Boris Koch Feuer im Blut

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Inhaltsangabe zu „Feuer im Blut“ von Boris Koch

Es ist Nacht. Mark, Sandro und Bender dürften eigentlich nicht in der Schule sein. Aber sie wollen den brisanten Artikel ihrer Schülerzeitung unbedingt ans Schwarze Brett heften. Am nächsten Morgen der Schock: In der Nacht hat es in der Turnhalle des Gymnasiums gebrannt. Die drei geraten ins Visier. Um ihre Unschuld zu beweisen, müssen sie wissen, wer hinter dem Feuer steckt. Bald finden sie erste Hinweise, doch als Sandro plötzlich verschwindet, nimmt die Sache bedrohliche Ausmaße an … Ein ungeheuer packender Roman, unverstellt, direkt und verdammt spannend!

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  • Rezension zu "Feuer im Blut" von Boris Koch

    Feuer im Blut

    Asaviel

    10. August 2012 um 10:41

    Meine Meinung: Die Geschichte beginnt mittendrin, wie der Klappentext. Die drei Jungs sind in der Schule und hängen ihre verbotene Schülerzeitung auf. Und so geht es auch immer weiter. Der Leser ist immer mittendrin, steht nie abseits. Wird tief hineingezogen in das Leben dreier Freunde, die viel verbindet und gleichzeitig unterschiedlicher nicht sein könnten. Ganz menschlich also. Gewöhnungsbedürftig ist zu Beginn ganz sicher die Sprache. Die Perspektive wechselt immer zwischen Mark, seinem kleinen Bruder Sandro und deren Kumpel Bender. Sie alle drei gehen auf die gleich Schule und Boris Koch trifft mit unglaublicher Präzision den jugendlichen Jargon, der im Moment aktuell ist. Als Erwachsener, der sich beinahe immer um eine Sprache bemüht, die wenig Soziolekte (das heißt gruppenspezifische Einfärbungen) aufweist, mutet dies erst einmal sehr ungewohnt an. Doch wenn man sich gleichzeitig auch etwas mit der Jugend beschäftigt, weiß man: Ja, sie sprechen tatsächlich so. Außerdem gelingt es dem Autor diese Sprache nicht gekünstelt, übertrieben darzustellen, wie es sonst oft in Jugendbüchern geschieht. Die angesprochenen Themen in diesem kurzem Roman sind so vielfältig wie das Leben selbst. Natürlich geht es im Kern darum, dass es in der Schule gebrannt hat und unsere drei Protagonisten in der gleichen Nacht dort waren, aber viele weitere Themen werden mehr oder weniger ausführlich angerissen. Dazu gehören Schule, Freundschaft, Familie - also Eltern und Geschwister, der Sport - hier insbesondere Fußball und Skaten, Musik, Zusammenhalt, Rassismus und ja, auch Mädchen spielen eine Rolle. Zumindest für Bender. Das Interesse der Brüder ist hier noch nicht sonderlich ausgeprägt. Alles in allem präsentiert sich der Krimi als ein echtes "Jungsbuch", endlich einmal. Für Mädchen oder junge Frauen gibt es haufenweise Bücher auf dem Markt, wenn ich an dieser Stelle auf die ganze "Romantasy"-Sparte hinweisen darf. Aber für heranwachsende Kerle? Obwohl hier Gefühle vermittelt werden, endet es nicht in Gefühlsduselei und es stehen Themen im Mittelpunkt, die oft eher Jungs betreffen. Gerade Fußballfans sei das Buch auch nahgelegt, denn dieser Teil spielt eine einnehmende Rolle. Trotzdem wird der Leser jetzt nicht mit irgendwelchen Details über diesen Sport gelangweilt. Dafür wäre gar kein Platz und das Tempo der Geschichte ist zu hoch. Die Szenen springen und der man fühlt sich selbst zurückversetzt in das Jugendalter, in dem das Leben sehr kompliziert scheint und förmlich an einem vorbeirast. Am Ende gelingt dem Autor eine sinnvolle Auflösung, die zwar zu erahnen war, aber nicht direkt vorhersehbar. Es ist etwas fragwürdig, ob Jugendlichen in dem Alter und mit den Verbindungen tatsächlich gelingen würde, was hier in den letzten zwei Kapiteln abgehandelt wird, aber auf dieses Gedankenspiel habe ich mich gerne eingelassen. Sehr realistisch ist hingehen die Beschreibung der Aufdeckung der Motive des Brandstifters und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben oder eben nicht ergeben. Fazit: Ein Buch, das beste Unterhaltung bietet - für Viel- und Schnellleser aber aufgrund der wenigen Seiten nur ein kurzes Vergnügen. Viele Themen werden angesprochen, die Jugendliche direkt betreffen und ich freue mich endlich mal ein Buch auch und insbesonders für Jungs im Alter ab 12 empfehlen zu können. Denn es soll ja auch Jungs geben, die gerne lesen oder dies noch herausfinden könnten.

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