts mehr ist, wie es war…

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    irismaria

    11. May 2014 um 11:06

    Birgit Rabisch geht in ihrem Roman „Blind Copy - Das bin nicht ich!“ der Frage nach, ob unsere Gene oder unsere Umwelt uns stärker prägen. Hauptperson ist die Hirnforscherin Sabine Benckendorf, die sich selbst mit diesem Thema befasste, vielleicht weil sie selbst adoptiert wurde und seit früher Kindheit durch ihren Wahlonkel und Mentor Karl Färber von Wissenschaft begeistert wurde. Nach seinem Tod fährt sie in ihre Heimatstadt und erhält dort einen Brief von ihm, der ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Die Autorin schreibt aus der Sicht von Sabine, deren oft widersprüchliche Gedanken in einem  inneren Monolog dargestellt werden. Ihre Zerrissenheit und ihr Nachdenken über verschiedene Themen (von banal bis existentiell) kommen für mich gut rüber. Sabine selbst konnte mir hingegen nicht ans Herz wachsen, dafür war sie zu grob im Umgang mit ihren Mitmenschen. In diesem Buch hat mich die Thematik angesprochen, was passiert, wenn jemand plötzlich Dinge erfährt, die seine Vergangenheit in einem anderen Licht darstellen. Allerdings hätte ich mir noch weitere Informationen über die Arbeit der Hauptperson erwartet, was gut zum Thema gepasst hätte.

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  • Interessantes Thema

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2014 um 19:28

    Sabine, scheinbar kühle Hirnwissenschaftlerin, erfährt durch einen Brief etwas, was ihr Leben durcheinander bringt und verändert. In den Buch geht es um Zwillingsforschung und die Frage: Was ist stärker, gene oder Umwelt, was beeinflußt uns mehr? Und wie ist dies bei Zwillingen? Dabei läßt die Autorin, Sabine diese Fragen sowohl als Betroffenen und Wissenschaflerin erleben. Sabine erschien mir anfangs zeimlich kalt, aber mit der Zeit merkt man das dahinter mehr steckt. Ich konnte einige ihrer Gedanken/Handlungsweisen gut verstehen. Das Thema ist sehr Interessant und auch ungewöhnlich umgesetzt. Deutlich sind Sabines Gedanken abgesetzt, von der eigentlichen Geschichte. Man erfährt wörtlich was sie denkt. Das hat das Buch für mich spannend gemacht. Für mich ein interessante, nachdenkliches Buch. 

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  • Rabisch, Birgit - Blind Copy - Das bin nicht ich

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Emili

    06. May 2014 um 08:38

    Sabine, die Hauptprotagonistin des Romans, ist eine Wissenschaftlerin. Als Kind wächst sie in einer "problematischen" Familie auf, wo sie kaum Zuneigung und Anerkennung erfährt. Einen enorm großen Einfluss auf ihre Entwicklung hat ihr Onkel Karl, der ebenfalls ein Wissenschaftler ist und sich unter anderem mit Zwillingsforschung befasst. Das analytische logische Denken prägt Sabines Wesen und ihre Art zu leben. Der Roman ist in einem Stil geschrieben, der eigen und gewöhnungsbedürftig ist, bietet allerdings auch eine neue Perspektive für den Leser. Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin erzählt und ist von den inneren Dialogen der Sabine geprägt. "Blind Copy" behandelt eine interessante Thematik aus dem Bereich der Forschung an, wobei ich an diese Stelle anmerken möchte, dass es sich bei  dem Roman um ein Unterhaltungsbuch handelt, das sich nicht tiefgreifend und explizit mit der Wissenschaft beschäftigt. Viel mehr geht es um die zwischenmenschliche Beziehungen, um die Familie, um die Menschen, die uns prägen, um die Frage: Welche Auswirkungen hat die Erbanlage, was bringt die Erziehung mit sich? Der Roman bietet keine Antworten an, sonder lädt zum Nachdenken ein: Wie weit darf die Forschung gehen, ist es vertretbar in ein Menschenleben einzugreifen, um es zu formen und zu beeinflussen? Die Charaktere des Romans rufen widersprüchliche Gefühle hervor, es ist schwierig diese eindeutig einzustufen: sympathisch oder unsympathisch? "Schwarz-weiß-Denken" funktionierte  bei dieser Geschichte nicht, was mir ganz gut gefallen hat. Ich habe das Buch gerne gelesen.

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  • ... und plötzlich ist nichts mehr wie es war

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    esposa1969

    05. May 2014 um 22:51

    Hallo liebe Leser, dieses Mal habe ich mich in ein sehr interessantes Thema hineingelesen, nämlich wie es ist, wenn man plötzlich erfährt: Man hat eine Zwillingsschwester: == Blind Copy - Das bin nicht ich! == Autorin: Birgit Rabisch == Buchbeschreibung: == Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daran glaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Leben erscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erleben die Achterbahn ihrer Gefühle und den Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund. == Leseeindrücke: == Zu Beginn lernen wir Sabine erst einmal näher kennen. Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass die Kursivschrift Sabines Gedanken verrät, die normale Schrift aus objektiver Sicht berichtet, wie Sabine ist, was sie tut, was sie mag, was sie vorhat. Sabines Mann ist Vertreter und sehr viel unterwegs. Sabine selbst muss sich fertig machen für die Beerdigung von Onkel Karl. Der gesamte Schreibstil ist recht nüchtern und sachlich, gibt nur soviel Informationen preis, wie nötig sind. Keine langen oder verschachtelten Sätze: Das gefällt mir sehr gut. Erinnerungen an Onkel Karl werden wach, er wird beschrieben, wer und wie er war und somit auch Erinnerungen an Sabines Jugendzeit. Eine Reise zurück im wahrsten Sinne des Wortes, da sie mit dem Zug nach BILSTER fährt, aber auch einen geistige Reise zurück in die Vergangenheit bereist. Die Erinnerungen gehen weiter, als Sabine in BILSTER angekommen ist. Hier war dies, da war das ... und Onkel Karl ist omnipräsent. Onkel Karl war ein beliebter Arzt, dementsprechend viele Menschen begleiten seinen letzten Weg. Und schon befinden wir uns mitten in Onkel Karls Vergangenheit und werden in die Geheimnisse seiner Forschungen eingeweiht, die Sabine den Boden unter den Füßen wegziehen. Die 186-Seiten waren flüssig zu lesen, die Kapitel angemessen lang, die Schrift von ihrer Größe her gut lesbar. Ich fand es sehr angenehm Sabines Gedanken lesen zu können und da ich ähnliches wie sie erlebt habe, könnt ich mich auch sehr gut mit ihr identifizieren. Das Ende war schlüssig und angenehm. Im übrigen möchte ich noch erwähnen, dass ich das Lesezeichen im Buch sehr praktisch und hilfreich finde. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es war interessant mal etwas über diese hier beschriebene Thematik zu lesen, daher vergebe ich 5 von 5 Sternen! Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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  • Gene oder Umfeld?

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    buecherwurm1310

    04. May 2014 um 15:03

    Sabine Benckendorf ist Ende 40, verheiratet, ungewollt kinderlos und Wissenschaftlerin, genauer Hirnforscherin. Zu ihren Adoptiveltern hatte sie immer ein unterkühltes Verhältnis, aber zu ihrem Nenn-Onkel Karl hatte sie eine sehr enge Beziehung. Er prägte sie sehr stark, indem er mit ihr viele lange Gespräche führte und so ihr Interesse für die Wissenschaft weckte. Nun ist Karl Färber tot und Sabine fährt zur Beerdigung. Dort erwartet sie ein Brief ihres Onkels, der sie völlig aus der Fassung bringt. In dem Buch geht es um die Frage: Was prägt uns mehr die Gene oder das Umfeld. Auch in der Zwillingsforschung ist das die maßgebliche Frage. Die Geschichte wird aus der Sicht von Sabine geschildert, immer wieder unterbrochen von Sabines Gedanken, die kursiv gedruckt wurden. Sabine ist mir nicht sympathisch, sie ist überheblich und sehr distanziert. Für sie gilt nur das, was wissenschaftlich belegt werden kann. Obwohl es in ihren Gedanken auch um Gefühle ging, hatte ich nicht den Eindruck, dass sie gefühlsbetont agiert. Inwieweit Karl Färber Sabine wirklich mag, hat sich mir nicht erschlossen; sein Interesse galt in erster Linie seinen Untersuchungen. Erst sehr spät hat er eingesehen, dass er Monika und Sabine für seine Interessen missbraucht hat. Aber auch die anderen Charaktere kamen mir nicht nah. Die eingefügten Gedankengänge Sabines erschwerten das flüssige Lesen. Da ich die Thematik spannend finde, bin ich mit der Erwartung an das Buch gegangen, dass das Thema auch ein wenig wissenschaftlich betrachtet wird. Das ist aber nicht so, denn es geht „nur“ um Sabines Geschichte. Anfangs wurde ich noch gepackt, weil ich wissen wollte, was in dem Brief steht, danach aber war ich enttäuscht. Ein spannendes Thema, das für mich nicht überzeugend umgesetzt wurde.

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 13 austauschen!

    • 70

    PMelittaM

    03. May 2014 um 15:25
  • Hat mich enttäuscht

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    PMelittaM

    03. May 2014 um 15:21

    Die Gehirnforscherin Sabine Benckendorf ist unterwegs zur Beerdigung ihres Mentors Karl Färber. Dieser hatte seit ihrer Kindheit ihren Intellekt gefordert und gefördert. Als sie dann aber den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat, weiß sie nicht mehr, was sie tatsächlich von ihm zu halten hat. Wahrscheinlich bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, denn hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich es gar nicht lesen wollen. Womöglich habe ich mich davon blenden lassen, dass die Protagonistin Gehirnforscherin ist oder davon, wie die Autorin die Leserunde eingeleitet hat, innerhalb derer ich dieses Buch gelesen habe, jedenfalls erwartete ich einen anspruchsvollen Roman mit wissenschaftlichem Hintergrund – und das ist er meiner Meinung nach nicht. Selten habe ich einen Roman mit einer mir so unsympathischen und dabei auch noch uninteressanten Protagonistin gelesen. Sabine ist überheblich, besserwisserisch und wirkt durch ihre Handlungen und Gedankengänge auf mich lange nicht so intelligent, wie ihr Beruf – und ihre Meinung über sich selbst – vermuten lassen, dass sie z. B. nie hinterfragt hat, was Karl Färber mit ihr gemacht hat, das passt in meinen Augen nicht zu einer forschenden, rational denkenden Wissenschaftlerin. Und auch sonst findet sich in dem Roman kein einziger Charakter, der mich anspricht oder gar interessiert. Die Geschichte wird zwar in der dritten Person (allerdings aus Sabines Perspektive) erzählt, jedoch mit ständigen Unterbrechungen durch ihre Gedanken (dies dann in kursiv gesetzt), die für mich jedoch alles andere als authentisch wirken und mich daher schnell störten, sogar regelrecht nervten. Hier soll, wie auch schon im Klappentext zu lesen, der „Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund“ darstellt werden, im Grunde also die Ambivalenz ihrer Person. Für mich hat das nicht funktioniert. Nicht nur, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand mit sich in Dialogform spricht und von sich in der dritten Person denkt, sondern auch, weil ihre Gedanken in meinen Augen nicht passen, wie oben schon ausgeführt. Mich konnte der Roman zu keiner Zeit wirklich packen, zunächst kommt etwas Spannung auf, weil man neugierig ist, was denn nun in dem Brief steht, dies wird tatsächlich erst zu etwa Mitte des Romans enthüllt. Allerdings kann man den „großen Knaller“, den der Brief aufdeckt, schon sehr früh ahnen; die Konsequenzen, die daraus entstanden, werden bestenfalls grob angerissen, obwohl die dahinter stehende Thematik recht interessant ist. Nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte, habe ich mich gefragt, was die Autorin mir mit diesem Roman sagen wollte. Der Roman gibt keine Antworten, was auch nicht nötig ist, aber er regt auch nicht wirklich zum Nachdenken an. Wie schon gesagt, die Roman behandelt ein interessantes Thema, das jedoch in meinen Augen nicht adäquat umgesetzt wurde, sondern leider eher oberflächlich, laien- und klischeehaft. Mich hätte sehr interessiert, wie die Autorin recherchiert hat. Dass sie es hat, stelle ich außer Frage, denn zumindest gibt es im Roman einige Ansätze, die das erkennen lassen. Ich hätte mir ein Nachwort gewünscht, mit Hintergrundinformationen, vielleicht mit Tipps zu weiterführender Literatur, am liebsten auch eine Stellungnahme der Autorin zum Thema. Für mich war der Roman eine Enttäuschung, ich kann ihn daher auch nicht weiterempfehlen.

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  • Was wäre wenn,...? Blind Copy - Das bin nicht ich! von Birgit Rabisch

    Blind Copy - Das bin nicht ich!

    Lienne

    02. May 2014 um 11:14

    Blind Copy – Das bin nicht ich! – Birgit Rabisch Inhalt: Sabine ist eine leidenschaftliche Hirnforscherin, sucht nach Wahrheit und verabscheut Fälschungen. Sie fährt zur Beerdigung von Onkel Karl, ihrem väterlichen Freund seit Kindheitstagen. Der hat sie, anders als ihre Adoptiveltern, immer uneigennützig unterstützt, ja geliebt. Daran glaubt sie, bis sie den Brief liest, den er ihr hinterlassen hat. Danach ist nichts mehr, wie es war, das eigene Leben erscheint ihr als Fälschung und sie weiß nicht mehr, wer sie ist. Erst, als sie sich ganz auf das Unfassbare einlässt, findet sie langsam wieder Halt. Wir schauen der Hirnforscherin Sabine bei all dem ins verstörte Hirn, erleben die Achterbahn ihrer Gefühle und den Streit zwischen besserem Ich und innerem Schweinehund.   Meine Meinung: Die Thematik des Buches ist sehr spannend. Es geht um die Anlage-Umwelt-Frage. Was bestimmt die Entwicklung eines Menschen mehr? Die Gene oder die Umwelt? Auch bei der Zwillingsforschung ist dies eine wichtige Frage.  Die Protagonistin ist eine kühle, distanzierte Person, die unnahbare Wissenschaftlerin. Immer auf die Fakten bedacht. Mit Esoterik zum Beispiel hat sie nichts am Hut, denn es kann wissenschaftlich nicht belegt werden, warum bestimmte Methoden funktionieren. Doch als die den Brief ihres toten Onkel Karls liest, bricht für sie eine Welt zusammen. Mit vielen Emotionen wird geschildert, was in Sabine vorgeht und wie sie im inneren Zwiespalt mit sich selbst ist. Insgesamt haben mich die inneren Dialoge sehr zum Schmunzeln gebracht!   Fazit: Bei diesem Buch handelt es sich um eine anspruchsvolle Lektüre über das Anlage-Umwelt-Denken und die Zwillingsforschung, die den Leser zum Nachdenken anregt. Gibt es ein Schicksal? Was wäre gewesen, wenn Sabine bei einer anderen Familie untergekommen wäre? Wie hätte sie sich entwickelt? Wäre sie zu der Person geworden, die sie heute ist? Sehr spannendes Thema und lesenswert!!

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