Birgit Vanderbeke Der Sommer der Wildschweine

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer der Wildschweine“ von Birgit Vanderbeke

Milan und Leo machen Ferien. Zum ersten Mal seit ewig. Durch die Wirtschaftskrise sind sie mit einem blauen Auge gekommen, und allmählich haben sie sich wieder daran gewöhnt, »am Leben zu sein«. Sie mieten in dem südfranzösischen Örtchen Fontarèche ein Haus – doch auch dort holt sie die Welt ein, die sie für ein paar Wochen hinter sich lassen wollten. Ein Roman voller Leidenschaft, Furor und klugen Beobachtungen.

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    Der Sommer der Wildschweine

    Lesegenuss

    08. August 2015 um 10:58

    Urlaub auf dem Land, fernab von all dem täglichen Stress. Milan und Leo haben in Südfrankreich von einem Bekannte das Haus gemietet. Fontarèche, ein kleines Dorf, was für ein krasser Gegensatz zur Großstadt Frankfurt, wo beide wohnen. Die Kinder sind außer Haus und haben ihr Glück im Ausland gefunden. Nach jahrelangem Kampf ums Überleben gönnen sich die beiden endlich mal wieder einen Urlaub. Während der Weltwirtschaftskrise hatte Milan den Verlust seines Unternehmen hinnehmen müssen, und nur dank seines Sohnes Jonny haben sie die Durststrecke weitestgehend überlebt. "Es war der Sommer der Wildschweine. Und es war der Sommer, in dem alles anders wurde. Wenn man genau überlegt, was in diesem Sommer passiert ist: eigentlich nicht viel. Jedenfalls uns nicht." Buchanfang Ich hatte von Birgit Vanderbeke noch kein Buch gelesen, aber der Name war mir nicht unbekannt. Der Titel des Buches "Der Sommer der Wildschweine" ist etwas irreführend, warum lest selbst. Zu Beginn erfährt man einiges aus dem Leben der Familie. Erzählt wird die gesamte Handlung aus der Sicht von Leo. War ich anfangs etwas irritiert über die Schreibweise, legte sich das sehr schnell und man steckt mitten drin. Wahrlich ein schöner Fleck, das Örtchen Fontarèche. Doch auch hier steht die Zeit nicht still. Um das Grundstück herum ein hoher Zaun. Die Erklärung gibt den beiden Pierre, der Verwalter. Weitere Ratschläge erhalten sie für ihren Aufenthalt. Man kann sich Leos Erzählweise nicht entziehen. Sie spricht von ihren Sorgen, Hoffnungen und "hoffentlich wackelt der Boden nicht in diesem Sommer für uns". Ich hätte gern noch etliche Zitate mit eingebaut, aber war dann der Meinung, bei dem 160 Seiten umfassenden Buch rate ich zum Kauf! Mit einem Hauch von Selbstironie nimmt Leo den Leser mit auf eine besondere Lesezeit. Die Covergestaltung finde ich gut gelungen. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt - das Buch war wieder einmal ein Glücksgriff!

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  • Sprache und Inhalt zusammen machen den Roman zu einer köstlichen Lektüre

    Der Sommer der Wildschweine

    WinfriedStanzick

    26. May 2014 um 12:53

    Es ist schon lange her, dass Milan und Leo, die diese Geschichte erzählt, mit ihrer Familie Urlaub gemacht haben. Die lange Finanz- und Wirtschaftskrise hat es verhindert. Nur mit allergrößter Anstrengung haben sie es geschafft, diese Krise zu überstehen.   Langsam kehrt bei beiden nach Jahren des Kampfes ums Überleben wieder das Gefühl zurück, überhaupt am Leben zu sein. In einem kleinen Ort im südfranzösischen Languedoc mieten sie ein kleines Haus, und arbeiten zunächst noch Überhänge ab mit ihren PCs. Doch dann gerät alles durcheinander. Leo macht das gleich am Anfang des Buches klar, bevor sie die Details zu erzählen beginnt: „Im Laufe des Sommers hat der Boden unter unseren Füßen angefangen, sich zu bewegen, es gab erst leise und dann immer stärkere tektonische Reibungen, Zerrungen, Deformationen, irgendwelche lithosphärischen Vorgänge, kein Erdbeben natürlich, kein Vulkanausbruch, nur eben dass der Boden, auf dem du stehst, keine sehr stabile Grundlage für deine Schritte mehr ist, wir haben alle vier angefangen zu schwanken, obwohl Johnny und Anouk (die Kinder der beiden, d.R.) anfangs gar nicht dabei waren, und dazu kamen auch noch die Wildschweine.“   Nach diesem Auftakt erfährt man zunächst einiges aus der Geschichte und aus dem Leben der einzelnen Familienmitglieder, alles relativ normale und unspektakuläre Biographien. Krise, bzw. Erdbeben, wie Leo das nennt, kennen sie zur Genüge, haben auch gelernt , damit umzugehen, doch was ihnen allen nun da unten im Frankreich im “Sommer der Wildschweine“ begegnet, dass droht sie aus den Schuhen ihrer Existenz zu kippen.   Wie sie mit dieser Herausforderung umgehen, das schildert Birgit Vanderbeke mit einem knappen, zunächst gewöhnungsbedürftigen, dann aber dem Geschilderten absolut angemessenen Sprachstil auf eine hintersinnige Weise, voller Humor und zahlreichen sehr klugen Beobachtungen über das Leben in und an der Krisengrenze.   Sprache und Inhalt zusammen machen den Roman zu einer köstlichen Lektüre nicht nur für den eigenen Urlaub, wo auch immer.    

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  • Sommer, kaum Wildschweine, Unterhaltungen.

    Der Sommer der Wildschweine

    WilmaWitch

    10. May 2014 um 12:07

    Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, so als die Autorin dem Leser so direkt, Aug-in-Aug, erzählen würde und dabei von einem in's andere kommt. Die Wildschweine kommen dabei nur am Rand vor, dabei viel Frankreich, viel Wirtschaftskrise, viel alternative Lebensentwürfe. Die Kinder sind endlich groß und endlich mal Urlaub zu zweit in Frankreich, die Folgen eines Unwetters bringen den Kontakt zu dort lebenden Menschen mit nichtkommerziellen Lebensentwürfen, auch die eigenen erwachsenen Kinder finden letztendlich einen Platz darin. Brisante Themen werden unaufgeregt abgehandelt, unterhaltsam und bewusstseinsweckend.

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  • Wundervolle Lektüre

    Der Sommer der Wildschweine

    sweetpiglet

    15. April 2014 um 11:30

    Meine Meinung Vorne weg, denkt nicht, dass es bei diesem Buch um Wildschweine geht, das tut es nicht, dass macht die Autorin selbst am Ende auch nochmal klar. Am Anfang hatte ich ein wenig Startschwierigkeiten, da der Schreibstil der Autorin doch recht ungewöhnlich ist, so kann es passieren, dass ein Satz, dank Kommasetzung, einfach mal über eine gesamte Seite geht. Doch bereits nach ein paar Seiten war ich drin und das Lesen ging zügig vorwärts. Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Leo erzählt. Leo ist Mutter von zwei Kindern, verheiratet mit Milan und lebt in der Nähe von Frankfurt, man merkt also schnell, wir haben es mit einer Frau wie dir oder mir zu tun. Am Anfang, bevor Milan und Leo in die Ferien fahren, erfahren wir eine Menge über das Familienleben. Der Sohn Johnny scheint ein echtes Computergenie zu sein, dass haben seine Eltern schon früh gemerkt, doch leider lebt er wegen seiner Freundin in Manchester. Die Tochter Anouk liebt es zu Stricken, und sie will Tieren helfen, das hat sie bereits mit einer tollen Pinguin-Rettungsaktion bewiesen. In einem herrlichen, nüchternen Ton erläutert Leo wie das Leben ihrer beiden Sprösslinge abläuft, und das am Ende doch alles relativ ist, und die Eltern insgeheim immer hoffen, dass aus den Kindern etwas wird, und die Tochter sich nicht bei peta anmeldet. Immer wieder gibt es im Buch tolle Anspielungen zu unserer Gesellschaft, und wunderbare Vergleiche. So wird erklärt, dass "Erdbeben" in jedem Leben vorkommen und alle erschüttern können, schnellt wird klar, dass hier nicht die Erschütterung des Erdkörpers gemeint ist. Weitere beliebte Thmen die im buch aufgegriffen werden sind die Berichterstattung zu Naturkatastrophen, die Abhängigkeit vom Internet, das Sehen von Eichhörnchen im Central Park, und so weiter. An dieser Stelle möchte ich nochmals den tollen Schreibstil der Autorin loben, auch wenn man ein paar Zeilen brauch um in die Schreibweise zu gelangen, war es am Ende eine wirkliches Lesevergnügen, vor alle wegen des Schreibstils. Das Cover des Buches ist schlicht gehalten, tut aber der einfachen Schönheit nichts ab. Doch Kastanien kommen trotzdem nicht im Buch vor. Fazit: Eine wundervolle Lektüre für zwischendurch, die mir zwei schöne Lesestunden beschert hat. Ein amüsanter Blick auf unsere Gesellschaft und einem kleinen Happy-End am Ende.

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