Boris Akunin Fandorin

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Inhaltsangabe zu „Fandorin“ von Boris Akunin

Moskau 1876: Im Alexandergarten erschießt sich aus unerklärlichem Grund ein Student. Der 19jährige Fandorin, begabt, unwiderstehlich und als Detektiv frisch im Dienst Seiner Kaiserlichen Majestät, wird stutzig - hinterlassen doch alle Opfer ein ansehnliches Vermögen. Fandorins unerschrockene Ermittlungen führen in rasantem Tempo von Moskau über Berlin und London nach St. Petersburg, vom Selbstmord eines Studenten zur Aufdeckung einer Weltverschwörung. (Quelle:'Flexibler Einband/23.09.2005')

Ein unterhaltsamer historischer Moskau-Krimi mit einem sympathischen Jungermittler und ein Porträt der russischen Gesellschaft 1876.

— Barbara62
Barbara62

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  • Ermittlungen im Zarenreich

    Fandorin
    Barbara62

    Barbara62

    06. August 2017 um 15:50

    Am 13.05.1876 erschießt sich im Moskauer Alexandergarten vor den Augen der entsetzten Spaziergänger der 23-jährige Jurastudent und Alleinerbe eines Millionenvermögens Pjotr Alexandrowitsch Kokorin. Dass dies nicht, wie die Moskauer Neueste Nachrichten berichten, „ein bedauerlicher Vorfall, der vom herrschenden Zynismus unter der heutigen Jugend Zeugnis ablegt“ ist, davon ist der Neuling im Kriminalkommissariat, der 20-jährige Erast Petrowitsch Fandorin, Kollegienregistrator im 14. Beamtenrang, sofort überzeugt. Obwohl sein altgedienter, bequemer Vorgesetzter Xaveri Gruschin diese Meinung keineswegs teilt, erhält der ebenso naive wie eifrige Fandorin die Erlaubnis für weitere Nachforschungen und stürzt sich Hals über Kopf in diese Aufgabe. Sosehr er aber ein Geheimnis hinter dieser vermeintlichen Selbsttötung wittert, sowenig hätte er sich zu Beginn ausmalen können, welchen Umfang seine Ermittlungen schließlich annehmen würden, wie oft er sich gleich einer Katze mit sieben Leben in letzter Sekunde würde retten müssen und welch weltumspannender Verschwörung er mit Hilfe seines innovativen neuen Vorgesetzten schließlich auf die Spur kommt... Das schüchterne, tollpatschige und ehrgeizige Stehaufmännchen Fandorin ist mir aufgrund dieser Eigenschaften und der ironisch-distanzierten Perspektive des Autors Boris Akunin schnell ans Herz gewachsen. Der erste Band der Reihe ist eine temporeiche Geschichte voller unerwarteter Wendungen, bei der man nie weiß, wer auf welcher Seite steht. Dass die Logik dabei das ein oder andere Mal auf der Strecke bleibt, ist schade, hat mich aber nicht übermäßig gestört. Dafür hat mir die Sprache, die der Handlungszeit angepasst ist, Spaß gemacht, ebenso wie die ironischen Anspielungen auf den Beamtenapparat des Zarenreichs. Mit Grigori Tschchartischwili, Moskauer Philologe, Kritiker, Essayist und Übersetzer aus dem Japanischen, schreibt ein Autor unter dem Pseudonym Boris Akunin diese historischen Krimis, dem man nicht nur seine Belesenheit, sondern auch seine Freude am Schreiben deutlich anmerkt. Das vorliegende Buch erschien im Original 1998, auf Deutsch erstmals 2001, und machte Akunin nicht nur in Russland äußerst populär. Mir ist Fandorin durch einen glücklichen Zufall im Urlaub in die Hände gefallen. Mehr noch denn als Krimi hat es mir als Porträt der russischen Gesellschaft in der Endphase des Zarenreichs gefallen, und wenn der Aufbau Verlag es als Roman bezeichnet, soll wahrscheinlich genau dieser Aspekt hervorgehoben werden. http://mit-büchern-um-die-welt.de/boris-akunin-fadorin/      

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    Bella5

    Bella5

    Eigentlich mag ich keine Historienschmöker, aber dieser historische /historisierende Kriminalroman ist ein wahres Kleinod. Der Autor,welcher unter dem Pseudonym B.Akunin publiziert, ist sehr gebildet und belesen, und dieses merkt man der "Fandorin"- Reihe meines Erachtens auch an. Erast Petrowitsch Fandorin ist ein interessanter, tragischer (Anti)held, der jedoch vom Autor mit einer feinen Ironie präsentiert wird. Historische Detailgenauigkeit und eine gehobene Sprache runden den Lesegenuss ab. Dieser Roman ist jedoch nicht zur schnellen Lektüre geeignet, da man als Leser mitdenken muss.

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    Bella5

    Bella5

    16. July 2014 um 13:54
  • Spannend und humorvoll

    Fandorin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2013 um 11:08

    Fandorin ist gerade einmal zwanzig Jahre alt und Kriminalregistrator bei der Kriminalpolizei seiner kaiserlichen Majestät, dem Zaren von Russland. In seiner Eigenschaft als Kopist ist er eigentlich ausschließlich damit beauftragt Berichte in zehnfacher Ausführung abzuschreiben, aber seine jugendliche Neugier treibt ihn dazu Fällen nachzugehen, die sein motivationsloser Chef längst zu den Akten gelegt hätte. Mit seiner ausgeprägten Kombinationsgabe und einer ordentlichen Portion Glück kommt er gefährlichen Machenschaften auf die Spur. Was als ein exzentrischer Selbstmord im Park begann, wächst sich zu einer perfiden Weltverschwörung aus. Was mir so gut am lieben Fandorin gefallen hat, war seine absolute Erfahrungslosigkeit. Er ist schüchtern, tollpatschig, läuft ständig rot an - macht das alles aber mit einer gehörigen Portion Eifer wieder wett. Obendrein ist der Roman in einem leicht ironischen Ton geschrieben, so dass es einem vorkommt, als könne es sich der Erzähler nicht verkneifen, sich über den armen Jungspund auf eine liebevolle Augenzwingernde Weise lustig zu machen. Der historische Hintergrund - Russland im 19. Jahrhundert - ist natürlich auch eine wahre Wonne. Wer ein wenig Gogol gelesen hat, ist bestens vertraut mit dem trägen Beamtentum in Russland und das wird hier ebenfalls ordentlich aufs Korn genommen. Der Roman ist überaus spannend - auch wenn es auf den letzten paar Seiten bei mir schneller Klick gemacht hat, als beim guten Fandorin. Zu seiner Verteidung muss man allerdings sagen, dass er von einer gar liebreizenden Schönheit abgelenkt war. Da verzeihe ich ihm, dass er beim letzten Sichten aller Beweise nicht gleich auf den wahren Schurken kam...

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    Stephanus

    Stephanus

    22. October 2012 um 13:04

    Im Russland des Jahres 1876 löst der Ermittler Erast Petrowitsch Fandorin seinen ersten Kriminalfall. Fandorin, der gerade seinen Polizeidienst als kleiner Schreiber, begonnen hatte wird mit dem "Selbstmord" eines sehr wohlhabenden Studenten konfrontiert. Bei seiner Untersuchung, da er nicht an Selbstmord glaubt, gerät er schon sehr bald in ein finsteres Mordkomplott. Mit viel Spürsinn, Intuition, aber auch Hartnäckigkeit und Glück ausgestattet gerät er immer tiefer in eine großangelegte Verschwörung. Durch den eigenen Anschlag auf sein Leben und die zwielichtige Amalia werden Fandorin in London die Zusammenhänge immer klarer und alle Fäden laufen schließlich auf die Waisenhäuser von Lady Astern zu. Nach seiner Rückkehr nach Moskau/St. Petersburg überschlagen sich schließlich die Ereignisse und Fandorin deckt schließlich die Verschwörung auf und löst die Mordfälle. Akunin schildert nicht nur kurz und präzise das Russland des ausgehenden 19. Jahrhunderts, sondern entwirft auch fein und vonander abgesetzt eine Reihe von Figuren und Handlungen. Mit dem teilweise ironischen Erzählstil und der Sprache, die etwas antiquiert erscheint, aber an das 19. Jahrhundert angelehnt ist, schafft er ein gelungenes und stimmiges Bild der Zeit. Die Krimi-Handlung wird sehr rasch, manches mal für meinen Geschmack zu rasch erzählt und enthält eine Reihe von Wendungen. Für meinen Geschmack ist das Erzähltempo etwas zu schnell und die Handlung entwickelt sich zu rasch, so dass teilweise nur ein kleiner Raum für die Herausarbeitung von Figuren und Landschaften/Orten bleibt. Das Ende lässt zu viele Dinge offen, wobei jedoch berücksichtigt werden muss, dass gerade auch Raum für weitere Fälle mit Fandorin verbleiben muss. Ein wirklich unterhaltsamer, spannender und leicht zu lesender Krimi mit viel Rafinesse.

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    Capscovil_Verlag

    Capscovil_Verlag

    12. January 2012 um 11:03

    Hauptfigur dieses Kriminalromans ist ein junger Mann, Erast Fandorin, der nach dem Tod des Vaters aufgrund fehlender Mittel kein Studium beginnen kann und daher als einfacher Schriftführer im Kriminalamt anfängt. Schnell erkennen seine Vorgesetzen seine logische Denkfähigkeit und übertragen ihm eine stetig wachsende Verantwortung bei der Lösung des aktuellen Falls, bei dem es um das Ableben reicher Studenten geht. Seine Ermittlungen führen Fandorin von Moskau über Paris bis nach London und wieder zurück nach St. Petersburg, wobei er sich stark auf seinen eigenen Instinkt verläßt und dies sich nicht immer günstig auf seine gesundheitliche Verfassung auswirkt. Die Sprache im Buch ist geprägt von teilweise blumigen und elegant ungewohnten Formulierungen. Viele bildhafte Beschreibungen lassen einen direkt in die Geschichte eintauchen, die nicht sofort absehbar ist und ein paar unerwartete, wenn auch nicht immer ganz logische, Wendungen parat hält. Die Hauptfigur ist klar gezeichnet und der Leser wächst mit jeder Seite mit dessen Entwicklung mit. Das Buch ist keine schwere Kost - im Vergleich zu einem Tolstoi - sondern leichte, aber niveauvolle und unterhaltsame Lektüre. Sicherlich nicht mein letzter Boris Akunin.

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    rallus

    rallus

    15. March 2010 um 11:30

    Ein feiner etwas zäher origineller Krimi aus Russland. Fandorin eher der junge Protokollant erforscht einen "Mord" und kommt in die geheimen Kreise von anderen Gesellschaften. Ein eigenwilliger Krimi aus Russland, mit einer sympathischen Figur als "Kommissar"

  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    rkuehne

    rkuehne

    22. February 2009 um 15:49

    Mein erster Fandorin: Der Roman beginnt vielversprechend in einer witzigen, teils selbstironischen Sprache des Autors und zieht den Leser zügig ins Buch hinein, fasziniert und fesselt. Im Zuge der Ermittlungen des Erast Petrovitsch Fandoring gegen eine Weltverschwörung wird die Handlung streckenweise etwas verwirrend, jedoch ohne zu langweilen. Fandorin selbst befreit sich zweimal auf dieselbe Art (langes Luftanhalten) aus todbringenden Situationen, was einen kleinen Minuspunkt in Sachen Einfallsreichtum bringt, aber alles in allem macht man mit diesem Krimi in kalten Wintertagen nichts falsch, denn die Reise ins Russland des 19. Jahrhundert lohnt sich.

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    BertieWooster

    BertieWooster

    08. September 2008 um 22:52

    Erster Fandorin-krimi, in der die Entwicklung zum "Meister-Detektiv" beginnt.

  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    Jens65

    Jens65

    27. July 2008 um 14:20

    Wir hatten die Italiener, und die Schweden, und jetzt erobern die Russen den deutschen Krimimarkt. Und die bieten einem einiges! Akunin hat einen ganz eigenen Ton , ein bißchen schwingt die Wehmut über vergangene imperiale Größe mit - Die Romane spielen ja alle in den 1870er Jahren. Der Held begibt sich jedesmal auf Lehr- und Wanderjahre. Geschickt würzt Akunin das mit Ironie, ein bißchen Bond-Pose und einem Schuß Kolportage. Es ist diese Mischung aus historisch und modern, die seine Romane so reizvoll macht. Unterhaltung auf hohem Niveau und nur sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Fandorin" von Boris Akunin

    Fandorin
    greteb

    greteb

    26. April 2008 um 13:57

    Fandorin ist noch etwas grün hinter den Ohren und muss schon ran. Er kommt oft mit dem Schrecken davon- zum glück was wäre dann aus der Fandorin Serie geworden. Ich bedaure immer dass ich kein Russisch kann, der Krimi im Original im historischen Gewand muss ein Genuss sein.