Bojer Johan Else von Hollander-Lossow und Julius Sandmeier Der letzte Wiking : (Die Lofotfischer). Roman.

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Wiking : (Die Lofotfischer). Roman.“ von Bojer Johan Else von Hollander-Lossow und Julius Sandmeier

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    Der letzte Wiking : (Die Lofotfischer). Roman.
    Minje

    Minje

    08. March 2016 um 14:18

    "Der letzte Wiking" von Johan Bojer erschien 1966 im Verlag Volk und Welt, Berlin. Die norwegische Originalausgabe erschien 1921 unter dem Titel "Den siste viking". Inhalt Kristaver und Maja Myran: zwei Personen, die sehr unterschiedlich sind. Sie liebt die Sicherheit des Landes. Er liebt das Meer. Sechs Kinder haben sie. Wie sollen sie damit umgehen? Sollen sie sich für das Land oder für das Meer entscheiden? Eine Zerreißprobe. Meinung Cover: schön. Man muss bedenken, dass das Buch von 1966 ist. Und dafür ist das gutgelungen. Es fängt gut die Atmossphäre ein. Stil: Bojer schreibt sehr schön. Man merkt beim Lesen, dass er das Werk nicht einfach nur "hinuntergeschrieben" hat, sondern jedes Wort an die richtige Stelle gesetzt hat. Man versinkt darin. Es taucht kein falsches unschönes Wort auf. Man kann dieses Buch genießen. Besonders gefallen mir seine Beschreibungend der Natur. Sprache: Es werden Fachbegriffe gebraucht, wie Rahsegel, Hintersteven. Ich verstehe diese Begriffe zwar nicht. Doch es zeigt mir, dass der Autor Ahnung hat von dem, was er schreibt (er arbeitete selbst als Lofotfischer). Realität: Bojer schildert die Ängste der Menschen gut. Ein Boot, das jeden Winter kentert, soll man das noch kaufen? Besonders gut gelungen: die Schilderung einer sehr stürmischen Nacht. Die Frauen sind allein, die Männer auf See. Die Ängste, die die Frauen zu Hause durchmachen...wirklich sehr gut beschrieben. Die Lofotfischerei selbst- keine Idylle. Es war hart. Detailiert wird diese Härte geschildert. Kranke, Tote, Konflikte. Charaktere: Besonders interessant finde ich Maja Myran und den Sohn Lars. Maya ist eine Frau, die sehr hart arbeitet. Trotz der vielen Ängste, die sie ausstehen muss, versinkt sie nicht in Depression, sondern arbeitet fleißig und zieht sechs Kinder groß. Sie lässt ihrem Mann seine Freiheit, da sie ihn liebt. Und trotzdem: ein großer Konflikt quält sie. Sie spürt Gottes Nähe nicht. Seine Nähe spürt sie zu Hause. Das Leben am Fjord ist für sie wie das Jüngste Gericht. Lars, der älteste Sohn. Was soll er tun? Soll er Lehrer werden? Muss er nicht seinen Vater unterstützen, da er der Älteste ist? Was soll er tun, wie soll er sich entwickeln? Fazit Toll! Mir hat das Buch super gefallen. Ich habe mir bereits zwei weitere Bücher des Autors bestellt: "The great hunger" (ebook) und "Volk am Meer".

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