Bob Woodward

 3.7 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Bush at War, Furcht und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Furcht: Trump im Weißen Haus

 (1)
Neu erschienen am 09.10.2018 als Hörbuch bei Argon Verlag.

Furcht

 (5)
Neu erschienen am 08.10.2018 als Hardcover bei Rowohlt.

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Bush at War

Bush at War

 (9)
Erschienen am 01.11.2003
Furcht

Furcht

 (5)
Erschienen am 08.10.2018
Der Informant

Der Informant

 (3)
Erschienen am 01.09.2006
Obamas Kriege

Obamas Kriege

 (2)
Erschienen am 01.01.2011
Bush At War

Bush At War

 (1)
Erschienen am 24.02.2003
Furcht: Trump im Weißen Haus

Furcht: Trump im Weißen Haus

 (1)
Erschienen am 09.10.2018

Neue Rezensionen zu Bob Woodward

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Daniel_Allertseders avatar

Rezension zu "Furcht" von Bob Woodward

Ich fand es großartig - sachlich und mit einem unvoreingenommenen Blick analysiert.
Daniel_Allertsedervor einem Monat

Meine Meinung

 

Sehr oft frage ich mich – nicht weniger beeinflusst von den täglichen Nachrichten – welch nutzlose Dilettanten eigentlich so die Welt regieren. Sei es Russland, die Türkei, Nordkorea, irgendein arabischer Diktator oder ein italienischer Oligarch, der lediglich am Geld interessiert ist als am Wohl des Landes. Der Gipfel von diesem lustigen Clownsverein aber ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – Donald Trump. Jener Trump, der völlig überraschend die letzten Präsidentschaftswahlen für sich gewinnen konnte, und seitdem das komplette Land auf den Kopf stellt. Warum es diese wahrlich seltene Art von Mensch ins Oval Office geschafft hat, erklärt uns sehr ausführlich und äußerst interessant der amerikanische Journalist Bob Woodward, der für die Washington Post schreibt und nun sein neues Buch veröffentlicht hat: »Furcht – Trump im weißen Haus« - eine Analyse, eine Rekonstruktion des Wahlkampfes von Trump, wie er diese Wahl für sich entscheiden konnte, und wie er überhaupt keine Ahnung von Politik hat. 
   Dieses dicke Buch klärt auf, wie Trump tickt, wie schlimm es wirklich um Amerika steht und welche Populisten und Radikalen hinter Trumps Triumph stehen. Mit sachlicher und dennoch sehr nüchternen Sprache porträtiert Woodward diese Zeit vor und nach Trumps Wahlsieg, dieser erschütternde Sieg, diese ganze Vorbereitungszeit, und die vielen Menschen hinter Trump. Aus geheimen Dokumenten und Akten, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, stellt Woodward die Geschichte um Trump dar. Von einem läppischen Schauspieler, den man kurz in »Kevin allein in New York« gesehen hat zum obersten Kopf der USA – man mag es kaum glauben, man muss es aber glauben, nachdem man das Buch von Bob Woodward gelesen hat, denn in diesem Buch sind ebenjene schrecklichen Wahrheiten enthalten, und wer bisher noch immer nicht glauben konnte, wie dieser Kürbiskopf es bis an die Spitze geschafft hat, der hält mit »Furcht« die Antworten auf über fünfhundert Seiten in den Händen. 
   Ich empfand dieses Buch als überaus spannend, interessant und aufklärend. Nun verstehe ich, wie Trump es ins Weiße Haus geschafft hat, welche Wege er genommen und welche Hintertürchen er benutzt hat, um auf den wohl mächtigsten Stuhl der Welt zu gelangen. Sehr traurig allemal, denn seine Politik ist nichts im Gegensatz zu der vom legendären Barack Obama, dessen Amtszeit prägend für die USA war. Trump hingegen, und dies wird im Buch ebenfalls eindringlich und äußerst anschaulich erklärt, plant Ausstiege aus zahlreichen Abkommen, und auch da plädiert Woodward auf die Vernünftigen im Land, die Zahlreichen, die Trump immer wieder bremsen und stoppen können. 

Fazit

 

Zusammenfassend bin ich überzeugt von Bob Woodwards »Furcht – Trump im weißen Haus«. Ein ehrlicher und interessanter Bericht über Trumps »Erfolg«, seine Hintermänner und seine Politik. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Interessierte der amerikanischen Politik. 

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leserattebremens avatar

Rezension zu "Furcht" von Bob Woodward

Seriös und stark recherchiert
leserattebremenvor 2 Monaten

Donald Trumps Wahlkampf und seine Präsidentschaft sind seit über zwei Jahren ein in den Medien präsentes Thema. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland schaffen seine Tweets und zweifelhaften Aussagen es ebenso auf die Titelseite wie Spekulationen über das Verhältnis zu seiner Ehefrau Melania. Auch zahlreiche Bücher sind bereits erschienen, beispielsweise von Ex-FBI Direktor Comey oder das in den Medien viel beachtete Buch „Fire and Fury“ von Michael Wolff. Jetzt hat mit Bob Woodward einer der bekanntesten amerikanischen Journalisten ein Buch über Trump vorgelegt, wie er es bereits über viele amerikanische Präsidenten geschrieben hat. Vor Jahrzehnte Jahren deckte er gemeinsam mit seinem Kollegen Bernstein den Watergate-Skandal auf, in seinem Buch „Furcht. Trump im Weißen Haus“ beschäftigt er sich mit Trumps Wahlkampf und den ersten eineinhalb Jahren seiner Präsidentschaft, belegt durch viele Gespräche „unter zwei“ und „unter drei“, die er geführt hat.
Bob Woodward kann mit seinem Buch über Trump wirklich überzeugen. Nach zahlreichen reißerischen Veröffentlichungen in Zeitungen und in Buchform von zahlreichen Verfassern gelingt es ihm, einen durchweg sachlichen und dokumentierenden Ton beizubehalten. Äußerst seriös kann er aufschlüsseln, was hinter den Kulissen im Weißen Haus stattfindet und sich dabei auf viele Quellen berufen, auch wenn diese oft ungenannt bleiben. Hierfür wird er teilweise kritisiert, aber wie sollte er sonst über aktuelle Sachverhalte verlässlich berichten, denn Betroffene werden sich nur äußern, wenn ihre Anonymität garantiert wird. Gerade ein unkalkulierbarer Charakter wie Donald Trump wäre wohl nicht mit einem verständnisvollen Umgang zu rechnen, wenn Gespräche mit Journalisten bekannt würden. Zu Trumps Verteidigung muss gesagt werden, dass wohl kein Präsident gerne Mitarbeiter beschäftigt, die über interne Abläufe Informationen an Journalisten wie Bob Woodward weitergeben. Durch die Verwendung dieser ungenannten Quellen ist es Woodward jedoch gelungen, einen großartigen, wenn auch beängstigenden Einblick in den Arbeitsalltag im Weißen Haus zu liefern. Er beschreibt das Chaos, die Unberechenbarkeit des Präsidenten, seine Ignoranz und Unwissenheit in vielen Fachgebieten auf so nüchterne Art und Weise, dass einem nur das kalte Grausen den Rücken hinunterlaufen kann. Sein Anwalt Dowd zieht am Ende die Schlussfolgerung, dass Trump hauptsächlich ein berufsmäßiger Lügner sei. Ich würde nach der Lektüre noch die Schlussfolgerung ziehen, dass bisher einfach Glück und Zufall dazu geführt haben, dass Donald Trump die Weltordnung noch nicht in den Abgrund und den endgültigen Zerfall gelenkt hat.
Meiner Meinung nach ist es Bob Woodward großartig gelungen, sich von der Hysterie um die Präsidentschaft Trumps nicht beeinflussen zu lassen, er hat ein sachliches und hochinformatives Buch geschrieben, das dringend nötig war. Auch er beschreibt katastrophale Zustände im Weißen Haus rund um Präsident Trump, jedoch auf eine glaubwürdige und gründliche Art und Weise, die gerade dieses Buch lesenswert macht. 

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Wedmas avatar

Rezension zu "Fear: Trump in the White House" von Bob Woodward

Im Westen nichts Neues.
Wedmavor 3 Monaten

Die Faustregel, wenn ein Buch als ein Enthüllungsbuch angepriesen wird, dann ist es keins, trifft auch auf dieses zu.

 Es ist bloß ein weiteres Werk eines langjährigen Schreiberlins der Eliten, das vor Augen der als dumm antizipierten Leser ausbreitet, welch ein unfähiger Mann Trump doch sei, was hohe Politik angeht; wie er seine Mitarbeiter beschimpft und vor aller Augen zur Schnecke macht; wie sich seine Mitarbeiter abfällig über ihn äußern; wie sie ihm wichtige Papiere vom Tisch entwenden oder erst gar nicht zukommen lassen usw. All das hat man bereits woanders gelesen/gehört.

 Etwas grundsätzlich Neues gibt es hier nicht. Woodward spricht viele Dinge in publikumswirksamen Stichwörtern an, manche gar paarmal, aber die bleiben einfach in der Luft hängen. Max. wird das nochmals gebracht, was man längst aus der Presse oder aus den Vorgängern über Trump kennt, und los geht es mit dem nächsten Thema, nach dem gleichen Muster. Also entpuppen sich die Stichwörter bloß als leere Versprechungen.

 Wer andere Bücher zu dem Thema gelesen hat, wie z.B. „Feuer und Zorn“ von Michael Wolff, was hier auch kurz zur Sprache kommt, weiß bereits, was man zu dem Thema wissen muss. Der Titel bezieht sich auf den von Trump als richtig gehaltenen Führungsstil. In paar Sätzen ist es auch abgehandelt, taucht etwas später nochmals auf und das war es, da geht es auch nicht weiter.

 Die Quellenangaben gibt es keine. Informantenschutz. Alles bewegt sich also auf dem Hörensagen-Niveau. Schlimmstenfalls liest/hört man hier reine Belletristik.

 Auch deshalb, wie auch vielerorts sonst, hatte ich den Eindruck, dass der Leser als äußerst uninformiert und kaum zum selbständigen Denken fähig eingeschätzt wird, daher das dürftige Resultat.

 Der Schluss hat auch für Kopfschütteln gesorgt. „Du bist ein verdammter Lügner“ ggü dem Präsidenten aus dem Munde eines Star-Anwalts, der Trump nicht mehr vertreten wollte (er hat es nicht wirklich gesagt, nur gedacht), wirkt unfreiwillig komisch. Bestimmt ist der Herr ein hochkarätiger Anwalt geworden, weil er in seiner Laufbahn immer nur die Wahrheit gesagt hatte ;-)

 Viele Schimpfwörter hört man hier. Es gibt selten Dialoge, die ohne die üblichen Verdächtigen wie f…& Co. auskommen.

 Robert Petkoff hat sehr gut gelesen. Eine angenehme, wohl erzogene Stimme, der ich die12 St. 20 Min. der ungekürzten Ausgabe problemlos lauschen konnte. Alles schön klar und deutlich ausgesprochen. Die einzelnen Figuren hört man prima heraus. Er liest auch wohl temperiert: nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell.

 Im Zweiten, in 19 Uhr Nachrichten vor paar Tagen, wurde als Fazit zum Buch gesagt: Nichts Neues. Ich wollte meine eigene Meinung dazu haben. Und ich gebe der Moderatorin recht: In der Tat: Nichts Neues, insb. wenn man die bekannten Vorgänger über Trump bereits kennt.

Man erhält hier bloß paar eher unbedeutende Updates.

Jeder muss selbst sehen, ob er es sich deshalb antun möchte.

Das Buch kommt im Oktober auf Deutsch.

 

 

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