Boris Akunin

 4 Sterne bei 495 Bewertungen
Autor von Fandorin, Türkisches Gambit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Boris Akunin (© A. Belov )

Lebenslauf von Boris Akunin

Boris Akunin ist das Pseudonym von Grigori Schalwowitsch Tschchartischwili, einem 1956 geborenenen Moskauer Philologen, Kritiker, Essayisten und Übersetzer. 1998 veröffentlichte er seine ersten Kriminalromane, die ihn in kürzester Zeit zu einem der meistgelesenen Autoren in Russland machten. 2001 wurde er in Russland zum Schriftsteller des Jahres gekürt, seine Bücher wurden bereits in diverse übersetzt und millionenfach verkauft.

Alle Bücher von Boris Akunin

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Cover des Buches Fandorin9783866152434

Fandorin

 (84)
Erschienen am 20.05.2006
Cover des Buches Mord auf der Leviathan9783746617626

Mord auf der Leviathan

 (32)
Erschienen am 01.05.2002
Cover des Buches Türkisches Gambit9783746617619

Türkisches Gambit

 (36)
Erschienen am 01.11.2001
Cover des Buches Die Schönheit der toten Mädchen9783746617657

Die Schönheit der toten Mädchen

 (29)
Erschienen am 01.12.2003
Cover des Buches Der Tod des Achilles9783746617633

Der Tod des Achilles

 (25)
Erschienen am 01.11.2002
Cover des Buches Der Tote im Salonwagen9783746617664

Der Tote im Salonwagen

 (25)
Erschienen am 01.07.2004
Cover des Buches Pelagia und die weißen Hunde9783442460021

Pelagia und die weißen Hunde

 (29)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Russisches Poker9783746617640

Russisches Poker

 (25)
Erschienen am 01.05.2003

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Neue Rezensionen zu Boris Akunin

Neu

Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

Mal ein ganz anderer Kriminalroman
P_Gandalfvor einem Jahr

Die Fandorin Romane spielen im Russland des 19. Jahrhunderts. Der Stil des Romans ist dieser Zeit bestens angepasst. Und darauf muss man sich einlassen.


So sind die ersten gut 100 Seiten davon geprägt, den Leser in diese Welt zu entführen. Der Selbstmord eines reichen Student ist Anlass für eine Ermittlung, die es ohne den Spürsinn und die Intuition von Fandorin nicht gegeben hätte. Und als ein zweiter reicher Student ermordet wird und Fandorin nur kann mit dem Leben davon kommt, nimmt das Buch Fahrt auf.

Was folgt, ist eine Mischung von James Bond und Sherlock Holmes und führt den Helden bis nach London. Auch hier gerät er immer wieder in gefährliche Situation, denen er sich zum Teil mur mit Glück entziehen kann.

Das Finale spielt dann wieder in Russland, in Moskau und bietet einige Überraschungen. 

Fazit:
Gut geschriebener, dem 19. Jahrhundert angepasster Roman. Die Story hat ein, zwei Hänger - für den ersten Roman einer Reihe absolut okay. Nach den ersten ca. 100 Seiten spannend, aber kein Page Turner.

Leseempfehlung:
Klar - für alle, die Sherlock Holmes und den Charme des Victorianischen Zeitalters mögen. 

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Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

Der steile Aufstieg des Erast Petrowitsch Fandorin
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Fandorin, der Sohn eines inzwischen verstorben enGeschäftsmann, der schnell reich und noch schneller wieder arm geworden ist, muss seinen Lebensunterhalt als unterbezahlter Polizeischreiber fristen. 

Die Moskauer Polizei wittert immer und überall Verschwörungen gegen den Zaren, so auch als eine einige reiche, junge Männer Selbstmord begehen. Nun schlägt für den jungen, gebildeten Fandorin, der mehrere Sprachen fließend spricht die große Stunde. Erast Petrowitsch wird als Sonderermittler durch halb Europa geschickt. Dabei hat er eine Menge Abenteuer zu bestehen. Unversehens gerät er in ein Netz von Korruption und internationaler Verschwörung. Hat die Ochrana Recht, wenn sie überall Attentäter sieht? 

Meine Meinung:

Der Leser findet sich im dunklen, kalten Moskau von 1876 wieder. Nicht nur die Außentemperaturen lassen einen frösteln. Auch das nicht vorhandene soziale Gefüge sorgt für Kälte. Boris Akunin schildert die Zustände detailliert. Auf der einen Seite die gelangweilte Jeunesse D’orée, auf der anderen die Kinder, die auf den Straßen Moskaus erfrieren und verhungern. Da kommen doch die Asternate, die Waisenhäuser einer reichen englischen Lady doch gerade recht, oder?

Der Schreibstil enthält Elemente von Dostojewksis Trübsinn und Tschechows schwarzen Humor. Auch feine Spuren von Sherlock Holmes sind zu finden, wenn der verarmte, aber weltgewandte Fandorin durch Europas Hauptstädte geschickt wird.
Lachen musste ich über den Begriff „amerikanisches Spiel“, das Va Banque Spiel mit, dem nur mit einer Kugel geladenen Revolver, der überall als „russisches Roulette“ bekannt ist.
Boris Akunin persifliert das eine oder andere Klischee Russlands.

Der Krimi lässt sich, wenn man in die russischen Namen einmal eingelesen ist, gut und flüssig lesen. Historische Details sind geschickt in die Kriminalgeschichte verpackt, so dass es den meisten Lesern gar nicht auffällt, ein wenig Geschichtsunterricht zu erhalten. So mag ich das!
Bin schon auf die nächsten Kriminalfälle für den aufsteigenden Ermittler Fandorin gespannt.
Wer gerne klassische Detektiv-Romane liest, ist hier richtig.

Fazit:

Ein vergnüglicher Ausflug in das Zaristische Russland. Gerne gebe ich 4 Sterne.

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Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

Ermittlungen im Zarenreich
Barbara62vor 3 Jahren

Am 13.05.1876 erschießt sich im Moskauer Alexandergarten vor den Augen der entsetzten Spaziergänger der 23-jährige Jurastudent und Alleinerbe eines Millionenvermögens Pjotr Alexandrowitsch Kokorin. Dass dies nicht, wie die Moskauer Neueste Nachrichten berichten, „ein bedauerlicher Vorfall, der vom herrschenden Zynismus unter der heutigen Jugend Zeugnis ablegt“ ist, davon ist der Neuling im Kriminalkommissariat, der 20-jährige Erast Petrowitsch Fandorin, Kollegienregistrator im 14. Beamtenrang, sofort überzeugt. Obwohl sein altgedienter, bequemer Vorgesetzter Xaveri Gruschin diese Meinung keineswegs teilt, erhält der ebenso naive wie eifrige Fandorin die Erlaubnis für weitere Nachforschungen und stürzt sich Hals über Kopf in diese Aufgabe. Sosehr er aber ein Geheimnis hinter dieser vermeintlichen Selbsttötung wittert, sowenig hätte er sich zu Beginn ausmalen können, welchen Umfang seine Ermittlungen schließlich annehmen würden, wie oft er sich gleich einer Katze mit sieben Leben in letzter Sekunde würde retten müssen und welch weltumspannender Verschwörung er mit Hilfe seines innovativen neuen Vorgesetzten schließlich auf die Spur kommt...


Das schüchterne, tollpatschige und ehrgeizige Stehaufmännchen Fandorin ist mir aufgrund dieser Eigenschaften und der ironisch-distanzierten Perspektive des Autors Boris Akunin schnell ans Herz gewachsen. Der erste Band der Reihe ist eine temporeiche Geschichte voller unerwarteter Wendungen, bei der man nie weiß, wer auf welcher Seite steht. Dass die Logik dabei das ein oder andere Mal auf der Strecke bleibt, ist schade, hat mich aber nicht übermäßig gestört. Dafür hat mir die Sprache, die der Handlungszeit angepasst ist, Spaß gemacht, ebenso wie die ironischen Anspielungen auf den Beamtenapparat des Zarenreichs. Mit Grigori Tschchartischwili, Moskauer Philologe, Kritiker, Essayist und Übersetzer aus dem Japanischen, schreibt ein Autor unter dem Pseudonym Boris Akunin diese historischen Krimis, dem man nicht nur seine Belesenheit, sondern auch seine Freude am Schreiben deutlich anmerkt. Das vorliegende Buch erschien im Original 1998, auf Deutsch erstmals 2001, und machte Akunin nicht nur in Russland äußerst populär.


Mir ist Fandorin durch einen glücklichen Zufall im Urlaub in die Hände gefallen. Mehr noch denn als Krimi hat es mir als Porträt der russischen Gesellschaft in der Endphase des Zarenreichs gefallen, und wenn der Aufbau Verlag es als Roman bezeichnet, soll wahrscheinlich genau dieser Aspekt hervorgehoben werden.


http://mit-büchern-um-die-welt.de/boris-akunin-fadorin/

 

 

 

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Zusätzliche Informationen

Boris Akunin wurde am 19. Mai 1956 in Tiflis (Georgien) geboren.

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