Bodo Homberg Bobs Begräbnis

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Inhaltsangabe zu „Bobs Begräbnis“ von Bodo Homberg

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  • Rezension zu "Bobs Begräbnis" von Bodo Homberg

    Bobs Begräbnis
    Heike110566

    Heike110566

    08. July 2010 um 13:12

    Bodo Homberg (geb. 1926) ist ein außergewöhnlicher Autor. Geboren in Rostock, wo er auch ab 1948 Ger- manistik sowie Kunst- und Theaterwissenschaft studiert, flüchtet er 1950 nach Westberlin. Dort beginnt er als Schriftsteller zu arbeiten und setzt später auch sein Stu- dium an der FU fort. 1955 erhält Homberg ein Reisesti- pendium der Bundesregierung. Neben seiner Tätigkeit als Privatdozent in Westberlin, arbeitet er ab 1957 auch für das DDR-Fernsehen und siedelt 1967 wieder komplett in die DDR über. Kehrt zurück. "Bobs Begräbnis", 1986 im Union Verlag Berlin (DDR) erschienen, ist ein stark autobiografisch geprägter Roman. Bob, der Bruder des Romanhelden Carl-Friedrich, ist tot. Er lebte in Hamburg, wo auch Carl-Friedrich bis zu seiner Übersiedelung 1967 in die DDR zu Hause war. Zur Be- erdigung des Bruders fährt er, der Musikprofessor, nach Hamburg. - Dort begegnet ihm die Vergangenheit: Erinne- rungen an die gemeinsamen Jahre mit dem Bruder, dem Oberstleutnant der Bundeswehr; Hanni, die Frau des Bruders, mit der er mal eine Affaire hatte; Ingrid, seine Ex-Frau ... und auch die Gründe, weswegen er die BRD verließ. Und er erbt das Geldvermögen des Bruders. Hanni will ihn überzeugen im Westen zu bleiben, trotz er in der DDR mit Astrid verheiratet ist. Aber er will zurück. Zurück nach Hause ... Homberg hat für diesen Roman nicht gerade eine einfache Struktur gewählt. Den Rahmen bildet ein Klinik-Aufent- halt kurz nach der Rückkehr, wo er die Reise erinnert. Weitere Ebenen bilden die Erinnerungen, die er in Ham- burg an früher hat sowie Traumstücke. Alles vermischt sich. Durch diese Methodik entsteht ein umfassendes Bild davon, was der Hauptfigur und dem Autor wichtig ist. - Der Roman regt an zum eigenen Denken, zum Nachden- ken über sich selbst. > Und dieser Roman ist mehr. Er zeigt, was gern verschwiegen wird, dass es auch Men- schen gab, die bewusst die BRD in Richtung DDR ver- ließen.

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