Blexbolex Die Flucht nach Abecederia

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Inhaltsangabe zu „Die Flucht nach Abecederia“ von Blexbolex

Die Flucht nach Abecederia erzählt in farbigen Bildern die abenteuerliche Flucht zweier Ganoven in ein paradie-sisches Land. Doch schon bald verwandelt sich das Paradies in eine kafkaeske Hölle, als die beiden in die Hän-de eines Monsters geraten. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Die Handlung erinnert in ihren Klischees an Groschenromane und Abenteuerfilme unserer Kindheit, was die auf den ersten Blick einfachen, wie Farbholz-schnitte anmutenden Bilder unterstreichen. Zugleich rankt sich die Erzählung in raffiniertem Formspiel um die Buchstaben des Alphabets. Endlich haben wir Gelegenheit, den in Frankreich sehr bekannten Gestaltungskünst-ler Blexbolex kennen zu lernen, der in diesem Jahr in Zürich und in Berlin ausstellen wird.

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  • Rezension zu "Die Flucht nach Abecederia" von null null

    Die Flucht nach Abecederia
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2009 um 11:02

    Literatur einmal ganz anders erleben, diese Möglichkeit bieten in regelmäßigen Abständen die »Tollen Hefte«: eine faszinierende Kombination aus anspruchsvollen Kurzgeschichten und eindrucksvoller Illustrationskunst. Ihren Ursprung hat diese Buchreihe bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Damals erschienen die »Tollen Bücher« im Elena Gottschalk Verlag. 1990 wurde die Idee einer solchen Reihe wieder aufgegriffen, und zwar von dem Münchener Buchsammler und Herausgeber Armin Abmeier. Er ließ eine Erzählung seines Lieblingsautors Walter Serner, »Wong Fun«, als »Tolles Heft« drucken, und bei dieser einen Ausgabe blieb es nicht. Bis heute sind 29 »Tolle Hefte« erschienen, das jüngste erst vor ein paar Wochen: »Die Flucht nach Abecederia« von dem aufstrebenden französischen Autor und Illustrator Bernand Granger, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Blexbolex. »Die Flucht nach Abecederia« erzählt auf 32 Seiten von dem abenteuerlichen Aufenthalt der beiden Ganoven Léon und Bernard Blanchet in einer merkwürdigen Kolonie, die sich der Beschreibung nach irgendwo in Afrika befindet. Zunächst scheinen die Geflohenen hier gut aufgehoben zu sein. Doch schnell entpuppt sich das erhoffte Paradies, wo Milch und Honig fließen sollen, als ein totalitäres System, das überdies von einem mysteriösen Arzt namens Antoine Praxis gelenkt wird. Léon lernt ihn schließlich kennen, diesen Arzt: eine Mischung aus Frankenstein und Mengele, glaubt man zuerst. Doch bei dem fremdartigen, raupenähnlichen Wesen, das zusätzlich auftaucht und zum Ärger des Arztes mit Léon kopuliert, handelt es sich offenbar nicht um eine irdische Schöpfung, sondern um etwas Außerirdisches, das mit einem Meteoriten den Weg zur Erde gefunden hat ... huh! Das alles klingt wie der Inhalt eines billigen Science-Fiction-Heftchens aus den Fünfzigern. Doch so soll es wohl sein. Denn in eben diesem Stil bereichern die Illustrationen die Geschichte. Nur wirkt das Ganze heute nicht mehr billig, sondern faszinierend und künstlerisch wertvoll. Abgesehen davon weckt »Die Flucht nach Abecederia« durchaus Assoziationen zur Realität. Deutsche Sekten in Südamerika, Bananenrepubliken, Idi Amin, die USA als vermeintliche Befreier - all dies kommt einem beim Lesen der Story in den Sinn. Allerdings: Wer sich dieses oder ein anderes »Tolles Heft« allein wegen der Geschichte zulegt, wird hinterher vielleicht enttäuscht sein. Die wenigen Seiten sind schnell gelesen. In Verbindung mit den Illustrationen nimmt man die Hefte aber immer wieder gern in die Hand, um darin zu blättern, um neue Details zu entdecken oder um sich einfach nur darüber zu freuen, dass man diese liebevoll gestalteten, stark limitierten und mehrfach prämierten Werke im eigenen Regal stehen hat, zumal es sich bei den Storys nicht selten um deutsche Erstveröffentlichungen handelt, die anderswo bis heute nicht erhältlich sind.

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