Bob Dylan

 4,3 Sterne bei 80 Bewertungen
Autor von Chronicles, Chronicles und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bob Dylan (©CC BY 2.0)

Lebenslauf von Bob Dylan

Bob Dylan wurde 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth geboren. Schon in seiner Jugend wollte er Gitarrist und Sänger werden, interessierte sich für Literatur und begann Rock'n'Roll zu hören. In der High School war er Mitglied der A-Cappella-Gruppe "The Jokers", hatte bereits die akustische und elektrische Gitarre gemeistert und legte sich den Künstlernamen "Bobby Zimmerman" zu, den er später in Bob Dylan änderte. An der University of Minnesota kam er mit Folkmusik in Berührung, die ihn so faszinierte, dass er Ende Dezember 1960 beschloss, eine Karriere als Musiker zu beginnen. Schon im nächsten Jahr zog Dylan nach New York, wo er in kleinen Clubs auftrat und schließlich beim Label Columbia unter Vertrag kam. Mit seinen Alben "The Freewheelin' Bob Dylan" und "The Times They Are a-Changin'" gelang ihm schließlich der Durchbruch und 1963 begann seine erste Tournee durch die USA. Schon bald wurde er für die immer politischer werdende Jugend eine Symbolfigur für die emanzipatorische Bewegung: eine Rolle, die ihm eher weniger behagte. Mitte der 60er verwandelte sich sein Musikstil vom Folk hin zum Rock'n'Roll, was nicht von allen Fans gut aufgenommen wurde. Nichtsdestotrotz verkauften sich seine Schallplatten millionenfach. Im Juli 1966 beendete ein Motorradunfall seinen kometenhaften Aufstieg. Dylan zog sich für zwei Jahre vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück. 1974 startete seine Comebacktournee, der noch viele erfolgreiche Jahre folgten, in denen er diverse Alben veröffentlichte und mehr als 500 Lieder schrieb. Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. 2016 wurde Bob Dylan mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, um seine poetischen Neuschaffungen in der großen amerikanischen Gesangstradition zu ehren.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Philosophie des modernen Songs (ISBN: 9783406792847)

Die Philosophie des modernen Songs

Neu erschienen am 02.11.2022 als Gebundenes Buch bei C.H.Beck.
Cover des Buches Bob Dylan - Like A Rolling Stone (ISBN: 9783455016123)

Bob Dylan - Like A Rolling Stone

Neu erschienen am 16.09.2022 als Gebundenes Buch bei Hoffmann und Campe.
Cover des Buches Die Philosophie des modernen Songs (ISBN: 9783406793882)

Die Philosophie des modernen Songs

 (1)
Neu erschienen am 02.11.2022 als Hörbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Bob Dylan

Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783455001037)

Chronicles

 (20)
Erschienen am 11.04.2017
Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783462040524)

Chronicles

 (18)
Erschienen am 21.11.2008
Cover des Buches Bob Dylan - Texte und Zeichnungen (ISBN: B002PJGSIW)

Bob Dylan - Texte und Zeichnungen

 (4)
Erschienen am 01.01.1975
Cover des Buches Das Bob Dylan Scrapbbok 1956-1966 (ISBN: 9783455095067)

Das Bob Dylan Scrapbbok 1956-1966

 (4)
Erschienen am 01.09.2005
Cover des Buches Tarantula (ISBN: 9783936738841)

Tarantula

 (4)
Erschienen am 01.11.2013
Cover des Buches Die Nobelpreis-Vorlesung (ISBN: 9783455003437)

Die Nobelpreis-Vorlesung

 (3)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Lyrics - Songtexte 1962-1985 (ISBN: B00303IEBQ)

Lyrics - Songtexte 1962-1985

 (2)
Erschienen am 01.01.1990
Cover des Buches The Drawn Blank Series (ISBN: 9783791339443)

The Drawn Blank Series

 (2)
Erschienen am 15.11.2007

Neue Rezensionen zu Bob Dylan

Cover des Buches Die Philosophie des modernen Songs (ISBN: 9783406793882)
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Rezension zu "Die Philosophie des modernen Songs" von Bob Dylan

Kleine musikalische Schatzkiste
Soerenvor 21 Tagen

In seiner mehr als sechs Jahrzehnte umfassenden Karriere hat Bob Dylan zahllose Bands und Interpreten kommen und gehen gesehen. Manche Künstler waren One-Hit-Wonders, andere konnten sich mit ihrer Musik lange in den Charts halten. In seinem Sachbuch „Die Philosophie des modernen Songs“ geht Dylan auf 66 Songs ein, die seiner Meinung nach herausragend und prägend für die Musikgeschichte waren. Manche der Lieder wie „Blue Suede Shoes“ oder „Black Magic Woman“ sind allgemein bekannte Klassiker, auch Namen wie Bobby Darin, Ricky Nelson, Frank Sinatra und Johnny Cash sind vielen ein Begriff. Vom Großteil der Stücke und Künstler im Buch hatte ich jedoch bis dato noch nie gehört. Was vermutlich hauptsächlich daran liegt, dass die meisten Songs aus Dylans jungen Jahren, aus den 1950er und 1960er Jahren, stammen und viele Stücke gar nicht so populär geworden sind. Ein, zwei sind sogar unveröffentlicht geblieben. Dadurch wirkt „Die Philosophie des modernen Songs“ oftmals wie eine kleine musikalische Schatzkiste, die jeder für sich selbst neu entdecken kann. Wenn man an Musikgeschichte interessiert ist, kann man hier sehr viel dazulernen.
Schade finde ich allerdings, dass in vielen Kapiteln Dylans persönliche Note fehlt. Er spricht zwar über die Lieder, interpretiert ihren Inhalt und klärt über einige Hintergründe auf. Aber wieso er sich ausgerechnet für diese Songs entschieden hat und wieso sie für ihn persönlich relevant sind, bleibt meistens außen vor. Seinem Titel wird das Buch durchaus gerecht, über Dylan selbst erfährt man in den über sechzig Kapiteln jedoch kaum etwas Neues.
Die ungekürzte Hörbuchfassung geht reichlich siebeneinhalb Stunden und wird von Musiker und Dylan-Fan Wolfgang Niedecken vorgetragen. Manche werden seine leicht nuschelige Leseweise bemängeln, ich für meinen Teil fand sie stimmig und sehr passend.

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Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783455093858)
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Rezension zu "Chronicles" von Bob Dylan

Ein musikalischer Lyriker
kingofmusicvor 2 Jahren

Sind wir doch mal ehrlich: jede:r von uns kauft, tauscht etc. Bücher, um sie dann erst mal auf den SuB zu legen und sich dann später daran zu erinnern. So geschehen bei mir mit „Chronicles Volume One“ von Bob Dylan. Die Initialzündung, das Buch jetzt zu lesen, war eine Kurzgeschichte von Elke Heidenreich in „Der Welt den Rücken“.

Nun, genug der Fremdwerbung *g*.

Mr. Dylan präsentiert der geneigten Leserschaft auf 304 Seiten also den ersten Teil seiner Erinnerungen. Dabei braucht man nicht darauf zu „hoffen“, ein nach Schema F konzipiertes Lebensbild zu bekommen. Nein, Bob Dylan springt mal hierhin, mal dahin, schreibt hier ein Anekdötchen und dort über eine nachhaltige Begegnung mit Größen der (Folk-)Szene…

An mancher Stelle wirkt das Namedropping vielleicht etwas überfrachtet bzw. überdimensioniert, allerdings ist es für die „musikalische Entwicklung“ Bob Dylan´s von immenser Wichtigkeit. Ich habe mir noch nie so viele Klebestreifen in ein Buch geklebt mit nachhaltig wirkenden Passagen; diese werde ich noch einmal in Ruhe für mich „auswerten“.

Manchmal verliert sich Herr Dylan (oder auch Robert Allen Zimmerman) zwar (etwas) zu sehr in Details und weitschweifigen Passagen, so dass es durchaus vorkommt, dass man als Leser:in etwas irritiert zurückblättert und sich den „Anfang“ des Abschnittes wieder ins Gedächtnis rufen muss, aber da er sich auch schon beim Schreiben seiner (Original-)Texte nicht immer kurzfassen konnte oder wollte („Viele Songs, die ich sang, waren allerdings lang, vielleicht nicht ganz so lang wie Opern oder Sinfonien, aber trotzdem lang…jedenfalls hatten sie viel Text. „Tom Joad“ hatte mindestens sechzehn Strophen, „Barbara Allen“ um die zwanzig, […] und es viel mir überhaupt nicht schwer, sie mir zu merken und sie zu singen.“ (S. 59)), sei es ihm großzügig verziehen *g*.

Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, dass Bob Dylan schon sehr früh stark von sich überzeugt war, bevor er überhaupt berühmt wurde; zum Ende hin wusste ich, dass eine gesunde Portion Selbstbewusstsein insbesondere im Musikzirkus nicht schadet. Und je länger ich mich mit dem Musiker, dem Lyriker und dem Literaturnobelpreisträger Bob Dylan befasse, umso faszinierter bin ich von ihm. Musikalisch hat er mich zwar bisher nur wenig begleitet, was sich nun aber grundlegend ändern wird; insbesondere Alben wie „Highway 61 revisited“ stehen schon auf meiner Einkaufsliste.

Als nächstes freue ich mich jetzt auf die zweisprachige Ausgabe seiner „Lyrics“; außerdem hoffe ich auf baldiges Erscheinen weiterer „Chronicles“-Teile.

Alles in Allem ist „Chronicles Volume One“ eine der besten Musiker-(Auto)biografien, die ich kenne und empfehle sie uneingeschränkt all jenen, die in das Universum des Bob Dylan eintauchen wollen!

5*

©kingofmusic

 

Kommentare: 16
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Cover des Buches Die Nobelpreis-Vorlesung (ISBN: 9783455003437)
Nespavanjes avatar

Rezension zu "Die Nobelpreis-Vorlesung" von Bob Dylan

Der literarische Musiker
Nespavanjevor 4 Jahren

Lange hat ja Bob Dylan das schwedische Preiskomitee und die restliche Weltbevölkerung zappeln lassen, gab kein Statement ab, ob er nun den Literaturnobelpreis annimmt oder nicht. Zur Preisverleihung hat er eine Freundin geschickt. Patti Smith nahm stellvertretend den Preis entgegen und schlussendlich hat er auch seine Rede dazu veröffentlicht.

In seiner Rede erklärt er den Wert der klassischen Literatur und ihre Relevanz für den Alltag, wie sehr jene eben seine Texte beeinflusst hatten. Es ist eine nachhaltige und aufschlussreiche Rede über die Einflüsse und seine kreativen Ideen.

Die Nobelpreisvorlesung von Bob Dylan ist für Fans ein Muss. Aber auch die jene, die es ein wenig kritischer gesehen haben, dass ein Musiker den Literatur-Nobelpreis bekommen hat, ist dieses Büchlein interessant zu lesen. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist eine Rede, die David Forster Wallace, kurz vor seinem Tod, bei der Abschlussrede eines Colleges gehalten hat: Das ist Wasser / This is Water.


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Bob Dylan wurde am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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