Björn Vedder

 3,6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Reicher Pöbel, Solidarische Körper und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Björn Vedder

Björn Vedder (Dr. phil.), geb. 1976, lebt als Publizist und Kurator in München. Seine Arbeiten befassen sich mit Philosophie, zeitgenössischer Kunst und Literatur. Er ist Beiträger des »Kritischen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« sowie von »Kindlers Literaturlexikon« und publiziert zur bildenden Kunst und Literatur, zur Oper und zum Theater. Zuletzt erschienen: »Roland Fischer - Tel Aviv. Israeli Collective Portrait«, mit Beiträgen von Moshe Zuckermann, Bernhard Waldenfels und Björn Vedder, hg. v. Björn Vedder, München 2016.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Björn Vedder

Cover des Buches Reicher Pöbel (ISBN: 9783963171260)

Reicher Pöbel

 (6)
Erschienen am 10.10.2018
Cover des Buches Solidarische Körper (ISBN: 9783963178283)

Solidarische Körper

 (4)
Erschienen am 09.03.2022
Cover des Buches Väter der Zukunft (ISBN: 9783963171956)

Väter der Zukunft

 (4)
Erschienen am 04.03.2020
Cover des Buches Neue Freunde (ISBN: 9783837638684)

Neue Freunde

 (0)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Solidarische Körper (ISBN: 9783963172854)

Solidarische Körper

 (0)
Erschienen am 09.03.2022

Neue Rezensionen zu Björn Vedder

Cover des Buches Solidarische Körper (ISBN: 9783963178276)
meerohneufers avatar

Rezension zu "Solidarische Körper" von Björn Vedder

Eine Ansammlung harter Thesen und verschachtelte Gedanken...
meerohneufervor 9 Monaten

Obwohl der erste Eindruck sehr positiv war, da das Buch sehr wissenschaftlich daher kommt und nicht wie ein Unterhaltungs-Sachbuch oder einer von zahlreichen Pseudoratgebern wirkt, bin ich leider enttäuscht. 

Das Buch ist hochgestochen formuliert was zu kosten der Lesbarkeit und somit des Lesetempos des Buches geht. Es ist sehr anstrengend zu lesen und viele Passagen musste ich häufer lesen als Kants ellenlange Sätze. Zusammenfassend handelt es sich um eine mühsame Lektüre ist, die sich trotz der wenigen Seiten nicht an einem Nachmittag durchlesen lässt.

Zu Beginn hätte ich mir einen kurzen, sachlichen und nüchternen Leitfaden gewünscht, was mich noch erwartet oder wohin das Buch führen soll.

Da ich leider vergleichsweise wenige Filme in meinem Leben gesehen habe und noch weniger Schauspieler kenne, hatte ich an manchen Stellen etwas Probleme genau zu folgen. 

Es werden viele sehr gewagte These aufgestellt, die nicht immer meiner Meinung entsprechen. Meiner Meinung nach ist es auch fast schon paradox hard Bodys zu kritisieren und dennoch ein Trainingsprogramm durchzuführen, um eben diesen zu erreichen. 

Das Buch erhebt auf der einen Seite einen wissenschaftlichen Anspruch, aber auf der anderen Seite, wirkt es manchmal etwas chaotisch und durcheinander, als hätte ein Student eine Abgabefrist einhalten müssen. Mich stört, dass z. B. bei den Fußnoten eine gewisse Einheitlichkeit fehlt. 

Es ist eine Kunst komplexe Gedankengänge aufs Papier zu bringen ohne sich dabei allzu sehr in Details zu verstricken und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Dies ist in meinen Augen bei diesem Werk nicht ganz gelungen. 


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Cover des Buches Solidarische Körper (ISBN: 9783963178276)
K

Rezension zu "Solidarische Körper" von Björn Vedder

Veränderung des Körperbildes
KlaraDvor 9 Monaten

Ich durfte "Solidarische Körper" von Björn Vedder lesen. Ich fand das Thema dieses Buches sehr interessant, bin jeder mit der Schreibweise teilweise nicht zurecht gekommen, bzw. musste einige Stellen doppelt lesen und bestimmte Dinge nachschlagen. Andere Stellen fand ich dafür sehr gut erklärt und nachvollziehbar und auch die angesprochenen Beispiele aus Film und Medien nicht schlecht. Tatsächlich habe ich für die zweite Hälfte des Buches auch um einiges länger gebraucht, als für die erste. Ich denke, dass Björn Vedders Buch bei Lesern, die sich schon intensiver mit diesem Thema auseinander gesetzt haben besser ankommen wird!


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Cover des Buches Solidarische Körper (ISBN: 9783963178276)
Ermelynss avatar

Rezension zu "Solidarische Körper" von Björn Vedder

Hardbody
Ermelynsvor 10 Monaten

Ich hatte mir vorgenommen dieses Buch in 1-2 Tage durch zu lesen...naja es war dann doch bedeutend mehr. Das ist hier aber in keinster weise negativ gemeint. Das Buch regt ständig zu Nachdenken und zur Selbstkritik an. Es beschreibt auf eindrucksvolle und unverblümte Art und Weise wie sich der Blick auf das Individuum entwickelt und verändert hat. An dieser Stelle sei gesagt, dass man hin und wieder einen starken - oder zumindest keinen schwachen - Magen benötigt. Es wird bspw. detailliert erklärt, wie früher (bspw. im Mittelalter) mit menschlichen Fäkalien umgegangen wurde. Dieses Vorgehen ist allerdings gut gewählt und wirkt nicht deplatziert. Allgemein bat mich der erste (weit ais größere) Teil uber die Entwicklung des Hardbodys besser gefallen, als der zweite Teil, in dem es um das uberwinden selbigen geht. Das einbeziehen der Medien fand ich persönlich sehr schön, da ich gern selbst darauf Bezug nehmen. Ich habe allerdings öfters gemerkt, dass ich 20 Jahre jünger als der Autor bin und zunächst die Personen/Filme nachschlagen musste. Eine stärkere Bezugnahme zu sozialen Medien hat mir ein wenig gefehlt. Nicht desto trotz bleibt es ein sehr gutes Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann. 

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Gespräche aus der Community

Liebe LovelyBooks-Community, heute erscheint das neue Buch von Björn Vedder »Solidarische Körper. Die Aufweichung des Hardbodys in der flüssigen Moderne«. Vedder betrachtet die harten und sauber geputzten Körper unserer Instagram-Gegenwart. Er zeichnet die Entstehung dieses Körperbildes nach und zeigt, wie es mit einer gegenläufigen Entwicklung interagiert – der Verflüssigung der Gesellschaft.

Liebe LovelyBooks-Community,


heute erscheint das neue Buch von Björn Vedder »Solidarische Körper. Die Aufweichung des Hardbodys in der flüssigen Moderne«. Vedder betrachtet darin die harten und sauber geputzten Körper unserer Instagram-Gegenwart. Er zeichnet die Entstehung dieses Körperbildes nach und zeigt, wie es mit einer gegenläufigen Entwicklung interagiert – der Verflüssigung der Gesellschaft.

Individuelle Sicherheiten und gemeinsame Solidaritäten lösen sich auf, der Einzelne wird isoliert, soziale Beziehungen ökonomisiert. Diese Gesellschaft formt den Hardbody und der Hardbody regiert die Liquid Society. Diese Wechselwirkung birgt ein Potenzial zur Veränderung, denn es gilt: Nicht nur formt die Gesellschaft die Körper, auch die Körper formen die Gesellschaft. Wie aber müsste sich unser Körperbild verändern, damit Solidarität wieder möglich wird? Stiften weichere Körper festere soziale Beziehungen? 


Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und Eure Meinung zum neuen Buch von Björn Vedder. Der Autor ist bei der Leserunde dabei und beantwortet gerne Eure Rückfragen. Eine  Leseprobe, das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos sind hier zu finden:

https://www.buechner-verlag.de/buch/solidarische-koerper/

Alles Liebe
Ina vom Team des Büchner-Verlags

47 BeiträgeVerlosung beendet
meerohneufers avatar
Letzter Beitrag von  meerohneufervor 9 Monaten

Liebe Lovely-Books-Community,

heute möchte ich Euch zu einer Leserunde zu unserem soeben erschienen Sachbuch "Väter der Zukunft" von Björn Vedder einladen.
In seinem philosophischen Essay fragt Vedder, welche Rolle jenseits von überkommenen Männlichkeitsvorstellungen und patriarchalen Familienmodellen, Väter heute im Leben ihrer Kinder einnehmen können. Vedder beteiligt sich auch an der Leserunde.


Liebe Lovely-Books-Community,

heute möchte ich Euch zu einer Leserunde zu unserem soeben erschienen Sachbuch "Väter der Zukunft" von Björn Vedder einladen.
In seinem philosophischen Essay fragt Vedder, welche Rolle jenseits von überkommenen Männlichkeitsvorstellungen und patriarchalen Familienmodellen, Väter heute im Leben ihrer Kinder einnehmen können. Was können sie vermitteln und mitgeben?

Mehr Infos zum Buch:

Was ein Vater ist, wissen wir heute nicht mehr. Das zeigt sich in den Entwicklungsstörungen und der mangelnden Sozialisation von Kindern ebenso wie im zunehmenden Unbehagen von Vätern und den Überlastungen der Mütter. Der lange Schatten des abwesenden Vaters liegt wie ein Bleigewicht auf dem Leben aller. Wollen wir uns davon befreien, braucht es eine angemessene Rollenbeschreibung, die zeigt, wie und was ein Vater heute sein könnte – jenseits von überkommenen Männlichkeitsvorstellungen, patriarchalen Familienmodellen oder der Idee einer geschlechtlosen Elternschaft.

Björn Vedders Essay leistet ebendas: Er entwickelt eine zeitgemäße Vaterrolle – aus psychologischen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Studien, aus den Produkten der Hoch- und der Popkultur und vor allem aus den grundlegenden Erfahrungen, die wir in der Familie und im Leben machen können. Dabei wird deutlich, warum, ein Kind zu bekommen, ein Sprung in das gute Leben ist, warum Väter, die sich an Recht und Ordnung halten, Angsthasen sind, was die Künste des Vaters vermögen und wie Mutter und Vater das Kind gemeinsam fertig zur Fahrt machen.

Eine besondere Bedeutung kommen dabei Erfahrungen des Verlustes zu. Für deren Reflexion gibt es in der gegenwärtigen Kultur keinen Ort. Sie werden aber zukünftig immer wichtiger werden. Mit dem Vater stellt Vedder eine Figur vor, diese Erfahrungen wieder sinnvoll in unser Leben zu integrieren. So werden die Väter von heute zu Vätern der Zukunft.

Ich freue mich auf eine interessante Leserunde. Der Autor Björn Vedder wird sich ebenfalls an der Diskussion beteiligen. Es verspricht spannend zu werden. Sollte es Fragen geben, so meldet Euch gerne direkt beim Büchner-Verlag (beneke@buechner-verlag.de).

Alles Liebe aus Marburg
Euer Team vom Büchner-Verlag


36 BeiträgeVerlosung beendet
D
Letzter Beitrag von  dieannevor 3 Jahren

Das hat jetzt leider ziemlich lange gedauert. Danke, dass ich mitlesen durfte.

Meine Rezension, auch auf Amazon, Thalia und buecher.de: https://www.lovelybooks.de/autor/Björn-Vedder/Väter-der-Zukunft-2379300123-w/rezension/2633326412/

Liebe Lovely-Books-Community,

heute möchte ich Euch zu einer Leserunde zu unserem soeben erschienen Sachbuch "Reicher Pöbel. Über die Monster des Kapitalismus" von Björn Vedder einladen.
Mit den geschulten Augen des Kulturphilosophen zeigt Björn Vedder: Die Kritik am »reichen Pöbel«, wie sie derzeit in Debatten, Filmen, Büchern und Fernsehserien Konjunktur hat, ist halbherzig und heuchlerisch. Sie dämonisiert eine kleine gesellschaftliche Gruppe, ohne das dahinterstehende Wirtschaftssystem und unsere eigene Rolle darin infrage zu stellen. Wie gefährlich diese fehlgeleitete Kritik für die politische Kultur und die unter Druck geratene Mittelschicht werden kann, zeigen die jüngsten Wahlerfolge von Populisten, etwa von Donald Trump oder der AfD.
Vedders These: Während es sich die vermeintlichen Gesellschaftskritiker beim Reichen-Bashing gemütlich machen, entsteht eine brandgefährliche politische Allianz: Der arme und der reiche Pöbel schicken sich gemeinsam an, der von ihnen umklammerten Mitte der Gesellschaft den Garaus zu machen.

HÖR-TIPP

Björn Vedder im Interview für WDR-Radiosendung »Neugier genügt«, 16. Oktober 2018.

LESE-TIPP
Björn Vedder im Interview mit der Wirtschaftswoche, 21. Oktober 2018.

Auch Autor Björn Vedder wird sich an der Leserunde beteiligen. Es verspricht eine spannende Diskussion zu werden.

Ich freue mich auf Eure Bewerbungen!
Ina vom Team des Büchner-Verlags

47 BeiträgeVerlosung beendet
camilla1303s avatar
Letzter Beitrag von  camilla1303vor 4 Jahren
Hier kann ich nicht ganz zustimmen. Ich glaube nämlich, dass es immer mehr Gegenströmungen gibt. Menschen, die sich vom Konsum loslösen und damit Andere anstecken. Sozial abgewertet wird man dadurch im Großen und Ganzen nicht. Ob Menschen auch nur spenden, weil sie sich selbstdarstellen wollen, sei dahin gestellt. Menschen spenden meist, wenn es in der unmittelbaren Nähe passiert, wenn sie "das Elend" sehen können. Nach Naturkatastrophen oder Terroranschlägen halten sie zusammen. Und als Draufgabe sind meist die am hilfsbereitesten und grpoßzügigsten, die selbst wenig haben.

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