Bodie Thoene Wien - der Auftakt

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Inhaltsangabe zu „Wien - der Auftakt“ von Bodie Thoene

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  • Rezension zu "Wien - der Auftakt" von Bodie Thoene

    Wien - der Auftakt
    Rainbow

    Rainbow

    1937: Während Amerika sich isoliert, England und Frankreich Beschwichtigungspolitik betreiben und die Schatten des Nationalsozialismus sich in Europa ausbreiten, spielt Elisa Lindheim in Wien Mozart - etwas, das ihr als Halbjüdin in ihrer Heimatsstadt Berlin schon seit Jahren verboten ist. Doch obwohl sie sich sicher fühlt, sind die Rassengesetze nur ein Auftakt für alles, was kommen wird, denn Hitler hat bereits mehr als ein Auge auf Österreich geworfen und so muss die junge Musikerin schon bald um ihre Familie und ihre jüdischen Freunde fürchten, die nicht nur bedroht sind, weil sie Juden sind, sondern auch, weil sie jüdische Kinder aus Deutschland herausschmuggeln und schon bald ist auch Elisa Teil dieser Organisation. Mit „Wien – der Auftakt“ beginnt Bodie Thoene die spannende Reihe der Zion-Passion, die sich stellvertretend mit verschiedenen Aspekten der jüdischen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus befasst. Dabei beschreibt sie trotz vieler Namen und Fakten spannend und berührend und macht damit die Zeit greifbar, sodass der Leser das Gefühl bekommt, dass es Elisa Lindheim wirklich gegeben haben kann oder gar muss. Fiktion und Realität sind dadurch hin und wieder schwer zu trennen, was aber den Wunsch, sich genauer mit den Geschehnissen auseinander zu setzen, um herauszufinden, was wirklich passiert, nur verstärkt und so Anreiz zu einer genauen Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema bietet. Viele der historischen Persönlichkeiten wie Eden, Chamberlain, Canaris oder Schuschnigg, die sonst immer nur Namen auf dem Papier sind, bekommen plötzlich Leben eingehaucht und erscheinen nicht nur als Politiker, sondern in erster Linie auch als Menschen, mit Eigenarten, Stärken und Schwächen. Zusätzlich dazu erschafft Thoene viele Personen, die trotz ihrer Anzahl immer lebendig und komplex erscheinen. Obwohl Wien nur den ersten Teil der Reihe bildet, werden doch die Verbindungen der Personen untereinander schnell klar, sodass kein langes Rätselraten nötig ist, um der Handlung folgen zu können. Auch wenn das Buch eine ungeheure Spannung in sich trägt und auch gut geschrieben ist, liest es sich doch nicht leicht: ein Aspekt, welcher der Thematik geschuldet ist. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin vom Auseinanderfallen von Familien, Verfolgung und Flucht, der Angst und den Schuldgefühlen gegenüber den Menschen, denen man nicht helfen kann – sie schreibt von Grausamkeit, Spott und dumpfem Gehorchen, aber auch von Mut, Zivilcourage und Hoffnung. Und sie schreibt von Gott, im noch sicheren Wien, in den Tiroler Alpen, wo Flüchtlingskinder versteckt werden und auch im Fegefeuer, das den Namen Dachau trägt. Im Gegensatz zu manch anderen christlichen Romane, tut Bodie Thoene das nicht auf eine aufdringliche Art und Weise, sondern sieht den Glauben an Gott als Teil ihrer Figuren, als etwas Gegebenes, das aber auch in Frage gestellt wird. Mit „Wien – der Auftakt“ gelingt der Autorin ein wahrhaft spannender Beginn einer Reihe, die man unbedingt weiterlesen will. Sehr zu empfehlen! ___________________________ Die Nachfolgebände sind: 2. "Prag - der Konflikt" 3. "München - das Abkommen" 4. "Jerusalem - die Hoffnung" 5. "Danzig - der Plan" 6. "Warschau - das Requiem" sowie 3 nicht übersetzte Bücher: "London Refrain", "Paris Encore" und "Dunkirk Crescendo".

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