Blandine Le Callet Die Ballade der Lila K

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(5)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Ballade der Lila K“ von Blandine Le Callet

Lila erzählt. Ihre Geschichte beginnt, als sie fünf Jahre alt ist. Schwarz gekleidete Männer nehmen ihr die Mutter weg, sie selbst landet in einem Heim. Überall sind Kameras, die Erziehung ist streng. Wo ihre Mutter ist, weiß sie nicht, auch kann sie sich an nichts mehr erinnern. Doch als sie älter wird, stellt sie Fragen – und verweigert sich dem für sie vorgegebenen Leben. Sie will ihre Mutter wiederfinden, unter allen Umständen. Als Lila eines Tages ein altes Wörterbuch geschenkt bekommt, in dem eine rätselhafte Nachricht versteckt ist, kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens allmählich auf die Spur. Das sensible Porträt einer jungen Frau, die sich in einer überkontrollierten Welt die Freiheit des Denkens und Fühlens nicht nehmen lässt.

Stöbern in Romane

Die Seefahrerin

dieses Buch hat mich aufgrund der drastischen Schilderungen und des nicht eingängigen Schreibstils runtergezogen

Gudrun67

Alles wird unsichtbar

Beginnt stark, verliert aber im 2. Teil und holt den Verlust nicht mehr auf.

Simonai

Die goldene Stadt

Ein makelloser und sehr bunter historischer Roman über den Entdecker Rudolph August Berns, der Machu Picchu entdeckte.

hundertwasser

Der Weihnachtswald

Eine schöne Geschichte, mit einem etwas zu langen Mittelteil

Judiko

Mein Leben als Hoffnungsträger

Anfangs eine leicht zu lesen wirkende Geschichte, entfaltet sie ihre Vielfalt und Tiefgründigkeit im Lauf des Buches

Buchraettin

Die Schatten von Ashdown House

Spannung gepaart mit Mystik = Lesegenuß pur

katikatharinenhof

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Ballade der Lila K

    Die Ballade der Lila K

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 12:56

    Ich halte etwas Gefährliches in meinen Händen, er könnte mich vergiften, es könnte kontaminiert sein. Es könnte Chemikalien enthalten, die mein Nervensystem angreifen könnten – und dann, dann wäre es aus mit mir. Nur, weil ich dem Drang nicht widerstehen konnte, ein Buch anzufassen. Ohne Schutzhandschuhe. In Lilas Welt, im Paris der nicht allzu fernen Zukunft, sind Bücher verschwunden. Doch das ist nicht die eigentliche Geschichte, das ist nur der Aspekt, der mich am meisten berührt hat. Als Lila fünf Jahre alt ist, sieht sie, wie schwarzgekleidete Männer ihre Mutter mitnehmen; sie selbst wird völlig verwahrlost in einem Heim untergebracht. Sie spricht nicht viel, will sich nicht berühren lassen – sie ist ein völlig verstörtes Kind, das zu keinem normalen Sozialleben fähig ist. Sie bleibt im Heim. Dort will man sie an ein normales Leben heranführen, sie dazu bringen, in der Menge unterzutauchen, nicht aufzufallen. Lila fügt sich ihrem Schicksal – jedoch nur weil sie ein Ziel hat – sie will ihre Mutter wiederfinden. Dazu muss sie so tun, als ob sie sich zu einer normalen jungen Frau entwickeln würde, denn nur so wird man sie eines Tages aus dem Heim entlassen. Nur so wird es ihr möglich sein, ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Das Schicksal der kleinen Lila ist sehr bewegend. Von der Mutter vollkommen vernachlässigt hat sie schwere Schäden an Körper und Seele davon getragen – und doch hegt sie keinen Groll gegen die Frau, die ihr das alles angetan hat. Sie verzeiht ihr, auch wenn sie dafür nach menschlichem Ermessen keinen Grund haben dürfte. Es ist ihre Mutter, es bleibt ihre Mutter, auch wenn sie es rechtlich gesehen gar nicht mehr ist und ihre Identität vor Lila geheim gehalten wird. Weiterlesen

    Mehr
  • Ein beeindruckender Roman

    Die Ballade der Lila K

    glitzerfee22

    16. April 2013 um 21:16

    Inhalt: Lila ist 6 Jahre und lebt in einem Heim. Sie hat kaum noch Erinnerung an ihre Mutter, ihr Vater ist unbekannt. Lila ist anfangs völlig verstört, muss sprechen und laufen lernen. Sie lässt sich nicht berühren und essen mag sie auch nichts. Nach und nach geht es ihr wieder besser. Ihr kommen immer wieder bruchstückhafte Erinnerungen an ihre Mutter. Sie erfährt, dass ihre Mutter sie verwahrlost hat. Doch Lila will erfahren, wo ihre Mutter ist, warum das alles passiert ist. Doch dies ist nicht einfach, da sie aus den Akten komplett gelöscht wurde. Doch Lila gibt nicht auf… Meine Meinung: Die Ballade der Lila K ist in der Ich-Form von Lila geschrieben. Sie erzählt uns ihre Geschichte. Mit kleinen Absätzen, dafür aber langen Kapiteln erfahren wir immer mehr, wie es in Lilas Gefühlswelt aussieht. Wie schwer alles für sie war. Es fällt auf, dass es kein Jugendbuch ist, da der Schreibstil zwar flüssig aber doch anders war. So musste ich ab und zu mal ein Wort googlen, weil es mir nicht geläufig war. Die Geschichte ist mal etwas völlig anderes. Erstaunt war ich, als ich erst sehr viel später erfahren habe, dass wir uns im Jahr 2106 befinden. Es wird nichts beschrieben, denn für Lila ist das alles „normal“. So wird man immer von Kameras überwacht, es gibt verschiedene Zonen, für die gehobene Klasse und für die ärmeren Menschen. Es gibt so viel zu entdecken, doch leider wurde nichts davon erklärt. Irgendwie passte dies aber zum Buch. Man kann nicht einfach so Leben, wie man gerne will. Bruchstückhaft erfährt man immer mehr, wie es in dieser Zeit abläuft. Durch die ständige Beobachtung ist es für Lila schwer, überhaupt etwas über ihre Mutter zu erfahren. Zum Glück hat sie ein wenig Hilfe bekommen. Doch bis wir hier überhaupt ankommen, müssen wir den Leidensweg mit Lila gehen, der ihr im Heim widerfährt. Man fühlt mit Lila mit, fühlt ihre Entschlossenheit und auch ihre Willenskraft, ihre Verzweiflung ebenso ihre Angst. Sie gibt niemals auf und das hat mir sehr gut gefallen. Von der Story an sich möchte ich gar nicht viel verraten, man muss das Buch einfach selber lesen. Fazit: Die Ballade der Lila K ist spannend, voller Gefühle und einfach nur verblüffend. Ich bin wirklich froh, das Buch gelesen zu haben. Ich kann euch nur sagen, lest das Buch und lasst euch von dem bewegenden Leben der Lila K mitreißen. Man hört nicht mehr so schnell auf zu lesen, will wissen, wie es weitergeht. Ich bin ich beeindruckt von diesem Buch.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Ballade der Lila K" von Blandine Le Callet

    Die Ballade der Lila K

    Daniliesing

    12. July 2012 um 14:15

    Mit “Die Ballade der Lila K” ist der französischen Autorin Blandine Le Callet ein besonderer und tiefsinniger Blick auf eine mögliche Zukunft gelungen. Die Geschichte des Mädchens Lila spielt hauptsächlich zur Zeit des beginnenden 22. Jahrhunderts. Und das Leben von Lila aber auch das Leben allgemein ca. 100 Jahre in der Zukunft wird hier alles andere als rosig geschildert. Die Autorin hat eine düstere und eindrucksvolle Dystopie für Erwachsene geschrieben, die sich stark vom aktuellen Trend der Jugendbuchdystopie abhebt. Mit viel Gefühl fürs wirklich Wichtige nimmt sie sich ihrer Hauptfigur Lila an und bringt sie dem Leser immer näher. Dabei erhält er eine Schilderung ihres kompletten Gefühlsspektrums und Lebensweges – Stück für Stück erfährt man mehr über sie und zugleich mehr über die Lebensumstände, die in dieser Zukunftsvision herrschen. Lila wurde in schon recht jungen Jahren von ihrer Mutter getrennt. Dieser wurden aus bestimmten Gründen, die ich hier der Spannung wegen nicht näher erläutern will, die Erziehungsrechte entzogen. Daraufhin kommt das Mädchen in ein Heim. Doch dieses Heim ist ganz anders als das, was man sich heute darunter vorstellen kann. Ständige Kameraüberwachungen und Überprüfungen der einzelnen Bewohner bis ins kleinste Detail sind an der Tagesordnung. Regelkonformität ist oberste Priorität, sonst besteht die Gefahr auch bei Volljährigkeit nicht aus dem Heim zu kommen bzw. direkt in eine psychiatrische Einrichtung überwiesen zu werden. Doch Lila hat noch schlimmere Probleme – sie plagt ein unerklärlicher Ekel gegen ‘normales Essen’, scheut nahezu jeglichen menschlichen Kontakt und hält sich am liebsten in dunklen, engen Räumen auf. Da hilft es oftmals nur die Luft so lange wie möglich anzuhalten und alles über sich ergehen zu lassen. All das rührt aus Lilas Vergangenheit her, die es für den Leser und auch für Lila im Buch nach und nach zu entschlüsseln gilt, denn sie kann sich an kaum etwas erinnern. Nur 2 Dinge scheint sie wirklich zu wollen: ihre Mutter wiederfinden und dieses köstliche Essen aus ihrer Kindheit noch einmal probieren. Blandine Le Callet hat mit “Die Ballade der Lila K” einen ganz erstaunlichen Roman geschrieben, etwas in dieser Form hatte ich zuvor noch nicht gelesen. Die bedrückende Stimmung und das Leben im Heim, Lilas Ängste und Nöte werden so realistisch dargestellt, dass man sich beinahe in der selben Situation wie sie fühlt – bewacht, beobachtet, bevormundet! Und alles wird von der allgegenwärtigen Frage überdeckt: Wieso? Trotz der scheinbaren Hoffnungslosigkeit und Lilas Problemen sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden, erzählt dieses Buch eine Geschichte über den Mut sich selbst zu finden und zu sich zu stehen, nie die Hoffnung bei scheinbarer Chancenlosigkeit aufzugeben und die Kunst des Verzeihens. Mit einer interessanten Hauptfigur und deren Lebensgeschichte, düsteren Visionen einer möglichen Zukunft sowie viel sprachlichem Feingefühl überzeugt “Die Ballade der Lila K” auf ganzer Ebene! Lasst euch dieses Buch nicht entgehen und taucht ein in Lilas außergewöhnliche Lebenswelt!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks