Bora Ćosić Die Vogelklasse

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Inhaltsangabe zu „Die Vogelklasse“ von Bora Ćosić

Aus der anarchistischen Provokation spricht ein Realist, der von der Welt erzählt, die für ihre Bewohner keine Zukunft offen hält. Gymnasialschüler füllen die Bänke eines imaginären Klassenzimmers, das in der Provinz zu liegen scheint. Vier Schüler dieser Klasse müssen das Schuljahr wiederholen, sie sitzen wider Erwarten im Zentrum des Raumes, erhöht, und blicken auf den Rest der Klasse hinunter. Dem Ich-Erzähler kommt das Leben in der Vogel-klasse eingeschränkt vor, wie in der Verbannung, und gemeinsam mit den Mitschü-lern schaut er bewundernd zum Wiederholerberg empor. Für ihn ist die Klasse eine Zwangsgemeinschaft, es gibt weder Grund noch Sinn für die Zusammenkunft, sie ist zufällig und doch künstlich herbeigeführt, wie Wartende in einem Wartesaal, Statis-ten in einem Theaterstück, Schiffbrüchige auf einem Rettungsboot, Konserven in einer amerikanischen Gemischtwarenhandlung. Bora Ćosić schält mit einer Fülle an plastischen Bildern den Zustand der Klasse her-aus und erzeugt damit eine absurde Wirklichkeit des Menschen.

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  • Rezension zu "Die Vogelklasse" von Bora Cosic

    Die Vogelklasse
    Hallogen

    Hallogen

    25. January 2011 um 23:24

    Die Werke von Bora Cosic gehören nicht unbedingt zu meinen liebsten, aber komischerweise lese ich doch immer mal wieder ein neues. Das hier v. a., weil es nur 90 Seiten hat. Nicht ganz ohne Grund trägt es den Untertitel "Prosa", denn es ist weder ein Kurzroman, noch eine Novelle oder eine Anekdote sondern höchstens ein ungemein ausgebreitetes Bild. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor den Begriff "Vogelklasse" erstmals gehört hat und sich dann dachte "Ja, Schule ist ja auch wie ein Vogelkäfig". Dieses Motiv wiederholt er jedenfalls, ansonsten bringt er Kapitel für Kapitel immer neue Assoziationen zum Thema Schule & Schulklasse, vergleicht sie u. a. mit einem Krankenzimmer, der Armee, der Nation oder dem Wartezimmer beim Arzt. Das ist so unfassbar langweilig (noch unterstützt durch mehrfache Verwendung von Wörtern wie Langeweile, Müdigkeit und Alpdruck), dass es mir eine Qual war, dieses Büchlein zu beenden, aber ich habe wohl irgendwie auf eine Pointe gehofft. Tatsächlich ist dann das letzte Kapitel auch noch das gelungenste, doch da hatte ich mich schon viel zu sehr über dieses essayistische Geschwafel geärgert, über ein Buch ohne Handlung, das meiner Meinung nach auch keine Prosa ist, wenngleich es so beginnt wie eine Erzählung. Vielleicht ist mir etwas entgangen, vielleicht ist es besonders originell auch vor Holocaustbegriffen wie Kapo nicht zurückzuschrecken, aber mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen.

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