Birgitt Kollmann

 4 Sterne bei 95 Bewertungen
Autor von Edwards Augen, Zoë und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Birgitt Kollmann

Birgitt Kollmann, 1953 in Duisburg geboren, studierte in Heidelberg Englisch, Spanisch und Schwedisch. Sie arbeitete als Übersetzerin im Bereich Entwicklungshilfe, anschließend sechs Jahre in Südamerika, und lebt heute als freie Übersetzerin bei Darmstadt. Sie übersetzte Romane von Chaim Potok, Carl Hiaasen, Louis Sachar, Virginia Euwer Wolff und Martha Brooks. Für die Reihe Hanser hat sie Joyce Carol Oates' Erzählungsband ›Bad girls‹ sowie die Romane ›Unter Verdacht‹ und ›Mit offenen Augen‹ übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Birgitt Kollmann

Cover des Buches Edwards Augen (ISBN:9783446235892)

Edwards Augen

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Erschienen am 06.09.2010
Cover des Buches Zoë (ISBN:9783446238411)

Zoë

 (0)
Erschienen am 29.08.2011
Cover des Buches Nach Norden (ISBN:9783446206458)

Nach Norden

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Erschienen am 04.02.2006
Cover des Buches Wie man unsterblich wird (ISBN:9783446233652)

Wie man unsterblich wird

 (0)
Erschienen am 04.02.2009
Cover des Buches Running Man (ISBN:9783312009855)

Running Man

 (0)
Erschienen am 04.02.2009

Neue Rezensionen zu Birgitt Kollmann

Neu

Rezension zu "Keturah, Gefährtin des Todes" von Birgitt Kollmann

Märchenhafte Geschichte
ariadnevor einem Jahr

Keturah hab ich jetzt auch schon gefühlte 5 Jahre auf dem SuB und war so froh es in meiner Bibliothek entdeckt zu haben, dass ich endlich mal selbst rausfinden konnte, ob denn nun an den vielen positiven Rezis etwas dran ist. 

Nja, irgendwie hab ich dann doch etwas anderes erwartet, aber das waren auch meine hochgeschraubten Erwartungen. Das Buch liest sich sehr schön, erinnert an alte Märchen und Erzählungen, aber so richtig mein Ding ist es nicht.
Die ganze Liebesgeschichte blieb meiner Meinung nach etwas unterentwickelt, die Person des Gevatters Tod hätte ich gern näher kennengelernt, er blieb einfach zu schemenhaft für mich.
Da es relativ kurz ist, hab ich nicht wirklich viel Zeit dafür investiert.

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Rezension zu "Edwards Augen" von Birgitt Kollmann

Gefühlvoll, aber zu dünn
Moenavor 6 Jahren

Maeve und Jack haben bereits eine Großfamilie, als sie mit Baby Edward aus dem Krankenhaus nach Hause kommen. Doch Edward wird von allen geliebt, insbesondere vom drei Jahre älteren Jake, der ab diesem Moment eine besondere Bindung zu seinem kleinen Bruder hat. Er passt auf ihn auf, liest ihm auf Französisch vor und bringt ihm die Baseballregeln bei. Für ihn ist Edward etwas Besonderes: weil er vor nichts Angst hat; weil für ihn nicht der Erfolg zählt, sondern der Versuch; und weil ihm der Sieg beim Baseball nicht halb so wichtig ist wie der Spaß am Spiel.
Aber als Edward eines Tages von einem kurzen Fahrradausflug in die Stadt nicht zurückkehrt, ist plötzlich nichts mehr, wie es war.

»Edwards Augen« ist ein Buch, das schon seit langer Zeit auf meiner Wunschliste stand, weil ich es zufällig einmal entdeckt hatte und der Klappentext ganz interessant klang. In der Buchhandlung wäre mir das Buch wahrscheinlich niemals aufgefallen, denn es ist nicht nur sehr dünn, sondern auch sehr unscheinbar.
Ganz anders Edward: Er ist von Anfang an etwas Besonderes, zumindest für seinen Bruder Jake, von dem die Geschichte erzählt wird. Und das weiß er schon, als er ihn das erste Mal im Arm hält. Edward versucht sich an allem, aber besonders liebt er Baseball und er ist der Einzige, der einen Knuckleball werfen kann. Schon seine bloße Anwesenheit scheint auszureichen, um die Menschen um ihn herum glücklich zu machen.

Über Jake als Erzähler erfährt man nicht besonders viel. Ich brauchte sogar eine Weile, um herauszufinden, von wem die Geschichte eigentlich erzählt wird. Dabei ist der Erzählstil sehr einfühlsam und leise, man spürt die Liebe, die Jake für seinen kleinen Bruder empfindet.

Insgesamt ist »Edwards Augen« ein sehr ruhiger Roman nicht nur für Kinder, der sich mit dem Thema Tod, Schuld und Trauer beschäftigt. Aber auch mit so schwierigen Themen wie Organspenden. Und obwohl ich die Geschichte mochte, lag hier für mich ein Problem. Mit seinen 91 Seiten ist das Büchlein viel zu kurz für die großen Dinge, die darin stecken. Der Großteil des Buches erzählt von Edward und den Eigenschaften und Erlebnissen, die ihn für Jake so besonders machten. Die Trauer und das ›Danach‹ bekommen nur die letzten zwanzig Seiten und kommen damit sehr kurz.


FAZIT

»Edwards Augen« ist eine sehr gefühlvolle und schöne Geschichte, die meiner Meinung nach viel mehr Platz verdient hätte.

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Rezension zu "Keturah, Gefährtin des Todes" von Birgitt Kollmann

Rezension zu "Keturah, Gefährtin des Todes" von Birgitt Kollmann
Traumfedervor 7 Jahren

Keturah ist sechzehn Jahre alt, als sie dem Tod begegnet. Da sie eine gute Geschichtenerzählerin ist, beginnt sie damit eine dem Tod zu erzählen. Sie träumt von der wahren Liebe und macht eben diese zu ihrem Thema. Um sich einen weiteren Tag zu erbitten, will sie ihm das Ende am nächsten Tag erzählen. Er geht den Handel ein, bietet aber auch einen eigenen an. Sollte sie es schaffen an diesem einen Tag ihre große Liebe finden, lässt er sie weiter leben. Auch wenn sie jetzt diesen Tag gewonnen hat, weiß Keturah, dass man dem Tod niemals entkommen kann. Ihre Freudinnen, Beatrice und Greta, wollen sie unterstützen, auch wenn sie dadurch die Männer verlieren könnten, die sie lieben.
Doch ist es überhaupt möglich die wahre Liebe innerhalb eines Tages zu finden, oder passiert so etwas nur in Märchen?

Als ich zum ersten Mal die Beschreibung des Buches gelesen habe, war mein Interesse sofort geweckt. Ein Mädchen, das einen Handel mit dem Tod schließt um die Chance auf wahre Liebe zu erhalten. Ich kenne bisher kein Buch, in dem der Tod so personalisiert wurde, wie hier. Ihm wurde ein Charakter und Gefühle gegeben, was eine äußerst faszinierende Seite von ihm aufzeigt.

In Keturahs Augen ist der Tod ein wunderschöner junger Mann. Da er der Herr der Toten ist, ist er zwar überall, doch eigentlich ist er immer allein. Einsam durchstreift er die Jahrtausende, hat Anteil an allen Leben, doch ein eigenes bleibt ihm verwehrt.
Ist er tatsächlich dazu bestimmt für immer allein zu sein?
Darf der Tod sich überhaupt verlieben?
Die wahrscheinlich größte Frage hierbei ist doch, ob ein übermenschliches Wesen wie der Tod überhaupt Gefühle haben darf?
Keturah muss feststellen, dass der Tod wirklich so etwas Gefühle besitzen muss. Erst seine Neugier über ihre Geschichte, macht den Handel zwischen ihnen möglich. Je öfter sie sich begegnen, desto mehr wird ihr klar, dass der Tod sich in sie verliebt hat. In ihr hofft er die Gefährtin gefunden zu haben, die ihn durch die Ewigkeit geleiten wird.
Keturah beweist sehr viel Mut dem Tod immer wieder die Stirn zu bieten, doch noch mehr, in dem sie sich den Dorfbewohnern stellt.
Tide-by-Rood ist ein kleines Dörfchen, dessen Bewohner äußerst abergläubisch sind. Eine andere Zeit eben und damit auch ein anderer Glaube als wir ihn heute kennen. Da Keturah sich mit dem Tod eingelassen hat, wird sie als Ausgestoßene behandelt, man fürchtet sie. Einzig der Sohn des Lords hört ihr zu und akzeptiert sie.
Könnte er möglicherweise ihre wahre Liebe sein?

Die Begegnungen zwischen Keturah und dem Tod machen den Reiz dieses Geschichte aus. Ähnlich wie Scheherazade in 1001 Nacht, hängt auch Keturahs Leben an ihrer Fähigkeit Geschichten zu erzählen. Doch Keturah kämpft nicht allein um ihr eigenes Leben, sie setzt sich für alle Dorfbewohner ein.
Es ist bewundernswert, wie die Autorin es geschafft hat, dem Tod Leben einzuhauchen und ihm eine Persönlichkeit zu geben. Der Tod wurde zu jemandem, der sich nicht scheut hart zu sein, aber gleichzeitig auch nett und liebenswert sein kann.
Als Gegenstück zu ihm wurde in Keturah eine Heldin geschaffen, die den Mut besitzt dem Tod immer wieder ins Auge zu blicken ohne wirklich mutig zu sein. Obwohl er immer da ist, gibt sie ihren Willen zu Leben nicht auf.

Im Buch gibt es diese eine Stelle, an der der Tod mit Keturah spricht. Thema des Gesprächs ist der Glaube der Bewohner, dass er weit weg, doch er versichert, dass er immer da ist.
Die besagte Stelle trifft vollkommen zu, denn niemand von uns will glauben, dass der Tod uns so nahe ist. Würden wir die ganze Zeit daran denken, könnte sicherlich niemand mehr ein Leben vorweisen, die Angst wäre zu groß um überhaupt etwas zu machen.

"Sie glauben, mein Reich ist weit weg. Würden sie nachts ruhig schlafen, wenn sie wüssten, wie nahe ich bin? Würden sie so munter am Feuer singen, wenn sie wüssten, dass ich in ihren kalten Betten auf sie warte? Würden sie sich so sehr ihrer Ernte freuen, wenn sie wüssten, dass ich in ihrem Rübenkeller ruhe?"
Der Tod. (S.145)

Fazit
Eine mutige Heldin, die für ihre Vorstellung von wahrer Liebe kämpft und deshalb sogar dem Tod die Stirn bietet. Ein junger Mann, der alles tut um das Herz des Mädchens zu gewinnen und schließlich der Tod persönlich, der eine Gefährtin sucht. Eine Geschichte, die viel Wahrheit in sich trägt, diese aber mit dem Mantel der Fantasie umschließt.
Ein Buch, das es sicherlich zu lesen lohnt.

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