Birgit Vanderbeke Ich sehe was, was du nicht siehst

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Inhaltsangabe zu „Ich sehe was, was du nicht siehst“ von Birgit Vanderbeke

'Man kann einfach weggehen, dachte ich. Entweder man geht ein bisschen weg, oder man geht richtig weg, oder man bleibt.' Eine junge Frau denkt darüber nach wegzugehen. Mit ihrem Sohn, einem grünen Nilpferd und einem kleinen Hund verlässt sie Deutschland und fährt von Berlin nach Frankreich. Das Land, in das sie kommt, begrüßt sie mit torkeligen Sternen und silbrigen Baumreihen im Abendlicht. Vieles findet sie hier. Kleines und Großes. Birgit Vanderbeke erzählt von Abschied und Willkommen, von der Alltäglichkeit der Angst und einem neuen Leben.

Großartig.

— Annette_F
Annette_F

Klasse!

— piapan
piapan

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  • Rezension zu "Ich sehe was, was du nicht siehst" von Birgit Vanderbeke

    Ich sehe was, was du nicht siehst
    Reina

    Reina

    23. August 2011 um 10:17

    "... und danach gab es Grünkohl, weil ich dachte, wenn ich richtig weggehe, gibt es dort wahrscheinlich keinen, also sollte ich vorher noch welchen essen." Eine feine, wunderhübsch erzählte Geschichte darüber, wie die Erzählerin mit ihrem achtjährigen Sohn nach Frankreich zieht, um nicht daheimgeblieben zu sein und später zu bereuen, dass das Leben schon vorbei ist. Wer rasante Dialoge und spannende Verwicklungen haben möchte, läge hier falsch. Wer genaues Beobachten, schlackenlose Sprache und feine Töne mag, goldrichtig.

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  • Rezension zu "Ich sehe was, was du nicht siehst" von Birgit Vanderbeke

    Ich sehe was, was du nicht siehst
    Madame Swann

    Madame Swann

    27. October 2010 um 18:36

    Eine Frau will mit ihrem kleinen Sohn und ihrer Katze weggehen. Zunächst nur ein Stückchen - sie ziehen innerhalb Deutschlands um. Doch hier ist es gar nicht so anders als dort, wo sie vorher gewohnt haben, wie die Protagonistin schon bald feststellt. Es gibt wieder Grundschullehreinnen, die Gaby heißen und im Reformhaus einkaufen, die Menschen haben Angst vor Einbrüchen und reden über die gleichen Themen, und auch die Straßennamen sind die gleichen - nur die Doppelstockbusse sind neu für sie. Die Frau stellt fest, dass sie zu weit weggegangen ist, um umkehren zu können, und zu wenig weit, um richtig weggegangen zu sein. Sie beschließt, richtig wegzugehen und zieht mit Kind und Katze in ein kleines Dorf in Südfrankreich. Hier ist alles anders: die Menschen, das Wetter, das Licht, die Farben. Hier wird man zum Aperitif eingeladen, hier kauft man den Schinken in Scheiben und nicht in Gramm, hier sehen die Sterne aus wie bei Van Gogh. Hier beginnt die Protagonistin ein neues Leben und lernt die Dinge, die Menschen und die Farben anders zu sehen. Die Geschichte wird in einfachen Worten, aber kunstvoll erzählt. Lange, manchmal über eine ganze Seite gehende, flüssige Sätze reihen sich aneinader und tragen einem wie ein Strom fort. Vanderbeke hat einen ganz eigenen, etwas speziellen Stil, den man mögen muss, damit einem das Buch gefällt - ich liebe ihren Stil. Die neuen Erlebnisse und Begegnungen werden humorvoll beschrieben und immer wieder sind sehr treffende Beobachtungen eingestreut. In diesem witzig-lockeren Erzählton schwingen die traurig-melancholischen Töne eher leise mit. Locker und leicht, fast beiläufig werden die großen Themen wie die Angst vor dem Alleinsein, vor dem Loslassen und dem Einlassen auf etwas Neues, sprich die Schwierigkeiten des Einlebens in einem fremden Land, angeschnitten. Eine perfekte Mischung, wie ich finde. Insgesamt eine sehr gelungene und wunderschöne Erzählung über das Aufbrechen und Ankommen.

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