„Es war fast nichts und doch war es alles!“ (Zitat S. 289)
Von Birte Stährmann ist im Gmeiner-Verlag in der Serie „Das Glück schmeckt nach Meer“ der 1. Teil „Die Bonbonkocherei“ erschienen. Das Cover und der Titel haben mich sehr gelockt.
Annika ist Mitte 40 und lebt mit ihrer Tocher alleine, da ihr Mann eine neue Beziehung führt. Nun verliert sie innerhalb kürzester Zeit ihren Job und ihre Wohnung. Als sie wegen einer Testamentseröffnung an die Schlei reisen muss,, erfährt sie, dass sie eine Bonbonkocherei erben könnte...mehr sei hier nicht verraten. Lest selbst ob und wie sie den Neuanfang meistert.
Ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Es handelt sich um einen Wohlfühlroman, der sich gerade so weg liest. Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker zu lesen. Man erfährt ein wenig über die Bonbonherstellung und diese süßen Leckereien spielen immer wieder eine Rolle im Buch.
Die Gegend der Schlei wird sehr schön beschrieben. Obwohl ich noch nie dort war, hatte ich Bilder vor Augen. Auch die Charaktere sind wunderbar dargestellt. Die Auseinandersetzungen mit der pubertierenden Tochter Lena wurden sehr realistisch dargestellt. Sehr warmherzig und einfühlsam wird das Mutter-Tochter-Verhältnis und auch das Verhältnis von Annika zu ihrer Schwester dargestellt. Ganz am Ende wird dann noch ein Familiengeheimnis offenbart, welches man eventuell sogar erahnen konnte. Für mich war es trotzdem etwas überraschend.
Natürlich ist am Rande auch eine schöne Romanze eingebaut. Trotzdem ist auch Tiefgang enthalten. Es wird sehr schön aufgezeigt, dass es nie zu spät ist, um nochmal neu durchzustarten. Man sollte immer den Mut für einen Neuanfang haben.
Fazit: Ich kann euch dieses Buch absolut empfehlen, wenn ihr gerne Wohlfühlromane lest!
Zum Abschluss noch ein schönes Zitat von S. 184: „Annika fühlte sich für Sekunden außer Raum und Zeit, denn das Bonbon brachte ihr den Geschmack der Kindheit zurück.“





















