Blake Crouch Dark Matter. Der Zeitenläufer

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Inhaltsangabe zu „Dark Matter. Der Zeitenläufer“ von Blake Crouch

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

Guter gemachter SF-Thriller

— rallus
rallus

"Wer bin ich und wenn ja, wie viele?". Echter Pageturner.

— AUSGEbuchT-PetraMolitor
AUSGEbuchT-PetraMolitor

Erinnert mich sehr an den Film Inception. Geniale Idee, toll umgesetzt, nachvollziehbar, logisch und spannend erzählt.

— schlaura
schlaura

Ein spannender Sci-Fi Thriller über die Entscheidungen, die wir in unserem Leben getroffen haben — und ihre Auswirkungen.

— killmonotony
killmonotony

Absolut genial, wenn man sich auf die Geschichte einlässt und mit vielen Gedanken darüber, was das Leben ausmacht.

— Even
Even

Spannungsgeladen,und sehr verwirrend, aber beeindruckende Story!!

— NutellaGZ
NutellaGZ

Was für ein Buch! Ein wahrer Pageturner mit toller Story, glaubwürdigen Wendungen und unglaublich viel Spannung! Absolutes Highlight!

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

Mein Kopf ist nicht mehr hinterher gekommen:, grandioses Buch!

— Janinezachariae
Janinezachariae

wow, was für eine rasante Geschichte, ich will mehr davon! Ein echtes Lese-Highlight!

— Burgkelfe
Burgkelfe

Ein Temporeiches Buch, was spannend von der ersten bis zur letzten Seite war.

— Anni_book
Anni_book

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    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    rallus

    rallus

    19. July 2017 um 10:10

    Vorab, in der Zeit wird hier überhaupt nicht gelaufen. Wer bei diesem schönen schwarzen Buch (Ist echt ein Hingucker und Anfasser wert) auf ein Zeitreise-Buch hofft, wird enttäuscht werden, denn um Zeit geht es hier überhaupt nicht. Vergleichbar ist das Buch eher mit diesem hier, nur viel besser. „Was wäre wenn?“, „Hätte ich doch nur!“ – wie oft sagen wir das, wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben! Die Frage, was wäre passiert, wenn ich mich so und nicht so entschieden hätte, drängt sich oft auf. Doch was ist falsch, was ist richtig? Entscheidungen, die uns anfangs falsch erscheinen, können auf längere Sicht doch die richtige Wahl gewesen sein. Man schaue nur Filme wie z.B. Butterfly Effect oder Zurück in die Zukunft, in der eine Entscheidung die ganze Welt veränderte und jede nachträgliche Änderung alles nur noch verschlimmbesserte. Was ein Glück, können wir unsere Entscheidungen nicht rückgängig machen, auch wenn so manche Gräueltaten der Weltgeschichte vielleicht nicht passiert wären, wenn … Lassen wir das Thema – oder besser widmen wir uns dem Buch, welches dieses Was-wäre-wenn-Szenario aufgreift. Dark Matter = Dunkle Materie, ist Materie, deren Existenz einzig dadurch erklärt wird, dass sich die Umlaufgeschwindigkeit der Sterne nicht so verhält, wie sie sich nach dem Gravitationsgesetz verhalten sollte. Nachgewiesen wurde die Existenz der dunklen Materie bis jetzt noch nicht. Aber wenn ich dem Wikipedia –Eintrag Glauben schenken kann, sind wir von mehr dunkler Materie umgeben, als von sichtbarer. Etwas, das sich gut in einem Science-Fiction-Roman ausschlachten lässt, da bei diesem Thema viel Handlungsspielraum ist. Jason Dessen ist glücklich. Er hat die Frau seiner Träume. Beide haben ihre eigene Karriere aufgrund der Geburt und der ersten schwierigen Jahre ihres Sohnes aufgegeben. Sie war eine aufstrebende Künstlerin, er ein genialer Physiker. Bei der Feier eines Kollegen von ihm, wird er auf dem Nachhauseweg entführt und niedergeschlagen. Er erwacht in einer veränderten Welt, in der er keine Familie hat, keinen Sohn, aber dafür einen Kubus und eine Droge gefunden hat, die es ermöglicht, zwischen den Welten zu reisen. Er ist ein geachteter weltberühmter Physiker, doch insgeheim sehnt er sich nach seiner alten Welt zurück. „Niemand sagt einem, dass sich alles ändern, einem alles genommen wird. Es gibt keine Warnung, keinen Hinweis darauf, dass man bereits am Abgrund steht. Und vielleicht ist es das, was eine Tragödie so tragisch macht. Es geht dabei, nicht nur um das, was passiert, sondern wie es passiert. Es ist dieser Schlag in die Magengrube, wenn man es am wenigsten erwartete. Keine Zeit, um auszuweichen oder sich wegzuducken.“ Nun beginnt ein spannendes, rasantes, richtig zackiges Buch. Zackig, weil sich der Stil des Buches der Schnelligkeit des Inhaltes anpasst. Teilweise stehen einzelne Wörter im Stakkato untereinander und betonen die Unruhe die den Helden erfasst. Er denkt an das, was er verlor. Und je länger die Zeit läuft, desto verzweifelter wird er. Ab und an sind ein paar ärgerliche Klischees eingebaut, wie der Mann mit dem Hut, der beim Blick aus dem Hotel auf dem Bürgersteig steht und ihn anscheinend beobachtet. Das wirkt dann wie in einem drittklassigen Spionagefilm, als hätte Blake Crouch ein paar Thriller-Puzzle-Stücke eingesetzt. Doch ansonsten besticht das Buch durch seine verständliche Darstellung des Schrödingers-Katze Experiments und die immer wieder eingeflochtenen philosophischen Betrachtungen Jasons. Nichts ist da. Alles ist ein Traum. Gott, die Menschen, die Welt, die Sonne, der Mond, das Gewirr der Sterne…ein Traum … alles ein Traum. Sie sind nicht vorhanden. Nichts ist vorhanden Nur der leere Raum – und du!…Und du bist nicht du – du hast keinen Körper, kein Blut und keine Knochen. Du bist nur ein Gedanke Mark Twain Klar wird es am Ende noch romantisch und enthält einen Schuss Hollywood-Kitsch: „Ich entsinne mich auch noch deiner Lippen, die an einigen Stellen dunkelrot vom Wein waren. Vom Verstand her habe ich immer gewusst, dass unser aller Getrenntsein und unser aller Isolation reine Illusion ist. Wir alle sind aus derselben Materie, sind alle hervorgegangen aus den herausgeschleuderten Partikeln sterbender Sterne. Aber noch hatte ich dieses Wissen nicht wirklich in meinem tiefen Innern gespürt – zumindest nicht bis zu diesem Moment im Garten mit dir. Und wegen dir.“ Hach! Schmacht! Die Filmrechte sind schon verkauft. Wenn der Film dann rauskommt, besorge ich mir eine große Packung Popcorn und lasse mich bereitwillig berieseln. Ein unterhaltsamer, spannender und gut gemachter Science-Fiction-Thriller.

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  • Geniale Idee - schwache Umsetzung

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Annalena2703

    Annalena2703

    18. July 2017 um 17:04

    Allgemeines Titel: "Dark Matter - Der Zeitenläufer", ISBN: 9783442205127 , Autor: Blake Crouch , Seitenanzahl: 408 Seiten, Verlag: Goldmann , Erscheinungsdatum: 27.03.2017 Was wäre wenn...   du dir dein perfektes Leben aussuchen könntest? Jason Dessen ist ein gewöhnlicher Ehemann und Vater - allerdings auch ein Physikprofessor. Eines Tages wird Jason entführt und niedergeschlagen - und beim Aufwachen findet er sich in einer völlig neuen Welt wieder. Nichts ist wie es einmal war und das ganze wird noch skurriler - wird Jason jemals wieder den Weg zu seiner Familie finden, oder bleibt er auf ewig verschollen?   Meinung Die Idee dieser Parallelwelten ist genial und konnte mich total faszinieren - dennoch hatte das Buch auch seine Schwächen. Zuallererst: ich mochte den Schreibstil sehr und bin gut und flüssig durch das Buch gekommen. Der Protagonist und seine Familie waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Man hat einen Einblick in ihr Leben bekommen, was sehr wichtig war für den weiteren Lauf der Dinge. Der "eigentliche" Plot lässt auch nicht lange auf sich warten und man wird genau wie der Protagonist, erst einmal in kaltes Wasser katapultiert. Das hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich noch etwas verwirrt war! Was mich teilweise gestört hat waren die vielen und detailreichen Beschreibungen. Wenn es um Parallelwelten und ein Multiversum geht, dann ist es mir bewusst, dass man Beschreibungen braucht - doch ich war irgendwann einfach genervt davon, es war einfach zu viel des Guten. Was soll ich zu dem Ende sagen? Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich abrupt und hätte mir dann doch noch so 20-30 weitere Seiten gewünscht. Es gab zahlreiche Beschreibungen, da hätte man am Ende nicht sparen können, sondern eher im Mittelteil.   Fazit Alles in allem bekommt das Buch 3,5 von 5 Sterne von mir. Wie oben bereits beschrieben: die Idee war genial und alles drum und dran, dennoch gab es teilweise zu lange Beschreibungen und der Funke konnte nicht vollends überspringen. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Physik und Parallelwelten interessiert - diese Aspekt haben auch mich faszinieren können und die Theorien,die dahinter verborgen liegen, ebenfalls.

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  • Ein außergewöhnliches Leseerlebnis, wie gemacht für die große Leinwand

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    17. July 2017 um 15:36

    Ein außergewöhnliches Leseerlebnis, wie gemacht für die große Leinwand „Dark Matter – Der Zeitenläufer“, der internationale Sci-Fi-Bestseller des US-Amerikaners Blake Crouch, ist auf Deutsch im März 2017 im Goldmann-Verlag erschienen. Der Roman um den Physiker Jason Dessen wurde in zahlreiche Länder verkauft und soll unter der Regie von Roland Emmerich als Hollywood-Blockbuster verfilmt werden. Vor „Dark Matter“ war Blake Crouch vor allem für seine Wayward-Pines-Trilogie (als Serie auf Amazon Prime zu sehen) bekannt. Das Paperback ist für 16 Euro erhältlich. Auch E-Book, Hörbuch und Audio-CD-Formate liegen vor.„Dark Matter“ ist bereits rein optisch durchaus imposant Buch. Ganz in schwarz-weiß gestaltet, macht das von Presse und vielen Autorenkollegen hochgelobte Werk einen eher aufwändigen und edlen Eindruck. Der in erhabenen, glänzenden Buchstaben gedruckte Titel und eine ausfaltbare Lasche, die die Schnittkante schützt, verstärken die durchdachte Gestaltung. Ich finde das Cover sehr gelungen, es hebt sich ab von der Masse und passt sehr gut zum futuristischen Inhalt des Buches.Zum Inhalt (Verlags-Homepage Goldmann):„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die der Physikprofessor Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau Daniela nie geheiratet, sein Sohn Charlie wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …Meine Meinung:Ich – eine eingefleischte Thriller- und Krimileserin – bin noch recht neu in diesem Genre. „Dark Matter“ hat mich direkt angesprochen, sowohl vom Visuellen als auch vom Klappentext her. Die Story um Jason Dessen und seine Familie hat mich vom ersten Augenblick in ihren Bann gezogen, Blake Crouch schreibt spannend, fesselnd, mitreißend. „Was wäre wenn?“, um diese zentrale Frage dreht sich alles. Wer hat sich dies nicht selbst schon gefragt? Eine einzige anders getroffene Entscheidung kann nicht nur das eigene Leben komplett anders verändern, sondern auch das von vielen anderen Menschen.Blake Crouch schildert die Geschehnisse, die Ängste und Zerrissenheit des Protagonisten in ausgezeichneter Art und Weise. Man hat fast das Gefühl, live am Geschehen teilzuhaben. Der Untertitel „Der Zeitenläufer“ passt allerdings meiner Meinung in keinster Weise, da es sich um eine Multiversum-Story handelt, die allerdings nicht in verschiedenen Zeiten spielt. Ab und an wurden mir die doch sehr ausufernden wissenschaftlichen Ausführungen zu viel, ich bin bei den Zusammenhängen teilweise nicht mehr mitgekommen. Trotzdem sind sie wohl für das Verständnis wichtig, wenn man nicht gerade ein Profi in Quantenphysik ist. Der gut konstruierte Schluss hat mich hingegen komplett überrascht, ich hatte mir etwas anderes vorgestellt Klasse gemacht.Das Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und freue mich schon auf die hoffentlich bald zu sehende Kino-Adaption.

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  • Rezension: Dark Matter

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    killmonotony

    killmonotony

    08. July 2017 um 09:23

    Endlich mal wieder Sci-Fi! … So oder so ähnlich war meine Reaktion, als ich Blake Crouchs Werk „Dark Matter“ in den Händen hielt. Dieses Buch wurde ja auf Instagram und Goodreads sehr gehyped, weshalb ich ja erst mal vorsichtig war, aber schlussendlich ist es dann doch hier eingezogen. Und ich muss sagen: Ich verstehe den Hype, aber fand das Buch im Endeffekt doch nicht so gut wie erwartet. Zum Inhalt: Jason ist ein normaler Kerl und lebt ein normales Leben mit seiner Frau Daniela und ihrem Sohn Charlie. Früher, bevor Charlie geboren war, hätten beide ein anderes Leben haben können: Jason stand kurz vor seinem Durchbruch im Bereich der Quantenmechanik und hätte bestimmt bald den Pavia-Preis gewonnen und Daniela wäre ein Star am Kunsthimmel geworden. Doch leider (leider?) kam den beiden das Leben dazwischen. Eines Abends, nachdem Jason von einem Treffen mit einem alten Studienfreund zurück nach Hause gehen möchte, wird er von einem maskierten Mann überfallen. Dieser verschleppt ihn zu einem alten Lagerhaus, wechselt dort seine Kleidung und spritzt ihm und sich selbst etwas. Immer wieder spricht er davon, dass er dies nicht tun möchte, es aber tun muss. Jason wacht auf, aber er befindet sich nicht mehr im Lagerhaus, sondern in einer Art Labor, wo jeder ihn zu kennen scheint und seine Arbeit bewundern. Außerdem werden alle nicht müde zu betonen, dass er der Einzige sei, der jemals zurück gekehrt ist. Jason versteht von alledem nichts und ergreift die Flucht. Zu Hause angekommen, realisiert er, dass er nicht mehr „zu Hause“ ist, sondern dass es beinahe so ist, als wären Daniela und Charlie hier nicht an seiner Seite… Was ist hier los? Wo sind Daniela und Charlie? Wieso sieht sein Haus so anders aus? Und was soll er für eine Arbeit geleistet haben? Bis er realisiert, was geschehen ist, laufen einige Dinge schief und schon bald findet er sich in einem schier endlos erscheinenden Tunnel voller Türen wieder und muss sich für die richtige entscheiden… Wir leben tagaus, tagein ohne jedes Bewusstsein für die Tatsache, dass wir Teil einer unendlich großen und merkwürdigen Realität sind. Viel größer und merkwürdiger, als wir uns je vorstellen können. Blake Crouch erzählt hier spannungsgeladen und mit einer solchen Wucht die Geschichte von Jason und den Entscheidungen, die sein Leben ausmachen, dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die starke Erzählsprache und die Handlung, in der einfach immer etwas passiert – es gibt keine Ruhepausen – machen das Buch zu einem echten Page-Turner. Aber bei den Details geht es dann mit den Minuspunkten los: Crouch schafft es nicht, die Wissenschaft so zu beschreiben, dass man sie auch wirklich versteht. Ich hatte das Glück, mich schon seit ein paar Jahren immer mal wieder mit den Themen Parallelwelten, Wellenfunktion etc. auseinanderzusetzen (natürlich nur oberflächlich), aber trotzdem hat es nicht „klick“ gemacht. Teilweise versteht Jason selbst nicht einmal, wie es funktioniert, und die Antwort auf seine Frage, wie denn sowas möglich sei, ist „Keine Ahnung, wie du das gemacht hast, aber du hast es geschafft!“ – das ist für den Leser einfach nur unbefriedigend. Natürlich habe ich jetzt keine wissenschaftliche Dissertation erwartet, aber sowas ist einfach nur eine lahme Ausrede, etwas nicht durchdenken zu müssen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • WOW!! Damit hätte ich nicht gerechnet!!

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Janinezachariae

    Janinezachariae

    29. June 2017 um 23:15

    Ich bin unfassbar geflasht und einfach nur sprachlos. Jason Dessen lebt ein gutes Leben. Bescheiden, aber gut. Er ist verheiratet mit Daniela und gemeinsam haben sie einen Sohn. Eines abends aber wird er entführt und landet in … Von da an versucht Jason alles, um zu seiner Familie zurückzukehren und erlebt so unfassbar viel, dass es mir jedes Mal den Atem raubte. Es ist spannend erzählt und sehr interessant. Während des Lesens musste ich so viel nachdenken, so viel überlegen und hab versucht dem auf den Grund zu gehen – was mir auch größtenteils glückte und am Ende nur eine Frage übrig geblieben ist. Dieses Buch hat mich so überrascht und ich frage mich, inwiefern unsere Handlungen tatsächlich eine Wirkung auf unser gesamtes Leben – oder unserE Leben haben kann. Was ist, wenn wir uns an einer ganz bestimmten Stelle im Leben befinden und uns für den einen Weg entscheiden, anstatt des anderen. Diese Frage geht Blake Crouch (unter anderem) auf den Grund und erläutert die Vielseitigkeit unserer Seele und Handlungen. Blake greift in die Psyche des Menschen und bringt das zum Vorschein, was verborgen geblieben ist – was wir vielleicht nicht einmal kennen oder wissen. Er hat, mit Jason Dessen, einen Charakter erschaffen, der das unmögliche möglich macht und uns in das Innere einlässt. Er lädt uns ein, die Gedanken und Emotionen dieses Menschen zu erleben und stellt uns gleichzeitig die Frage: Was würdest du machen, wenn du die Wahl hättest? Dieses Buch wird mich noch sehr lange beschäftigen und es ist eines jeder Werke, das man mehrfach lesen muss, um auch das letzte Rätsel zu lösen. Es wird zu meinen Top 10 der Lieblingsbücher.

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  • Dark Matter- Der Zeitenläufer

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    22. June 2017 um 13:59

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Schon in der Buchhandlung ist mir dieser Titel wegen seiner coolen Aufmachung ins Auge gestochen. Als sich dann die positiven Rezensionen häuften konnte ich einfach nicht mehr widerstehen ;)Der Schreibstil ist total schnörkellos, einfach, schnell und flüssig zu lesen. Erzählt wird aus der ICH- Perspektive von Jason was ich als sehr angenehm empfunden habe.Jason Dessen war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte, obwohl ich eine Frau bin,  mich sehr gut in seine Lage hineinversetzen. Ja ich habe regelrecht mitgefiebert und mitgelitten. Seine Gedanken und Gefühle wurden transparent dargestellt und waren für mich gut nachvollziehbar. Einige Handlungen erschienen mir zwar manchmal etwas extrem, aber er befand sich ja auch in einem Ausnahmezustand......Weitere wichtige Charaktere waren genügend ausgearbeitet für den Verlauf der Story und waren mir je nachdem mehr oder weniger sympathisch.Die Idee und der Aufbau der Geschichte fand ich gelungen es war überaus spannend und ich raste nur so durch die Seiten.Die Story hat vom Stil her etwas " filmisches" weshalb ich mir das Ganze extrem gut für die Kinoleinwand vorstellen kann ;)Die Thematik an sich ist wirklich interessant, hat mich einige Male berührt und ins Grübeln gebracht. Diesen Aspekt, des sonst doch recht rasanten Buches mochte ich unheimlich gerne, da er der Geschichte auch noch eine gewisse Tiefe verleiht.Zwar war es mir stellenweise ein bisschen too much und meine Gehirnwindungen glühten nur so....was aber meiner Faszination keinen Abbruch tat.Eine Mischung aus Science fiction, Thriller und Roman, welcher sich zu einem wahren Pageturner entwickeltIch vergebe gerne 4,5 Sterne

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  • sehr rasant

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    21. June 2017 um 08:52

    Inhalt Der Fremde fragt ihn noch, ob er glücklich sei und danach ist das Leben, was Jason kennt, vorbei. Stattdessen wacht er in einer Welt auf, in der er statt einer Familie zu haben, ein berühmter Wissenschaftler ist. Wie kann das sein? Verzweifelt versucht er, sein altes Lbeen zurück zu bekommen. Doch wo setzt man an, wenn man nicht mal weiß, womit man es zu tun hat? Eigene Meinung "Dark Matter" konnte mich von Anfang an begeistern. Am Anfang bekommt man einen guten Eindruck von Jasons Familienleben und kurz darauf wird er auch schon entführt. Ich hatte da zwar irgendwann einen Verdacht, wer der Fremde ist und vor allem, warum er Jason das alles angetan hat, doch es war trotzdem durchweg spannend. Das komplizierte Thema wurde einfach und gut erklärt, man muss also kein Quantenphysiker sein, um es zu verstehen. Wie schon gesagt, ist es durchweg spannend. Andauernd gibt es Wendungen und Überraschungen, mit denen man so nicht gerechnet hat - ein sehr energiegeladenes Buch! Man muss jedoch erwähnen, dass der Zusatz "Zeitenläufer" wirklich irreführend ist, da Jason nie durch die Zeit reist. Was er wirklich macht, sollte jeder selber entdecken, es ist wirklich faszinierend. Einziger Kritikpunkt ist, dass es am Ende echt schmalzig wurde. Andauernd wird sich gesagt, wie sehr man sich liebt und ohne den anderen nicht leben kann... blabla... irgendwann hatte ich es auch kapiert... und es war zu reibungslos dafür, dass vorher so viel Aktion und ein guter Ausgang eher gefährdet war.   Fazit Bis auf das Ende, was meiner Meinung nach nicht ganz zum Rest des Buches gepasst hat, war es ein echt spannendes Buch mit neuem und interessantem Thema.

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  • Was wäre wenn... du dir dein perfektes Leben aussuchen könntest?

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Anni_book

    Anni_book

    12. June 2017 um 14:43

    Klappentext:  „Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird … Meine Meinung: 

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  • Faszinierender Viele-Welten-Pageturner

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    09. June 2017 um 12:29

    "Wenn es unendliche Welten gibt, wie finde ich dann die eine, die auschließlich und ganz speziell die meine ist?" (S. 263)"Bist du glücklich in deinem Leben?" - als ein maskierter Fremder ihm diese Frage stellt, ahnt Physikprofessor Jason Desson noch nicht, dass sich sein Leben bald dramatisch verändert. Kurz zuvor freute er sich noch auf den traditionellen Familienabend mit Frau Daniela und Sohn Charlie und wollte nur schnell Eis holen und einen alten Freund treffen. Doch dann passiert das Unfassbare: Jason wird entführt und erwacht an einem ihm völlig unbekannten Ort. Schon bald muss Jason um sein altes Zuhause und seine große Liebe kämpfen. "Dark Matter. Der Zeitenläufer" stammt aus der Feder von Blake Crouch, der in seinem Roman eine faszinierende Grundidee aufgreift und diese einfach genial umsetzt. Parallele Welten und Multiversen - damit hat mich der amerikanische Autor gleich in den Bann gezogen und durchweg begeistert.Protagonist Jason begibt sich hier auf eine atemberaubende und gefährliche Reise, bei der ein geheimnisvoller Kubus eine wichtige Rolle spielt. Eine Reise, die ihn zu wichtigen Erkenntnissen verhilft und auch den Leser zum Nachdenken bringt. Es geht um nicht eingeschlagene Wege und verpasste Chancen, um Träume und Hoffnungen. "Was wäre, wenn … ?" - das hat sich wohl jeder von uns schon gefragt und sich eine andere Realität ausgemalt. Doch jede Entscheidung fordert ihren Preis, öffnet und schließt Türen. Was bedeutet Glück für einen selbst? Welches Leben möchte man wirklich führen? Zu welchen Opfern ist man bereit? Familie oder Karriere?Vor all diesen Fragen und Problemen steht auch Jason, der mir auf Anhieb sympathisch war. Mit ihm habe ich von Anfang mitgefiebert, mitgelitten und auf einen glücklichen Ausgang gehofft, obwohl sein Ziel fast unerreichbar erscheint und der Suche nach einem "Sandkorn an einem endlosen Strand" gleicht . Der Roman ist im Präsens und Ich-Form geschrieben und liest sich durch die einfachen und kurzen Sätze ausgesprochen flüssig. Meine Kenntnisse über Quantenmechanik und Atomphysik halten sich zwar sehr in Grenzen, aber der Autor erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe recht gut und mit hilfreichen Vergleichen, sodass auch Laien wie ich problemlos folgen können. Das Ganze entpuppt sich schnell als rasanter Pageturner, bei dem das Kopfkino auf Hochtouren läuft. Kein Wunder, dass hier die Verfilmung bereits geplant ist. Viel Action, Dramatik und Gefühl; dazu interessante Schauplätze, überraschende Entwicklungen und so mancher Schockmoment - all das lässt die Spannung immer weiter ansteigen. Den Ausgang habe ich dann fast schon so geahnt, dennoch fand ich das Ende richtig gut gelungen und ich konnte das Buch zufrieden und mit einem Lächeln zuklappen.Insgesamt kann ich daher "Dark Matter. Der Zeitenläufer" uneingeschränkt empfehlen. Ein mitreißender und intelligenter Viele-Welten-Pageturner, der mir tolle Lesestunden bescherte. 5 Sterne von mir.

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  • Dark Matter . Der Zeitenläufer

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Lyreen

    Lyreen

    08. June 2017 um 16:54

    Buchinfos:Titel: Dark MatterAutor: Blake CrouchSeiten: 416Buchart : TBVerlag: GoldmannISBN-13: 978-3-442-20512-7Erhältlich : 03 / 2017Alter: -Kosten : € 16,00Buchrichtung: RomanVorgängerbände: -Folgebände: -Verfilmung: -Inhalt:„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …Ein spannendes Buch - ein extravagantes Äußeres: Für "Dark Matter. Der Zeitenläufer" wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um dem Buch auch von außen einen besonderen Charme zu geben.Meine Meinung:Erstmal geht mein Dank an Bloggerportal und natürlich Goldmann für das kostenlose Leseexemplar.Kurz zum Ingalt was wichtig ist :Wir lernen Jason kennen der nach einen Kneipenbesuch entführt wird und dann niedergeschlagen wird. Er wacht danach in einen Paralleluniversum auf, in dem er nicht ein kleiner Professor an der Uni ist und keine Familie hat. Nein er ist berühmt und Jason versteht die Welt nicht mehr. Nach und nach kommt er dahinter das es noch einen Jason bekommt, der nun in seiner Welt ist, ein Wettlauf beginnt den er will seine Familie zurück.Aber er muß so in den Würfel, der der ihn zurück bringen kann, aber er landet nicht beim ersten Versuch in seiner Zeit....Das Buch ging mir unter die Haut, ich konnte es auch nicht zur Seite legen.Ich war so in Jasons Geschichte gefangen und hatte immer den Gedanken, das könnte echt mal passieren und das war schon wieder gruselig.Der Autor hat eine tolle Welt geschaffen, gerade die Parallelwelten hatten immer was neues und eine war erschreckender als die andere.Die Zeitsprünge so nenne ich sie mal, waren auch super rüber gebracht, man litt mit den Personen mit.Ich habe immer mit Jason gelitten wenn er wieder in einer falschen Welt landete.Das Buch lasst sich leicht lesen und trotz dem ganzen Thema wurden keine Fachwörter benutzt .Das Buch soll verfilmt werden und da freue ich mich drauf , da ich echt gespannt bin wie das Buch dann umgesetzt wurde.Pluspunkte:- Grandiose Geschichte über Zeitensprünge- Man muß Jason einfach mögen- War nicht mein letztes Buch von dem AutorenMinuspunkte:-Cover:- Das Cover ist der Hammer, es ist komplett Schwarz und schimmert wenn Licht darauf fällt .

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  • Kein Zeitreise-Roman!

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Naike

    Naike

    07. June 2017 um 18:01

    Der Roman hat sich passagenweise etwas gezogen, Crouch ist von seinem Schreibstil her - zumindest für mein Empfinden - nicht gerade ein knackiger Schreiber, dabei hätte das Thema eigentlich dazu eingeladen, den Leser an manchen Stellen den Atem zu nehmen.Die Stärke von Darkmatter ist hingegen vielmehr, dass die Story zum Nachdenken anregt. Wer sich gerne mit grundlegenden philosophischen Fragen beschäftigt, ist hiermit gut beraten.Ich habe das Buch als Audiobook gehört, der Sprecher ist nicht übel, klingt aber manchmal nicht ganz so auf seinem Posten. Die wenigen Ausschnitte, die von einer Frau gesprochen wurden, waren überflüssig, das brachte nur unnötig aus dem Fluß. Besonders genervt hat aber die falsche Aussprache der Stadt Chicago als "Tschikago". Die Geschichte spielt dort und daher kommt das Wort sehr häufig vor. Macht es wirklich Mühe, sich vor einem Projekt mal zu informieren, wie man einen Namen oder Eigennamen richtig ausspricht? Ich denke nicht.Der Titel ist irreführend, es handelt sich nicht um einen Zeitreise-, sondern einen Parallelwelt-Roman.

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  • Hast du dich richtig entschieden?

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    SillyT

    SillyT

    29. May 2017 um 15:51

    Jason Dessen führt ein ganz normales Leben, verheiratet mit seiner Traumfrau Daniela lebt er mit ihrem gemeinsamen, fünfzehnjährigen Sohn Charlie in einem Haus in Chicago. Als Uniprofessor lebt er nicht gerade auf großem Fuß, denn eigentlich hätte aus seinem Leben viel mehr werden können, denn er war an der Uni ein regelrechtes Physikgenie. Doch im Grunde seines Herzens ist Jason Dessen glücklich. Als er an einem ganz gewöhnlichen Abend aufbricht, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, wird er von einem maskierten Mann überfallen und verliert sein Bewusstsein. Doch als er in einem Institut wieder zu sich kommt, ist plötzlich alles ganz anders, er ist nicht mehr verheiratet, seinen Sohn gibt es nicht und er arbeitet auch nicht mehr als Professor, sondern ist ein gefragter Physiker. Jason versteht die Welt nicht mehr, denn scheinbar kennen ihn alle in der Firma, in der er zu sich kam. Was ist geschehen?Meine Meinung:Der Einstieg in den Roman fiel sehr leicht, denn zunächst bekommt der Leser die Möglichkeit, sich ein Bild von Jasons Leben zu machen. Man begleitet ihn ein kurzes Stück in seinem alltäglichen Leben und wird Zeuge des Überfalls. Blake Crouchs Schreibstil ist dabei sehr flüssig und gut verständlich. Er schafft es sehr gut, dem Leser einen guten Überblick und Eindruck des Geschehens zu liefern und verliert sich dabei nicht in unnötigen Details. Die Sätze sind meist kurz und dadurch wirkt die Sprache recht einfach, ist aber hier auch perfekt, da das Thema schon kompliziert genug ist. Dabei gibt es hier auch sehr viele Dialoge, da nicht nur der Leser keine Ahnung hat, was los ist, sondern auch der Protagonist Jason, sind diese sehr hilfreich, denn es wird zeitweise sehr kompliziert im Denken, denn es geht hier nicht, wie der Titel zunächst vermuten lässt, um Zeitreisen, sondern um das Multiversum. Der Gedanke über ein: was wäre, wenn ich anders gehandelt hätte, mich anders entschieden hätte, an jedem dieser Wege gibt es einen Scheideweg, eine Parallelwelt, die zeigt, wie es wäre, wenn man sich für einen anderen Weg entschieden hätte. Klingt kompliziert? Ist aber gar nicht so wild, denn der Autor erklärt das Ganze recht gut und die meiste Zeit war alles recht klar vorstellbar.Die Spannung bleibt hoch gehalten, gerade zum Zeitpunkt der Entführung steigt auch zum ersten Mal der Adrenalinspiegel und auch sonst wird immer wieder an der Spannungsschraube gedreht. Gemeinsam mit dem Protagonisten erlebt man Fluchten, steht vor Geheimnissen, kämpft mit verschiedenen Gegnern und sucht nach Antworten und Lösungen. Dabei gibt es hier unglaublich viele Wendungen, die nicht vorhersehbar sind und den Leser immer wieder in neue Richtungen lenken und alles noch einmal überdenken lassen, auch sonst bringt der Inhalt zum Nachdenken: kann es so ein Multiversum wirklich geben? Denn dieses Multiversum ist durchaus ein diskutiertes Thema.Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Form aus Jasons Perspektive geschildert wird, ist man als Leser auch ganz nah am Geschehen und kann alles, was der Protagonist empfindet, gut nachvollziehen. Ich spürte seine Verwirrtheit, gerade nachdem er in dem Institut wieder zu sich kommt, aber genauso konnte ich seine Angst und auch seine Liebe zu seiner Frau mitempfinden. Die Charaktere sind hier mehr oder weniger überschaubar, da man in erster Linie Jason auf seiner aberwitzigen Suche begleitet. Gemeinsam mit der Psychologin Amanda begibt er sich hier auf Reisen durch das Multiversum. Auch wenn ich viele seiner Gedanken nachvollziehen kann, bleibt allerdings Jason für mich ein nicht ganz greifbarer Charakter. Zwar kann ich mich in seine jeweiligen Situationen versetzen, habe aber trotzdem noch ein wenig das Gefühl, ihn nicht richtig kennengelernt zu haben. Wobei ich aber auch wieder sagen muss, dass hier auch eher das Hauptthema bei dem Geschehen und nicht in den Charakteren liegt. Genau so geht es mir auch mit den Nebencharakteren, ihre Handlungen sind zwar nachvollziehbar, aber wirklichen Tiefgang bei der Charakterisierung ist auch da nicht zu finden. Mein Fazit:Alles in allem ein sehr temporeiches Buch, dessen Kernfrage lautet: wie wäre es, wenn du dich anders entschieden hättest? Wie wäre dann dein Leben verlaufen? Vor allem, welches Leben ist das, das du dir wünschst? Auch wenn der Titel, der Zeitenläufer ein wenig in die Irre führt und nicht unbedingt den wirklich Inhalt spiegelt, so ist es trotzdem sehr gut gelungen. Wer Bücher mit viel Action mag, ist hier gut aufgehoben und wird, auch dank des sehr flüssigen Schreibstils, gute Unterhaltung finden.

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  • Geschmackssache - und zwar nicht meine

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Amilyn

    Amilyn

    24. May 2017 um 21:57

    Jason Dessen ist Professor an einem zweitklassigen College in Chicago. Vor 15 Jahren hat er eine Karriere als Physiker aufgegeben und eine Familie gegründet. Nachdem er nachts von einem maskierten Mann überfallen und bewusstlos geschlagen wird, wacht er in einer Welt auf, in der er nie geheiratet hat und ein gefeierter Wissenschaftler geworden ist. Jason steht vor der drängenden Frage: Was soll ich tun?Dass der Untertitel Der Zeitenläufer totaler Murks ist, hat ja jeder schon festgestellt, darauf brauche ich insofern nur einzugehen, in dem ich sage: es handelt sich hierbei nicht um einen Zeitreiseroman.Allerdings auch nicht um das, was der Klappentext einem weismachen will. Was ich von diesem Buch anhand des Klappentextes und den kryptischen Fragen auf dem Einband ("Was wäre, wenn ...", "Bist du glücklich?") erwartet habe, war folgendes:Jason Dessen hat sich als junger Mann für seine Frau und seinen Sohn entschieden und gegen eine Karriere als Physiker. Er bekommt die Chance, eine Realität zu entdecken, in der er sich für die Karriere entschieden und große Erfolge gefeiert hat. Er lebt eine Weile als diese Person, kommt dahinter, wie er überhaupt in diese Parallelwelt gekommen ist und entscheidet sich am Ende, ob er zurück zu seiner Familie möchte oder nicht.Das hätte ich gerne gelesen.Habe ich aber nicht. Schade.ACHTUNG MÖGLICHE SPOILERIn vielen Rezensionen habe ich schon erwähnt, dass falsche Erwartungen und ein quasi grob fahrlässiger Klappentext bei mir nicht dazu führen, ein Buch schlechter zu bewerten, wenn ich letztendlich mit dem Gesamtergebnis zufrieden war. Bei Dark Matter ist es jedoch so, dass ich, wenn ich gewusst hätte, worum es in dieser Geschichte wirklich geht, sie erst gar nicht gelesen hätte. Da viele Rezensionen auch nicht mehr über den Inhalt verraten als der Klappentext (der bis zu einem gewissen Punkt ja zutrifft und der Inhaltsangabe, die ich gegeben habe, durchaus gleicht), konnte ich nicht wissen, dass ein Großteil des Romans davon handelt, wie Jason mit einer Psychologin aus der "Wissenschafts-Welt" von Parallelwelt zu Parallelwelt läuft und immer verrücktere Versionen von Chicago besucht: apokalyptische, verseuchte, topmoderne, fast utopische, und zwischendurch auch ganz normale, die einfach nicht ganz seine Version sind.Jason und die Psychologin müssen dazu natürlich auch mit einer Art Transportmittel dorthin gelangen, und das war mir zu plastisch dargestellt. Das ist einfach nicht meins gewesen. Es hat mich auf ganz unangenehme Art an diese unsägliche Szene aus Interstellar mit Matthew McConaughey und seinem Bücherregal erinnert - grässlich. Außerdem kommen die beiden ausschließlich in Welten heraus, in der das Transportmittel für die Reise in selbiger nie erfunden wurde. Der Hinweg? Ok. Aber der Rückweg? Das soll mir mal einer erklären. Was macht dieses Teil in einer Welt, in der es nie erfunden wurde? Ist das logisch? Kurzum: im Mittelteil waren mir in dieser Viel-Welten-Theorie einfach ... na ja ... zu viele Welten.SPOILER ENDEDer Schreibstil hat mir leider auch nicht zugesagt. Sehr minimalistisch-sachlich gehalten schreibt Blake Crouch hauptsächlich kurze Sätze und kurze Absätze, oft sogar nur ein Absatz pro Satz, dann hin und wieder sehr große Absätze. Wie er genau entschieden hat, wann er eine Beschreibung in einem Absatz zusammengefasst hat und wann er sie auseinandergezogen hat, konnte ich leider nicht erkennen. Das mag wohl künstlerische Freiheit sein.Durch diesen nüchternen Schreibstil, bei dem nichts zu viel geschrieben wurde, bekam ich überhaupt keinen Zugang zu den Figuren. Jason, der Ich-Erzähler, und das, was er wollte war mir grundsätzlich egal. Seine Geschichte hat mich zu keinem Zeitpunkt auf emotionaler Ebene getroffen. Trotzdem lässt sich Dark Matter gut und schnell lesen, weil man auch nicht wirklich nachdenken muss. Es gibt zwar ein paar physikalische Erklärungen, und die kann man verstehen oder auch nicht - macht eigentlich aber auch keinen Unterschied.Fazit: Ich würde sagen, bei Dark Matter handelt es sich wirklich um reine Geschmackssache, und meine war es einfach nicht. Ich kann es nicht mal für mich selbst ruhigen Gewissens als schlechtes Buch abtun, denn das ist es nicht. Trotzdem war es einfach nicht meins, obwohl ich diese Multiversum-Idee sehr interessant und spannend finde. Schade. Von mir gibt es daher 2**.

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    • 3
  • Dark Matter. Wie viele Realitäten gibt es?

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    gsimak

    gsimak

    21. May 2017 um 19:31

    Das ist jetzt eine von den wenigen Rezensionen, wo ich lange überlegt habe, was ich schreiben soll. Nur ein Wort zuviel, und die Spannung verschwindet ins Multiversum. Für das was dann zurück kommen würde, könnte ich nicht garantieren.Die Geschichte fängt an, wie es bei vielen von uns auch der Fall sein dürfte. Man kocht ein leckeres Essen. Eine Flasche Wein wird geköpft. Leise Musik im Hintergrund. Bei dem einen oder anderen warten Kinder, bis das Essen fertig ist. Eine heile Welt, in der man sich geborgen fühlt.So auch bei Jason Dessen. Seine rassige Frau kocht Pasta. Leicht beschwipst vom Wein schaut er ihr zu. Sein Sohn zeichnet ein Bild. Jason ist glücklich. Seine Frau schaut ihn verliebt an, wie nur sie es kann. Jason ist ein Atomphysiker, der weit unter seinen Möglichkeiten arbeitet. Aus Liebe zu seiner Familie, hat er auf die große Karriere verzichtet. Er unterrichtet an einem College.Seine Frau Daniela hätte vor 15 Jahren große Chancen als Künstlerin gehabt. Sie hat genau wie Jason auf eine vielversprechende, berufliche Laufbahn verzichtet. Auch ihr war die Familie wichtiger. Geld war knapp.Jedoch war nicht immer eitel Sonnenschein. Daniela litt lange Zeit unter Wochenbettdepressionen. Jason beneidet seinen besten Freund, dem ein Durchbruch in der Quantenphysik gelungen ist. Ein Erfolg, den Jason locker für sich verbuchen könnte. Wenn er sich vor 15 Jahren anders entschieden hätte. Jason macht sich auf den Weg, um seinem Freund Raymond zu gratulieren. Bis zum Essen will er wieder daheim sein. Aber, auf dem Heimweg begegnet er einem Mann mit einer Geisha-Maske. Ein Schlag auf den Hinterkopf. Als er wieder zu sich kommt, ist nichts mehr so, wie es mal war.Wie wäre Jasons Leben verlaufen, wenn er sich anders entschieden hätte? Würde mich das jemand fragen, müsste ich sagen: >>Weiß ich nicht. Es ist nun mal so, wie es ist.<>Wenn man etwas schriftlich festhält, ist man voll darauf konzentriert. Es ist fast unmöglich, zu schreiben und an etwas anderes zu denken. Die Tätigkeit des Schreibens bringt Gedanken und Absichten in Einklang.<< (Seite 231)Dieser Pagetuner hat mich durch 400 Seiten gejagt. Ich wusste von einen auf den anderen Moment nicht, in welcher Realität Jason landet.Die Geschichte wird aus der Sicht von Jason erzählt. Die Atmosphäre ist meist düster und kalt. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Es fängt mit einem Gläschen Wein an. Zu diesem Zeitpunkt kann man wirklich nicht erahnen, das man innerhalb kurzer Zeit durch meterhohen Schnee und einem skurrilen Chicago wandert, wo die gleichen Gebäude doch ganz anders sind. Heimat keine Heimat mehr ist. Familie keine Familie mehr. Man seine Identität nicht mehr sein Eigen nennen kann. Man stellt sich die Frage, ob es im Multiversum auch von sich selber noch ein eine andere Realität gibt. Wenn ja? Wie oft gibt es mich? Welche Realität Jasons entspricht der Wahrheit? Berühmter Wissenschaftler oder Familienvater?Ich empfehle Dark Matter jedem, der wissen will, ob unsere Vergangenheit irgendwo Gegenwart ist. Die Gegenwart längst schon vergangen. Die Zukunft: JETZT!Ob mir das Ende gefallen hat? Das Ende könnte gut einen zweiten Teil vertragen.Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir, für diesen genialen ScFi-Thriller.Danke Blake Crouch.Mein Dank geht an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

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  • Was wäre wenn du dich anders entschieden hättest?

    Dark Matter. Der Zeitenläufer
    Shadow2709

    Shadow2709

    21. May 2017 um 14:54

    Dark Matter von Blake Crouch, ist mir wegen dem coolen Cover in der Buchhandlung ins Auge gefallen und ich habe es auch einfach deswegen gekauft. Und ich bereue diese Entscheidung in keinster Weise! In dieser Geschichte geht es um Jason der ein normales Leben als Physikproffesor einer Frau und einem Sohn führt und im grossen und ganzen zufrieden ist. Eines Abends geht er in eine Bar um den Erfolg eines Freundes zu feiern, jedoch soll er nicht mehr zu hause ankommen. Jason wird von einem unbekannten entführt unter Drogen gesetzt und wacht dann in einer Welt auf die nicht seine ist.Das Buch regt unwahrscheinlich zum Nachdenken an, es beschäftigt sich mit der Thematik des Multiversums und der Theorie das alles was eintreffen kann auch tatsächlich Eintrift. Sprich jede mögliche Entscheidung die wir hätten treffen können haben wir auch getroffen, wodurch sich unsere Welten abspalten und parallel zueinander existieren. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und dem Schreibstil und kann es kaum erwarten mehr von diesem Autor zu lesen und bin zudem auf die Verfilmung des Buches sehr gespannt.

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