Bliss Broyard Mein Vater, tanzend

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Inhaltsangabe zu „Mein Vater, tanzend“ von Bliss Broyard

Es scheint, als habe sich die junge Autorin Bliss Broyard, Tochter des legendären Kritikers Anatole Broyard, dazu entschlossen, einem Publikum, das ihr literarisches Debüt doppelt kritisch beäugt und in ihr vor allem die Tochter eines berühmten Mannes sehen will, gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ihre Strategie ist so schlicht wie clever, sie macht ganz einfach die Beziehung zwischen Vätern und Töchtern zum variablen Grundthema ihrer acht Erzählungen.§Eines zeichnet die Tochter-Figuren, die diese Erzählungen bevölkern, alle aus: es sind Frauen, die gefallen wollen, dem Vater, den Männern, der Welt und - was am schwierigsten ist - dabei auch sich selbst. Mit einem bis zur Kälte klaren Blick analysiert Bliss Broyard die unsichtbaren Hemmnisse und unbestimmten Begierden, die den Emanzipationsprozess dieser Mädchen und jungen Frauen bestimmen, während sie vor die heikle Aufgabe gestellt sind, sich von der eingespielten Tochterrolle innerhalb einer vom charismatischen Vater domini erten Familie zu befreien und dabei eine ganz neue, wirklich eigene Rolle zu finden. In einer sparsamen, unsentimentalen Prosa gelingt es der Autorin immer wieder auf engstem erzählerischem Raum, die aufregende Situation eines Initiationserlebnisses einzufangen, die nicht so sehr von der tatsächlichen Dramatik der Handlung als vielmehr von der Intensität der atmosphärischen Zwischentöne lebt: die ersten Tanzschritte im Arm des Vaters, die ersten Geheimnisse vor den Eltern, die Entdeckung elterlicher Untreue, die ersten erotischen Experimente und schließlich die Erfahrung der eigenen Unzulänglichkeit angesichts von Krankheit und Tod.

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  • Rezension zu "Mein Vater, tanzend" von Bliss Broyard

    Mein Vater, tanzend
    rkuehne

    rkuehne

    17. September 2011 um 20:04

    Kurze Geschichten mit viel Tiefgang. Ohne groß abzuschweifen, aber auch ohne zu sehr zu verknappen hat mich Broyard schnell erfasst und berührt. Starke Geschichten, oft vom Verhältnis Mann/Frau, in den meisten Fällen vom Vater-Tochter-Verhältnis, was wohl auch immer ein besonderes ist. Dabei bemüht Broyard auch keine Plattitüden sondern behandelt klug die Themen, die eigentlich alltäglich und doch oft so unausgesprochen sind. Starke Erzählungen.

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