Bohumil Hrabal Ich habe den englischen König bedient

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Inhaltsangabe zu „Ich habe den englischen König bedient“ von Bohumil Hrabal

Der große tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal führte jene burleske Literatur fort, die den braven Soldaten Schwejk hervorbrachte. Dieser Roman hat seit dem ersten Erscheinen Hunderttausende Leser gefunden.

Die so komische wie melancholische Geschichte von Díté, dem kleinen Mann, der sich in kriegsbegeisterten Zeiten einzig nach Frieden und Wohlstand sehnt, gilt als Hrabals schönstes und wichtigstes Buch.

Verfilmung von Oscar-Preisträger Ji?i Menzel mit Julia Jentsch 2007 in den Kinos!

Schwejk trifft Eulenspiegel: Ein Bubenstück, das den Spiegel vorhält.

— Beust

Der abenteuerliche Simplizissimus entdeckt das Geld, den Sex, die Politik, die Literatur und die Menschlichkeit - in ziemlich genau dieser Reihenfolge.

— Nemo

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  • Rezension zu "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal

    Ich habe den englischen König bedient

    couchpotatogirl

    11. July 2007 um 09:16

    Hrabal lässt in diesem Schelmenroman einen Pikkolo von seinem Aufstieg erzählen. Ein leichter Weg war es nicht, auch wenn alles Geschehene mit naiver Leichtigkeit erzählt wird. Der Pikkolo lernt schon bei seiner ersten Anstellung in einem Prager Hotel, dass er nichts sehen darf, und gleichzeitig alles sehen muss. So sieht und sieht er nicht die hohen Herren die in den Hotels absteigen, Korruption, Betrug, Prostitution, der Traum vom großen Reichtum. Doch er fühlt sich davon nicht abgestoßen, er wertet nicht, er beobachtet und versucht für sein eigenes Leben und seinen Aufstieg nutzen darauf zu schlagen. Normalerweise halte ich wenig von Vergleichen, doch wenn Hrabals Pikkolo mit Jaroslav Hašeks braven Soldat Schwejk verglichen wird, kann ich dem nur zustimmen. Wie bei Schwejk ist auch beim Pikkolo nicht ganz klar, ob er unglaublich naiv dumm oder einfach nur sehr intelligent ist. Er mag ihn gerne, den schönen Schein, alles was ihn ein paar Zentimeter mehr Größe und ein bisschen mehr Wichtigkeit verleiht. Nachdem er eines Abends nach einem Bankett vom abessinischen Kaiser eine Schärpe mit Orden verliehen bekommt, trägt er diese bei jeder Gelegenheit zur Schau, badet in der Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen, bis schließlich klar wird, dass sie ihn nicht mit Bewunderung, sondern mit Argwohn und Abscheu betrachten, vor allem nachdem er eine Arierin heiratet. Ernste Themen wie Nationalsozialismus, Holocaust und der Putsch der Kommunisten werden scherzhaft geschildert und ins Lächerliche gezogen. Dies ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack, ich fand es jedoch sehr lesenswert. Abzug gibt es für einige Längen in der zweiten Hälfte des Buches.

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