Blexbolex

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Jahreszeiten, Leute und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Blexbolex

Leute

Leute

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Erschienen am 27.08.2008
Jahreszeiten

Jahreszeiten

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Erschienen am 01.02.2015
Die Flucht nach Abecederia

Die Flucht nach Abecederia

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Erschienen am 01.09.2007
Unsere Ferien

Unsere Ferien

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Erschienen am 01.01.2018
Ein Märchen

Ein Märchen

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Erschienen am 17.10.2013
Leute

Leute

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Erschienen am 01.10.2012
Niemandsland

Niemandsland

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Erschienen am 01.04.2012

Neue Rezensionen zu Blexbolex

Neu

Rezension zu "Jahreszeiten" von Blexbolex

Retro-Chic mit Poesie
MrsFraservor 2 Jahren

Blexbolex, mit bürgerlichem Namen Bernard Granger, stellt Bilderbücher par excellence her. Durch die Verwendung ungerasterter Farben und dem Drucken in vielen Schichten entstehen ganz besondere Farbtöne und -kombinationen. Dadurch wirken die Bilder wie 'frisch' aus den 70ern, Blexbolex' Schaffen begann aber erst in den 2000ern. 'Jahreszeiten' erschien in Deutschland 2010 und wurde sogar ausgezeichnet. Das Buch 'Leute' des gleichen Autors (und mit der gleichen Bildtechnik) gewann ein Jahr zuvor den Preis 'Schönstes Buch der Welt'.

Bis auf vier doppelseitige Bilder zu Beginn des Buches (die vier Jahreszeiten), sind immer zwei ganzseitige Bilder nebeneinander zu sehen. In großen Druckbuchstaben steht oben immer der dargestellte Begriff. Das sind viele 'natürliche' Begriffe, die Pflanzen und Wetterlagen beschreiben, aber auch Begriffe aus dem Alltagsleben, die der Freizeitgestaltung und dem sozialen Leben zuzuordnen sind. Dabei sind die auf einer Doppelseite vereinten Begriffe wohl nicht zufällig zusammengestellt, sondern durchaus mit einer (nicht immer ganz offensichtlichen) Verbindung ausgewählt. Das fördert nicht nur die Phantasie der Kinder, die schon mit dem alleinigen Erraten der Begriffe gut beschäftigt sind, sondern fordert auch die Erwachsenen automatisch heraus, nachzudenken. Wobei 'Nachdenken' zu anstrengend klingt. Vielmehr ist es ein Träumen und Erinnern. Der Sonnenbrand im Sommer, die Glühwürmchen, das Gewitter, das Feuerwerk, Langeweile ... Das sind alles Begriffe, die einen an die eigene Kindheit erinnern und die doch fast täglich auch im Erwachsenenleben präsent sind. Doch in Blexbolex Werk haben sie eine ganz eigene, poetische Kraft, wirken irgendwie 'rein' und unschuldig.

Die Tatsache, dass viele Naturmotive enthalten sind und die dargestellten Menschen eher schemenhaft (also ohne Gesichtszüge oder irgendwelche unnötigen Details) gehalten sind, steht im krassen Gegensatz zu den Bildern, die Kinder heutzutage im Fernsehen oder in Comiczeitschriften sehen. Das finde ich gut und wichtig. Weiter entfernt von einer Modebotschaft kann es gar nicht sein und ist ein Loblied auf die Natürlichkeit. Wunderbar, um Eltern und Kinder vor den Seiten zu vereinen. Regt vielleicht auch den eigenen kreativen Fluss an.

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Rezension zu "Die Flucht nach Abecederia" von Blexbolex

Rezension zu "Die Flucht nach Abecederia" von null null
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Literatur einmal ganz anders erleben, diese Möglichkeit bieten in regelmäßigen Abständen die »Tollen Hefte«: eine faszinierende Kombination aus anspruchsvollen Kurzgeschichten und eindrucksvoller Illustrationskunst. Ihren Ursprung hat diese Buchreihe bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Damals erschienen die »Tollen Bücher« im Elena Gottschalk Verlag.
1990 wurde die Idee einer solchen Reihe wieder aufgegriffen, und zwar von dem Münchener Buchsammler und Herausgeber Armin Abmeier. Er ließ eine Erzählung seines Lieblingsautors Walter Serner, »Wong Fun«, als »Tolles Heft« drucken, und bei dieser einen Ausgabe blieb es nicht. Bis heute sind 29 »Tolle Hefte« erschienen, das jüngste erst vor ein paar Wochen: »Die Flucht nach Abecederia« von dem aufstrebenden französischen Autor und Illustrator Bernand Granger, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Blexbolex.
»Die Flucht nach Abecederia« erzählt auf 32 Seiten von dem abenteuerlichen Aufenthalt der beiden Ganoven Léon und Bernard Blanchet in einer merkwürdigen Kolonie, die sich der Beschreibung nach irgendwo in Afrika befindet. Zunächst scheinen die Geflohenen hier gut aufgehoben zu sein. Doch schnell entpuppt sich das erhoffte Paradies, wo Milch und Honig fließen sollen, als ein totalitäres System, das überdies von einem mysteriösen Arzt namens Antoine Praxis gelenkt wird. Léon lernt ihn schließlich kennen, diesen Arzt: eine Mischung aus Frankenstein und Mengele, glaubt man zuerst. Doch bei dem fremdartigen, raupenähnlichen Wesen, das zusätzlich auftaucht und zum Ärger des Arztes mit Léon kopuliert, handelt es sich offenbar nicht um eine irdische Schöpfung, sondern um etwas Außerirdisches, das mit einem Meteoriten den Weg zur Erde gefunden hat ... huh! Das alles klingt wie der Inhalt eines billigen Science-Fiction-Heftchens aus den Fünfzigern. Doch so soll es wohl sein. Denn in eben diesem Stil bereichern die Illustrationen die Geschichte. Nur wirkt das Ganze heute nicht mehr billig, sondern faszinierend und künstlerisch wertvoll. Abgesehen davon weckt »Die Flucht nach Abecederia« durchaus Assoziationen zur Realität. Deutsche Sekten in Südamerika, Bananenrepubliken, Idi Amin, die USA als vermeintliche Befreier - all dies kommt einem beim Lesen der Story in den Sinn. Allerdings: Wer sich dieses oder ein anderes »Tolles Heft« allein wegen der Geschichte zulegt, wird hinterher vielleicht enttäuscht sein. Die wenigen Seiten sind schnell gelesen. In Verbindung mit den Illustrationen nimmt man die Hefte aber immer wieder gern in die Hand, um darin zu blättern, um neue Details zu entdecken oder um sich einfach nur darüber zu freuen, dass man diese liebevoll gestalteten, stark limitierten und mehrfach prämierten Werke im eigenen Regal stehen hat, zumal es sich bei den Storys nicht selten um deutsche Erstveröffentlichungen handelt, die anderswo bis heute nicht erhältlich sind.

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