Bodo Plachta

 4.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Zensur, Dichterhäuser und weiteren Büchern.

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Komponistenhäuser
Neu erschienen am 27.08.2018 als Hardcover bei DVA.

Alle Bücher von Bodo Plachta

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Bodo PlachtaDichterhäuser
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Dichterhäuser
Dichterhäuser
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Erschienen am 01.08.2017
Bodo PlachtaZensur
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Zensur
Zensur
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Bodo PlachtaEditionswissenschaft
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Bodo PlachtaDichterhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz
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Bodo PlachtaSturm und Drang
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Sturm und Drang
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Erschienen am 01.01.1997
Bodo PlachtaDer Verlust des Bodens
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Der Verlust des Bodens
Bodo PlachtaAnnette von Droste-Hülshoff (1797 bis 1848)
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Annette von Droste-Hülshoff (1797 bis 1848)
Bodo PlachtaLiterarische Zusammenarbeit
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Literarische Zusammenarbeit
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Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu Bodo Plachta

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Dichterhäuser" von Bodo Plachta

„Wer den Dichter will verstehen / Muss in Dichters Lande gehen.“ ( Johann Wolfgang von Goethe)
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Das Duo Bodo Plachta (Autor) und Achim Bednorz (Fotograf) begibt sich auf Spurensuche nach berühmten Dichtern und deren Wirkungsstätten. Die beiden nehmen die Leser mit auf eine Reise durch Zeit und (deutschsprachigen) Raum. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart begleiten wir die beiden auf der Suche nach den Häusern der Dichter.

Wir dürfen Einblick nehmen in Schreibstuben, Druckereien, Bibliotheken und Museen. Wir bekommen Hintergründe, Geschichte, G’schichteln über Erfolge und Misserfolge erzählt. Die kurzen, in sich abgeschlossenen Kapitel lassen ein längeres Verweilen bei dem jeweiligen Literaten zu.

Ehrfurchtsvoll blättert der geneigte Leser in diesem prächtigen Bildband. Wie schön haben die Dichter gewohnt! Oder doch nicht?

Ich durfte anlässlich eines Lübeck-Besuchs das „Buddenbrock-Haus“ besichtigen. Ein Eindruck, der nun durch dieses Buch wieder gefestigt wurde.

Oder das Robert-Musil-Museum in Klagenfurt: ein feines kleines Museum, das neben dem Namensgeber an die beiden wohl bekanntesten Töchter Kärntens erinnert: Christine Lavant und Ingeborg Bachmann.

Wie alle Fotobände nicht unbedingt als „Bettlektüre“ geeignet, ist das Buch doch 24x 30cm groß, 3cm dick und 1,7kg schwer.

Das Buch besteht aus 11 Kapiteln, 245 Seiten mit 157 farbigen Abbildungen. Ein Zitat aus der Einleitung darrf nun auch zum Abschluss nicht fehlen:

„Orte üben wohl deshalb eine derart große Anziehungskraft aus, weil sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen und uns so Kontinuität vermitteln. Doch der Besuch dieser Orte allein reicht meistens nicht aus. Wir benötigen Erklärungen, um die oftmals komplexen spuren deuten zu können und um nicht in bloßer Verehrung zu verharren. Der Ort muss zum Erzählen gebracht werden, damit wir eine genauere Vorstellung davon gewinnen können, was hier einst geschah und was diesen Ort überhaupt auszeichnet und bewahrenswert macht.“

Das Buch macht Appetit, auf den Spuren der Dichter zu lustwandeln. Das eine oder andere Dichterhaus werde ich mir nun auch persönlich ansehen.

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fasersprosses avatar

Rezension zu "Dichterhäuser" von Bodo Plachta

Faszinierende Einblicke in Lebens- und Arbeitswelten deutschsprachiger Dichter
fasersprossevor einem Jahr

Bodo Plachta begibt sich auf Spurensuche und nimmt die Leserschaft mit in die Schreibstuben, Druckereien, Museen, Bibliotheken, an literarische Schauplätze und in Dichterhäuser deutschsprachiger Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart, die als Gedenkstätten und Museen besichtigt werden können. 

Er vermittelt im kulturellen und intellektuellen Kontext Wissen über das Wirken und Schaffen der Dichter und bringt die Orte zum Erzählen. Das macht er in einer hervorragenden Weise. Er ruft in mir geschriebene Bilder der Dichter hervor.

Vita, Hintergründe, Lebensereignisse, Geschichten, Erfolge + Misserfolge der Dichter geben einen faszinierenden Einblick in deren Lebens- und Arbeitswelten. 

Die Fotografien der Häuser und Räume, in der Stadt und auf dem Land, Rückzugsorte und Repräsentationsräume, von idyllisch bis zu karg, von pompös bis zweckmäßig, handgeschriebene Notizbücher und persönliche Gegenstände vervollständigen das Erinnern an das Wirken und Schaffen der Dichter.

Die Fotografien von Achim Bednorz transportieren die Räume und Häuser in einer Realität, die zeitlos wirkt. Man fühlt sich direkt hinein gestellt und würde sich nicht wundern, wenn Walter Kempowski einem aus seinem Garten zuwinkt oder Arno Schmidt mal eben noch schnell seine Lederjacke vom Kleiderbügel streift. Sie sind ausgezeichnete Kunstwerke.

Die Kombination von Text und Fotografie wird wunderbar präsent in der Geschichte von Christine Lavant.

Im umfassenden Anhang findet man Register, Literaturhinweise, Anmerkungen und Hinweise sowie Anschriften der literarischen Schauplätze. 

Der Anziehungskraft, die von Literaten und deren Wirkungsstätten ausgeht, wird dieses Buch gerecht. Das Buch ist wunderschön aufgemacht und ein ideales Geschenk für Literaturinteressierte. 

Mich hat es angeregt, mit Werken der beschriebenen Dichter im Gepäck auf Entdeckungsreise zu den vorgestellten Schauplätzen zu gehen.

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Kopf-Kinos avatar

Rezension zu "Dichterhäuser" von Bodo Plachta

Vom Leben und Wohnen berühmter Literaten
Kopf-Kinovor einem Jahr

„Wer den Dichter will verstehen / Muss in Dichters Lande gehen.“ - Johann Wolfgang von Goethe

Auf 272 Seiten lädt der Germanist Bodo Plachta den Leser ein, sich an über 50 Wirkungs- und Erinnerungsorte auf Spurensuche zu begeben, um der Frage nachzugehen, wo und wie Literatur entstehen konnte. Das hochwertige und großformatige (23 x 29 cm) Buch 'Dichterhäuser' bietet mit 157 farbigen Fotografien (von Achim Bednorz) sorgsame Einblicke in die Wohn- und Lebenswelt deutschsprachiger Dichtergrößen - die Bandbreite reicht hierbei durch sämtliche literaturgeschichtlichen Epochen.

„Orte der Erinnerung markieren wir daher, um sie nicht aus dem Blick zu verlieren.“ - so lautet es in der Einleitung. Meiner Meinung nach gelang es Plachta mit 'Dichterhäuser' ganz ausgezeichnet, von den Orten und deren einstigen Bewohnern zu erzählen, zumal es mein Interesse an Werken, die mir bislang unbekannt waren, wecken konnte. Ich komme nicht drumherum zu betonen, wie wundervoll dieses Buch aufgemacht ist – ein wahres Schmuckstück!

Jedes Kapitel öffnet gewissermaßen neue Räume, da voranstehend kurz, aber gut verständlich die jeweilige Epoche erläutert wird und relevante Hintergründe durchleuchtet werden, welchen Stand Schriftsteller zu jener Zeit beispielsweise hatten und wie sich dieser veränderte, wie die damaligen Wohnverhältnisse aussahen, was die Bevölkerung prägte und wie sich dies in der Literatur widerspiegelte und so weiter. Anschließend kann der Leser in vergangene (Lebens-)Welten eintauchen, da Plachta zu jeder repräsentativen Person und deren Räumlichkeiten, aus denen - dank der kunstvoll in Szene gesetzten Fotografien - die eingefrorene Zeit herausgelesen werden kann, eine eigene Geschichte in Form einer Kurzbiographie zu Leben erweckt, Zeitzeugen zur Sprache kommen lässt oder sogar den Dichter aus Werk und Tagebücher zitiert. Die maximal auf 10 Seiten ausgelegten Abschnitte eignen sich vortrefflich dazu, das Buch immer wieder erneut zur Hand zu nehmen und weiterzulesen, sowie die großformatigen Abbildungen zu betrachten. Auch Vorbilder für Romanfiguren und literarische Schauplätze (Lotte und Werther, das Buddenbrook-Haus, sowie Kurt Tucholskys Erzählung 'Rheinsberg') sind vorzufinden, zumal der Begriff 'Dichter' hierbei weit gefasst wird, wie die folgende Liste derjenigen, die aus 200 Gedenkstätten des deutschen Sprachraums für dieses Buch ausgewählt wurden, zeigt:

Wolfram von Eschenbach, Oswald von Wolkenstein, Hans Jacob Christian von Grimmelshausen, Gottholm Ephraim Lessing, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottfried Seume und Georg Joachim Göschen, Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller, Friedrich Nietzsche, Novalis, Jean Paul, E.T.A. Hoffmann, Achim und Bettina von Arnim, Justinus Kerner, Friedrich Hölderlin, Annette von Droste-Hülshoff, Eduard Mörike, Adalbert Stifter, Heinrich Heine, Georg Büchner, Friedrich Hebbel, Theodor Fontane, Theodor Storm, Wilhelm Raabe, Conrad Ferdinand Meyer, Georg Trakl, Karl May, Hugo von Hofmannsthal, Gerhart Hauptmann, Ida und Richard Drehmel, Hermann Hesse, Hans Fallada, Marieluise Fleißer, Ernst Barlach, Anna Seghers, Berthold Brecht, Arno Schmidt, Ernst Jünger, Peter Huchel, Robert Musil, Ingeborg Bachmann, Christiane Lavant, Wolfgang Koeppen, Thomas Bernhard, Walter Kempowski, Friedrich Dürrenmatt

Angesichts der Liste wird bereits deutlich, wie viele Geschichten dieses Buch bereithält - so erzählt es auch von Vertreibung, Exil, Schicksalsschlägen und vom Zahn der Zeit. 'Dichterhäuser' zeigt eindrucksvoll, dass die Privaträume berühmter Literaten weitaus mehr sind als reine Zeugen des boomenden Erinnerungskults oder der Selbstinszinierung: Sie dienen auch als Forschungsstätte, Archive, Zentren des Literaturbetriebs und lebendige Orte der Begegnung. Das im Anhang vorzufindende Adressverzeichnis samt Literaturhinweis winkt quasi als Einladung, um die Erinnerungsorte auf eigene Faust aufzusuchen und selbst zu erleben.

Am Rande möchte ich noch anmerken, dass die Überschrift des Klappentextes 'Zuhause bei Deutschlands Dichtern' auf den ersten Blick etwas irreführend ist, da es genaugenommen 'Zuhause bei deutschsprachigen Dichtern' lauten müsste, schließlich sind im Buch auch Stellvertreter aus Österreich und der Schweiz vorzufinden.

Summa summarum kann ich sagen, dass 'Dichterhäuser' ein sehr anregendes Buch für mich war, da es mir nicht nur Autoren, die ich schätze, näher brachte, sondern auch diejenigen, von deren Existenz ich bislang noch nichts wusste und die nun mein Interesse weckten. Demnach spreche ich für alle Leser und Buchliebhaber eine klare Empfehlung aus, da mir das Buch einige schöne Stunden des Verweilens und Nachsinnens schenken konnte.

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