Bita Schafi-Neya

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Freiheit unterm Schleier, Gebrauchsanweisung für Iran und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Gebrauchsanweisung für Iran

 (2)
Neu erschienen am 02.10.2018 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Bita Schafi-Neya

Freiheit unterm Schleier

Freiheit unterm Schleier

 (4)
Erschienen am 02.10.2017
Gebrauchsanweisung für Iran

Gebrauchsanweisung für Iran

 (2)
Erschienen am 02.10.2018
Mögen deine Augen leuchten

Mögen deine Augen leuchten

 (1)
Erschienen am 01.03.2016

Neue Rezensionen zu Bita Schafi-Neya

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lesefreude_books avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Iran" von Bita Schafi-Neya

Quer durch den Iran
lesefreude_bookvor 17 Tagen

Zu Beginn erzählt uns Bita Schafi-Neya viel über die Geschichte des Irans und vor allem die doch teils komplizierten Verstrickungen von Amerika und Großbritannien. Sieht man sich an wie das Land aufgrund von westlichen Machenschaften ins Chaos gestürzt wurde und wie vor allem Amerika heute mit dem Iran umgeht, bekomme ich Brechreiz. Die Autorin schafft es diese Verbindungen sehr gut und logisch aufzuzeigen. Sie verwendet dabei einfache Wörter, damit es auch wirklich für jedermann verständlich ist.

So sehr ich Bita Schafi-Neyas Fähigkeit bewundere diese politischen Verflechtungen einfach, strukturiert und spannend aufzubereiten, dauert dieses Kapitel für mein Empfinden zu lange. Viel mehr war ich auf eine Art Reiseführer eingestellt, der die Eigenheit der Iraner und ihrer Kultur aufzeigt.

Diese Dinge wie beispielsweise Taarof, die spezielle iranische Höflichkeit, oder auch wie Flirten in einem Land wie dem Iran funktioniert, oder die sieben Glücksbringer für das Nowruz (das iranische Neujahrsfest im Frühling) bleiben nicht unerwähnt.

Die Reisebeschreibungen und Hintergrundinfos zu den besuchten Ort sind ansprechend und kurzweilig geschrieben. Man lernt viel und wird dabei gut unterhalten.

Gefehlt hat mir eine Struktur oder ein roter Faden in „Gebrauchsanweisung für Iran“. So springt die Autorin von einem Ort zum anderen, ohne dass dabei für mich eine Route erkenntlich ist. Da Bita Schafi-Neya bereits viele Male im Iran war, berichtet sie von unterschiedlichsten Reisen in den unterschiedlichsten Konstellationen (alleine oder mit Familie und kleiner Tochter oder Freunden unterwegs). Nur selten ist für mich klar, mit wem bzw. in welcher Gruppe sie in der aktuellen Erzählung unterwegs ist.

Besonders irritierend fand ich, dass Bita Schafi-Neya plötzlich bei 68% des Buches eine Geschichte erzählt, wie sie im Jahr 2015 mit ihrem Mann und ihrer Tochter mit dem Auto von Deutschland aus in den Iran gereist ist. Dabei gibt es viele Infos, was man bei der Einreise mit dem eigenen Auto beachten muss. An sich eine interessante Geschichte. Allerdings völlig willkürlich mitten ins Buch geworfen.

In ihrer „Gebrauchsanweisung für Iran“ zeigt Bita Schafi-Neya wie vielfältig dieses wunderbare Land ist. Es macht mir Lust mich sofort in den Flieger zu setzen und all das zu besichtigen, dass ich noch nicht kenne. Die Salzwüste sowie das Wabendorf Kandovan klingen super spannend.

Der zu lange politische Abschnitt, aber vor allem die fehlende Struktur und die wild durcheinander gewürfelten Kapitel führen dazu, dass ich „Gebrauchsanweisung für Iran“ letzten Endes mit 3 von 5 Sternen bewerte.

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aus-erlesens avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Iran" von Bita Schafi-Neya

Wirklicher Helfer
aus-erlesenvor 22 Tagen

Taarof – wie schmeckt das? Ist nichts zu essen. Ist auch kein Ort. Es ist die iranische Antwort auf gutes Benehmen, Höflichkeit, Gastfreundschaft. Was fast nie in Reportagen und Nachrichtenmeldungen gezeigt wird, ist gelebte Gastlichkeit. Niemals einen Taxifahrer nach dem Weg fragen, wenn man noch nie etwas von Taarof gehört hat! Denn sonst hat man schnell mal die Polizei im Nacken. Denn die Antwort ist meist ausweichend. Und dann beginnt eine Art Feilschen. Bei dem übrigens keiner den Platz als Verlierer verlassen wird. 
Auch ist es durchaus üblich die Gastgeberin mit überbordenden Komplimenten, die hierzulande schon längst in die Klamottenkiste gepackt wurden, zu loben. Man wünscht ihr zum Beispiel, dass ihre Hände niemals schmerzen sollen. So viel Enthusiasmus wird in Europa eher misstrauisch beäugt.
Einen ganz speziellen Tipp hat Bita Schafi-Neya, Halbiranerin mit deutschem und iranischem Pass, für ganz Neugierige. Nowruz heißt das Neujahrsfest, bei dem mindestens sieben Sachen, die mit einem „S“ beginnen, auf dem Tisch stehen müssen. Sib, der Apfel, für die Gesundheit – Somagh, Gewürz, für den Geschmack des Lebens – Senjed, Maulbeeren, für die Saat des Lebens – Serkeh, Essig, für die Fröhlichkeit (so weit sind unsere Kulturen doch nicht auseinander) – Sir, Knoblauch, für den Schutz – Sonbol, Hyazinthe, für die Freundschaft  und Samanu, der Weizen für Wohltat und Segen. Ein riesiges Fest, das mehrere Tage dauert und entsprechend zelebriert wird. 
Keine Scheu, generell gilt in Iran: Wenn man eingeladen wird, zusagen. Alle Horrormärchen sind nicht wahr. Vielleicht ein paar. Aber mit gesundem Menschenverstand kann man den sofort erkennen – wie überall auf der Welt.
Diese Gebrauchsanweisung verdient ihren Titel von Anfang bis Ende. Ob nun Tipps, was man besichtigen soll, kann, muss, wie man die iranische Währung versteht (Rial und Tomen sind ein und dasselbe nur sind Tomen um eine Null am Ende gekürzt), warum die Traditionen gepflegt und schienbar fast überall und jederzeit missachtet werden können – die Rettung im Dickicht der kulturellen Eigenheiten naht in Form dieses Buches. 
Das letzte Kapitel des Buches heißt: „Quo vadis, Iran?“. Wohin steuert das Land der unermesslichen Ölvorkommen und endlosen Reichtümer? Diese Frage kann auch die Autorin nicht beantworten. Doch sie kann die Frage eines jedes Lesers mit einem „Sofort!“ parieren. Nämlich die Frage, wann man in diesem nun nicht mehr so fremden Land die schönste Zeit des Jahres verbringen wird.

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CorinaPfs avatar

Rezension zu "Freiheit unterm Schleier" von Bita Schafi-Neya

Das Leben als Frau im Iran
CorinaPfvor 10 Monaten

Inhalt:


Schon mal nachgedacht wie Frauen in Iran leben und was ihre Wünsche und Sorgen sind? Wie sie es finden immer draußen mit Schleier herum zu gehen? Diese und anderen Fragen stellt Bita Schafi-Neya Frauen die im Iran leben. Sie zeigt auch auf welche Unterschiede gegenüber Palästina und Araber sind. Sie Interviewt verschieden Frau in verschieden Alter und in verschiedenen Arbeitsschichten. Bita Schafi-Neya beschreibt wie Iran von 1900 bis jetzt entwickelt hat. 


Schreibstil:


Meist begleiten wir Bita Schafi-Neya, wie sie in ihrem zweiten Zuhause viele verschiedene Menschen interviewt und kennen lernt. Sie bleibt auch längere Zeit im Iran um dieses Buch zu schreiben. Es ist gut geschrieben und man kann fühlen, dass sie sich sehr Verbunden mit ihrer Heimat fühlt. Man merkt auch, dass sie etwas von dieser Begeisterung an den Leser vermitteln will. Man bekommt mit, dass Bita Schafi-Neya ihren Land wider einen besseren Ruf geben will denn sie meint dass die Medien ein falsches Licht auf das Land werfen. Dies bringt sie durch dieses Buch gut rüber. Ich wollte gleich nach dem ich das Buch gelesen habe in dieses Land reisen.
Sie teilte auch die Kapiteln gut ein, da nach mehreren Interviews immer wieder die Geschichte des Landes und der Politik beleuchtet wurde. Ich konnte durch den Schreibstil nicht viele Kapiteln lesen, da ich vieles sacken lassen musste. Doch das war gut so denn da dachte ich mehr über dieses Buch nach.


Fazit:


Ich fand es sehr gut zu sehen, wie es ist als Frau nicht selber bestimmen zu dürfen ob man arbeiten gehen darf oder zu vereisen sondern der Mann oder die Eltern entscheiden dies. Wie die Frauen damit umgehen nur mit Schleier aus dem Haus zu gehen und dennoch immer wieder von Freiheit reden. Wie sich die Frauen in diesem Land zu wehr setzen und sie immer weiter in der Arbeitswelt und Politik aufsteigen. Auch wie Deutschland und andere Länder wieder Anschluss an diesem Land haben möchten. Doch wie tief man auch in diesem Land fallen kann wenn man studiert hat und dennoch keine Arbeit findet und deshalb als Taxifahrer oder Straßen oder Ubahnverkäufer arbeiten muss. 
 Ich kann diesem Buch nur 5 Sterne geben, denn es war so gut und es zählt wahrscheinlich zu den besten Bücher die ich dieses Jahr lesen werde 

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