Bob Odenkirk

 2.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Jede Menge Mumpitz, Load of Hooey und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Jede Menge Mumpitz
 (1)
Neu erschienen am 12.09.2018 als Taschenbuch bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Bob Odenkirk

Bob OdenkirkJede Menge Mumpitz
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Jede Menge Mumpitz
Jede Menge Mumpitz
 (1)
Erschienen am 12.09.2018
Bob OdenkirkLoad of Hooey
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Load of Hooey
Load of Hooey
 (1)
Erschienen am 30.10.2014
Bob OdenkirkA Load of Hooey
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A Load of Hooey
A Load of Hooey
 (0)
Erschienen am 07.10.2014

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Rezension zu "Jede Menge Mumpitz" von Bob Odenkirk

Rezension: Jede Menge Mumpitz
killmonotonyvor 13 Tagen

Worum geht’s?

In diesem Buch gibt Bob Odenkirk, wohl am bekanntesten als Anwalt Saul Goodman in den Serien „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“, Kurzgeschichten und Gedichte zum Besten.  Vom Plädoyer gegen das Bücherlesen auf der Toilette über eine möglicherweise stattgefundene Begegnung mit Gott bis hin zur schlechtesten Rede, die Martin Luther King Jr. jemals gehalten hat, werden Leser und Leserin kopfüber in einen Humor gestürzt, den es auf unserer Seite des Atlantiks noch viel zu selten gibt. Sinn hat das ganze nicht, das gibt der Autor selbst zu, und soll es auch nicht haben. Außer vielleicht, Dinge und Menschen auf die Schippe zu nehmen, bei denen es man sich eigentlich nie traut und… wildes Gelächter.

Wie hat es mir gefallen?

Im Stile des Kapitels „Hat mich nicht überzeugt“ aus Bobs Buch beginne ich mal mit den Worten: Ich bin ein RIESIGER Fan von Bob und seiner Arbeit, aber dass er ein Buch geschrieben hat, ging voll an mir vorbei! Im Ernst, ich liebe Bob Odenkirk und die Rollen, denen er Leben einhaucht. Nun ein Buch von ihm zu lesen, war wohl das Riskanteste, was ich dieses Jahr getan habe — Götzenverehrung und so. 😀 Der Klappentext lockt, das Cover ebenso, und hach, dieser grüne Seitenschnitt! Doch leider, leider konnte ich mich überhaupt gar nicht mit Bobs Humor identifizieren. Natürlich, an ein paar Stellen habe ich geschmunzelt, doch von den Abschnitten „Berühmte Zitate, ungekürzte Fassung“ (bei denen darum geht, bekannte Zitate humorvoll zu erweitern und zu zeigen, dass das eigentliche Zitat aus dem Kontext gerissen wurde), bei denen gefühlt jedes Zitat um ein „Ach, auch egal“ erweitert wurde, bis hin zu Theaterstücken über Hitler oder professioneller Tattoo-Motiv-Beratung war mir irgendwie viel zu wenig „hihi“. Das „wilde Gelächter“, das mir auf dem Klappentext versprochen wurde, habe ich schmerzlich vermisst. Eingestreut zwischen die Texte sind Cartoons, die irgendwie nichts mit dem Text zu tun haben, sowie ein merkwürdiger, mehrseitiger Comic.

"Der mittlere Bauchmuskel auf der linken Seite […] heißt Terrence. Es ist ein Respekt gebietender Muskel. Er spannt sich jedes Mal, wenn ich einen Artikel über die Erderwärmung lese."

Jedoch muss ich sagen, dass die Sprache und der Schreibstil mir sehr gefallen haben und ich bei der Lektüre von „Jede Menge Mumpitz“ auch Bobs Stimme (bzw. die des Synchronsprechers) im Kopf hatte. (Vielleicht gibt es das Ganze ja demnächst als Hörbuch, gesprochen vom Autor?) Die 174 Seiten waren hin und wieder mit etwas persönlicheren Geschichten gespickt, die mir am meisten gefallen haben und die wohl auch teilweise im New Yorker als Kolumne erschienen sind. Diese etwas weniger albernen Kurzgeschichten waren vom Stil und auch vom Humor her irgendwie etwas komplett anderes, und davon würde ich sehr gerne mehr lesen! Highlights waren „Louvre-Audiotour für Hauseigentümer“, „Mein Waschbrettbauch“ und „Zukunftsvision“. In letzterer Kurzgeschichte gibt es auf der Welt nur noch glutenfreie Lebensmittel und die Menschen leben ein sorgenfreies Leben, da sie nicht mehr umständlich überall nach den Inhaltsstoffen fragen müssen.

„Jede Menge Mumpitz“ ist ein buntes Potpourri und auch, wenn es nicht meinem Humor entspricht, muss man festhalten, dass Bob Odenkirk nicht nur seichte Witzchen vom Stapel lässt, sondern politische Themen sowie Alltägliches mit einer Prise Humor aufarbeitet. Wer Bob mag und sich an ein humoristisches Buch herantrauen möchte, dem kann ich es empfehlen, aber mit diesem Buch habe ich wieder einmal festgestellt, dass Humor nicht universal funktioniert und jeder hier doch seinen eigenen Geschmack mitbringt.

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