Birgitta Kicherer

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Der Regenbogen hat nur acht Farben

Der Regenbogen hat nur acht Farben

 (8)
Erschienen am 01.01.1993
Während der Regenbogen verblaßt

Während der Regenbogen verblaßt

 (5)
Erschienen am 01.01.1995
Frag nicht nach meinem Namen

Frag nicht nach meinem Namen

 (4)
Erschienen am 01.12.2011
Aber ich vergesse dich nicht

Aber ich vergesse dich nicht

 (3)
Erschienen am 16.02.1998
. . . und raus bist du!

. . . und raus bist du!

 (2)
Erschienen am 10.08.1998
Meine Freundin Mia

Meine Freundin Mia

 (1)
Erschienen am 27.02.2012
Und der Himmel schaut zu

Und der Himmel schaut zu

 (1)
Erschienen am 02.08.1999
So ein Glück!

So ein Glück!

 (0)
Erschienen am 04.02.2006

Neue Rezensionen zu Birgitta Kicherer

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Rezension zu "Der Regenbogen hat nur acht Farben" von Birgitta Kicherer

Herausragendes Buch, aber auch sehr deprimierend, trotzdem absolut lesenswert
Lilith79vor 4 Jahren

Peter Pohl ist schon seit meiner Kindheit, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, "Nennen wir ihn Anna" habe ich schon als Kind mehrfach gelesen, als Erwachsene nochmals und es ist und bleibt für mich eines der besten Bücher, die ich kenne. Auch seine anderen neueren Jugendbücher habe ich gelesen. Dass "Nennen wir ihn Anna" praktisch der dritte Teil einer Trilogie ist, habe ich erst sehr spät erfahren, "Der Regenbogen hat nur acht Farben" ist hier der erste Teil und spielt in Schweden kurz nach dem 1. Weltkrieg.

Es erzählt 2 Jahre aus dem Leben des Jungen Heinrich (später wird er in Schweden Hendrik genannt), der 6-jährig mit seiner Mutter, einer gebürtigen Schwedin, zum Ende des 2. Weltkriegs aus Deutschland nach Schweden geflohen ist. Hendrik und seine Mutter haben im Krieg viel Schlimmes erlebt und in Schweden geht es für Hendrik auch nicht besser weiter. Für die Schwedischen Kinder ist Hendrik nur "der Nazi" und er wird so gepieksackt, dass er zu der Meinung gerät, dass Frieden ja fast noch schlimmer ist als Krieg. Später schließt er Freundschaften, lernt seine erste große Liebe kennen und schöpft zwischendrin Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles sooo schlimm ist, aber wird dies von Dauer sein?

Ich habe sehr lange gebraucht um dieses Buch zu lesen, keineswegs weil es nicht gut ist, sondern weil es wirklich sehr bedrückend und fast schmerzhaft ist. Hendriks Seelenleben und sein praktisch nicht vorhandenes Vertrauen in die Menschen, in das Schicksal und in die Zukunft wird so eindringlich geschildert, dass man richtig gehend mit ihm mit leidet. Dabei ist seine Gedankenwelt für mich absolut authentisch. Dabei behandelt das Buch gleich mehrere richtig schwierige Themen, Ausgrenzung, Fremdenhass, Mobbing, Missbrauch, Verluste, so dass man manchmal das Gefühl hat das deprimierendste Buch der Welt zu lesen. Aber trotzdem ist das für mich wiederum eines der besten Jugendbücher, die ich je gelesen habe, weil Peter Pohl so schonungslos über Dinge schreibt, an die sich andere gar nicht erst rantrauen.

In einer anderen Rezension hier hat jemand geschrieben, dass der Titel leider das Ende des Buches verrät. Ich habe diesen Kommentar zuerst nicht verstanden, ca. ab Mitte des Buches aber schon. Allerdings denke ich es ist auch gar nicht so schlecht, wenn man sich Manches vorher denken kann.

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Rezension zu "Frag nicht nach meinem Namen" von Birgitta Kicherer

Stefan Casta: "Frag nicht nach meinem Namen"
Moenavor 6 Jahren

Der neunzehnjährige Victor lebt als Adoptivkind auf dem abgelegenen und etwas heruntergekommenen Hof Södra Visunda. Er hat gerade sein Abitur hinter sich gebracht und so recht weiß er nicht, was er mit seinem Leben in Zukunft anfangen will. Für seine Zieheltern Brigitte und Gustavo ist selbstverständlich, dass er auf dem Hof bleiben und weiterhin die Tiere versorgen wird, doch obwohl sich Victor bei den beiden wohl fühlt, bereitet ihm der Gedanke, sein ganzes Leben auf dem einsamen Hof zu verbringen, Unbehagen. Gleichzeitig kann er sich aber auch nicht dazu durchringen, in die Welt hinauszuziehen und Philosophie zu studieren, wovon er eigentlich träumt.

Das ruhige Leben der drei wird aufgemischt, als Victor auf der Jagd beinahe ein Mädchen erschießt, das sich ganz plötzlich vor den Hirsch stellt, auf den er eigentlich gezielt hatte. Nur knapp kann er die Flinte im letzten Moment herumreißen. Da die Fremde nach seinem Schuss in einem Schockzustand zu schweben scheint, nimmt Victor sie kurzerhand mit zum Hof. Als das Mädchen endlich spricht, stellt sie sich als Esmeralda vor - nur einer von vielen Namen, die sie im Laufe der Geschichte annehmen wird. Die kleine Familie nimmt sich ihrer an und sie darf vorerst auf dem Hof bleiben. Besonders die kauzige Brigitte beginnt sich für das fremde Mädchen zu erwärmen.
Doch Victor ahnt, dass Esmeralda die Last ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt. Und als plötzlich auch noch die Polizei vor der Tür steht, muss die Familie eine Entscheidung treffen.

Das erste, was ich beim Lesen dachte, war: "merkwürdig". Erzählt wird abwechselnd von Victor und Esmeralda, in den Kapitelüberschriften werden auch meist Datum und das aktuelle Wetter genannt, wobei ich mir auf Letzteres nicht so recht einen Reim machen konnte. Anfangs wird man allgemein ziemlich im Dunkeln gelassen, denn Victor und Esmeralda sind einfach da, ohne dass man viel über ihre Hintergründe erfährt. Lange blieben mir Fragen wie: Wer sind die beiden eigentlich? Wo kommen sie her und warum sind sie jetzt dort? Und worum geht es überhaupt?
Bei der letzten Frage bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das Buch mir eine Antwort darauf geliefert hat.

Merkwürdig fand ich auch den Schreibstil und dabei war ich hin- und hergerissen, ob ich "merkwürdig" in dem Fall nun gut finde oder nicht. Victor agiert in seinen Kapiteln als Ich-Erzähler. Er ist der stille Beobachter, der sich viele Gedanken macht - sowohl über sich und sein Leben als auch über das, was um ihn herum passiert. Von dem einsamen Hof im Wald lässt er seine Gedanken schweifen, mit einem Internetmodem als einziger Verbindung zur Welt, wie es scheint. Dieses Nachdenken war mir oftmals ein wenig zu viel und ich wollte Victor mehr als einmal schütteln und sagen "Nun mach doch endlich mal was!". Dazu kommt, dass seine Beschreibungen oft nach dem Schema "Und dann passierte dies und dann jenes" ablaufen, was eine Spannung völlig vermissen lässt.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch wunderschöne Beschreibungen und Metaphern, die eine eindrucksvolle, ruhige Stimmung schaffen.

So setzt der Roman insgesamt mehr auf Stimmung und Nachdenklichkeit als auf Schnelligkeit und Spannung - was ich normalerweise ja sehr gerne mag. In diesem Fall war mir das Buch aber einfach zu ruhig. Die Handlung plätschert so dahin, ohne dass sie sich mir so recht erschließen wollte. Auch viele Fragen sind nach der letzten Seite offen geblieben, wie zum Beispiel, was es mit den schockartigen Zuständen des fremden Mädchens auf sich hat. So konnte ich zu den Charakteren - sowohl zu den beiden Protagonisten als auch zu Brigitte und Gustavo - keinen Bezug finden und das Erzählte ließ mich dadurch eher kalt.

Fazit:
Ein ruhiger Roman über die Schatten der Vergangenheit und das Erwachsenwerden, der literarisch anspruchsvoll sein will, mir insgesamt aber zu nichtssagend war, um mehr als drei Eier zu vergeben.

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Rezension zu "Der Regenbogen hat nur acht Farben" von Birgitta Kicherer

Rezension zu "Der Regenbogen hat nur acht Farben" von Birgitta Kicherer
FlorianTietgenvor 11 Jahren

Schade an diesem Buch ist, dass der Titel schon verrät, wie es endet.
Schön an diesem Buch ist die empathische Sprache, die berührt und erleben lässt, in welcher Weise Freundschaft verwundete Seelen zu heilen vermag.

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