Bodo Kirchhoff Ohne Eifer, ohne Zorn

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Inhaltsangabe zu „Ohne Eifer, ohne Zorn“ von Bodo Kirchhoff

Branzger ist ein Mann mit Pseudonym, der mit einer Frau Ferngespräche führt, der seinen Nachbarn im Auge behält, zu Huren geht, Roulette spielt, Bodybuilding betreibt, eine unvollendete Geschichte hervorholt, von psychologischen Artikeln lebt, sich im Telefonbuch als Exzentriker ausgibt – und immer wieder Opfer seiner eigenen Wünsche wird. Vom Balkon aus entdeckt Branzger eines Tages, dass sein Nachbar tot ist. Die Polizei ruft er erst einmal nicht. Und noch ein Zufall kommt ins Spiel: Branzger trifft auf das scheinbar vollkommene Objekt seines Begehrens: Eine Frau, die gerade einen Brief aufgibt nach Salò in Oberitalien und seinem Phantasma einen Namen verleiht. »Ohne Eifer, ohne Zorn«, das Aufsehen erregende Prosadebüt Bodo Kirchhoffs aus dem Jahr 1979, beschreibt Körperglück und Lebensekel auf bis dahin nicht gekannte Weise. (Quelle:'Fester Einband/01.03.2013')
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  • Rezension zu "Ohne Eifer, ohne Zorn" von Bodo Kirchhoff

    Ohne Eifer, ohne Zorn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2012 um 02:49

    Kirchhoffs Erstlingswerk banale Erinnerungsausschnitte aus der Bundeswehrzeit mit wiederkehrende skizzenhafte Schreibversuche von Träume und Handlungsentwürfen in Telefongespräche zu eine abschließende ziellose Reise enden. Momentaufnahmen mit Abschweifungen im Analbereich die sich nur unerheblich weiterentwickeln. Das verwesen einer Leiche, seines Nachbarn das einzige spektakuläre Ereignis ist das sich abhebt in dem ansonsten sehr trivialen bedeutungslosen Alltag. Material aus der Vergangenheit autobiographisch verarbeitet wird. Das Erlebnissarme und Triste zu entschuldigen ist. Normale Leben nicht reich an hervorzuhebende Ereignisse sind, wie der Titel schon andeutet eine innere Gleichgültigkeit anhaftet. "Die Einsamkeit der Haut" im Gegensatz die Illusionen von käuflicher Lust und Leere beeindruckender und lebendiger erzählt als im hölzernen, ich zitiere "Die Zeit" : ein Debüt zum Fürchten. Ach wäre dem so.

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