Björn Vedder

 4 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Reicher Pöbel.

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Cover des Buches Reicher Pöbel (ISBN:9783963171260)

Reicher Pöbel

 (6)
Erschienen am 10.10.2018

Neue Rezensionen zu Björn Vedder

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Rezension zu "Reicher Pöbel" von Björn Vedder

Die Monster des Kapitalismus – das sind wir alle!
camilla1303vor 9 Monaten

Die brandaktuelle Gesellschaftskritik “Reicher Pöbel“ von Björn Vedder ist im Büchner Verlag mit dem Untertitel „Über die Monster des Kapitalismus“ erschienen.

Vorweg möchte ich aber erwähnen, dass Björn Vedders Schreibstil nicht einfach zu lesen ist. Seine Thesen sind anspruchsvoll und zumindest Vorkenntnisse zur Thematik sollten die LeserInnen mitbringen, um seinen Gedankengängen folgen zu können, was mir nicht immer gelungen ist. Björn Vedder fordert in allen Abschnitten des Buches die vollste Aufmerksamkeit seiner LeserInnen.

Nichtsdestotrotz ist „Reicher Pöbel“ eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt und genug Stoff für Diskussionen bietet. Ich habe mich beispielsweise noch nie mit der Frage beschäftigt, wer auf dieser Welt wieviel besitzt. Gut gefallen haben mir auch die vielen Filmerwähnungen des Autors. Ich habe beim Lesen Stunden damit verbracht, im Internet weiter nach Fakten und Vertiefungen des Gelernten zu suchen. Und die Monster des Kapitalismus – das sind wir alle!

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Rezension zu "Reicher Pöbel" von Björn Vedder

Fundierte, nicht gerade einfache Gesellschaftsanalyse und -kritik
Aischavor 10 Monaten

Der Philosoph Björn Vedder legt mit "Reicher Pöbel" eine aktuelle Gesellschaftskritik vor.

Das Ganze ist - zumindest ohne größere Vorkenntnisse in Philosophie - recht anspruchsvoll, um nicht zu sagen: schwierig zu lesen. Die Abhandlung ist keine leichte Kost, nichts zum Abschalten, im Gegenteil. Vedder fordert die volle Aufmerksamkeit seiner Leser.
Wer dazu bereit ist, wer gegebenenfalls auch mal etwas nachschlägt, der wird mit zahlreichen Denkanstößen und erfrischend neuen Betrachtungsweisen belohnt.
Am Anfang steht eine Analyse der westlichen reichen Gesellschaften. Vedder zeigt recht anschaulich auf, wie sich das Bild der Reichen in den letzten Jahren gewandelt hat. Dazu finden sich immer wieder Hinweise auf Fotos, Film, Musik und Literatur.  Die unterschiedlichen Strömungen in der Portraitfotografie von Reichen sind zwar sehr gut beschrieben, jedoch hätte ich mir hier ein paar Abbildungen gewünscht, auch wenn dies vermutlich die Herstellungskosten erhöht hätte. 
Eine Kernthese lautet sinngemäß:
Der reiche Pöbel und der brave Bürger sind dem Wesen nach gleich, beide verhalten sich habgierig, lediglich die Möglichkeiten dazu sind verschieden. Auch Komfort und Luxus sind im Grunde gleich, nur im Ausmaß verschieden. Ja, da könnte was dran sein. 
Wenn der Homo oeconomicus nur dann sittlich ist, wenn er dazu gezwungen ist, dann frage ich mich allerdings, wieso es Superreiche gibt, die einen Großteil ihres Vermögens spenden, wie etwa Warren Buffet. Wie konnte dann die Bewegung "Giving Pledge" entstehen? 
Alles in allem sehr interessante Thesen, wenn ich auch nicht alles verstehe bzw. teile. An mancher Stelle für meinen Geschmack fast schon zu sehr Fachbuch und zu wenig Sachbuch. Daher vier von fünf Punkten und klare Leseempfehlung.

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Rezension zu "Reicher Pöbel" von Björn Vedder

Gute Denkanstösse
SiWelvor 10 Monaten

" Der Konsum des Reichen ist Luxus, mein Konsum ist der Komfort."
Björn Vedder, Publizist und Kurator in Herrsching am Ammersee beschäftigt sich in seinem Buch Reicher Pöbel mit dem Verhalten der Menschen und wie uns der Kapitalismus zu Monstern macht.
Schnell wird einem klar - wir gehören alle selber zu dieser Monstergesellschaft, der eine mehr, der andere weniger.
Angenehm ist, dass der Autor selber ebenfalls nicht leugnet sich in dieser Gesellschaft zu erkennen.
Leichte Kost ist das Buch jetzt nicht gerade, einige Kapitel haben mir viel abverlangt in Bezug auf das Verstehen dieser bzw. auf die Bedeutung seines Inhalts überhaupt.
Björn Vedder beruft sich viel auf Philosophen von denen ich zum Teil noch nie etwas gehört hatte. Allerdings finde ich die anschließenden Erläuerungen sowie Beispiele und Denkanstösse sehr gut gelöst, wodurch es sich interessant und einfacher lesen lässt.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Reicher Pöbel (ISBN:undefined)
Liebe Lovely-Books-Community,

heute möchte ich Euch zu einer Leserunde zu unserem soeben erschienen Sachbuch "Reicher Pöbel. Über die Monster des Kapitalismus" von Björn Vedder einladen.
Mit den geschulten Augen des Kulturphilosophen zeigt Björn Vedder: Die Kritik am »reichen Pöbel«, wie sie derzeit in Debatten, Filmen, Büchern und Fernsehserien Konjunktur hat, ist halbherzig und heuchlerisch. Sie dämonisiert eine kleine gesellschaftliche Gruppe, ohne das dahinterstehende Wirtschaftssystem und unsere eigene Rolle darin infrage zu stellen. Wie gefährlich diese fehlgeleitete Kritik für die politische Kultur und die unter Druck geratene Mittelschicht werden kann, zeigen die jüngsten Wahlerfolge von Populisten, etwa von Donald Trump oder der AfD.
Vedders These: Während es sich die vermeintlichen Gesellschaftskritiker beim Reichen-Bashing gemütlich machen, entsteht eine brandgefährliche politische Allianz: Der arme und der reiche Pöbel schicken sich gemeinsam an, der von ihnen umklammerten Mitte der Gesellschaft den Garaus zu machen.

HÖR-TIPP

Björn Vedder im Interview für WDR-Radiosendung »Neugier genügt«, 16. Oktober 2018.

LESE-TIPP
Björn Vedder im Interview mit der Wirtschaftswoche, 21. Oktober 2018.

Auch Autor Björn Vedder wird sich an der Leserunde beteiligen. Es verspricht eine spannende Diskussion zu werden.

Ich freue mich auf Eure Bewerbungen!
Ina vom Team des Büchner-Verlags

47 BeiträgeVerlosung beendet

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