„Schmerzspuren“ ließ sich gut und schnell lesen (bei 160 Seiten ist das auch kein Wunder) und ich mochte Ben sofort. Die Geschichte war ganz nett, von der „Expertin für sorgfältige recherchierte und packende Themenbücher“ hätte ich mir allerdings etwas mehr Aufklärung gewünscht, Bens selbstverletzendes Verhalten wurde nämlich nie richtig aufgearbeitet. Zudem wurde im Klappentext bereits gespoilert, dass Lea die Band verlässt, was ungelogen erst zehn Seiten vor dem Schluss passiert ist, und ich finde, dem Buch hätten fünfzig Seiten mehr ganz gut getan. Das Ende kam mir persönlich zu abrupt und war auch ziemlich offen. Mir hätte es gefallen, wenn Bens Lage noch richtig aufgearbeitet worden wäre, wenigstens durch einen kurzen Epilog. Dennoch gefiel mir „Schmerzspuren“ gut und die Geschichte war nicht langweilig, deshalb vergebe ich vier Sterne.
Birgit Schlieper

Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Botschaft an meine Leser

Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, es geht Euch allen in diesen schwierigen Zeiten gut und Ihr bleibt guter Dinge.
Auch für uns Autor*innen ist es grade nicht leicht: Mein neuer Roman "Maike, Martha und die Männer" ist am 23.03.20 im Kirschbuch Verlag erschienen - eigentlich war er bereits für die Leipziger Buchmesse geplant und es hätte alles so groß und schön werden sollen. Ein Gutes hat diese Phase aber sicher: Ich freue mich, mehr Zeit zu haben, um mit Euch in den Austausch zu kommen und gemeinsam eine Leserunde zu starten. :-)
Bleibt fröhlich, gesund und lest gute Bücher
Eure Birgit
Alle Bücher von Birgit Schlieper
Angstspiel
Maike, Martha und die Männer
Herzenssucht
Böser Traum
Mein Sommer in Brighton
Maritas Couch und die Liebe zum Leben
Trau. Mir. Nicht.
Eisseele
Neue Rezensionen zu Birgit Schlieper
Ich fand die Idee zu „Böser Traum“ wirklich interessant: Zwei Freundinnen inszenieren eine Entführung, weil ihre Eltern sie trennen wollen, doch dann hat die eine Freundin einen Unfall und die andere wartet vergeblich in ihrem Gefängnis, ohne Wasser und ohne Essen. Ich mochte Emilia und Charlotta sehr gern und fand auch die Atmosphäre sowie das Setting toll (besonders das verlassene Haus, in dessen Keller Charlottas Gefängnis war). Was mir besonders gefiel, war, dass das Buch aus allen möglichen Perspektiven erzählt wurde, so zum Beispiel auch aus der der Eltern oder der Ätzte und Krankenschwestern, wodurch man alles mitbekam, als Emilia im Krankenhaus lag und Charlotta eingesperrt war. Nach etwas mehr als der Hälfte entwickelte sich das Buch jedoch in eine Richtung, die mir persönlich nicht ganz zusagte. (SPOILER) Ich hätte mir einfach gewünscht, dass der Pfleger Julius nicht so viel Raum in der Geschichte eingenommen und nicht versucht hätte, Emilia zu töten und Charlotta mit ins Ausland zu nehmen, um mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Außerdem fand ich die Side-Story über Tim und David, die sich Charlotta in ihrem Gefängnis ausgedacht hatte, irgendwie merkwürdig, vor allem, da sie irgendwann einfach nicht mehr vorkamen. Eigentlich sollten sie ja für die Differenzen zwischen ihr und Emilia stehen, denke ich, aber auch darauf wurde am Ende kaum noch eingegangen. (SPOILER ENDE) Generell kam das Ende dann ein bisschen plötzlich und war für meinen Geschmack zu kurz geraten.
Das Buch war unglaublich spannend und die Autorin arbeitete perfekt aus, wie Konstanze Mia immer mehr isolierte und ihre Freundschaft mit Vanessa und Kim langsam zerstörte. Ich mochte Mia sowie ihren Bruder Oliver sehr und auch Konstanze konnte ich einfach nicht hassen, obwohl man von Anfang an wusste, dass sie nichts Gutes im Schilde führte, weil sie einfach so nett war. Ich fand, dass man sehr mit Mia mitfühlen konnte, als ihr Leben immer mehr zerbrach, vor allem weil man, anders als sie, wusste, dass Konstanze das Ganze plante und immer, wenn Mia wieder ein kleines Hoch erlebte, irgendetwas unternahm, um ihrer Stimmung einen Dämpfer zu versetzen. Ich mochte die Tagebucheinträge, die Einblick in Konstanzes (und später Mias) Kopf gaben, besonders im zweiten Teil, denn Mias Traurigkeit kam darin sehr gut rüber. Der zweite Teil des Buches ist aus Konstanzes Sicht geschrieben, was mich anfangs etwas skeptisch machte, weil ich gern auch Mias Sicht weitergelesen hätte, was zum Beispiel durch abwechselnde Kapitel der beiden möglich gewesen wäre, aber rückblickend gefiel mir auch Konstanzes Sicht der Dinge sehr, weil man einen tieferen Einblick in ihre Gedanken und Beweggründe bekam. Spätestens ab dem Zeitpunkt stellte man auch fest, dass sie ziemlich fies war (wenn sie auch einen Grund dafür hatte), doch ich konnte immer noch nicht aufhören, sie zu mögen, und erwischte mich sogar häufiger dabei, wie ich bei ihrem Plan mitfieberte. Ganz zum Schluss wechselte es dann wieder zu Mias Perspektive, als es zum großen Showdown kam. Mir persönlich ist dieser ein bisschen zu kurz geraten, immerhin umfasst er kaum zwanzig Seiten. Es wirkte ein bisschen so, als hätte man dem Buch schnell ein Ende geben wollen, (SPOILER) denn als Mia herausfindet, dass Konstanze die Schwester des Jungen ist und anschließend ihren Bruder retten muss, (SPOILER ENDE) ging mir alles ein bisschen zu schnell und es kamen mir auch zu wenig Emotionen rüber. Dennoch war es schlussendlich ein schönes Ende.
Gespräche aus der Community
Es wird mal wieder Zeit zum Lachen! Auch wenn wir alle drinnen bleiben müssen, sorgt Birgit Schlieper mit “Maike, Martha und die Männer” zumindest auf dem Sofa für gute Laune! Das Buch wurde als “Bestseller von morgen” ausgezeichnet und ist diese Woche als Verlagsdebüt im Kirschbuch Verlag erschienen. Wir verlosen 20 Rezensionsexemplare bis zum 02.04.20.
Vielen lieben Dank, dass ich mitlesen durfte.
Auch bei Amazon, wasliestdu, lesejury, goodreads, whatchareadin, thalia, weltbild, hugendubel und heymann.
Wer ist schon mal trotz akuter Tierhaarallergie mit der Freundin zur Perserschau gegangen (und damit sind jetzt nicht die Teppiche gemeint)?
Wer musste mit einem Freund in einen Splatterfilm oder wer hat mit der kleinen Schwester das Finale von GNTM gesehen?
Wer war mit Mama auf einer Ü-60-Party oder ist mit der Patentante auf ein Udo-Jürgens-Konzert gegangen (trotz hartnäckiger Bademantel-Abneigung)?
Die fünf Gewinner lade ich in Zürich zu Lindt und Luxemburgerlis ein. Wem der Weg zu weit ist, bekommt ein signiertes Buch mit den Leckerlis auf dem Cover.
Sind wir nicht alle ein bisschen Hobby-Psychologin? Wir attestieren der Kollegin mangelndes Selbstwertgefühl, vermuten bei der Nachbarin Verlassensängste und der neue Chef ist ein klarer Fall von Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, oder?Marita ist eigentlich eine ganz normale Frau - und plötzlich besuchen sie wildfremde Menschen und drehen ihre Seele auf links. Erst spät merkt sie, dass sie in die Wohnung einer Psychotherapeutin gezogen ist. Diese ist erstens ausgewandert und hat zweitens noch fleißig Termine mit neuen Patienten vereinbart. Und die sitzen nun auf Maritas Couch. Natürlich müsste Marita das Missverständnis sofort klären - aber irgendwie ist es ja schon spannend, und so verteilt Marita fleißig Tipps.
Da ist die Mutti, die von ihren Kindern enttäuscht ist. Da ist die Business-Domina mit dem Zweit-Handy und da ist vor allem der brave Mann mit der Aura eines Kleinkindschlafanzugs. Marita therapiert mit Spaß und Engagement.
Außerdem ist diese Arbeit so viel leichter als ihr sonstiges Leben, umgeben von einer spießigen Tochter, einem selbstverliebtem Schwiegersohn in spe, einer anstrengenden Freundin und den Kindern, mit denen sie ausgerechnet ein Kochbuch-Hörspiel aufnehmen möchte...
Habt Ihr Lust, bei meiner Testleserunde mitzumachen? Dann bewerbt Euch um eines von 15 Exemplaren, die der Goldmann Verlag für die Runde zur Verfügung stellt. Bewerbungsschluss ist der 23. Mai!
Ich freue mich schon auf Eure Meinung zum Buch.
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