Bita Schafi-Neya

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Freiheit unterm Schleier, Gebrauchsanweisung für Iran und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bita Schafi-Neya

Die Deutsch-Iranerin Bita Schafi-Neya studierte Iranistik und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Mindestens einmal im Jahr fliegt sie in ihre »zweite Heimat«. In Hamburg aufgewachsen kam sie der Liebe wegen nach Braunschweig, wo sie bis heute als freie Journalistin überwiegend für den NDR arbeitet. Sie produziert eine Reihe von Features für den WDR, Deutschlandfunk und RBB. Außerdem schreibt sie für mehrere überregionale Tageszeitungen. 2016 erschien ihr Buch »Mögen deine Augen leuchten«, 2017 folgte »Freiheit unterm Schleier«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bita Schafi-Neya

Cover des Buches Freiheit unterm Schleier (ISBN:9783991002192)

Freiheit unterm Schleier

 (5)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Iran (ISBN:9783492277181)

Gebrauchsanweisung für Iran

 (3)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Mögen deine Augen leuchten (ISBN:9783991001775)

Mögen deine Augen leuchten

 (1)
Erschienen am 01.03.2016

Neue Rezensionen zu Bita Schafi-Neya

Neu

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Iran" von Bita Schafi-Neya

‚Iran ist authentisch, ein Land, keine Kulisse.'
sabatayn76vor 8 Monaten

‚Iran ist authentisch, ein Land, keine Kulisse. Es gibt hier so viele verkannte, so viele unbekannte Dinge, und ich hoffe, dass sich der ein oder andere Leser, die ein oder andere Leserin auf den Weg macht, sie zu entdecken.‘ (Seite 12)

Bita Schafi-Neya, deren Vater Iraner und die in Deutschland aufgewachsen ist, bereist mindestens einmal im Jahr ihre zweite Heimat Iran und erzählt in ihrer ‚Gebrauchsanweisung für Iran‘ von Teheran und Elburs-Gebirge, Nasen-OPs und Straßenverkehr, Skifahren und Ramadan, Sunniten und Schiiten, Dating und Partys, Unbeschwertheit und Höflichkeit, Schah und Islamischer Revolution, Mossadegh und USA, Chai und Dugh, Taarof und Miniaturmalerei, Imam-Platz in Isfahan und Safawiden, Basaren und Karawansereien, Täbris und Kandovan, Schiras und Hafis, Yalda-Nacht und Nowruz, Kaspischem Meer und Kavier, Transiranischer Eisenbahn und Carnet de Passage, Yazd und Zoroastriern, Atomanlage Natanz und Atomabkommen.

Ich habe mich schon sehr intensiv mit Iran beschäftigt, kenne viele Iraner, war aber selbst noch nie im Land.

An der ‚Gebrauchsanweisung für Iran‘ hat mir besonders gut gefallen, dass man hier auf viel Bekanntes trifft, wenn man sich schon mit dem Land auseinandergesetzt hat, dass man aber trotzdem viel Neues erfahren kann, da die Autorin sehr detailreich erzählt, andere Facetten des Landes beschreibt als andere Autoren und bisweilen einen anderen Blickwinkel einnimmt.

Schafi-Neyas Erzählstil ist durchweg angenehm, so dass sie dem Leser ihre vielen Informationen auf sehr unterhaltsame Weise vermittelt. Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht, und ich finde, das Buch eignet sich hervorragend für einen Einstieg ins Thema Iran, da die Autorin ein sehr breites Wissen zu verschiedenen Aspekten vermittelt, passt aber auch für Fortgeschrittene, die sich bereits näher mit dem Land auseinandergesetzt haben, da man hier sehr sicher auch auf neue Informationen stößt.

Ich habe schon viele Gebrauchsanweisungen von Piper gelesen, und viele haben mir sehr gut gefallen. Die ‚Gebrauchsanweisung für Iran‘ ist eine von jenen, die bei mir einen besonders positiven Eindruck hinterlassen haben.

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Iran" von Bita Schafi-Neya

Quer durch den Iran
lesefreude_bookvor einem Jahr

Zu Beginn erzählt uns Bita Schafi-Neya viel über die Geschichte des Irans und vor allem die doch teils komplizierten Verstrickungen von Amerika und Großbritannien. Sieht man sich an wie das Land aufgrund von westlichen Machenschaften ins Chaos gestürzt wurde und wie vor allem Amerika heute mit dem Iran umgeht, bekomme ich Brechreiz. Die Autorin schafft es diese Verbindungen sehr gut und logisch aufzuzeigen. Sie verwendet dabei einfache Wörter, damit es auch wirklich für jedermann verständlich ist.

So sehr ich Bita Schafi-Neyas Fähigkeit bewundere diese politischen Verflechtungen einfach, strukturiert und spannend aufzubereiten, dauert dieses Kapitel für mein Empfinden zu lange. Viel mehr war ich auf eine Art Reiseführer eingestellt, der die Eigenheit der Iraner und ihrer Kultur aufzeigt.

Diese Dinge wie beispielsweise Taarof, die spezielle iranische Höflichkeit, oder auch wie Flirten in einem Land wie dem Iran funktioniert, oder die sieben Glücksbringer für das Nowruz (das iranische Neujahrsfest im Frühling) bleiben nicht unerwähnt.

Die Reisebeschreibungen und Hintergrundinfos zu den besuchten Ort sind ansprechend und kurzweilig geschrieben. Man lernt viel und wird dabei gut unterhalten.

Gefehlt hat mir eine Struktur oder ein roter Faden in „Gebrauchsanweisung für Iran“. So springt die Autorin von einem Ort zum anderen, ohne dass dabei für mich eine Route erkenntlich ist. Da Bita Schafi-Neya bereits viele Male im Iran war, berichtet sie von unterschiedlichsten Reisen in den unterschiedlichsten Konstellationen (alleine oder mit Familie und kleiner Tochter oder Freunden unterwegs). Nur selten ist für mich klar, mit wem bzw. in welcher Gruppe sie in der aktuellen Erzählung unterwegs ist.

Besonders irritierend fand ich, dass Bita Schafi-Neya plötzlich bei 68% des Buches eine Geschichte erzählt, wie sie im Jahr 2015 mit ihrem Mann und ihrer Tochter mit dem Auto von Deutschland aus in den Iran gereist ist. Dabei gibt es viele Infos, was man bei der Einreise mit dem eigenen Auto beachten muss. An sich eine interessante Geschichte. Allerdings völlig willkürlich mitten ins Buch geworfen.

In ihrer „Gebrauchsanweisung für Iran“ zeigt Bita Schafi-Neya wie vielfältig dieses wunderbare Land ist. Es macht mir Lust mich sofort in den Flieger zu setzen und all das zu besichtigen, dass ich noch nicht kenne. Die Salzwüste sowie das Wabendorf Kandovan klingen super spannend.

Der zu lange politische Abschnitt, aber vor allem die fehlende Struktur und die wild durcheinander gewürfelten Kapitel führen dazu, dass ich „Gebrauchsanweisung für Iran“ letzten Endes mit 3 von 5 Sternen bewerte.

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Iran" von Bita Schafi-Neya

Wirklicher Helfer
aus-erlesenvor einem Jahr

Taarof – wie schmeckt das? Ist nichts zu essen. Ist auch kein Ort. Es ist die iranische Antwort auf gutes Benehmen, Höflichkeit, Gastfreundschaft. Was fast nie in Reportagen und Nachrichtenmeldungen gezeigt wird, ist gelebte Gastlichkeit. Niemals einen Taxifahrer nach dem Weg fragen, wenn man noch nie etwas von Taarof gehört hat! Denn sonst hat man schnell mal die Polizei im Nacken. Denn die Antwort ist meist ausweichend. Und dann beginnt eine Art Feilschen. Bei dem übrigens keiner den Platz als Verlierer verlassen wird. 
Auch ist es durchaus üblich die Gastgeberin mit überbordenden Komplimenten, die hierzulande schon längst in die Klamottenkiste gepackt wurden, zu loben. Man wünscht ihr zum Beispiel, dass ihre Hände niemals schmerzen sollen. So viel Enthusiasmus wird in Europa eher misstrauisch beäugt.
Einen ganz speziellen Tipp hat Bita Schafi-Neya, Halbiranerin mit deutschem und iranischem Pass, für ganz Neugierige. Nowruz heißt das Neujahrsfest, bei dem mindestens sieben Sachen, die mit einem „S“ beginnen, auf dem Tisch stehen müssen. Sib, der Apfel, für die Gesundheit – Somagh, Gewürz, für den Geschmack des Lebens – Senjed, Maulbeeren, für die Saat des Lebens – Serkeh, Essig, für die Fröhlichkeit (so weit sind unsere Kulturen doch nicht auseinander) – Sir, Knoblauch, für den Schutz – Sonbol, Hyazinthe, für die Freundschaft  und Samanu, der Weizen für Wohltat und Segen. Ein riesiges Fest, das mehrere Tage dauert und entsprechend zelebriert wird. 
Keine Scheu, generell gilt in Iran: Wenn man eingeladen wird, zusagen. Alle Horrormärchen sind nicht wahr. Vielleicht ein paar. Aber mit gesundem Menschenverstand kann man den sofort erkennen – wie überall auf der Welt.
Diese Gebrauchsanweisung verdient ihren Titel von Anfang bis Ende. Ob nun Tipps, was man besichtigen soll, kann, muss, wie man die iranische Währung versteht (Rial und Tomen sind ein und dasselbe nur sind Tomen um eine Null am Ende gekürzt), warum die Traditionen gepflegt und schienbar fast überall und jederzeit missachtet werden können – die Rettung im Dickicht der kulturellen Eigenheiten naht in Form dieses Buches. 
Das letzte Kapitel des Buches heißt: „Quo vadis, Iran?“. Wohin steuert das Land der unermesslichen Ölvorkommen und endlosen Reichtümer? Diese Frage kann auch die Autorin nicht beantworten. Doch sie kann die Frage eines jedes Lesers mit einem „Sofort!“ parieren. Nämlich die Frage, wann man in diesem nun nicht mehr so fremden Land die schönste Zeit des Jahres verbringen wird.

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