Bonnie-Sue Hitchcock

 4.4 Sterne bei 47 Bewertungen

Alle Bücher von Bonnie-Sue Hitchcock

Der Geruch von Häusern anderer Leute

Der Geruch von Häusern anderer Leute

 (44)
Erschienen am 18.03.2016
The Smell of Other People's Houses

The Smell of Other People's Houses

 (3)
Erschienen am 05.04.2016

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Mary2s avatar

Rezension zu "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von Bonnie-Sue Hitchcock

Eine Jugend in Alaska - Berührendes Zeitporträt
Mary2vor 6 Monaten

Das Jahr 1970 in Alaska.

Vier Jugendliche aus der Kleinstadt Fairbanks erleben Frühling, Sommer, Herbst und Winter im 49. Bundessstaat der USA. Ruth, Alyce, Dora und Hank haben recht unterschiedliche Elternhäuser und die meisten haben Pech mit ihren Eltern. Tod, Scheidung, Alkohol, häusliche Gewalt, Armut, sind die Begleitmusik ihres Lebens, in dem sie sich mit ihren Träumen und Hoffnungen einrichten. Abwechselnd berichten die Protagonisten aus ihrer Perspektive, wie sie ihre persönliche Situation und das Leben in Alaska wahrnehmen. Die Stimmungen, das Klima und die Gerüche sind dabei so bildhaft beschrieben, dass der Leser sich wunderbar in das Alaska des Jahres 1970 einfühlen kann. Ganz nebenbei gibt es zahlreiche Informationen über das Land, die Ureinwohner, das Leben auf einem Fischerboot und besondere Ereignisse der Landesgeschichte.

Allmählich und behutsam werden die verschiedenen Perspektiven miteinander verwoben und es entsteht ein zauberhaftes Geflecht aus Beziehungen und Freundschaften, das für alle Protagonisten alte Fragen löst und neue Perspektiven eröffnet.

 

Geschrieben ist dieser Jugendroman in einem berührenden, poetischen Stil, ohne jedoch kitschig zu werden. Auch die Übersetzung ins Deutsche ist hervorragend gelungen und zu Recht preisgekrönt. Ganz entscheidend empfinde ich die Authentizität, mit der Bonnie-Sue Hitchcock vom Leben in Alaska schreibt – schließlich stammt sie von dort und kennt die Lebensumstände. Diese Lektüre hat meinen Horizont definitiv erweitert.

 

Für mich ein rundum gelungenes Buch, das für Jugendliche ganz sicher empfehlenswert ist. Zwar mögen die heutigen Probleme etwas anders gelagert sein, das Grundthema der Träume, Hoffnungen und Freundschaften ist aber zeitlos.

 

Auch der erwachsene Leser wird nicht enttäuscht von diesem Zeitporträt, das in mir nach der Lektüre noch lange nachklingt.

 

Ich vergebe gerne und ohne Einschränkungen 5 Sterne.

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Melegim1984s avatar

Rezension zu "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von Bonnie-Sue Hitchcock

Wenn das Schicksal dich rettet
Melegim1984vor 8 Monaten

Inhalt


Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce … Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2017






Meine Meinung 



Ein wunderschönes Buch vor der Kulisse Alaskas. Das Buch spielt im Jahre 1970 und erzählt in einer Zeitspanne das Leben und die Schicksäle von jungen Leuten. In einem Prolog bekommen wir noch einen kurzen Einblick in die Vergangenheit. Dann in der Gegenwart werden wir Zeuge wie das Leben von vier Jugendlichen miteinander verwoben werden. Das Leben der Jugendlichen zieht sich wie ein roter Faden. Es ist sehr interessant wie sich alles zusammenfügt. Ja und irgendwie retten sie sich auch gegenseitig. Ich fand das ganze Buch ziemlich berührend. Es hat den Preis für den Deutschen Jugendliteraturpreis verdient gewonnen. Das es auch im Herzen von Alaska spielt macht es nochmal zu etwas Besonderem. Alaska ist gerade zu einem Bundesstaat von den USA geworden., was das Leben der Ureinwohner und auch allen andere Bewohnern des Städtchens Fairbanks ziemlich verändert hat. Die Menschen dort sind einfache Leute, die nichts lieber tun als Fischen zu gehen. Auf einmal verändert sich das Leben der Jugendlichen und sie müssen mit vielen Sorgen zurecht kommen. Das Ende hat mich auch noch einmal zu Tränen gerührt. Denn sie alle haben doch irgendwie ihren Weg gefunden. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch, Melek




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Azalees avatar

Rezension zu "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von Bonnie-Sue Hitchcock

Ein berührendes, aber etwas vorhersehbares Buch
Azaleevor 9 Monaten

Bonnie-Sue Hitchcocks Der Geruch von Häusern anderer Leute verknüpft das Schicksal von vier Teenagern im Alaska der 70er-Jahre und begleitetet sie über ein Jahr hinweg.
Sie erzählt die Geschichten von Dora, Ruth, Hank und Alyce. Das Buch ist sehr bildlich geschrieben, sodass man sehr gut in die Geschichte hineinfindet. Besonders gut gefallen hat mir, das Hitchcock auch die Gerüche beschreibt und so der Bogen zum Titel hergestellt wird. Daran merkt man auch, dass Hitchcock gut schreiben kann, denn sie wird sehr konkret. Es ist nicht das übliche xy riecht nach Wald/Meer etc., was gerade in Jugendbüchern ja sehr häufig vorkommt. Stattdesssen wählt sie Gerüche wie Zedernholz oder Kaffee, die jeder Leser sich auch ungefähr vorstellen kann.

Durch all ihre Beschreibungen wird das Buch sehr dicht und der Leser findet sofort ins Buch hinein. Man merkt zudem, dass sie selbst sich gut mit dem Leben in Alaska auskennt, sodass alles noch einmal glaubwürdiger wird.

Die Figuren waren am Anfang noch sehr blass und ich habe mich schwer damit getan, sie auseinanderzuhalten. Je weiter das Buch fortschreitet, desto mehr bilden sie ihren eigenen Charakter aus und entwickeln sich weiter. So schafft es etwa Dora ihre Angst zu überwinden, Ruth wird stärker als vorher und Hank findet sich selbst. Manchmal war das Buch aber relativ vorhersehbar, wie bei Ruths Geheimnis. Dann wiederum gab es auch schöne und teils überraschende Wendungen.

Insgesamt ist Der Geruch von Häusern anderer Leute ein berührendes Buch, das zeigt, was wirklich wichtig ist. Hitchcock hat einen Schreibstil, durch den man direkt in das Geschehen hineingezogen wird. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam und deckt die Zeitspanne eines ganzen Jahres ab. Gerade dadurch, dass sich die Handlung nicht überschlägt, haben die Figuren aber ausreichend Raum sich zu entfalten.

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