Birgit Theisen Herr Spiro

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Inhaltsangabe zu „Herr Spiro“ von Birgit Theisen

Auf wie viel Nähe können sich zwei Menschen einlassen, die an nichts mehr glauben und überzeugt sind, für alle Zeiten genug von der Liebe zu haben? Herr Spiro hilft dem Glück von Robert und Anna ein wenig auf die Sprünge. Er ist der Held einer unvollendeten märchenhaften Geschichte, die Robert von seinem besten Freund vermacht wurde, und die er nun gemeinsam mit Anna zu Ende schreiben möchte. Mit jeder Episode, die sie verfassen, wächst die Vertrautheit zwischen den Autoren. Robert spürt schon bald, woran er mit Anna ist, doch immer wieder und wie aus heiterem Himmel kommen ihr Zweifel, ob sie ihre Gefühle zulassen soll. Wird das, was sich zwischen den beiden entwickeln könnte, womöglich schon wieder zu Ende sein, bevor es richtig begonnen hat? Und wer schreibt dann Herrn Spiro glücklich, der schon so lange auf das besondere Öl für seine wertvolle Lampe wartet?

Ein feiner, ungewöhnlicher Liebesroman, der nicht Schema F geschrieben ist.

— Ilona_Schmidt
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  • Leiser Roman über die Schwierigkeit, loszulassen und neu anzufangen

    Herr Spiro
    KristinBSword

    KristinBSword

    16. April 2014 um 22:13

    Zum Cover: Zu Anfang kam mir das Cover etwas düster vor, aber nach der Lektüre muss ich sagen, dass es die Geschichte fantastisch einfängt. Insofern vielleicht etwas irreführend, denn hier handelt es sich weder um einen Krimi noch um einen düsteren Thriller, sondern um eine Liebesgeschichte. Trotzdem ein Cover, das man im Verlauf der Geschichte immer wieder gerne ansieht und sich freut, wie gut es ausgedacht ist – und das sind mir die liebsten. Zum Schreibstil: Die Autorin schreibt manchmal ein bisschen geheimnisvoll, einiges wird nur zwischen den Zeilen angedeutet und ich habe öfters Passagen zweimal gelesen, weil ich ihnen noch etwas nachspüren wollte. Gerade das macht aber viel Spaß. Zum einfach Runterlesen ist das Buch nämlich definitiv zu schade. Der Stil selbst ist angenehm, die Autorin beschreibt sämtliche Situationen sehr abwechslungsreich mit schönen Bildern, vermeidet ausgelutschte Redewendungen, ohne stattdessen auf schiefe Bilder auszuweichen. Das Buch ist sehr ordentlich lektoriert und korrigiert. Auch der Handlungsaufbau ist sehr gelungen, ich hatte an keiner Stelle das Bedürfnis, etwas zu überspringen oder gar keine Lust mehr, weiterzulesen. Inhalt: Die Protagonisten Anna und Robert haben beide persönliche Schicksalsschläge zu verarbeiten, als sie sich begegnen. Der letzte Wunsch von Roberts Freund Kai gibt den Anstoß für eine wunderbare kreative Zusammenarbeit der beiden, in deren Verlauf sie auf mehreren Ebenen kommunizieren, so einiges verarbeiten und immer tiefere Gefühle füreinander entwickeln. Aber sind sie schon so weit, diese zuzulassen? Und können sie Kais Geschichte um Herrn Spiro zu einem glücklichen Ende verhelfen? Zum Inhalt: Die Geschichte fließt in eher leisen Tönen dahin. Es ist sehr schön, zu beobachten, wie sich Anna und Robert und auch ihre Kommunikation untereinander immer wieder in den neuen Geschichten über Herrn Spiro niederschlagen, auch wenn dies teils zu Missverständnissen führt. Die Annäherung der beiden Protagonisten erfolgt angenehm langsam, passend zu ihrem persönlichen Hintergrund und ihrem Alter (Robert ist Anfang vierzig, Anna etwas jünger) und dem zu folgen, ist ein echtes Lesevergnügen. Es geht hier eben nicht nur um sexuelle Anziehung, die irgendwo noch durch ein paar gemeinsame Vorlieben untermauert wird, damit man sie als große Liebe hochjubeln kann, sondern die Autorin zeigt, dass sich eine Liebesgeschichte auch im Roman aus dem zusammensetzen kann, was wirklich für eine langfristige Beziehung eine Rolle spielt, ohne dass es unspannend wäre. Robert und Anna reden viel, sind füreinander da – der aufkommende Wunsch nach körperlicher Nähe steht damit auf einer guten Grundlage. Dass die Autorin weitgehend auf Kuss- und vollständig auf Sexszenen verzichtet, passt sehr gut zur Erzählweise. Obwohl – oder vielleicht gerade weil – vieles zwischen den Zeilen bleibt, ruft das Buch beim Lesen viele Emotionen wach, man macht sich Gedanken über die Themen Verlust, Trauer, deren Verarbeitung und die Schwierigkeit, sich ein zweites Mal auf die Liebe einzulassen. Das Ende habe ich als genau passend empfunden. Die Charaktere sind sämtlich sehr detailliert gezeichnet, auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um mit Robert warm zu werden (aber auch ihn hatte ich nach weniger als 20 % des Buchs bereits vollkommen ins Herz geschlossen). Die Unsicherheiten der Protagonisten in Bezug auf die Gefühle des jeweils anderen waren aufgrund der Charakterzeichnung immer gut nachvollziehbar, die diesbezüglichen Konflikte also glaubhaft. Etwas schwer getan habe ich mich mit Annas Mundart – normalerweise lese ich keine Romane mit zu viel Dialekt, nach der Leseprobe hatte ich gedacht, dass sich der auf einen kleinen Nebenplot beschränkt bleibt, sonst hätte ich vermutlich gar nicht zugegriffen (was aber sehr schade gewesen wäre). Gerade in den wichtigen Szenen im Mittelteil musste ich daher sehr langsam lesen und konnte mir die Bedeutung mancher Wörter nur schwer erschließen, was den Lesefluss schon ein bisschen gestört und mich somit etwas aus den schönen Szenen gerissen hat. Andererseits ist das bei einer Geschichte, die man ohnehin langsam und genüsslich lesen sollte, jetzt nicht so schlimm wie bei einer temporeichen Geschichte. Außerdem steht die Verwendung von Dialekt hier in direktem Bezug zur Situation der Protagonistin, gehört quasi untrennbar zu ihrer Charakterzeichnung und wäre daher schwer zu vermeiden gewesen. Deshalb konnte ich mich dann im Ergebnis schon damit anfreunden. Besonders schön fand ich die Passagen um Herrn Spiro und auch die Skizzen zu seiner Geschichte, die jeweils so beschrieben sind, dass man alles sehr deutlich vor sich sieht. Hut ab, eine Zeichnung mit ein paar wohlgewählten Worten vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen, ist schon eine Leistung für sich. Insgesamt vergebe ich daher fünf Sterne für die berührende Geschichte um Anna, Robert und Herrn Spiro.

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