Bodo Mrozek

 3,9 Sterne bei 37 Bewertungen

Lebenslauf von Bodo Mrozek

Geboren 1968 in Berlin. Studium der Geschichte, Literatur- und Politikwissenschaft in Berlin und Amsterdam. War Mitarbeiter der Berliner Seiten der FAZ, Redakteur im Feuilleton des Tagesspiegels und schrieb u.a. für AD, dpa, Frankfurter Rundschau, Merkur, NZZ, Rheinischer Merkur, Der Spiegel, taz, SZ, Weltwoche, Die Zeit. Lebt in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bodo Mrozek

Cover des Buches Das große Lexikon der bedrohten Wörter (ISBN: 9783499624476)

Das große Lexikon der bedrohten Wörter

 (27)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches Lexikon der bedrohten Wörter (ISBN: 9783499621932)

Lexikon der bedrohten Wörter

 (10)
Erschienen am 01.12.2006

Neue Rezensionen zu Bodo Mrozek

Cover des Buches Das große Lexikon der bedrohten Wörter (ISBN: 9783499624476)A

Rezension zu "Das große Lexikon der bedrohten Wörter" von Bodo Mrozek

Es dünkt mir hoffärtig, die Worte zu vergessen!
Angelsammyvor 2 Jahren

Dies ist meine 250. Rezension! Yeah!

Dieses Lexikon ist ein wundervolles Nachschlage- und Referenzwerk. Im Laufe der Zeit bringt unsere dynamische, vitale Sprache neue Worte hervor, die durchaus den Wortschatz bereichern ( können ). Früher hätte keiner gewußt, was liken, entfolgen, Link usw. bedeutet und all die anderen Neologismen.

Leider, leider aber drohen Worte jedoch zu veralten und/oder schlicht in Vergessenheit zu geraten. Bodo Mrozek kommt das Verdienst zu, diesen Schätzen eine Chronik in Form eines Lexikons zukommen zu lassen. Alphabetisch geordnet, mit solch schönen Worten wie bass ( erstaunt ), Abgunst, in petto, Gutdünken, Hagestolz und vieles mehr. Ich gebrauche im passenden Kontext gerne "vergessene" oder "bedrohte" Worte, weil es dem Text mehr Ausdruck und Tiefe verleiht sowie Abwechslung hineinbringt. Das ist für mich die beste Konstellation. Eine schöne Mischung aus modern, klassisch als auch dichterisch. 

Zum Vergleich: Was klingt besser in einem poetisch anspruchsvollen Text? Mir scheint oder Mich dünkt? Oder : Er ist eingebildet/stolz. Er ist hoffärtig.

Willkür versus Gutdünken? Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, der gerne schreibt, was er oder sie benutzen möchte. Aber sind bedrohte Worte, wenn wir ganz ehrlich sind, nicht manchmal von einem helleren Glitzern umgeben als das ach so moderne Äquivalenz? Ausprobieren sollte man es zumindest einmal. Schaden kann es jedenfalls nicht. Es ist eine Bereicherung. 

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Cover des Buches Lexikon der bedrohten Wörter (ISBN: 9783499620775)M

Rezension zu "Lexikon der bedrohten Wörter" von Bodo Mrozek

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Morellavor 10 Jahren

BC-ID: 199-11280023

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Cover des Buches Lexikon der bedrohten Wörter (ISBN: 9783499620775)

Rezension zu "Lexikon der bedrohten Wörter" von Bodo Mrozek

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Ein LovelyBooks-Nutzervor 12 Jahren

Nicht nur die Wüste lebt, sondern auch die deutsche Sprache. Und sie vermehrt sich unaufhaltsam. 1880 erschien der erste DUDEN. Die erste Ausgabe enthielt 27000 Wörter. 2005 waren es bereits 125000! Inzwischen dürfte jeder neue DUDEN schon fast veraltet sein bzw. dem Tempo der sich ständig wandelnden Sprache nicht mehr folgen können. Sind es nun die neuesten Auswüchse der Jugendsprache oder die Kreationen unserer multikulturellen Gesellschaft überhaupt. Kuckst du!

Doch um unsere expandierende Muttersprache geht es in diesem Lexikon nicht. Eher um das Gegenteil. Denn dort wo Neues entsteht, muss Altes oft weichen. Nicht wenige Wörter geraten in Vergessenheit, selbst wenn sie noch gar nicht so alt sind. Beispiel: Wer hat heute noch einen Walkman oder gar ein Kassettendeck? Also das waren die Dinger, die so kleine Magnetbänder abspielen konnten. Viele Kids kennen diese Art der Musikkonservierung heute gar nicht mehr, was ein "Bandsalat" bedeutete folglich ebenfalls nicht. Die Folge: Das Wort stribt aus. Schade eigentlich!

Der Journalist und Autor Bodo Mrozek hat sich dieses Problems angenommen. Er betreibt somit "Artenschutz" und rettet die mitunter recht drolligen Wortschöpfungen vor dem sicheren Tod durch Vergessen.

Oder wer weiß z.B. noch, dass ein "Afterarzt" keine Darmspiegelungen machte, sondern einst die Bezeichnung für Kurpfuscher oder Scharlatan war. Autofahrer nannte man "Fußgasaffen" und Hausdrachen "Xanthippen". Eine "Latüchte" war nichts anderes als eine Laterne und "Olf" die Maßeinheit für die Stärke von Gerüchen. Ein "Remedur" war kein Käse, sondern die Abstellung eines Missbrauchs und an die "Punze" erinnern sich nur gelernte Schriftsetzer. In einem "Backfischaquarium" gab es keine Fische und im "Café Achteck" keinen Kuchen! Ein "Datenhandschuh" war nutzlos und ein "Karnickelpass" sehr familienfreundlich...

Um das eine oder andere Wort ranken sich bestimmte Geschichten und Begebenheiten, die der Autor in vergnügliche Miniaturen verwandelt. Hierbei kommt er ohne "Imponderabilien" aus, weshalb dem Leser keinerlei Anlass gegeben wird, das Buch "indigniert" auf die Seite zu legen, bevor er es nicht in einem Zug ausgelesen hat...!

Sortiert sind die Schmankerl von A-Z. Einziger Kritikpunkt: Es fehlt leider ein alphabetisches Register, was eine gezielte Suche unnötig erschwert. Der Umfang ist aber gerade noch übersichtlich... weshalb das Werk auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Sammlung ist jedoch keineswegs abgeschlossen. Deshalb können wir auf der Homepage des Autors weitere "bedrohte" Wörter eingeben bzw. "beantragen", und uns einstweilen auf eine Fortsetzung und Aktualisierung des Lexikons freuen...

Fazit: Sehr unterhaltsamer "Spannungsbogen". Sprachnostalgie. Wörter-Flohmarkt.

www.bedrohte-woerter.de

© Thomas Lawall - www.querblatt.com

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