Bonnyb. Bendix

 4.2 Sterne bei 20 Bewertungen

Alle Bücher von Bonnyb. Bendix

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Nein: Nur Dir kann ich vertrauen

Nein: Nur Dir kann ich vertrauen

 (7)
Erschienen am 01.03.2017
Wolf: Es war einmal ...

Wolf: Es war einmal ...

 (4)
Erschienen am 30.09.2013
Elevator: Gefangen mit Dir

Elevator: Gefangen mit Dir

 (2)
Erschienen am 20.01.2018
Harte Jungs - Stürmische Gefühle

Harte Jungs - Stürmische Gefühle

 (2)
Erschienen am 03.12.2013
Septembersturm: Ein Vagabund zum Verlieben

Septembersturm: Ein Vagabund zum Verlieben

 (1)
Erschienen am 12.08.2015
I can't say no to you: Juli & Jörn

I can't say no to you: Juli & Jörn

 (1)
Erschienen am 19.01.2016
Soulkeeper - Wenn Engel lieben

Soulkeeper - Wenn Engel lieben

 (1)
Erschienen am 10.01.2014

Neue Rezensionen zu Bonnyb. Bendix

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79yvis avatar

Rezension zu "Elevator: Gefangen mit Dir" von Bonnyb. Bendix

Wenn das Schicksal die Finger im Spiel hat.
79yvivor 7 Monaten

Ich bin eigentlich niemand, der sich ausschließlich nur wegen des Covers für ein Buch entscheidet. Bei diesem hier hat mich der alte Fahrstuhl gepaart mit der irgendwie düsteren Stimmung aber sofort angesprungen, ich konnte gar nicht so schnell überlegen wie es dann auf meinem Reader gelandet ist. Entpuppt hat sich die Geschichte um Lucas und Glen als eine Story, die mich uneingeschränkt gefangen genommen hat. Die Anlaufzeit, die ich bei manchen Büchern brauche, um in die Geschichte hinein zu finden, gab es hier nicht. Zum einen, weil sich der Schreibstil der Autorin sehr flüssig lesen lässt, zum anderen, weil man in eine Szene einsteigt, die mir Gänsehaut beschert hat.

„Ein enger Raum, oder eher eine Falle, zu wenig Platz für mich… zu wenig Platz für ihn. Ein Raum gefüllt mit Emotionen, … Aber am schlimmsten ist die Tatsache, dass es kein Entkommen gibt, keine Chance, hier einfach zu verschwinden …“

Nach und nach erklärt sich, wie diese beklemmende Situation zustande gekommen ist und im Nachhinein betrachtet versinnbildlicht das Festsitzen in diesem antiquierten Aufzug geradezu die Lebenssituation der zwei Protagonisten. Beide wachsen in einem heruntergekommenen Brennpunktviertel auf, in dem Gewalt und Bandenkriminalität an der Tagesordnung ist. Entweder man versucht unter dem Radar zu bleiben oder man passt sich an. Anders sein, nicht der Norm entsprechen und sich dennoch offen und ohne Angst bewegen zu können, gibt es nicht – sie stecken beide fest, ohne wirkliche Perspektive und gefangen in einer Umgebung, die sie einengt.

Lucas Taktik, seine Homosexualität im Geheimen auszuleben und somit wenig Angriffsfläche zu bieten, funktioniert nur begrenzt. Vor allem nach dem schicksalhaften ersten Aufeinandertreffen mit Glen, da dieser sich für die andere Seite entschieden hat und sich anfangs weder eingestehen kann noch will, dass Lucas ihn auf eine „verbotene“ Art reizt. Deshalb muss Lucas diesen Umstand teuer mit einem täglichen Spießrutenlauf bezahlen. Da die Geschichte nur aus seiner Sicht geschrieben ist, waren diese Treibjagten für mich überaus beklemmend zu lesen und seine Panik deswegen sehr greifbar. Ich kann aber das Verhalten von beiden, auch von Glen, sehr gut nachvollziehen. Glen hat sein ganzes Leben nur Gewalt kennen gelernt, so ist es auch nicht verwunderlich, dass für ihn dies als die einzige Reaktion, auf das, was Lucas in ihm auslöst, in Frage kommt. Da er immer auf sich alleine gestellt war, nie Rückhalt in der Familie hatte, verunsichert ihn Lucas offene und freundliche Art. Dessen Wunsch ohne Einschränkungen leben zu können, die Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft, obwohl die Aussichten darauf nicht gerade rosig erscheinen, machen Glen Angst. Ich fand es wundervoll zu lesen, wie Lucas damit umgeht, auch wenn Glens Handeln mich, vor allem wegen seiner Vorgeschichte, das ein oder andre Mal traurig stimmte. Das Schicksal nimmt die beiden aber bei der Hand und es ist schön mitzuerleben, wie aus Angst ganz langsam Vertrauen wird und die Aussicht auf eine bessere Zukunft Gestalt annimmt.

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Tom Mikows avatar

Rezension zu "Nein: Nur Dir kann ich vertrauen" von Bonnyb. Bendix

Nein!
Tom Mikowvor einem Jahr

Nein! Schon der Titel sagt etwas über den Inhalt dieses außergewöhnlichen Buches aus. Viel zu oft lässt der Mensch etwas zu, von dem er sich innerlich lieber distanziert. Doch sei es aus Bequemlichkeit, aus Angst, aus Unfähigkeit, sich zur Wehr zu setzen gegen Unbill, Gewalt oder andere Dinge, von denen man für sich selbst ganz sicher weiß, wie falsch sie für einen sind, wir erdulden die Situation und darüber hinaus auch deren Folgen. Nicht nur die Folgen für uns selbst, nein, auch die Folgen, die unser (Nicht)-Tun für andere Menschen haben kann drängen wir allzu oft in den Hintergrund, minimieren unsere Schuld und verlassen uns darauf, ein anderer würde schon etwas tun.

Tom Müller ist Polizist mit Leib und Seele. Sein Beruf steht an erster Stelle, noch vor seiner Beziehung mit Paula, mit der er seit drei Jahren zusammen lebt. Fest steht er in seinem Leben und setzt sich über das berufliche Maß hinaus für die Menschen ein, die sich nicht selbst helfen können.
Eines Tages wird er zu einem Fall von Vergewaltigung gerufen. Von da an ist in Toms Leben nichts mehr wie bisher. Denn das Opfer ist ein Mann. Erst jetzt beginnt er zu denken, zu reflektieren und letztendlich zu handeln.
Er muss sich auseinander setzen mit einer Lebensart, die ihm bis dato völlig fremd war, muss begreifen, das ein Vergewaltigungsdelikt kein reines Mann-Frau-Phänomen ist. Er taucht ein in das Leben des homosexuellen Opfers, bewertet erst jetzt die unangebrachten Äußerungen seiner homophoben Kollegen die dem Opfer eigentlich Schutz und Hilfe sein müssten richtig und auch seine Beziehung zu Paula sieht er plötzlich in einem anderen Licht. Er muss erkennen, das die Gesellschaft noch lange nicht soweit ist, ein Leben, das anders als das eigene gelebt wird auch akzeptiert wird. Tom verändert sich, wird zur Veränderung gezwungen, durch seinen Kollegen Kevin, der homosexuelle Menschen nicht als solche verstehen will, durch das Opfer Jeremias, für das er sich auf unerklärliche Weise verantwortlich fühlt, durch seinen besten Freund und Kollegen Thorsten, der uneingeschränkt zu ihm hält und nicht zuletzt durch Paula, die mehr vom Leben erwartet, als einen Mann, dem sein Beruf wichtiger ist als seine Frau.
Tom muss erkennen, das sich in seinem Verhalten und Denken Dinge verstecken, von denen er nichts ahnte und er einen Weg gehen muss, von dem er nicht weiß wo er enden wird und wer oder ob überhaupt am Ziel jemand auf ihn wartet.

Bendix schreibt ihren Roman leichtfüßig trotz des ernsten Themas. Sie führt dem Leser vor Augen, das es nicht immer Frauen sind, die Opfer einer solchen Tat werden. Mit all ihren Folgen und Empfindungen danach leiden auch betroffene Männer. Die Dunkelziffer der Vergewaltigungen von Männern dürfte um ein Vielfaches höher liegen als bekannt. Die Anzeigen auch wegen der Scham der Opfer gering. Die Gesellschaft ist lange nicht bereit, insbesondere schwule Lebensart als „normal“ anzusehen. Deutlich macht die Autorin das in den Anlagen der Charaktere von Toms Kollegen. Doch sie zeigt auch die andere Seite in den Figuren von Toms Kollegin Bettina und seinem besten Freund Thorsten: tolerante Menschen, die jedem seine Lebensart uneingeschränkt und vorurteilsfrei zugestehen und ihre Unterstützung anbieten, ganz so wie es sich für Mitmenschen gehören sollte.

Bonnyb. Bendix hat ein dringend zu enttabuisierendes Thema in eine unterschwellige und gerade darum nette Coming-Out-Geschichte gebettet. Zeitweilig wirkt sie etwas monologistisch, aber niemals langatmig oder klischeeüberladen.
 
Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Mehr noch. Das Buch hat mich tief beeindruckt durch die Gedanken, zu denen ich verführt wurde. Nein! Dieses Wort will ich nun wohl auch öfter benutzen, wenn man von mir erwartet etwas zu tun, was ich selbst eigentlich nicht will.
Vielen Dank für dieses Buch, Bonnyb.

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Chrissy87s avatar

Rezension zu "Wolf: Es war einmal ..." von Bonnyb. Bendix

Bonnyb. Bendix - Wolf: Es war einmal...
Chrissy87vor einem Jahr

Das war wirklich mal ein Märchen der anderen Art. Die Geschichte von dem männlichen Rotkäppchen und dem bösen Wolf hatte genau die richtige Mischung aus Humor, Spannung und Erotik und so war ich fast etwas enttäuscht das sie so schnell zu Ende gelesen war.

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