Eine schöne Idee - wunderbar erzählt
von Eva_Reichmann
Kurzmeinung: Kann man auch gut lese, ohne die Romane von Rabisch zu kennen
Rezension
Mir gefällt die Idee, eine Art Autobiographie auf Basis der Figuren aus 11 Romanen der Autorin zu schreiben, sehr gut - vor allem, da ja auch die Romane selbst (wie ich als Rabisch-Neuling gelernt habe), Autobiographisches enthalten. So habe ich mit nur einem Buch den gesamten Kosmos der Rabisch-Themen und Rabisch-Figuren kennengelernt und (mit Ausnahme der Einleitung) das Gefühl gehabt, dass ich mich gut mit der Autorin verstehen würde, sollten wir uns einmal begegnen: ähnliche Beobachtungen, ähnliche Absichten, einen vergleichbaren Geschmack in Bezug auf Essen. Nur beim Thema "Lieblingsort" liegen wir weit auseinander. Insofern hat mir dieses Buch viele Identifikationsmomente gegeben, was immer eine gute Voraussetzung für eine spannende und angenehme Lektüre ist.
Die Lust, das eine oder andere Buch der Autorin zu lesen, ist jedenfalls geweckt - und ich hoffe, dass das nicht ein "Abschiedsroman" ist, sondern sie noch weitere Bücher folgen lässt.
