Eisseele

von Birgit Schlieper 
3,6 Sterne bei19 Bewertungen
Eisseele
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Neue Kurzmeinungen

Fluegelfees avatar

Hat mich nicht mitgerissen. Es gibt bessere Bücher von cbt.

Leseprinzessin1991s avatar

Viel mehr als ein gewöhnlicher Jugendthriller

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Inhaltsangabe zu "Eisseele"

Nach dem Erfolg von 'Angstspiel' ein neuer brillant erzählter Psychothriller von Birgit Schlieper

Zoe braucht die Gemeinheiten. Wenn ihr Kopf dröhnt vor Schuldgefühlen, dann teilt sie aus: Bringt Kinder in gefährliche Situationen und weidet sich an blutenden Nasen. Zerstört Ehen mit anonymen Anrufen. Doch dann lernt sie jemanden kennen, der noch viel tougher ist als sie: Carl. Dieser neue Mitschüler hält die wahren Herausforderungen parat. Und Zoe macht mit. Sie will ihm gefallen – ihm ebenbürtig sein. Aber erst als Zoes Leben auseinanderfällt – ihre Eltern, ihre Freundinnen sowie ihr bester Kumpel sich von ihr abwenden – merkt Zoe, dass Carl nie daran gedacht hat, ihr Freund zu sein. Carl will sie benutzen. Und er geht über Leichen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570161326
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:23.04.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Leseprinzessin1991s avatar
    Leseprinzessin1991vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Viel mehr als ein gewöhnlicher Jugendthriller
    Spannend, tiefgründig und bestechend durch einzigartige Charaktere

    Eisseele Inhalt: In dem Jugendthriller Eisseele von Birgit Schlieper geht es um die 15-jährige Zoe, die es liebt Grenzen zu überschreiten. Die Beziehung ihrer Nachbarn zu zerstören, Tiere zu quälen und zu intrigieren. Keine Herausforderung kann diesen Drang stillen, bis sie den geheimnisvollen Carl kennenlernt, der genauso zu sein scheint wie sie. Der Jugendthriller beginnt schon von der ersten Seite an mit Spannung. Die Protagonistin ist eine wirklich interessante Figur, was sie gerade ihrem unsympathischen Wesen zu verdanken hat. Sie hat sadistische und gemeine Züge an sich, sodass der Leser darauf wartet, was sie sich als neues einfallen lässt, um ihre Mitmenschen zu tyrannisieren. Doch natürlich Geschieht dieses Verhalten nicht ohne einen Grund, den der Leser bis zum letzten Drittel des Buches erfahren will. Diesen Hintergrund finde ich psychologisch raffiniert dargestellt und er gibt dem Roman sehr viel tiefe, da er ein verborgenes Thema aufgreift. Überhaupt hat der Roman viele gesellschaftskritische Elemente in sich, die ihn zu etwa besonderem machen. Die Figur Zoe zeigt die Auswirkungen gesellschaftlicher Zwänge, unter denen Jugendliche häufig zerbrechen. So muss sie immer die perfekte Zoe spielen, obwohl sie doch eigentlich eine ganz andere ist. Carl ist auch eine außergewöhnliche Figur und zugleich ein realistischer Charakter. Er ist der Aufsteiger, der sich jedoch nicht gegen die Eliten durchsetzen kann. Das Zusammenspiel beider Figur ist sehr spannend und des zeigen sich immer wider neue Facetten ihrer Persönlichkeiten. Schließlich wird der Leser doch auf Zoes Seite gezogen, trotzt anfänglicher Skepsis. Ein ungewöhnlich tiefgründiger Jugendroman, der weit mehr Themen zu bieten hat, als es auf der Oberfläche scheint. Meine Kritikpunkte: das Cover passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte. Die abgebildete Puppe hat auch mit viel Phantasie nichts mit der Handlung des Thrillers gemeinsam. Ich finde es ziemlich schade, denn aus so einer tollen Geschichte hätte man ein gelungeneres Cover erstellen können. Außerdem finde ich die Darstellung der Lehrerin Frau Alt sehr unrealistisch und verfehlt. Bis zu einem gewissen Punkt ist ihre Naivität nachvollziehbar, doch auch als unerfahrene Lehrerin verhält man sich nicht dermaßen weltfremd. Teilweise wirkt die fünfzehnjährige Zoe reifer als ihre Lehrerin. Trotz der oben genannten Kritikpunkte hat dieses Buch mich gefesselt. Ich habe es an einem Tag gelesen und bin begeistert.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Eisseele" von Birgit Schlieper

    Beklemmend atmosphärisch spürt der Leser in diesem Roman der innerlich zerissenen, von Schuldgefühlen zermürbten Zoe Kessler nach, die verzweifelt versucht, ihre verletzte Seele hinter einem, in doppeltem Sinne, coolen Eispanzer zu schützen. Für sensible, vielleicht noch selbst in der Sinnsuche der Pubertät gefangene Jugendliche, könnten die eindringlich beschriebenen, destruktiven und autoagressiven Empfindungen der Fünfzehnjährigen möglicherweise verstörend wirken und nicht unbedingt nachfühlbar. So erwecken die "schrägen" Beschreibungen ihres Familien- und Schulalltags und ihrer Beziehungskonflikte eher den Eindruck einer psychologischen Fallstudie, als den, eines Thrillers.

    Viel zu lang manifestierte sich der Erzählunterbau und es bleibt am Schluss kein Raum zur Entwicklung eines wirklich spannenden Showdowns. Brüsk und wenig logisch endet die Story tempolos. Laut "Pressestimmen" erwartete ich einen "unglaublich spannenden" Jugendthriller, aber selbst die "olle" (ich bitte um Pardon für die Respektlosigkeit) Enid Blyton wusste in den Dreißigern schon packendere Plots zu ersinnen.

    Ebenso in den "Pressestimmen", findet sich das Versprechen, einen Roman mit "intellektuellem Tiefgang" zu erwerben. Wenn damit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass die Protagonisten das Gymnasium besuchen und sich über den anspruchsvollen Unterrichtsstoff ereifern, mag das zutreffen. Ich habe bei solchen Wertungen/Meinungen immer Bauchgrimmen, klingt es doch, als wären Hauptschüler per se schon mal von der Lektüre ausgeschlossen, da sie möglicherweise Dürrenmatt für ein Schimpfwort halten. Hier auch die kritische Parallele im Buch: Carl, aus dem Brennpunkt eines unterpriviligierten Wohnbezirks "Block", soll Vorurteile widerlegen, die schlussendlich aber richtig Bestätigungspower gewinnen. Das ist nicht intellektuell, das ist kontraproduktiv! Genau wie mein letzter Kritikpunkt, der mich richtig in Rage brachte:

    "Eisseele" wirkt wie eine Hommage an einen Fäkalausdruck! Eine derartige Anhäufung sprachlicher Varianten (ob Verb, Substantiv ...) von k-a-c-.-e-n ist vulgär und definitiv too much! Mag es effektvoll eingesetzt, im Einzelfall dramaturgisch Sinn machen, so ist der übermäßige Gebrauch besonders im Kontext mit der schwer pflegebedürftigen Schwester erniedrigend und plump anbiedernd. Selbst wenn sozusagen der Jugend auf´s Maul geschaut werden sollte (warum war dann vergleichsweise so wenig "geil"?), empfiehlt sich immer ein kritischer Blick darauf, ob eine Jugendbuch-Autorin nicht auch eine sprachliche Verpflichtung gegenüber ihrem jungen Publikum (Empfehlung liegt hier bei 14-17 J.) hat. Bezüglich dieses Pfui-Wortes wäre ebenso das Lektorat gefragt gewesen.

    Deshalb von mir nur 3 von 5 Sternen.
    Euer Turner

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    Fluegelfees avatar
    Fluegelfeevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich nicht mitgerissen. Es gibt bessere Bücher von cbt.
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    Katja_mes avatar
    Katja_mevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr fesselndes Buch. Konnte es kaum aus den Händen legen.
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    G
    Gamze_17vor 9 Monaten
    P
    Pinzessinvor einem Jahr
    Jacky4bookss avatar
    Jacky4booksvor 3 Jahren
    S
    spatz72vor 3 Jahren
    Tintenherz1990s avatar
    Tintenherz1990vor 3 Jahren
    T
    thrillers-are-minevor 4 Jahren

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