Putzfrau bei den Beatles

von Birgit Rabisch 
4,8 Sterne bei13 Bewertungen
Putzfrau bei den Beatles
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19angelika63s avatar

Im Gegensatz zu den anderen beiden Büchern die ich von Birgit Rabisch gelesen habe, konnte mich dieses nicht überzeugen ...

Bsirbich_Goethes avatar

Birgit Rabisch ist ein ebenso unterhaltsames wie intelligentes Buch gelungen. Lesen!

Alle 13 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Putzfrau bei den Beatles"

50 Jahre 1968! Ein Grund zu feiern? Ja. Ein Grund zu kritisieren? Durchaus. Ein Grund zu lachen? Oft. In „Putzfrau bei den Beatles“ heuert die junge Möchtegern-Schriftstellerin Jana als Putzfrau auf dem „Yellow Submarine“ an, um mit Ringo, George, John und Paul in die Vergangenheit ab- und in der Gegenwart wieder aufzutauchen. Doch nichts ist, wie es scheint, und dann entert auch noch ein Zwölfjähriger das Boot, der behauptet, Pauls Enkel zu sein …

Die Begegnungen, Konflikte und Krisen zwischen der Generation ’68 und ihren pragmatischeren Nachkommen werden von Birgit Rabisch seit längerem thematisiert, zuletzt auch in ihren Romanen Die vier Liebeszeiten und Wir kennen uns nicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946086307
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:168 Seiten
Verlag:Verlag duotincta GbR
Erscheinungsdatum:14.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Bsirbich_Goethes avatar
    Bsirbich_Goethevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Birgit Rabisch ist ein ebenso unterhaltsames wie intelligentes Buch gelungen. Lesen!
    Die Beatles und ein Roman im Roman

    Vier altgewordene Beatles-Epigonen haben sich in die Villa „Yellow Submarine“ zurückgezogen, um am  Jugendtraum vom anderen, besseren Leben festzuhalten. Jana arbeitet als Putzfrau bei den „Beatles“ und möchte Schriftstellerin werden. Eines Tages taucht der zwölfjährige Leander auf und behauptet, „Pauls“ Enkel zu sein. Nach dem Tod seiner Eltern ist er vor den christlich-fundamentalistischen Großeltern mütterlicherseits geflohen und sucht nun ein neues Zuhause.

    Sie alle wünschen sich ein Leben ohne autoritäre Zwänge. Das ist sympathisch. Allerdings träumen die vier älteren Herren nur davon. Jana dagegen überlegt, welchen Stoff sie literarisch bearbeiten könnte und vor allem wie. Sie schlägt sich mit einer Schreibblockade herum. Der Ausreißer Leander hat tatsächlich mit seinem bisherigen Leben gebrochen; seine Ankunft bringt die Geschichte(n) in Gang und wirbelt den Alltag der Oldies ausgesprochen komödiantisch durcheinander. Wird es ihm gelingen auf Dauer bei den „Beatles“ zu leben?

    Literarisch ist interessant, dass viel übers Schreiben nachgedacht wird. Im zentralen Kapitel überwindet die angehende Autorin Jana ihre Blockade und schreibt ihren Debüt-Roman, die Geschichte der vier „Beatles“ und Leanders. Wir lesen also einen Roman, in dem sie den Roman schreibt, den wir gerade lesen.

    Besonders witzig: Sie beschließt, eine Liebesgeschichte einzubauen. „Johns Sohn Richard wird aus den USA herüberkommen, um seinen Vater im Krankenhaus zu besuchen. Richard, ein junger Mann, na, sagen wir ein Mittdreißiger, in den sich die Ich-Erzählerin verlieben wird! Denn das fehlt meinem Roman bisher doch: (…) die erotische Liebe.“ Und Leander soll in einer dramatischen Aktion von der Polizei abgeholt werden und… Die Geschichte, die wir lesen, kommt ohne erotische Liebe und Polizeikrimi-Action aus und ist trotzdem kein bisschen langweilig. Wer selbst schreibt, kennt den Effekt: Die Autorin denkt sich etwas aus, und während man den Text in den PC tippt, entwickelt er sich auf seine eigene Weise.

    Birgit Rabisch ist ein ebenso unterhaltsames wie intelligentes Buch gelungen. Lesen!

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    Waschbaerinvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Alt68er können noch immer ganz schön viel Musik und Leben um sich verbreiten - auch mit künstlichen Gelenken und Herzinfarkt.
    Yesterday

    Wer die Zeit der "Beatles" miterlebt hat, dem geht bei der Lektüre dieses Unterhaltungsromans das Herz auf. Überall konfrontiert uns die Autorin Birgit Rabisch in dem Roman "Putzfrau bei den Beatles" mit deren Liedtexten, die genau auf das jeweilige Kapitel abgestimmt zu sein scheinen.

    Doch zum Inhalt: Jana, eine angehende Schriftstellerin, noch voller Trennungsschmerz da die große Liebe zerbrach, sucht eine Arbeitsstelle die ihr Zeit zum Schreiben lässt, als auch ein Einkommen sichert, von dem sie leben kann. Die gut bezahlte Stelle als Putzfrau in einer Altmänner WG kommt ihr da gerade gelegen.  Das Yellow Submarine, ein quietschgelbes Haus mit allem Komfort für gebrechliche ältere Herren, findet sofort ihr Interesse.

    Die 4 WG Bewohner stellen sich ihr als John, George, Paul und Ringo vor. In Wirklichkeit heißen sie natürlich anders, hatten bis auf Paul auch alle sehr bürgerliche Berufe. Doch nun im Alter können sie das ausleben, was sie sich als Schülerband einmal wünschten: Täglich zusammen fetzige Musik machen. Sie fühlen sich wie die Beatles. Über allem schwebt der Hauch der 60er und während des Lesens hört man im Hinterkopf die Beatles singen und spielen: "It been a hard days night....".

    Durcheinander gewirbelt wird die stille Ordnung von Leander, der eines Tages vor der Tür steht und behauptet, der Enkel von Paul zu sein. Welch ein Schock! Paul wusste nicht einmal, dass er eine Tochter hatte - und nun einen Enkel, der bei ihm leben will, da seine Eltern tödlich verunglückten?

    Fortan dreht sich alles um diesen Enkel, der auf keinen Fall vom Jugendamt gefunden werden und zu den anderen Großeltern zurück gebracht werden will. Leander ist wie ein Lebenselexiert für die Vier. Plötzlich sind die künstlichen Gelenke oder die beiden Herzinfarkte nicht mehr so wichtig. Der Physikprofessor unterrichtet Leander in Mathe und natürlich Physik, der Rollstuhlfahrer, früher Pädagoge, in Erdkunde, da er trotz Behinderung schon die ganze Welt bereist hat und den Rest der Unterrichtsstunden teilt man sich auf. Jeder gibt etwas und erhält dafür umso mehr zurück. Paul, der sein Leben lang in Bands spielte und doch nie auf einen grünen Zweig damit kam, unterrichtet seinen Enkel in Musik, lernt dafür im Gegenzug aus den Erzählungen von Leander seine tödlich verunglückte Tochter kennen. Eine späte Vaterschaft könnte man es nennen.

    Die Autorin schreibt in einem flüssig lesbaren Stil. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, bringt er doch den früheren Zeitgeist der Beatles Ära voll rüber. Und dann diese Liedtexte.... Während des Lesens hatte ich diese laufend im Ohr. Ich hörte John Lennon mit seiner unverkennbaren Stimme singen: "Imagin all the people..." oder auch mit Paul zusammen "Help" und natürlich "Yesterday". Dieses Gestern umarmt die WG Bewohner während des ganzen Romans.

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    Kaffeetasses avatar
    Kaffeetassevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: angenehme Lektüre für Zwischendurch
    angenehme Lektüre für Zwischendurch

    Jana hat den Traum Schriftstellerin zu werden, aber so richtig weiß sie noch nicht, worüber sie genau schreiben soll. Um über die Runden zu kommen fängt sie als Putzfrau bei den "Beatles" an- eine WG mit betagteren Männern. Und eines Tages stößt noch ein Junge zur Runde dazu und behauptet einer der Beatles sei sein Opa...

    Das Buch hat sich wirklich leicht lesen lassen, da der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und locker ist. So flog ich recht schnell durch die Geschichte. Die einzelnen Charaktere waren gut gezeichnet und ich konnte mir von allen ein gutes Bild machen. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere alle sehr verschieden sind und jeder so sein Päckle zu tragen hat. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und spannend. Die Handlung an sich war auch spannend und ich konnte auch gut folgen, allerdings konnte ich so manch ein Verhalten der Personen nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht bin ich in der Hinsicht spießig, aber ein gesuchtes Kind zu verstecken und nur zu unterrichten, was gefällt, das ist nicht meine Welt.

    Fazit: Für mich hatte das Buch eine kleine Schwäche, dennoch hat es sich sehr gut lesen lassen und war eine angenehme Zwischendurch-Lektüre.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: wundervolles unterhaltsames Buch
    wundervolles unterhaltsames Buch

    Klapptext:


    50 Jahre 1968! Ein Grund zu feiern? Ja. Ein Grund zu kritisieren? Durchaus. Ein Grund zu lachen? Oft. In „Putzfrau bei den Beatles“ heuert die junge Möchtegern-Schriftstellerin Jana als Putzfrau auf dem „Yellow Submarine“ an, um mit Ringo, George, John und Paul in die Vergangenheit ab- und in der Gegenwart wieder aufzutauchen. Doch nichts ist, wie es scheint, und dann entert auch noch ein Zwölfjähriger das Boot, der behauptet, Pauls Enkel zu sein …

    Wieder einmal hat mich Birgit Rabisch mit Ihrem Buch begeistert.
    Schon die ersten Seiten haben mich in den Bann gezogen.
    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
    Ich habe Jana und die coole Männer-WG kennen gelernt.Natürlich nicht zu vergessen den Jungen Leander .Mit ihnen erlebte ich so manche interessante und aufregende Momente.
    Die Protoganisten wurden sehr klar und deutlich beschrieben.Alle fand ich sehr sympatisch,nett und liebreizend.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Durch den sehr angenehmen und einfülsamen Erzählerstil wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen,Ich konnte mir die Beatlesoldies richtig vorstellen und bei Ihren Dialogen zuhören.Diese waren teilweise sehr lustig .Aber es gab auch ernste Unterhaltungen die mich zum Nachdenken angeregt haben.Ich fand die Truppe sehr lustig und auch Jana hat ihren Teil dazu beigetragen.Als Leander dazu kommt versucht sie ihr möglichstes um die Probleme zu lösen und zu helfen.Der Autorin ist es hervorragend gelungen dies zum Ausdruck zu bringen.Auch das 68 Jahre Feeling sowie Musik und Politikthemen baut sie gekonnt in die Handlung ein.
    Birgit Rabisch hat mich für einige Zeit den Alltag vergessen lassen.
    Es hat einfach sehr viel Spass gemacht diese Geschichte zu lesen und ich vergebe glatte 5 Sterne.

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    Diana182s avatar
    Diana182vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte für jedes Alter!
    Putzfrau bei den Beatles

    Das Cover fällt durch seine quietsche bunte Farbegestaltung direkt ins Auge. Es zeigt ein allseits bekanntes, gelbes U-Boot und das schwarze Relief einer Frau. Darunter ist der Titel des Buches angebracht.


    Da auch mein Vater ein großer Beatles Fan ist und ich dementsprechend mit der Musik aufgewachsen bin, war natürlich auch meine Neugier schnell geweckt. Und so begann ich direkt mit dem Lesen…


    Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Wir lernen nach und nach die einzelnen Personen kennen, die hier charakterlich tief gekennzeichnet sind. Man kann sie so sehr schnell auseinander halten und erlebt zusammen mit ihnen eine turbulente, das Herz ansprechende Geschichte. Denn den kleinen Leander schloss ich direkt ganz tief in mein Herz.


    Aber auch der Schreibstil ist sehr schön flüssig und mitreißend. Auch wenn das Büchlein recht dünn gehalten ist, war man hier sofort von der Geschichte gebannt und als stiller Beobachter anwesend. Das Buch hatte mich sofort in seinen Bann gezogen und ich verfolgt mit viel Interesse das Leben der jetzigen Beatles WG und lauschte ihren Erlebnissen aus jüngeren Jahren.


    Die Geschichte spricht direkt viele Gefühle im Leser an und ich freute mich oft über die Dialoge, welche unter den Protagonisten geführt wurden. Sie regten mich zum Nachdenken an und ließen mich der Geschichte mit viel Achtsamkeit folgen.


    Das Ende ist sehr passend gewählt und schließt das Buch rund um ab. Es bleibt keine Frage offen und ein zufriedener Leser zurück.


    Mein Fazit:
    Eine wirklich schöne Geschichte, die mich schnell ansprach und mitriss. Ich wollte das Buch bis zum Ende nicht mehr aus den Händen legen und war gespannt, wie Leander und sein Opa die anstehenden Probleme lösen würden.


    Hin und wieder wird ein Lied angedeutet oder gedanklich eingespielt, was den Leser direkt in die richtige Stimmung brachte.


    Ein tolles Buch , welches mir sehr gefallen hat. Ich hoffe auf weitere Geschichten der Autorin und vergebe gerne eine Leseempfehlung!

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    Vera_Rosenbuschvor 5 Monaten
    Lebendig, spannend, humorvoll, vielschichtig

    Birgit Rabischs Stärke ist die Komposition. Da gibt es zunächst den Hauptstrang: die angehende Schriftstellerin Jana beginnt als Putzfrau bei einer Alte-Herren-WG, den vier "Beatles" als Putzfrau zu arbeiten. Plötzlich steht ein Zwölfjähriger vor der Tür, behauptet, einer der Ex-Pilzköpfe sei sein Opa, und will in die Villa "Yellow Submarine“ einziehen. Mit der Ruhe für die 68er-Rentner ist es vorbei.
    Daneben führt die Autorin drei Seitenthemen durch: Jana träumt von ihrem ersten Roman, weiß aber nicht, was sie "Welthaltiges" schreiben könnte. Daneben hat sie Ärger mit ihrem Zahnarzt, der sie unter Druck setzt, eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, während "John" von den "Beatles" sie agitiert, sich dagegen zu wehren. Schließlich – aktuell – steigt Donald Trump auf zum Präsidenten der USA. Diese drei so unterschiedlichen Seitenthemen erweitern die Bezüge des Romans und machen die Lektüre abwechslungsreich. Schwungvoll und mit viel Humor führt uns Birgit Rabisch durch die Ereignisse und reflektiert am Ende ihre Dramaturgie. Was soll ich noch sagen? Spannend, vielschichtig, abwechslungsreich – ich habe Putzfrau bei den Beatles gerne gelesen.

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    P
    Pixibuchvor 5 Monaten
    Putzfrau bei den Beatles

    Auch diesmal war das Buch von  Birgit Rabisch wieder der volle Treffer. Schon das grell-bunte Cover bringt uns in die verrückten Sixties. Jana, eine bisher verhinderte Schriftstellerin, verdient sich ein Zubrot als Putzfrau bei den "Beatles" die in einer gelben Villa wohnen, der "Yellow Submarine". Die Beatles sind 4 ältere gesetzte Herren, die in ihrer Jugend in den Clubs in und um Hamburg aufgetreten sind und die Beatlessongs spielten. Nun sind alle schon in Pension, Ringo sitzt im Rollstuhl, George hat gegen die beginnende Demenz zu kämpfen, Paul hat es in den Gelenken und John ist ein Gesundheitsfanatiker. Leander ist ein 12jähriger Junge, der bei einem Verkehrsunfall seine Eltern verliert. Kurz zuvor ist seine Oma Moni an einem Herzinfarkt plötzlich verstorben. Mit ihr hat er ziemlich viel Zeit verbracht und von ihr auch alles über die Beatles und deren Musik erfahren. Da Leander nun Vollwaise ist, kommt er zu seinen Großeltern väterlicherseits, die sehr bigottisch sind und den Jungen sehr streng halten. Als er aber das Tagebuch seiner Oma Moni liest, wird dort der Vater seiner Mutter bekanntgegeben. Es ist Paul. einer der 4 Herren. Er türmt bei seinen Großeltern und zieht in die Altherren-WG in die Yellow Submarine. Das bringt natürlich viele Komplikationen mit sich, das Jugendamt ist hinter ihm her, die vier Herren, alle schon ein wenig sonderlich, müssen sich auf ein heranwachsendes Kind einstellen. Der Schriftstellerin gelingt es gekonnt, den Generationenkonflikt darzustellen. Damals in die 68iger, wo die jungen Leute gegen das Regime demonstrierten, die Studentenunruhen, Ohesorg, Dutschke, die langen Haare, Miniröcke, die Pille, Kommunen...... Aber auch schon die übernächste Generation die Enkelgenartion kommt mit den 68igern nicht mehr zu Recht, da die 2000der Generation ganz anders erzogen und aufgewachsen ist. Die Autorin bringt hier alles auf den Punkt, erzählt der jungen Generation von damals und läßt uns 68iger in Erinnerungen schwelgen. Der Inhalt des Buches ist gut aufgebaut, vor allem dadurch, dass Jana  aus ihrer Sicht und Leander aus seiner Sich die ganzen Umstände beschreiben. Wieder mal ein voller Erfolg für Birgit Rabisch (Give peace an Chance John Lennon/Yoko Ono).Vor allem die Texte der Beatles-Songs haben mich berührt und mich an meine Jugend denken lassen.

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    Lesezeichen16s avatar
    Lesezeichen16vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, dass nicht nur unterhält
    Das Leben in der "Yellow Submarine"

    Inhaltsangabe:

    Die angehende Schriftstellerin Jana muss sich finanziell irgendwie über Wasser halten und deshalb nimmt sie in ihrer Nachbarschaft eine Putzstelle an, aber nicht irgendeine: sie arbeitet bei den Beatles in der Villa „Yellow Submarine“. Nein, hierbei handelt es sich nicht um die Pilzköpfe, sondern um vier Männer, die früher als Band durch die Clubs getingelt sind. Auch im hohen Alter ist ihre große Liebe, die Musik, geblieben. Eines Tages wird das Leben von Paul durcheinandergewirbelt, denn plötzlich soll er einen Enkel namens Leander haben. Nicht nur das, er möchte auch in diese Senioren- WG einziehen. Wenn das mal gut geht….

     

    Putzfrau bei den Beatles ist der neuste Roman von Birgit Rabisch, die eine Geschichte über das Zusammenleben von Generationen erzählt. Ihr angenehmer und flüssiger Schreibstil lässt den Leser sofort in die Geschichte von Jana und Leander ein – und abtauchen. Zudem wird die Geschichte durch den wechselnden Erzählstil der Hauptprotagonisten sehr lebendig gehalten. Dadurch erhält der Leser einen sehr tiefen Einblick in die Gefühlswelt der beiden und sie wirken sehr authentisch und sympathisch. Aber nicht nur sie spielen eine große Rolle, denn hier fehlen noch die „Beatles“. Birgit Rabisch hat eine tolle Männer-WG geschaffen, die nicht unterschiedlicher hätte sein können, aber sich perfekt ergänzen. Mit Ecken und Kanten und dem typischen 68er Jahre Zeitgeist mischen sie die Handlung kräftig ein. Selbst die hitzigen Debatten über politische Themen durften nicht fehlen, aber bei dem Thema Musik waren sie sich immer einig. Die eingestreuten Beatles-Texte haben nicht nur bei mir Erinnerungen wachgerüttelt, sondern den einen oder anderen Ohrwurm wieder entfacht. So konnte ein tolles Lesefeeling entstehen, dass noch mehr Lust auf diese sehr unterhaltsame und nachdenkliche Geschichte machte. Leider war bei Seite 164 schon Schluss, dabei hätte zu gerne weiter gelesen…..

     

     

    Die Autorin Birgit Rabisch steht nicht nur für unterhaltsame Romane. Sie spiegelt den Zeitgeist wieder und ihre Geschichte sind sehr realitätsnah. Ihre Bücher handeln von Themen, die einen berühren und nachdenklich zurücklassen.

    Mit Vorfreude und Neugierde warte ich auf das neuste Buch von ihr, aber vorher gibt es von mir 5 Sterne und ein absolute Leseempfehlung.

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    Rabentochters avatar
    Rabentochtervor 5 Monaten
    Die deutschen Beatles

    Jana wäre gern Schriftstellerin, findet aber nicht das passende Thema für ihr Buch. Um sich über Wasser zu halten putzt sie bei den Beatles. Leander wäre gern bei seinem Opa, den er noch nicht kennt, weil seine anderen Großeltern spinnen, wie er findet. Er beschließt kurzerhand umzuziehen und taucht bei seinem Opa Paul auf. Das bringt Schwung nicht nur in den Haushalt der Beatles, sondern auch in Janas Schreibblockade...

    Birgit Rabisch schaffte es wieder einmal, dass ich alles stehen und liegen ließ und meine Nase nur noch in ihrem Buch versenkte, bis ich es durchgelesen hatte. Die beiden Protagonisten Jana und Leander waren sehr sympathisch beschrieben, sodass man beide gern kennen gelernt hätte. Die Bindung war dadurch auch sofort hergestellt. Auch die Beatles in ihrer deutschen Version muss man einfach gern haben, trotz ihrer Schrullen und der zugegeben manchmal etwas anstregenden Alt-68er-Diskussionsmentalität. Janas Figur war dazu ein wunderbarer Ausgleich, denn auch wenn sie noch nicht genau weiß, wohin die Reise mit ihrem Debütroman gehen soll, wenn es um Leanders Schutz und seine Zukunft geht trifft sie Entscheidungen, wo die Beatles nur planen, reden und schnell in ihren Diskussionen vom Thema abkommen. Jana bleibt da teilweise herrlich pragmatisch und bietet einen wundervollen Kontrast zu den Alt-68ern.

    Birgit Rabischs Stil, der ohne große, aufgeblasene, wortlastige Beschreibungen auskommt und doch alles in den herrlichsten Farben malt und auf den Punkt bringt, machen dieses Buch zu einem reinen Genuss, dem man sich nicht entziehen kann. Die Handlung tut ihr übriges und schon ist man gefangen, kommt nicht los, will und kann sich nicht mehr trennen. Am Ende fragt man sich dann, warum es denn schon vorbei ist und hofft, der Roman möge sich auf magische Art und Weise verlängern, sodass man noch auftauchen muss aus dem Yellow Submarine.

    Fazit: ein harmonisches Konzept, tolle Figuren mit einem intelligenten „Was-wäre-wenn“-Gedankenspiel gegen Ende.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Amüsant und dennoch nachdenklich
    Neuzugang im "Yellow Submarine"

    Jana möchte gerne Schriftstellerin werden.
     Bis jetzt ist sie aber über die Planungsphase noch nicht sehr weit hinausgekommen. Um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können , bewirbt sie sich als Putzfrau bei vier alten Herren.
     Sie haben in der Jugend als Beating Boys der Musik ihrer großen Idole „Der Beatles“ nachgeeifert.
    So war es naheliegend, dass sie ihre Villa, die sie als Altersruhesitz auserkoren haben, Yellow Submarine nennen und auch die Namen entsprechend angepasst haben.
     Für Jana ist es ein angenehmer Job, gute Bezahlung und sozusagen Familienanschluss.
     Plötzlich steht Leander vor der Tür und behauptet der Enkel von Paul zu sein. Wie wird das Leben der alternden Musiker nun weitergehen?

    Meine Meinung:

     Im altbewährten, angenehmen Schreibstil, erzählt die Autorin die Geschichte, abwechselnd aus der Sicht von Jana und Leander.
     Die Bemühungen der vier alten Herren, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden und die damit verbundenen Fragen und Probleme ,werden eindringlich geschildert.
     Die Protagonisten waren sehr gut beschrieben, mein Kopfkino kam sofort in Gang.
     Wie auch in ihren anderen Büchern, hat sich die Autorin wieder mit dem Zusammenleben von Jung und Alt auseinandergesetzt. Ich finde , es ist ihr wieder sehr gut gelungen.

     Fazit:

    Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LesenLebens avatar

    Herzlich willkommen bei dieser Leserunde mit Buchverlosung zu meinem neuen Roman

    Putzfrau bei den Beatles.

    Er ist gerade im Verlag duotincta erschienen.

    50 Jahre 1968!

    Ein Grund zu feiern? Ja. Ein Grund zu kritisieren? Durchaus. Ein Grund zu lachen? Oft.

    In Putzfrau bei den Beatles heuert die junge Möchtegern-Schriftstellerin Jana als Putzfrau auf dem Yellow Submarine an, um mit Ringo, George, John und Paul in die Vergangenheit ab- und in der Gegenwart wieder aufzutauchen. Doch nichts ist, wie es scheint, und dann entert auch noch ein Zwölfjähriger das Boot, der behauptet, Pauls Enkel zu sein ...

    Die Begegnungen, Konflikte und Krisen zwischen der Generation '68 und ihren pragmatischeren Nachkommen werden von Birgit Rabisch seit längerem thematisiert, zuletzt auch in ihren Romanen Die vier Liebeszeiten und Wir kennen uns nicht.

    Zu Putzfrau bei den Beatles gibt es einen

    Buchtrailer und eine kurze Video-Lesung

    Ich freue mich auf die Diskussion mit euch. Ich werde regelmäßig anwesend sein und bin schon sehr gespannt!
    Und natürlich freue ich mich besonders, wenn ihr eure Eindrücke in einer Rezension wiedergebt, sei es hier bei Lovelybooks, auf der duotincta-Verlagsseite, bei amazon, buchhandel.de usw. oder in Bücherblogs und Leserforen.


    Weitere Infos:

    www.birgitrabisch.de

    www.duotincta.de

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