Björn Kern

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Björn Kern

Lebenslauf von Björn Kern

Björn Kern wurde 1978 in Schopfheim (Südbaden) geboren. Nach seiner Arbeit in einem Heim für psychisch Kranke und alte Menschen in Südfrankreich studierte er in Tübingen, Passau und Aix-en-Provence und auch am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Nebenbei hospitierte er bei diversen Medien. Derzeit lebt er in Südbaden und Berlin. Er wurde bereits mit einigen Auszeichnungen und Stipendien belohnt, u.a. dem Brüder-Grimm-Preis 2007 und dem Casa-Baldi-Stipendium der Villa Massimo 2010. "KIPPpunkt" war 2001 sein erster Roman.

Neue Bücher

Einmal noch Marseille

 (7)
Erscheint am 24.07.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

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Das erotische Talent meines Vaters

Das erotische Talent meines Vaters

 (20)
Erschienen am 15.02.2010
Das Beste, was wir tun können, ist nichts

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 (22)
Erschienen am 27.02.2019
Einmal noch Marseille

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 (7)
Erscheint am 24.07.2019
Die Erlöser AG

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 (5)
Erschienen am 23.07.2007
Kipppunkt

Kipppunkt

 (5)
Erschienen am 10.08.2010
Im Freien – Abenteuer vor der Tür

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 (1)
Erschienen am 27.02.2019
Die Erlöser AG: Roman

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Erschienen am 23.03.2012
Turkish Knockout - Literatur-Quickie

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Erschienen am 19.03.2013

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Neue Rezensionen zu Björn Kern

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Rezension zu "Im Freien – Abenteuer vor der Tür" von Björn Kern

Wie die äußere Freiheit dass Innen bewegt
michael_lehmann-papevor 3 Monaten

Wie die äußere Freiheit dass Innen bewegt

“Da ist es wieder, das Nahweh. Es fühlt sich windstill an, ein wenig nach Holzrauch“.

Was alleine im Begriff „Nahweh“ schon den Leser umgehend mitnimmt auf diese äußere Reise, der eine innere Reise korrespondiert.

Dieses „im Leben sitzen“, seinen Alltag leben, seine Aufgaben erfüllen und mehr und mehr den Eindruck erhalten, dass es das nicht ist, zumindest nicht das Leben ausschöpfend sein kann.

Und Kern folgt dann nicht irgendwelchen Träumen ganz weit in die Ferne, träumt sich nicht ein „Aussteigen“ umfassend zu Recht, aus dem in der Regel ja auch nichts werden würde und als reine Gedanken nur ein schales Gefühl hinterlassen würde.

Kern macht. Er geht. Was man einen „kleinen Schritt“ in der äußeren Betrachtung nennen kann, was aber ein großer Schritt für das innere Erleben und das Gefühl zu sich selbst beinhaltet.

„Tut mir leid, ich mach nicht mehr mit“. „Ziel ist der morsche Unterstand auf der Lichtung, die eine halbe Stunde weit im Waldesinneren liegt“.

Das erste Mal eine Nacht im Wald überhaupt. Unter freiem Himmel. Allein, Getrieben weg vom Schreibtisch, von einem intensiven Gefühl „im Freien sein zu wollen“, ja, zu müssen. Und dem Wissen, folgt er dem Gefühl nicht, dann werden, wieder einmal, nur Ersatzhandlungen verbleiben. Chips, Nikotin, Alkohol, Fernsehen, irgendwas, was am Ende wieder doch nur leer zurücklässt.

Und so greift sich Kern den Rucksack und nimmt den Leser gleich mit auf den Weg, auf dieses „Nahweh ist bescheiden und geht doch aufs Ganze“. Was den Leser ebenfalls nicht in Ruhe lässt, vor allem, weil es so „machbar“ ist, so naheliegend, keiner Planung, keiner Outdoor-Ausrüstung, keiner Flugtickets bedarf, sondern im wahrsten Sinne des Wortes nur einen Schritt entfernt genau vor der eigenen Tür liegt.

Und je mehr Kern erzählt von seinen Ausflügen in die umgebende Natur, je mehr kleine Begebenheiten ausreichend dazu dienen, sich selbst ein stückweit wieder mehr zu merken und zu spüren, desto mehr wird der Leser zur eigenen Reflexion fast getrieben.

„(Nahweh) erlöst uns vom Dasein als Hampelmann. Es ist die Sehnsucht, mit der Welt da draußen wieder verbunden zu sein“.

Was man weder am gleichen Ort wie Kern noch auf genau gleiche Weise tun muss, sondern was an jedem Ort auf eine je persönlich passende Weise ohne großen Aufwand möglich ist.

Was natürlich genau der Reiz ist, den dieses Buch auslöst und dem man als Leser langsam, aber mit offenen Augen und offenem Gefühl folgen sollte.

Eine überaus anregende, einfache, schlichte und gerade deswegen so bewegende Lektüre, die den Blick weitet für das, was unmittelbar an Möglichkeiten vor der eigenen Tür sofort zu finden wäre.

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Rezension zu "Das Beste, was wir tun können, ist nichts" von Björn Kern

Traum ohne Seifenblase
Babschavor 2 Jahren


Der Autor, mehrfach prämierter deutscher Schriftsteller, hat den Ausstieg, von dem alle abhängig arbeitenden Nichtjackpotgewinner so träumen, tatsächlich gewagt und im tiefsten Oderbruch einen alten Hof gekauft, auf dem er lebt und von wo aus er ab und zu nach Berlin zu seiner Familie pendelt. In seinem Buch reflektiert er über die Gründe, die ihn persönlich dazu bewegt haben, sich weitgehend aus den Zwängen gesellschaftlicher Normierung zu befreien und endlich so zu leben, wie es ihm passt und wie er es auch dem geneigten Leser wiederholt mit sanftem Druck ans Herz legt. Dabei setzt er sich durchaus kritisch und ernsthaft mit dem Wahnsinn, dem wir alle so täglich ausgesetzt sind, auseinander, gibt fairerweise dabei aber auch zu, dass seine Idee der "heilen Welt" durchaus ihre Grenzen hat, denn so ganz ohne "Kohle" geht´s in unserem Land dann ja auch nicht. Da mag die Natur so idyllisch sein, wie sie will.

Klar, das "gelingende Nichtstun", das er hier als Königsdisziplin des Ausstiegs propagiert, mag als Ideal auch herhalten, aber ob man als sozial vernetzter und von den äußeren Umständen getriebener/gezwungener Mensch als alternative Lebensform tatsächlich den ganzen Tag "in the middle of nowhere"auf einer Bank unter einem Birnbaum sitzen, ins Weite stieren und dabei jede zielgerichtete Aktivität zwanghaft unterdrücken möchte, sei mal dahin gestellt. Meines Erachtens eine radikale, in dieser Form kaum umsetzbare, letztlich auch nicht unbedingt anzustrebende Idylle.

Gefallen hat mir trotz des eher theoretischen Lebensmodells, das dem Autor hier vorschwebt, aber die konsequente Logik und der gelungene Schreibstil des Buches, der wiederholt zum Schmunzeln bei hohem Wiedererkennungswert Anlass gibt. Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Und vielleicht sogar tatsächlich eine Anregung für Veränderungen. Warum denn nicht.

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Rezension zu "Das Beste, was wir tun können, ist nichts" von Björn Kern

Hat mich leider nicht richtig überzeugen können
Anivor 3 Jahren

In "Das Beste, was wir tun können, ist nichts" beschreibt der Autor Björn Kern seine Erfahrungen im Nichtstun. Man erfährt, dass es gar nicht so einfach ist, nichts zu tun ohne sich dabei lächerlich zu machen. Es gehört einiges dazu die Kunst des Nichtstuns zu verinnerlichen. Rückschläge kann es dabei immer geben, denn das Sprichwort "Erst die Arbeit und dann das Vergnügen", hat man sich schließlich von Kindesbeinen an anhören müssen, sodass es wirklich schwer ist, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Einen Ratgeber, in dem der Autor Tipps gibt und beispielsweise die Möglichkeit zu kleinen Auszeiten im stressigen Berufs- oder Privatleben aufzeigt, darf man von diesem Büchlein allerdings nicht erwarten. Denn es handelt sich hier eher um die Aneinanderreihung von kleinen Episoden, die relativ zusammenhanglos erzählt werden. Dabei bekommt man übrigens in jedem Kapitel unzählige Male die Weisheit, dass Nichtstun wichtig und erstrebenswert ist, serviert, sodass sich, trotz des lockeren und humorvollen Schreibstils, schon bald ein wenig Langeweile einstellt. Es empfiehlt sich deshalb auch, nicht zu viele Kapitel hintereinander zu lesen, da sich sonst auch noch der lockere Schreibstil, der eigentlich den besonderen Charme dieses Buchs ausmacht, etwas abnutzt und man in Versuchung gerät, die Kapitel nur noch zu überfliegen.

In meiner Bewertung bin ich nun hin- und hergerissen. Denn eigentlich hat mir der lockere Stil sehr gut gefallen und einige der Kapitel haben mir sogar das ein oder andere unverhoffte Schmunzeln entlockt. Doch insgesamt gesehen bin ich mir nicht sicher, ob mir überhaupt eine der Episoden lange im Gedächtnis bleiben wird. Als Ratgeber ist das Buch also nicht zu empfehlen, als humorvolle Lektüre für zwischendurch schon eher. Aber da man über Geschmack ja bekanntlich streiten kann, werden die Meinungen da sicher auseinandergehen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch von mir leider nur zwei Bewertungssternchen. 

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Gespräche aus der Community

Neu

Gelingendes Nichtstun fordert Konzentration ein und bedarf eines magischen Quäntchens Glück.“

Das Beste, was wir tun können, ist nichts“, das neue Buch des preisgekrönten Autors Björn Kern verrät uns das, was wir insgeheim schon immer gehofft hatten. Nämlich, dass Nichtstun nicht nur gut für uns ist, es ist das Beste! Denn während wir gestresst von Termin zu Termin hasten, vergessen wir oft die wirklich schönen Dinge im Leben. Ein Buch zum Nachdenken und Zurückschalten in einer Welt voller Stress und Hektik. 

Mehr zum Inhalt:
'Wenn man aufhört, auf die anderen zu hören, nimmt man auf einmal wahr, was man davor überhört hatte: die leise, vom Unterbewusstsein aufsteigende Stimme menschlicher Bedürfnisse, die nur selten darum bittet, ins Büro zu fahren, im Stau zu stehen, sich vor dem Bildschirm den Nacken zu reiben, oder eine hausinterne Mail mit ‚Lieber Herr Hartmann‘ zu beginnen, obwohl der liebe Herr Hartmann das letzte Arschloch ist, wie jeder im Betrieb weiß. Eigentlich will man das alles nicht. Eigentlich will man frische Luft, weite Sicht, ein bisschen platonische und sehr viel körperliche Liebe. Grundlage dafür: gelingendes Nichtstun.'
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Zum Autor
Björn Kern  Björn Kern wurde 1978 in Schopfheim (Südbaden) geboren. Nach seiner Arbeit in einem Heim für psychisch Kranke und alte Menschen in Südfrankreich studierte er in Tübingen, Passau und Aix-en-Provence und auch am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Nebenbei hospitierte er bei diversen Medien. Derzeit lebt er in Südbaden und Berlin. Er wurde bereits mit einigen Auszeichnungen und Stipendien belohnt, u.a. dem Brüder-Grimm-Preis 2007 und dem Casa-Baldi-Stipendium der Villa Massimo 2010. "KIPPpunkt" war 2001 sein erster Roman.

Zusammen mit dem FISCHER Taschenbuch Verlag verlosen wir 25 Exemplare von „Das Beste, was wir tun können, ist nichts“ an Testleser, die genug vom Alltagsstress haben und ihr Leben wieder in vollen Zügen durch reines Nichtstun genießen wollen. Wenn das genau richtig für euch klingt, dann bewerbt euch gleich über den „Jetzt bewerben“- Button* und beantwortet bis zum 09.03. in eurer Bewerbung die folgende Frage:

Björn Kern will uns mit seinem Buch zeigen, dass wir im Alltagsstress oft das Beste vom Leben verpassen. Wann und warum habt ihr zum letzten Mal einfach nichts gemacht?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!

Außerdem werdet ihr in der Leserunde die einmalige Chance haben eure Fragen an den Autoren Björn Kern zu stellen!


Viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Björn Kern wurde am 20. April 1978 in Schopfheim geboren.

Björn Kern im Netz:

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auf 20 Wunschlisten

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