Björn Kuhligk

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Autor von Lyrik von Jetzt, Lyrik von jetzt 2 und weiteren Büchern.

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Lyrik von Jetzt

Lyrik von Jetzt

 (11)
Erschienen am 18.06.2003
Lyrik von jetzt 2

Lyrik von jetzt 2

 (7)
Erschienen am 04.09.2008
Die Stille zwischen null und eins

Die Stille zwischen null und eins

 (4)
Erschienen am 28.01.2013
Am Ende kommen Touristen

Am Ende kommen Touristen

 (4)
Erschienen am 01.02.2002
Großes Kino

Großes Kino

 (2)
Erschienen am 01.02.2005
Wir sind jetzt hier

Wir sind jetzt hier

 (1)
Erschienen am 17.03.2014
Das Münchner Kneipenbuch

Das Münchner Kneipenbuch

 (1)
Erschienen am 22.04.2009
Großraumtaxi

Großraumtaxi

 (0)
Erschienen am 01.10.2014

Neue Rezensionen zu Björn Kuhligk

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J

Rezension zu "Die Stille zwischen null und eins" von Björn Kuhligk

Rezension zu "Die Stille zwischen null und eins: Gedichte" von Björn Kuhligk
jamal_tuschickvor 6 Jahren

KANADA IN DER KONSOLE
Neue Gedichte von Björn Kuhligk

Gedichte sind Zeichensetzungen. Jedes Komma gilt. Diese Striche am Sockel harter und bei den Sohlen butterweicher Buchstaben profitieren bis zur Promotion von ihren Stellungen. Leitende Angestellte in börsennotierten Betrieben stehen unmöglich besser da: als Kommas im Gedicht. Das fällt mir einmal wieder auf in Stillleben und anderen Stücken, die Björn Kuhligk in seinem neuen, von Hanser Berlin kuratierten Band „Die Stille zwischen null und eins“ ausstellt.

Viel wie von fern

Noch eine Tändelei? Noch mehr Plauderpoesie für den Bobo? Unwillkürlich fürchtet man sich davor bei jeder lyrischen Versammlung in der Zellenbrüderlichkeit einer Zeitgenossenschaft. Tändelei oder Artillerie: das bleibt sich gleich. Es wird aber auch keine Artillerie in Stellung gebracht von Kuhligk. Ich lese „Der Himmel, die Angst, das Meer“ in drei Wellen - und kriege Achim Reichels Sturmwarnung „Aloha Heja He“ zugespielt. Was will man mehr von Lyrik als ein Lied: „Der Idiot spielte am Abzug der Harpune“, das könnte auch von Reichel ein Vers sein.

Viel wirkt wie von fern. Ein wiederkehrendes Wort ist „Feldstecher“. Die Gedichte ergeben einen Atlas mitunter - heißen sie „Nikosia“ „Palmen vereinzelt“ - und (am) „Bosporus“ brüllt Europa (einem Videotouristen ins Ohr) wie ein Stier so wenig beflissen. In „Bukarest“ bleibt ein Hund liegen. Ganz klar.

Die Titel ziehen Transparente auf. Die Namen von Städten und Ländern und Landschaften öffnen Bögen wie in Bilderbüchern – und Alben frei von Schnappschüssen. Beinah jedes Stück geht über seinen Augenblick hinaus: „Wen wir schon vergessen hatten/ war der, … der die Sonne für eine Ampelphase hielt“. Manchmal hebt der Vorhang der Pupille sich aber nur für den Moment: „Die Gewehre im Anschlag/ Lagen wir noch tief im Gehölz/ Hinter uns drei Hirsche/ auf der Lade ...“. Das Gedicht „Urlaub in Kanada“ sieht wie Kino aus, so wie „Deer Hunter“ - der Dichter als De Niro. Richard Ford wird sich gleich hinter das Steuer „des gemieteten Pick-ups“ klemmen. In der Konsole „Kanada“ in einer Taschenbuchausgabe.

Osmotische Beziehungen zwischen Sprach- und Realwelt, zwischen Echtzeit und Museum (Kuhligk spekuliert auf die Patina erschlaffter Wörter): da ist immer eine Geschichte, die einfach erzählt wird. Hintergeht man die lyrische Rhythmisierung, erkennt man ohne weiteres die Übergänge aus der Persönlichkeit des Gedichts in das Gesellschaftliche von Erzählungen. Man entdeckt Orte der kühlen Diktion. Sie heißen Spiekeroog und sind gut für jene minimalen Erschütterungen, die Gedichte auslösen können. - Dieses seismische Räuspern knapp unter einer Oberfläche.

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Rezension zu "Lyrik von Jetzt" von Björn Kuhligk

Rezension zu "Lyrik von Jetzt" von Björn Kuhligk
Muriel-Lelandvor 8 Jahren

"Lyrik von Jetzt" - moderne Gedichte, nicht immer sofort verständlich, aber keineswegs sinnlos. Tiefgängig und anregend.

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Rezension zu "Lyrik von jetzt 2" von Björn Kuhligk

Rezension zu "Lyrik von jetzt 2" von Björn Kuhligk
Muriel-Lelandvor 8 Jahren

"Lyrik von Jetzt" - trifft es ganz genau. Moderne Lyrik in ungewöhnlichen Formen, oder auch völlig Formlos. Aber immer eindringlich, nachdenklich und tiefgängig.

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