Blaise Cendrars Ich tötete - ich blutete

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Inhaltsangabe zu „Ich tötete - ich blutete“ von Blaise Cendrars

Am 3. August 1914 erklärt das Deutsche Reich Frankreich den Krieg. Nicht nur Franzosen begeistern sich für die Mobilmachung, auch Ausländer wie der 26-jährige Schweizer Frédéric Louis Sauser wollen ihre Wahlheimat verteidigen. Einen Aufruf zur freiwilligen Musterung unterzeichnet er mit seinem Pseudonym: Blaise Cendrars. Ein Jahr später kehrt er schwerverletzt von der Front zurück. Der Krieg hat nicht nur an seinem Körper Spuren hinterlassen, auch sein Schreiben wird nie mehr sein wie zuvor. Stefan Zweifel hat eine Auswahl von Prosatexten zusammengestellt, in denen Cendrars seine Kriegserfahrungen reflektiert. 'Ich tötete', 1918 in einer von Fernand Léger illustrierten schmalen Broschüre erschienen, ist das grausame Geständnis eines legalen Mordes, der Aufschrei eines Soldaten, der im Zweikampf um sein nacktes Überleben kämpfen musste. Zwanzig Jahre später erschien das bewegte, pathetische Gegenstück dazu, die Kurzgeschichte 'Ich blutete': Der frisch armamputierte Cendrars liegt im Lazarett, Schmerzen, Fieber und Erinnerungen an das Schlachtgetümmel umnebeln ihn, der Todesengel naht. Doch da geschieht ein Wunder. Ich tötete – ich blutete: Cendrars war im Grossen Krieg Täter und Opfer, er kannte beide Seiten.

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  • Poetisch, packend und realistisch...

    Ich tötete - ich blutete

    Creed

    27. February 2016 um 06:09

    Der in der Schweiz geborene, französischsprachige Blaise Cendrars hat mich mit seiner packenden, brutalen Sprache schlichtweg umgehauen. Cendrars beschreibt in drei Erzählungen Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg...offen, schonungslos, poetisch. Inwieweit er der künstlerischen Freiheit folgend etwas dazugedichtet hat, läßt sich aufgrund der realistisch wirkenden Prosa nicht erahnen. Die erste Geschichte "Ich tötete" ist eine gnadenlose Aufzählung vom Alltag an der Front. Nicht so literarisch ausgearbeitet wie bei Remarque, sondern brachial erzählend, mit extrem kurzen Sätzen, oft nur einzelnen Worten ausgestattet. Cendrars berichtet, wie der Krieg ihn zu Mörder machte. Erzählung Nr. 2, "Ich blutete", spielt in einem von Geistlichen und Nonnen geführten Spital, in dem sich Cendrars von der Amputation seiner rechten Hand erholte. Hier schreibt er in einem anderen Stil, lange, oftmals sehr lange Sätze, aber ebenso ungeschönt, oft sogar grausamer als in seinem Frontbericht. Hier las ich einige Szenen, die so hervorragend geschrieben sind, dass ich sie vermutlich nie vergessen werde. Die letzte Erzählung "Die Frau und der Soldat" wirkt ein wenig wie Henry Miller, was den obszönen Schreibstil betrifft und die eine Begebenheit während des Fronturlaubs in Paris schildert. Abgerundet wird das Buch durch einen Kommentar und einer Textcollage zu Cendrars berühmtem Roman "Moravagine". Sämtliche Anhänge wurden vom Übersetzer des Buches, dem Schweizer Journalisten Stefan Zweifel, verfasst, der die poetisch-derbe Sprache Cendrars kongenial eingedeutscht hat, sodaß es ein Genuß ist, der Wortgewalt dieser Übersetzung zu folgen. Definitiv werde ich alles lesen, was mir von Blaise Cendrars unter die Finger kommt...es lohnt sich garantiert. Fazit: Schonungslos, nihilistisch, brutal und absolut wunderbar geschrieben...ein Schriftsteller, irgendwo zwischen Hemingway, Miller und Ernst Jünger angesiedelt, aber mit einer ganz eigenen, faszinierenden Sprache. Nichts anderes als die volle Punktzahl kann ich hier vergeben.

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