Birgit Vanderbeke Die Frau mit dem Hund

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Inhaltsangabe zu „Die Frau mit dem Hund“ von Birgit Vanderbeke

Pola Nogueira ist »Die Frau mit dem Hund« - und sie spielt die Hauptrolle in einem Roman, der in all seiner rebellischen Widerständigkeit nichts weniger ist als ein Hohelied auf die Liebe und das Leben. Ein großes kleines Buch von Birgit Vanderbeke. Eines Tages ist sie einfach da, Pola Nogueira. Sie bringt ihren Hund mit, und sie ist schwanger. Ihr Erscheinen verwirrt nicht nur Jule Tenbrock, die übereifrige Angestellte einer Wäscherei, die wie alle anderen im siebten Distrikt seit langem weder einen Hund noch ein Kind gesehen hat. Einzig Timon Abramowski zeigt sich neugierig und offen gegenüber Pola, die vom Land in die Stadt geflüchtet ist, um dort ihr Kind zu bekommen. Doch mit der unkontrollierbaren Sinnlichkeit und dem Leben, das sie mitbringt, wird es kein leichtes Spiel für sie werden. Und nicht zuletzt für Timon, dem sehr schnell klar ist, dass er sich mit Pola auf kein geringes Abenteuer einlässt ... Wer von dem Charme des wunderbaren Romans »Das lässt sich ändern« verzaubert war, wird die anarchische Kraft der Pola Nogueira lieben.

Ein spannendes Gedankenspiel. Und ein Plädoyer für die Sinnlichkeit, die sich schon in kleinsten Alltäglichkeiten verbirgt.

— kalligraphin
kalligraphin

Gelungenes Plädoyer für Freiheit und Individualität.

— Blau80
Blau80

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    Die Frau mit dem Hund
    Daniel89

    Daniel89

    21. April 2016 um 18:03

    Nach "Alberta empfängt einen Liebhaber" und "Sweet Sixteens" (bei weitem nicht so kitschig wie der Name) mein drittes Buch von Frau Vanderbeke. Ich fand das Buch sehr schön geschrieben und schon auf der ersten Seite hat sie mich in die Geschichte reingezogen.Es geht um eine junge Frau, die eines Tages nach der Arbeit eine Obdachlose vor ihrer Wohnung findet und sie mit rein nimmt.Eine Schmutzige, schwangere Frau mit Hund verändert das so geordnete, saubere Leben dieser Frau. Es ist wiedermal ein tolles Buch über ein schweres Thema und dabei so unglaublich positiv und lebensbejahend.

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  • Sehnsucht nach Leben

    Die Frau mit dem Hund
    AndreaMartini

    AndreaMartini

    20. March 2013 um 13:48

    Birgit Vanderbekes „Die Frau mit dem Hund“ ist eine Dystopie. Sie zeichnet eine Welt, wie sie sein könnte, wenn die Menschen sich der Bevormundung durch ein Staatsgebilde beugen. In dieser Hinsicht hat mit der Roman an Juli Zehs „Corpus Delicti“ erinnert. Allerdings geht es Birgit Vanderbeke nicht darum, dem Staat seine Fehlbarkeit vor Augen zu führen, sondern um die Menschen. Die Frau mit dem Hund stellt einen Katalysator dar, der ihre verschütteten Sehnsüchte an die Oberfläche bringt. Durch sie nehmen sie Kontakt auf zu ihrer eigenen Lust auf und kommen davon nicht mehr los. Bizarr wirkt die Welt, in der die Geschichte spielt, aber denkbar. Nach und nach erfährt man als Leser die konkreten Ausmaße der Bevormundung und Manipulation und was zu diesem Gesellschaftssystem geführt hat. Wie es die Art der Autorin ist, verpackt sie solche Informationen in lapidaren, aber messerscharfen Nebensätzen. Genau das mag ich so an ihr. Die Geschichte bewegt sich zwischen Liebesgeschichte und Gesellschaftskritik. Erzählt werden die Ereignisse abwechselnd von Jule Tenbrock, Timon Abramowski und dazwischen immer wieder von Pola Nogueira, der schwangeren Frau mit dem Hund. Die Sprache in ihren Büchern hat eine Wandlung erfahren. In ihren ersten Werken (z. B. „Das Muschelessen“ oder „abgehängt“) wabern ihre Sätze um Gegenstände und Begriffe, die sie immer wieder aufnimmt und in neue Zusammenhänge stellt. Dieses Stilmittel benutzt sie nach wie vor, jedoch sehr viel sparsamer. Das vermisse ich. Fazit: Ich bin hin- und hergerissen. Ich mochte das Buch, es hat mich jedoch nicht so begeistert wie ihre früheren Werke. Das Thema, dessen Birgit Vanderbeke sich annimmt, ist jedoch brandaktuell und sie widmet sich ihm mit der von ihr gewohnten sprachlichen Präzision.

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