Birgit Vanderbeke

 3.5 Sterne bei 419 Bewertungen
Autorin von Das Muschelessen, Sweet Sixteen und weiteren Büchern.
Birgit Vanderbeke

Lebenslauf von Birgit Vanderbeke

Etabliert und Gut: Birgit Vanderbeke wurde am 8. August 1956 im brandenburgischen Dahme geboren. Sie wuchs nach der Übersiedlung ihrer Familie in Frankfurt am Main auf, wo sie später Jura, Germanistik und Romanistik studierte. Seit 1993 lebt Vanderbeke lebt im Süden Frankreichs. Für ihr Debüt "Das Muschelessen" wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, nur eine ihrer vielen Auszeichnungen. Bis heute hat Vanderbeke eine Vielzahl erfolgreicher Bücher veröffentlicht, sodass sie sich als Schriftstellerin in Deutschland einen Namen gemacht hat.

Neue Bücher

Wer dann noch lachen kann

 (9)
Erscheint am 01.03.2019 als Taschenbuch bei Piper.

Alle, die vor uns da waren

Neu erschienen am 01.02.2019 als Hardcover bei Piper.

Alle Bücher von Birgit Vanderbeke

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Das Muschelessen

Das Muschelessen

 (143)
Erschienen am 01.04.2012
Das lässt sich ändern

Das lässt sich ändern

 (38)
Erschienen am 14.05.2012
Alberta empfängt einen Liebhaber

Alberta empfängt einen Liebhaber

 (39)
Erschienen am 17.09.1999
Sweet Sixteen

Sweet Sixteen

 (41)
Erschienen am 01.03.2007
Ich sehe was, was du nicht siehst

Ich sehe was, was du nicht siehst

 (28)
Erschienen am 13.10.2014
Geld oder Leben

Geld oder Leben

 (21)
Erschienen am 13.04.2011
Die sonderbare Karriere der Frau Choi

Die sonderbare Karriere der Frau Choi

 (19)
Erschienen am 04.06.2009
Die Frau mit dem Hund

Die Frau mit dem Hund

 (16)
Erschienen am 01.12.2012

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Neue Rezensionen zu Birgit Vanderbeke

Neu

Rezension zu "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke

Familiengeschichte
Book-wormvor einem Monat

Das Muschelessen

 von Birgit Vanderbeke

 

 Die Geschichte wird von der 18 jährigen Tochter erzählt, ohne Punkt und Komma sprudeln ihr die Worte aus dem Mund.

 Sie erzählt von ihrem despotischen Vater, der sie, den Bruder und die Mutter ständig verbal und körperlich erniedrigt. Der nur seine Bedürfnisse durchsetzt und seine Familie verachtet, sein Sohn ist zu weich und dumm, seine Tochter verstockt und uncharmant, seine Frau ein nicht vorzeigbares Landei und seine Mutter zu arm und zu einfach.

 Und die Familie? Sie haben eine Statistenrolle eingenommen, begehren nicht auf und versuchen dem Vater alles recht zu machen.

Untereinander herrscht Misstrauen, wenn ich gegen den Vater interveniere oder mich auflehne, werde ich von den anderen verpetzt?

Dieses Misstrauen hilft dem Vater seine Stellung zu behaupten, aber als er eines Tages nicht pünktlich von einer Dienstreise zurückkommt wendet sich das Blatt.

Am Abendbrottisch nimmt der Zorn unter den drei Wartenden zu, später ist dann ist nichts mehr wie es war.

 

Die etwas über 100 Seiten lange Geschichte hat etwas atemloses, häufige Wiederholungen, nicht ein einziger Absatz und Bandwurmsätze machen sie nicht einfach, aber lesenswert.

 

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Rezension zu "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke

Abrechnung
patrick2804vor einem Monat

Eine Familie sitzt vor einem Berg Muscheln, die eigentlich keiner mag, außer der Vater der Familie. An diesem Abend verspätet sich der Vater und eine Abrechnung mit der Idylle "Familie" nimmt ihren Lauf.

An den Schreibstil von Birgit Vanderbeke musste ich mich erstmal gewöhnen. Die Tochter der Familie spricht die ganze Erzählung; man erfährt keine Namen, kein genaues Alter, nur daß die Tochter schon erwachsen ist. Dabei erzählt sie alles mehr oder weniger in einem Satz, im Grunde reiht sich ein Gedanke an den den nächsten. Nachdem ich mich an den doch sehr ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hatte, war ich abwechselnd überrascht und entsetzt, daß es noch solche Familien geben soll, in denen der Vater als Patriarch alles entscheidet und die Angehörigen nach seinen Vorstellungen formt; vor allem aber darüber, daß keiner, auch nicht die Mutter dagegen rebelliert hat. Die Familie hat kein schönes oder selbstbestimmtes Leben gehabt, sondern immer nur dem Vater seinen Willen getan. Sie fürchteten alle die Konsequenzen, die gelegentliches Widersprechen hatte, denn die Prügelstrafe war in der Familie auch noch nicht abgeschafft.

Ich denke, man kann die Erzälung als das nehmen, was sie beschreibt, nämlich das Abrechnen mit der Familienidylle, die keine war, oder als Abrechnung mit dem Leben in der ehemaligen DDR, aus der die Autorin mit ihrer Familie geflohen ist. Der Vater als die Überwachungsmacht der Stasi und die anderen Familienmitglieder als die Bürger, die am Ende gegen das Regime angehen.

Eine lohnende Lektüre ist "Das Muschelessen" auf jeden Fall, der ungewöhnliche Aufbau sollte nicht abschrecken.

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Rezension zu "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke

Brillante Erzählung / Parabel
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Vordergründig eine Erzählung über eine Familie - bestehend aus Vater, Mutter, Tochter und Sohn - die ein scheinbar ganz normales Leben führen. Zumindest ein Leben, welches der Vater - Patriarch durch und durch - als normal empfindet. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um eine politische Parabel, die Bezug nimmt auf die Geschehnisse in der ehemaligen DDR.

Auf nur 128 Seiten ist der Autorin ein Werk gelungen, welches in der Tat außergewöhnlich ist. Der Schreibstil fällt natürlich sehr ins Auge und genau an ihm scheiden sich auch scheinbar die Geister der Leser. Das ganze Buch wurde ohne nennenswerte Absätze mit ellenlangen Sätzen, quasi ohne Punkt und Komma verfasst. Das ist nicht jedermanns Fall. Wen das jedoch nicht stört wird mit einer Erzählung belohnt, die in ihrer Aussagekraft und Andersartigkeit absolut brillant ist!

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Gespräche aus der Community

Neu
L
Hallo, ich habe früher gerne die Bücher von Birigt Vanderbeke gelesen. Die letzten fand ich allerdings nicht mehr so gut. Jetzt überlege ich, ob ich mir ihr neues Buch "Das lässt sich ändern" kaufe soll. Kennt jemand von Euch das Buch schon? Ist es empfehlenswert? Vielen Dank.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Birgit Vanderbeke wurde am 08. August 1956 in Dahme (Deutschland) geboren.

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