Boris Koch Die Anderen

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 37 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(4)
(2)
(13)
(2)
(3)

Inhaltsangabe zu „Die Anderen“ von Boris Koch

Macht Platz, ihr Völker Tolkiens, die Anderen kommen: Die ultimative Orks-Elfen-Zwerge-Troll-Parodie! Sie denken, Sie kennen alle Völker Tolkiens? Sie haben mit Orks Schlachten verloren, sind mit Zwergen durch die Dunkelheit gestolpert und haben mit Elfen und Trollen über die leidige Kleideretikette diskutiert. Doch irgendwo im Nirgendwo lauert noch ein weiteres Volk - und hier geht es nicht um Halblinge, Kobolde oder gar Drachen. Dies ist die Geschichte des ober-geheimnisvollsten, ultra-gefährlichsten und absolut peinlichsten Volks der Fantasy - kein Wunder, dass J. R. R. Tolkien es verschwieg: die Anderen!

Obwohl ich eine durchaus hohe Meinung von Boris Koch habe, konnte mich dieses Buch nicht überzeugen.

— Originaldibbler
Originaldibbler

Worum es geht? Den Untergang der Welt und Sex. Zugekiffte Orks mit Sadomaso-Vorlieben, kindisch-romantische Elfen, Kämpfe im Splatter-Stil

— Manuela_P_Forst
Manuela_P_Forst

Stöbern in Fantasy

Räuberherz

Hat mich verzaubert und überrascht

Lena_AwkwardDangos

Fairies - Amethystviolett

3 1/2 Sterne

LenaBa07

Mondprinzessin

Wirklich schöne Geschichte mit liebreizenden Charakteren!

Schnapsprinzessin

Blaze

Sehr empfehlenswert!

Schnapsprinzessin

Rebell

Absolut tolle Welt, die jeder kennenlernen sollte!

Schnapsprinzessin

Vier Farben der Magie

Schöner Auftakt für eine Reihe (wenn auch noch mit Luft nach oben), ich bin gespannt aufs nächste Buch.

Anne42

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Humor mit der Brechstange

    Die Anderen
    Wortmagie

    Wortmagie

    21. July 2016 um 12:01

    „Die Anderen“ von Boris Koch ist der Beweis dafür, dass ein gut gefülltes Bücherregal samt monströsem SuB meiner Ansicht nach ein Segen ist. Nachdem ich „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath gelesen hatte, musste ein leichte, lockere Lektüre her, die ich mir für jede meiner Challenges anrechnen konnte. Ich brauchte einen High Fantasy – Roman von einem deutschen Autor oder einer deutschen Autorin mit einem grünen Cover. Vier Anforderungspunkte sollten erfüllt sein. Mit meiner Privatbibliothek ist das kein Problem. „Die Anderen“ passte einfach perfekt, weshalb ich mich von etlichen negativen bzw. durchschnittlichen Rezensionen nicht einschüchtern ließ. Das Orakel. Die Prophezeiung. Ein unbekanntes Volk, das die Welt bedroht und nur durch die Zusammenarbeit der vier Völker besiegt werden kann. Der Stoff, aus dem Helden gemacht sind! Halt, halt, halt! Zusammenarbeit? Helden? Dass ich nicht lache! Zweckgemeinschaft egoistischer Chaoten trifft es eher. Zwei Elfen, die ihre Angebetete aus der Verbannung retten wollen, ein Trupp Orks, der sich bei der sadistischen Königin einzuschmeicheln versucht, ein Troll, der Medizin für den erkälteten Finstergeist des Berges sucht und zwei Zwerge, der eine auf der Suche nach seiner Herkunft, der andere auf einer obsessiven Mission zur Vernichtung aller Monos, gehen wohl kaum als Weltrettungskommando durch. Oder doch? Was als loser Verbund individueller Ziele begann, entwickelt sich schnell zu einer Gemeinschaft, die mit allen Wassern gewaschen ist. Sind sie bereit, es mit dem gefährlichsten Feind aufzunehmen, den die Welt je gesehen hat? Sind sie bereit für die Anderen? Ich verstehe, warum sich die Begeisterung für „Die Anderen“ bei vielen Leser_innen in Grenzen hielt. Es ist stumpf, es ist reißerisch, es spielt auf billigste Art und Weise mit den Klischees des Fantasy – Genres. Es ist ganz und gar überflüssig, sinnlos und grundsätzlich Zeitverschwendung. Es gelesen zu haben, hat mich in meinem Leben weder vorangebracht, noch hat es selbiges nachhaltig beeinflusst. Aber wisst ihr was? Ich habe trotzdem gelacht. Und wie ich gelacht habe. Man will es kaum glauben, doch manchmal lese ich wirklich ausschließlich zum Spaß. Berücksichtigt man meine Ausgangssituation, hätte ich mir keine passendere Lektüre zum Durchatmen wünschen können. „Die Anderen“ ist ein Buch zum Abschalten, eine Parodie voller Anspielungen auf die großen Werke der Fantasy. „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“, „Die Orks“, „Die Zwerge“ – sie alle werden mächtig durch den Kakao gezogen. Boris Koch macht noch nicht einmal vor dem verstorbenen Sir Terry Pratchett Halt und bedient sich seiner Vorliebe für ausschweifende Fußnoten, um klugscheißerische Kommentare zu seinem eigenen Manuskript abzugeben. Es gibt Werbeunterbrechungen, Kanalwechsel und Illustrationen. In einer Szene wird aus dem Prosatext plötzlich ein Comic, was sogar den Figuren auffällt. Da fragt man sich, wie Koch neben all den Ablenkungen überhaupt eine zusammenhängende Geschichte erzählen kann, oder? Nun, genau das ist der Punkt: die Handlung von „Die Anderen“ spielt keine Rolle. Es ist völlig unwichtig, was in dem Buch geschieht, weil es lediglich darum geht, eine typische High Fantasy – Geschichte möglichst absurd zu parodieren. Vor diesem Hintergrund finde ich „Die Anderen“ äußerst gelungen. Objektiv betrachtet enthält das Buch alle traditionellen Elemente, von der Quest über die Heldengruppe bis hin zur Legende eines alten Relikts, das in sich die Macht zur Rettung der Welt trägt. Aber was Koch daraus macht, ist ganz und gar untypisch. Er verdreht die üblichen Handlungsstrukturen, bis sie kaum wiederzuerkennen sind, lässt seine Figuren beispielsweise versehentlich in die Realität (Mallorca oder die Ostsee) stolpern und stellt die unumgängliche finale Schlacht als surreale Prügelei dar, in der Verluste mit einem Schulterzucken abgetan werden. Man erfährt nie, in welcher Welt man sich eigentlich befindet und kann über die absichtlich klischeehaften Figuren nur den Kopf schütteln. Fragwürdige Slapstick-Einlagen unterstreichen die gewollte Komik der Szenen, sodass sich eine Atmosphäre der Unberechenbarkeit entwickelt, weil man nie weiß, wann Boris Koch das nächste Mal jemanden eine Treppe herunterfallen, auf einer Banane ausrutschen oder auf eine Harke treten lässt. Diese Art von Humor gefällt nicht allen Leser_innen, aber mir kam der Stumpfsinn des Ganzen sehr entgegen. Ich habe mich köstlich amüsiert, weil „Die Anderen“ wirklich keinen Funken Ernsthaftigkeit enthält. Ich lese so oft ernste, strenge, komplexe, bedeutsame und/oder eindringliche Literatur, dass mir ein Ausflug in die Banalität einfach guttat. Es tat gut, über all das, was ich sonst ehrfürchtig bestaune, aus voller Kehle zu lachen und sich darüber lustig zu machen. Dieser Roman hat mir genau das geboten, was ich in diesem Moment gebraucht habe. Bei der Lektüre von „Die Anderen“ sind der Zeitpunkt und das Erwartungsmanagement immens wichtig. Kann man von Boris Koch erwarten, dass er seine Leser_innen zum Lachen bringt? Definitiv. Kann man von ihm feinsinnigen, subtilen, intelligenten Humor erwarten? Himmel, nein. Humor mit der Brechstange, das ist sein Metier. Deswegen ist es essenziell, dass man in der richtigen Stimmung ist, wenn man dieses Buch zu lesen beabsichtigt. Sicherlich hilft auch eine Vorliebe für flache, doofe Witze und für das Spiel mit Stereotypen. Meiner Ansicht nach muss man nicht unbedingt ein Fan der Fantasy sein, um sich von „Die Anderen“ unterhalten zu fühlen, aber es ist garantiert von Vorteil, weil sonst all die Anspielungen auf andere Werke unbeachtet verpuffen und die Absicht hinter diesem Roman verloren geht. Für mich war das Buch mentaler Urlaub, eine Erholung von allem Bedeutungsvollen und eine Gelegenheit, intellektuell endlich mal wieder alle Viere gerade sein zu lassen. Was könnte dafür besser geeignet sein als hochkarätiger Schwachfug?

    Mehr
  • Dieses Buch ist Anders

    Die Anderen
    Manuela_P_Forst

    Manuela_P_Forst

    30. April 2014 um 21:29

    ... ich glaube, das beschreibt es am ehesten. Verrückt. Skurril. Verdreht. Es fällt mir schwer, ein Buch nach den üblichen literarischen Punkten zu bewerten, wenn der Autor immer wieder eigens darauf hinweist, dass er gerade *) eine Lücke in der Story gelassen hat, weil er sonst die Seitenzahl überschreitet *)seinen Protagonisten mit plumpen "Zufällen" aus der Patsche hilft, weil man das in der Fantasy halt so machen kann *) die Geschichte kein ordentliches Ende hat, weil er auf fiktive, nie veröffentlichte Fortsetzungen verweisen möchte. Charaktere, die nicht mehr gebraucht werden, werden einfach "entsorgt". Probleme werden aufgegriffen und nie gelöst (z. B. die rote Mütze des Zwerges, wegen der ein anderer Zwerg sogar stirbt, die aber anschließend keine Erwähnung mehr findet). Spannungsbögen werden schon aus Prinzip unterbrochen. Dieses Buch ist ein Versuch, sämtliche Regeln zu brechen und danach dennoch als Bestsellerautor dazustehen. Worum es geht? Den Untergang der Welt und Sex. Natürlich. Ungewohnt wortgewandte, athletische, zugekiffte Orks mit sexuellen Sadomaso-Vorlieben, kindisch-romantische Elfen, Kämpfe im Splatter-Stil. So etwas mag man oder eben nicht. Ich persönlich finde, das Buch enthält viele originelle Ideen, nur die Umsetzung könnte besser sein.

    Mehr
  • mal so mal so

    Die Anderen
    Lemming

    Lemming

    10. January 2014 um 12:09

    Nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut. Teilweise sehr witzige Passagen dann lange wieder nichts was einen mitzieht. Ich kann ein Buch einfach nicht nicht zu ende lesen aber bei diesem ist es einige male fast passiert...

  • Nicht wirklich mein Geschmack

    Die Anderen
    horrorbiene

    horrorbiene

    17. June 2013 um 15:34

    Oh je. Dies ist eines der Bücher, die wir vom Grabbeltisch für wenig Geld gekauft haben, sonst wäre es wahrscheinlich nicht in unser Regal gewandert. Eigentlich ist die Idee auch ganz gelungen die sogenannten Völker-Bücher einmal aufs Korn zu nehmen, indem man sie zuammenwirft und eine gemeinsame Parodie daraus macht, aber mir wollte es nicht wirklich gefallen. Gelesen habe ich im Vorfeld von den vier parodierten Völker-Büchern nur Die Zwerge und Die Orks, Die Elfen und Die Trolle kannte ich noch nicht. Vielleicht war das auch das Problem. Von Steppenwolf habe ich mir dann sagen lassen, dass gerade der Elfen-Teil dem aus dem Buch wohl sehr ähnlich ist. Ich persönlich kann das nur von den Zwergen beurteilen, denn die Auftaktszene hier hat mich doch stark an das Original erinnert und das hat mir sehr gefallen – auch Dungdills Suche nach seiner Herkunft fand ich wirklich gelungen. Die Orks habe ich aber überhaupt nicht wiedererkannt. Ich habe zwischendurch gedacht, ich hätte “die falsche Ork-Reihe” gelesen, doch hier war anhand der Namen deutlich zu erkennen, dass es sich um die von Nicholls handeln soll und zu dem Buch habe ich – bis auf die paar Namen – keine Parallelen feststellen können. Vielleicht ist meine Erinnerung an die Geschichte schon zu schwach, vielleicht ist aber auch die Parodie darauf nicht wirklich gelungen – mit Sicherheit sagen, kann ich beides nicht. So konnte ich leider nicht viel wiedererkennen und hatte demnach nicht viel Freude beim Lesen des Buches. Dennoch muss ich sagen, dass manche Passagen und Gags wirklich gelungen sind und mich zum Schmunzeln brachten. Dies will schon etwas heißen, denn eigentlich bin ich kein Freund von Parodien und habe das Buch auch nur gelesen, weil ich noch ein Buch zum Thema Zwerge für die Fantasy-Challenge suchte und dieses auf die Schnelle leicht zu Zwergen zuzuorden war und sich nicht um einen Teil einer Trilogie oder Reihe handelte. Dementsprechend fand ich das Buch nicht durchweg schlecht, dennoch hat mir das Lesen im Grunde keinen Spaß gemacht, da ich nicht viel wiedererkannt habe. Außerdem waren die Anderen als übermächtiger Feind, den es zu bezwingen galt, zwar immer ein Thema, dennoch hat mir die Auflösung – insofern es denn eine gab – nicht gefallen! Fazit: Eine Parodie, die diejenigen, die alle hier behandelten Völker der Völker-Bücher gelesen haben, gefallen könnte, denn die Gags sind zwischendurch wirklich gelungen. Ich habe allerdings Die Orks nicht wirklich wieder erkannt. Meinen Geschmack hat das Buch nicht getroffen – was aber am Genre im Algemeinen liegen mag.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Anderen" von Boris Koch

    Die Anderen
    Markus Walther

    Markus Walther

    28. June 2009 um 19:10

    In der Tat ist dieses Buch eine Parodie auf die diversen "Die Zwerge", "Die Elfen" und "Die Orks" - Bücher. Es sind viele gute Comedyeinfälle auf engstem Raum gepresst -aber es ist nur eine Aneinanderreihung von Gags, die in ihrer Fülle mitunter mehr nervig als unterhaltsam sind. Verschiedene Pointen werden gleich mehrfach verwendet. Und wenn z.B. beim SadoMaso versehentlich jemand totgeprügelt wird, lässt sich der Humor mitunter gänzlich vermissen. Zwischen Douglas Adams, Terry Pratchett und Boris Koch liegen leider Welten.

    Mehr