Boris Koch Vier Beutel Asche

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Inhaltsangabe zu „Vier Beutel Asche“ von Boris Koch

Drei Monate nach Christophs Unfalltod geht das Leben scheinbar wieder seinen Gang. Doch Jan, Christophs bester Freund, kann nicht vergessen. In der Nacht, in der Christoph siebzehn geworden wäre, besucht Jan dessen Grab. Und er ist nicht der Einzige: Auf dem Friedhof trifft er Christophs Freundin Selina, den von Schuld und Selbstmordgedanken geplagten Maik, der Christoph das Rad geliehen hatte, mit dem er in den Tod fuhr, und Lena, die heimlich in Christoph verliebt war. Aufgewühlt beschließen sie, Christophs letzten Wunsch zu erfüllen, den ihm seine Eltern wie so vieles verwehrt haben, und seine Asche im Meer zu verstreuen. Sie graben seine Urne aus, verteilen die Asche auf vier Beutel und brechen zum Atlantik auf. Eine abenteuerliche Reise durch den Sommer beginnt, die so manches Geheimnis ans Tageslicht bringt "Vier Beutel Asche" ist ein tragikomischer, eindringlich erzählter Roman über Freundschaft, Verlust und Liebe und darüber, jung zu sein und frei sein zu wollen.

traurig & tragisch, aber auch sehr lustig & unterhaltsam

— CarasBuecherwahn

Leider viel zu wenig rührende Szenen, dafür umso mehr kindisches und unangebrachtes Verhalten seitens der Protagonisten.

— daydreamin

Ein Roadtrip der besonderen Art.

— dieDoreen

Ein interessantes Thema, welches wirklich beeindruckend beschrieben ist.

— Maddie98

Ein Roman zum Nachdenken, geht viel um Freundschaft & Zusammenhalt :)

— Frewa

Berührt und regt zum Nachdenken an,

— Pauli017

Wahnsinnig rührend!

— Emilina

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  • 4 Beutel Asche

    Vier Beutel Asche

    CarasBuecherwahn

    05. August 2016 um 19:51

    Titel: Vier Beutel AscheAutor: Boris KochVerlag: HeyneGenre: RomanErschienen: 08.09.2014ISBN: 978-3-453-53468-1Inhalt:Eine berührende Geschichte von Freundschaft, Abschiednehmen und der großen Reise des LebensChristoph ist erst sechzehn, als er stirbt – er prallt nachts mit seinem Fahrrad auf ein entgegenkommendes Auto. Alles, was von ihm bleibt, ist eine Urne Asche. Doch vier seiner besten Freunde wollen nicht akzeptieren, dass mit der Beisetzung einfach alles zu Ende sein soll. Hatte Christoph sich nicht immer gewünscht, die Welt zu entdecken? Die vier graben seine Urne aus undmachen sich damit auf eine lange Reise – eine Reise, auf der sie entdecken, was Freundschaft wirklich bedeutet …Meine Meinung:Das Buch behandelt zwei sehr wichtige Themen: Tod und Freundschaft. So ein Buch zu schreiben ist sicher nicht leicht und es dann auch noch so gut zu schreiben ist schwer. Vier Personen die sich eigentlich nur lose kennen verbünden sich um ihrem gemeinsamen Freund den letzten Willen zu erfüllen. Die Höhen und Tiefen auf einer solchen Reise sind selbstverständlich, wodurch das Buch realistisch ist. Es zeigt einem die schrecklichen und schönen Seiten am Leben verpackt in einem Roadtrip. Meiner Meinung nach ist so ein Roadtrip eine gute Kulisse für eine solche Geschichte. Tiefgründig und gefährlich, aber auch unglaublich lustig und unterhaltsam. Ein tolles Buch, was man auch durchaus mehrmals lesen kann.Bewertung: ♥♥♥♥

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  • Vier Beutel Asche

    Vier Beutel Asche

    daydreamin

    23. April 2016 um 20:08

    Geschrieben im April 2013:Es geht um Jan, Maik, Lena und Selina. Sie alle vier waren Freunde von Christoph, der mit seinen 16 Jahren schon viel zu früh stirbt. Entgegen seines Willens wird er auf dem Dorffriedhof bestattet, was seine Freunde nicht hinnehmen wollen. Christoph hat sich immer eine Seebestattung gewünscht und genau deswegen brechen die vier Charakter mit seiner Asche auf in Richtung Meer.Die Geschichte wird aus der Sicht von Jan erzählt. Er war Christophs bester Freund und ist einfach nur wütend. Seine Trauerarbeit besteht darin, aggressiv zu sein und der ganzen Welt die Schuld zu geben. Am Anfang des Romans ist er verzweifelt und hoffnungslos und ich konnte seine Gedanken wenigstens nachvollziehen, auch wenn ich vermutlich anders als er gehandelt hätte. Im Laufe des Romans verfliegt diese unkontrollierte Gewalttätigkeit leider nicht, dafür kommen aber auch noch infantile Gedanken im Bezug auf Mädchen und Unvernunft hinzu. Besonders dieses Handeln ohne Nachdenken deckt sich nicht mit seinem angeblich logischen Denken, welchem er auch seine Liebe zu Zahlen und der Mathematik zu verdanken hat. Der zweite Junge nennt sich Maik und kommt in seiner ersten Erwähnung im Buch genauso verzweifelt vor. Ich habe mit einem tiefgründigen und verletzten Charakter gerechnet, letztendlich blieb aber nur ein vorlauter, pubertierender Macho und Clown übrig. Der dritte Charakter im Bund heißt Selina und war Christophs feste Freundin. Die beiden waren ein Jahr lang zusammen und sie konnte ich noch einigermaßen nachvollziehen. Sie ist traurig, wütend und weiß nicht so recht, wie sie von Christoph Abschied nehmen kann. Die vierte und geheimnisvollste Person nennt sich Lena. Niemand weiß, in welchem Verhältnis sie zu Christoph stand, obwohl sie sowohl bei der Beerdigung, als auch beim Roadtrip dabei ist. Das Geheimnis um sie lüftet sich im Verlaufe des Buches dann auch noch. Viel mehr kann ich zumindest zu den Mädchen gar nicht sagen, die haben keinen großen Eindruck auf mich gemacht. Die Nebencharakter sind kaum erwähnenswert, allerdings hab ich mich immer tierisch gefreut, wenn von Jans kleiner Schwester Pia die Rede war. Die hab ich einfach in mein Herz geschlossen, weil sie so positiv und ehrlich erschien!Allgemein haben es mir auch eher Mittelteil und Schluss schwer gemacht. Am Anfang war ich noch sehr begeistert, denn die Wut von Jan ist wirklich gut rüber gekommen. Der Schreibstil gefiel mir und die Gefühle waren echt. Ich konnte nachvollziehen, dass es Jan dreckig geht und er nicht weiß, wie er mit der ganzen Situation umgehen soll. Auch die Zusammenkunft der vier auf dem Friedhof hat mich noch in ihren Bann gerissen, danach ging es leider etwas bergab. "Ich wollte nicht reden, konnte den Schmerz und die dunklen, durcheinanderwirbelnden, ziellosen Gedanken nicht in Worte fassen, sosehr ich es auch versuchte. Nachts saß ich manchmal auf dem Fensterbrett, starrte in den Himmel und versuchte alles aufzuschreiben, aber es gab die Worte nicht. Schmerzen hatte man auch, wenn man sich in den Finger schnitt, Schwärze konnte schön sein, eine Leere konnte man füllen, und damit war alles zu wenig, zu oft benutzte Wörter, die nicht für das Schlimmste stehen konnten, das mir passiert war."Das Buch war nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht gut. Noch in der Nacht brechen die Jungs und Mädels zu ihrem Roadtrip ans Meer auf und mein Problem war, dass es keinen großen Plan gab. So makaber das auch klingt, die Urne läuft ja nicht weg, man hätte sich durchaus einen Tag mehr Zeit zum Planen nehmen können. Die vier haben weder Geld, noch Essen, Trinken, sonst irgendwas. Sie fahren einfach mal drauf los und schauen, was so kommt. Dazu haben sie im Verlauf der Reise einfach unverschämt viel Glück. Viele Situationen lassen sich im realen Leben nicht so einfach lösen, doch der Autor hat dann einfach mal ein paar nette Franzosen erfunden, die den deutschen Teenagern ganz ohne Gegenleistung ein paar Dinge schenken. Kam irgendwie nicht so gut rüber.Auch die Charakter entwickeln sich nicht genug. Maik wirkt am Anfang noch nachdenklich, ernsthaft verletzt und war für mich interessant. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte er sich aber zu einem nervigen Macho, der die Mädels mit Zweideutigkeiten und Jan mit Mutproben verrückt macht. Christoph ist gestorben, weil er nachts ohne Licht und betrunken Fahrrad fuhr, doch Jan und Maik haben oft nichts Besseres zu tun als sich in ähnlich waghalsige Geschichten zu verwickeln. War für mich absolut nicht nachvollziehbar! Auch Jan legt seine Wut und Aggressivität erst ganz am Ende des Buches ab und für mich hätte diese Entwicklung deutlich früher und stärker einsetzen können. Zu allem Unglück führen die vier eine Waffe bei sich und gerade in einem Jugendbuch sollte man mit Waffen in Kombination von Wut nicht spaßen!Lena und Selina zicken sich die ganze Zeit über an und Jan steht im Gewissenskonflikt, weil er beide absolut attraktiv findet und sie wegen Christoph nicht anrühren will. Ständig geht es darum, dass er in beide unsterblich verliebt ist und sich pubertäre Gedanken um ihre Körper macht. War auf Dauer auch nervig, vor allem weil die beiden im Verlaufe des Romans nicht die einzigen Mädchen in seinem Kopf bleiben. Vermischt mit seinen Aggressionen hatte ich fast das Gefühl, dass Christoph und der Trauerprozess seiner Freunde bei der Reise immer mehr in den Hintergrund rückt und die Teenager eher nach sich selbst und einem Abenteuer suchen. Fazit Alles in allem ein mittelmäßiges Buch. Einige Sätze und Szenen fand ich wirklich schön und ich finde es nach wie vor rührend, was die vier für Christoph tun. Allerdings war mir die Sprache insgesamt zu kindisch und vor allem Jans Gedanken waren absolut unangebracht. Entweder geht es um Lenas Hüften, Selinas Brüste oder seine andauernde Wut auf sein soziales Umfeld und die ganze Welt an sich. Auf der einen Seite fand ich gerade diese verzweifelten Gedanken passend, doch mir persönlich haben sie zu lange angehalten und ich habe keine großartige Entwicklung gesehen. Jan hat den Tod seines besten Freundes für mich persönlich nicht zufriedenstellend verarbeitet und auch die anderen drei Grazien, die ihn bei seinem Weg begleiten, fand ich wenig überzeugend. Insgesamt gibt es 2 Sterne von mir.

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  • Viel mehr erwartet

    Vier Beutel Asche

    Caruschia

    23. September 2015 um 13:48

    Wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, wird man es sich sicherlich deshalb näher anschauen, weil man davon etwas in der Schule gehört hat oder weiß, dass es von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Jugendbuch des Monats ausgezeichnet worden ist. Allein vom Klappentext her habe ich mir dieses Buch nämlich nicht zu Gemüte geführt, da mich dieser nicht wirklich überzeugt hat. Jedoch musste an dem Roman doch etwas Besonderes sein, wenn er schon ausgezeichnet wurde - dachte ich. Als erstes ist mir natürlich der außergewöhnliche und wirklich gewöhnungsbedürftige Schreibstil aufgefallen. Einerseits benutzt der Autor die Jugendsprache und ein paar Kraftausdrücke - was man bei einem Jugendbuch durchaus verstehen kann. Aber dann mischt er diese mit gelegentlichen philosophischen Ergüssen seiner selbst und mit Metaphern, die man durch diesen Misch-Masch nicht mehr ernst nehmen kann. Es scheint so, als hätte Koch versucht, für jeden etwas zu kreieren. Daran ist er aber meiner Meinung nach kläglich gescheitert. Spannung - etwas, was man in jedem guten Buch erwartet - war kaum vorhanden. Man hat gemerkt, dass Boris Koch gelegentlich versuchte, den Leser ans Buch zu fesseln, hat aber dabei leider genau das Gegenteil bewirkt: seine Spannungsaufbau-Versuche führten eher zu noch langweiligeren Längen in der Handlung und brachten mich fast dazu, den Roman an einigen Stellen abzubrechen. Während der Geschichte erfolgten immer wieder Rückblicke zurück in die Zeit, in der Christoph noch gelebt hatte. Beispielsweise Erzählungen, wie die vier "Freunde" mit ihm in Kontakt gekommen waren und in welcher Beziehung sie zu ihm standen. Das hat ein wenig geholfen, die Gedanken und Gefühle der Figuren und ihren Umgang untereinander besser zu verstehen. Alles in allem waren die Charaktere relativ gut herausgearbeitet, hatten alle einen Hintergrund und verschiedene Gründe für die Reise. Aber deshalb waren sie noch lange nicht symphatisch - im Gegenteil. Jan, der Protagonist, war schon von Anfang an unausstehlich. Mit seiner arroganten, egoistischen, unentschiedenen Art machte er das Lesen keinesfalls zum Vergnügen. Schon das erste Kennenlernen mit ihm zeichnete kein gutes Bild der Figur: voller Hass, Wut und Rache. Auch wenn diese extremen Eigenschaften im Laufe der Handlung etwas nachließen, überwogen keinesfalls die Guten, von denen ich sowieso nicht so viel mitbekommen habe. Auch der Rest der Charaktere war einfach nur anstrengend. Ob es an der Sprache oder am Verhalten lag spielt da keine Rolle. Das Gesamtbild, das Boris Koch von seinen Figuren erschaffen hat, war alles andere als positiv, was sich bei mir durch gelegentliches Augenrollen und Seufzen äußerte. Das große und schwierige Thema "Tod", das über dem ganzen Roman steht, muss man beherrschen, um daraus eine mehr oder weniger ernste Geschichte zu schreiben. Es floss zwar an vielen Stellen in die Handlung hinein und spielte natürlich auch eine sehr große Rolle - war aber nicht ernstzunehmen. Wenn es schon an manchen Stellen bedeutungsvoll wurde, ist der Moment durch die plumpen Charaktere und ihre Ausdrucksweise zerstört worden. FAZIT Ein Jugendbuch von dem ich mir mehr erhofft hatte, gerade weil es so stark angepriesen worden ist. Keine Spannung in der Handlung und plumpe, unsymphatische Charaktere führen dazu, dass ich dieses Buch niemandem weiterempfehlen werde, der auf der Suche nach einer ernsten Geschichte über den Tod ist. Denn auch dieses Thema verliert im Laufe des Buches seine entscheidende Bedeutung.

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  • Über den Tod, die Liebe und die Freundschaft

    Vier Beutel Asche

    dieDoreen

    28. June 2015 um 13:39

    Ich bin immer auf der Suche nach Jugendbüchern mit einer besonderen Story. Der Titel "Vier Beutel Asche" von Boris Koch hat sofort mein Interesse geweckt. Christoph starb mit gerade einmal 16 Jahren bei einem Fahrradunfall. Doch sein bester Freund Jan, seine große Liebe Selina, der etwas durchgeknallte Maik und die geheimnisvolle Lena können die unpersönliche Beisetzung nicht akzeptieren. Christoph wollte immer die Welt sehen und hatte sich eine Seebestattung gewünscht. Spontan graben die vier seine Urne aus und ein sehr ungewöhnlicher Roadtrip beginnt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jan erzählt und immerwieder durch kurze Rückblenden und Erinnerungen an die Zeit mit Christoph unterbrochen. Das sorgt für Auflockerung und bringt dem Leser auch gleichzeitig den Toten näher. Das Buch lebt durch seine vielschichtigen Charakter und die einzelnen freundschaftlichen Verhältnisse mit Christoph. Auf ihrem Weg ans Meer müssen die vier Freunde nicht nur lernen damit umzugehen einen lieben Freund verloren zu haben, sondern es warten noch andere Herausforderungen auf sie. Hat Christoph Selina mit Lena betrogen? Was will Maik mit der Pistole? Was tun wenn das Geld weg ist? Was erzählt man den übervorsichtigen Eltern und was macht man wenn man sich scheinbar in die Falsche verliebt? Die Story war durchweg spannend und einfach wunderschön und flüssig geschrieben. "Vier Beutel Asche" ist ein fesselndes Jugendbuch über das Sterben, die Trauer, Freundschaft und Hoffnung. Für mich war dieses Buch wirklich etwas ganz besonderes, welches den Leser mit einem gewissen Charme bis zur letzten Seite gefangen hält.

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  • Eine wunderbare Geschichte, über Freundschaft die über den Tod hinaus geht

    Vier Beutel Asche

    Maddie98

    10. June 2015 um 18:13

    Das Buch hat ein wirklich schönes Cover. Ich mag die sehr großen Buchstaben total gern. Auch das abgehackte gefällt mir dabei sehr gut. Am Anfang war ich davon nicht so überzeugt, aber als ich das Buch dann in den Händen gehalten habe, fand ich es wirklich sehr hübsch. Die vier Freunde, die auf ihrem Roller oder Motorrad entgegen der Sonne fahren, verleihen dem Buch gleich den passenden Eindruck. Dieses kleine Motiv spiegelt einen wesentlichen Teil der Geschichte wieder. Man sieht hierbei Lena mit Jan auf dem Roller, und Maik mit Selina auf dem Motorrad. Wirklich sehr schön gemacht. Das Buch beginnt damit, das sich Jan - Christophs bester Freund - an dem Mann rächen möchte, der Christoph überfahren hat. Ich fand den Einstieg sehr gut, denn er spiegelte die volle Verzweiflung von Jan wieder, die er in den letzten Monaten hatte. Alles wirkt düster und voller Trauer. Ein paar Tage später geht er auf den Friedhof um Christoph an seinem Geburtstag zu besuchen. Dabei trifft er auch Maik, Lena und Selina; die alle aus unterschiedlichen Gründen genau in dieser Nacht an Christophs Grab kamen. In ihren reift der Gedanke, Christophs letzten Wunsch zu erfüllen und ihm eine Seebestattung zu ermöglichen. Der Aufbau des Buches hat mich wirklich mitgerissen. Wie schon gesagt, war am Anfang des Buches sehr viel Trauer, Wut und Verzweiflung. Je näher die vier ihrem Ziel kommen, desto weiter entwickeln sie sich. Und desto mehr entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Dieses Buch beinhaltet kein einfaches Thema: Wie komme ich mit dem Tod meines Freunden, besten Kumpels oder Schwarm zurecht? Der Autor hat es wirklich sehr gut gemacht. Hat Fragen gestellt, und sie auch versucht zu beantworten. Er hat gewisse Stellen nicht in Watte gepackt, sondern ausführlich erörtert. Er hat sich zum Teil seine eigene Meinung gebildet, hat dem Leser aber auch Freiraum gegeben, selbst darüber nachzudenken. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Entwicklung der Charaktere ist sehr gut rüber gebracht worden. Man konnte sich in die hinein versetzten, aber wenn alle vier eine unterschiedliche Ansicht auf die Situation hatten. Beschrieben wird alles aus der Jan's Sicht. Zwischendurch kommen immer mal kleine Rückblicke aus der Zeit mit Christoph. Diese sind aber dann immer aus der Erzählerperspektive geschrieben. Dadurch konnte man sich einen eigenen Überblick verschaffen, wie Christoph war. Die Spannung des Buches wurde überwiegend konstant gehalten. Der Schreibstil war sehr einfach und gut verständlich. Was ich sehr amüsant fand, war, dass der Ort an dem sie Christophs Asche ins Meer geben wollte, Morlaix in Frankreich war. Der Ort, an dem ich vor etwa drei Jahren mit meiner Familie im Urlaub war. Ich konnte mir also alles genausten vorstellen. Ich würde das Buch wirklich jedem empfehlen. Es ist wirklich ein sehr interessantes Thema, welches wirklich beeindruckend verpackt wurde.

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  • Freundschaftsgeschichte

    Vier Beutel Asche

    Frewa

    30. March 2015 um 18:03

    Der Schreibstil war leicht zu lesen, es plätscherte alles schön vor sich hin & ich stockte nirgends. Höchstens auf den letzten Seiten waren mir zu viel Orts- und Landschaftsbeschreibungen, die habe ich dann übersprungen. Das Cover finde ich ok, sehr langweilig. Die Vier Hauptprotagonisten (eigentlich ja 5) Jan, Maik, Selina und Lena (und Christoph) treffen sich wie durch Zufall nachts am Grab von Christoph. Nach langer Zeit Reden und Erklären beschließen die Vier, Christophs Wunsch, einer Meerbestattung nachzugehen und graben seine Urne aus. Die Asche verteilen sie in 4 Beutel -jeder seinen eigenen. Natürlich kommt dann im Laufe der Geschichte noch Liebe mit ins Spiel -ist aber nicht allzu kitschig. (Bloß ein bisschen nervig, weil Jan, der Erzähler nicht weiß, wohin mit seinen Gefühlen,...) In der Geschichte geht es weniger um die Meerbestattung, sondern mehr um die Freundschaft, die sich zwischen Jan, Maik, Selina & Lena dadurch bildet. Jan, der beste Kumpel von Christoph. Maik, ein guter Freund. Selina, Christophs feste Freundin. Und Lena, die (Vorsicht Spoiler) sich unglücklich in Christoph verliebt hat. Alle haben sie etwas gemeinsam und doch sind sie so verschieden. Alles in allem eine schöne Geschichte, die mir jedoch fast zu langweilig war. Die Idee, Christophs Asche ans Meer zu bringen regt zum Nachdenken an. Und auch die kleinen Abenteuer sind schön zu lesen, aber irgendwie konnte mich die Story nicht ganz Überzeugen. Irgendwas hat mir gefehlt..

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  • Was ist wirkliche Freundschaft?

    Vier Beutel Asche

    silviaanni

    26. February 2014 um 15:27

    Inhalt: Drei Monate nach Christophs Unfalltod geht das Leben scheinbar wieder seinen Gang. Doch Jan, Christophs bester Freund, kann nicht vergessen. In der Nacht, in der Christoph siebzehn geworden wäre, besucht Jan dessen Grab. Und er ist nicht der Einzige: Auf dem Friedhof trifft er Christophs Freundin Selina, den von Schuld und Selbstmordgedanken geplagten Maik, der Christoph das Rad geliehen hatte, mit dem er in den Tod fuhr, und Lena, die heimlich in Christoph verliebt war. Aufgewühlt beschließen sie, Christophs letzten Wunsch zu erfüllen, den ihm seine Eltern wie so vieles verwehrt haben, und seine Asche im Meer zu verstreuen. Sie graben seine Urne aus, verteilen die Asche auf vier Beutel und brechen zum Atlantik auf. Eine abenteuerliche Reise durch den Sommer beginnt, die so manches Geheimnis ans Tageslicht bringt. Das Buch ist wirklich toll geschrieben und fesselt einem von Anfang an. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jan erzählt. Durch seine Gedanken an die Vergangenheit wird deutlich, was die beiden Jungs so lange miteinander verband und was ihre Freundschaft ausgemacht hat. Zudem erfährt man durch jeden der vier Teenager im Laufe der Geschichte, wie jeder einzelne von ihnen Christoph zum ersten Mal begegnet ist. So wird nach und nach deutlich, was diese Jugendlichen mit Christoph verband, und somit nun auch sie verbindet, obwohl sie sich gegenseitig bislang nicht als Freunde betrachteten. Fazit: Eine bemerkenswerte Geschichte, die zeigt, was wirkliche Freundschaft bedeutet. @ silviaanni

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  • Liebesgeschichte an die Freundschaft

    Vier Beutel Asche

    bienesbuecher

    10. February 2014 um 13:13

    Christoph ist gerade 16, als er durch einen Unfall stirbt. Schon bei seiner Beerdigung sind seine Freunde nicht mit dem Ablauf einverstanden, denn Christoph hätte das so nie gewollt. Aber seinen Eltern war das wohl egal. Die Freunde beschließen also, die Asche im Meer zu verteilen, so wie er das gewollt hätte. Eine abenteuerliche Reise von vier Freunden auf zwei Rollern durch Deutschland und Frankreich kann beginnen. Auch dieses Buch bekam ich vom Heyne Verlag zur Verfügung gestellt. Das Cover zeigt ein verschwommenes Bild, das Person(en) auf einem Roller zeigt. Das einzige was mir dazu eingefallen war ist, dass diese Personen recht schnell fahren. Der Unfall des gemeinsamen Freundes Christoph schweißt die vier Freunde so zusammen, dass sie beschließen, seine Asche an den Ort zu bringen, an dem auch Christoph hätte beerdigt werden wollen. Dieses Buch zeigt so deutlich, wie ein Schicksalsschlag Menschen zusammen führen kann, wie ich es noch nicht in einem Buch gefunden habe. Jeder der vier muss auf dieser Reise seine Trauer auf eigene Weise irgendwie verarbeiten und sich gleichzeitig auf die Probleme und Schwierigkeiten konzentrieren, die dieser Roadtrip mit sich bringt. Wie man beispielsweise Sprit und Essen bekommt, wenn man bei der Abreise nicht daran gedacht hat, wie und wo man schlafen soll und warum es den anderen Personen so wichtig war, diese Fahrt mitzumachen. Dieses Buch ist ein Liebesgeständnis an Freundschaft und Liebe. Mein Fazit: Ein liebenswertes Buch, in dem mir immer wieder gezeigt wurde, was Freunde alles für einander auf sich nehmen. Absolut lesenswert.

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  • Freundschaft über den Tod hinaus

    Vier Beutel Asche

    mabuerele

    28. December 2013 um 16:26

    „...Es gibt keine Normalität, Leben bedeutete Veränderung, Neues, immer anderes...“ Jans Freund Christoph ist tödlich verunglückt. Jan macht Herrn Gregor, den Autofahrer, dafür verantwortlich und schickt ihm Drohbriefe. Doch Ruhe findet er dadurch nicht. Als seine Eltern in den Urlaub fahren, lädt er zwei Freunde zu sich ein. Sie wollen Christophs 17. Geburtstag mit weiteren Schulkameraden feiern. Aber für Jan fühlt es sich nicht richtig an. In der Nacht geht er zu Christophs Grab. Dort trifft er auf Maik, der eine Pistole bei sich hat und Selbstmord plant, denn es war sein Rad, mit dem Christoph verunglückt ist. Später kommen Selina, Christophs Freundin, und Lena dazu. Christoph hatte immer von einer Seebestattung geträumt. Die Vier beschließen, nach Frankreich an den Atlantik zu fahren und dort Christophs Asche dem Meer zu übergeben. Es wird eine Reise mit Überraschungen, die sie reifen lässt. Gut gefallen haben mir die Rückblenden in die Vergangenheit. Sie sind kursiv hervorgehoben. Jeder der Vier erzählt, wie er Christoph kennengelernt und was er ihm bedeutet hat. Dadurch wird für mich als Leser Christoph sehr lebendig, obwohl er selbst nicht mehr dabei ist. Sein Tod erscheint unter einem neuen Blickwinkel. Das Buch ist emotional berührend geschrieben, doch an keiner einzigen Stelle sentimental. Der Autor hat sich in die Gefühlslage der Jugend hineinversetzt. Angst, Frust, Eifersucht und Unverständnis über das Schicksal spielen eine Rolle. In ihrem Gesprächen setzten sich die jungen Leute mit Tod und Leben auseinander. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wozu Freundschaft fähig ist. Keiner ist von der Reise so zurückgekehrt, wie er sie angetreten hat. Obiges Zitat stammt von Jan am Ende der Fahrt. Das Buch entlässt mich als Leser mit der Hoffnung eines guten Neuanfangs.

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  • Vier Beutel Asche / Boris Koch

    Vier Beutel Asche

    Nasuada

    30. September 2013 um 15:25

    Handlung: Seit Jan seinen besten Freund Christoph bei einem Unfall verloren hat, ist er voller Wut. Auf den Fahrer des Unfallautos, auf Christophs Eltern, auf die Welt im Allgemeinen und auf sich selbst. An Christophs Geburtstag beschließt er, die Party zu dessen Ehren früh zu verlassen und stattdessen dem Grab seines besten Freundes einen Besuch abzustatten. Dort trifft er tatsächlich, mitten in der Nacht, noch 3 weitere Menschen aus Christophs Leben: seine Freundin Selina, seinen Kumpel Maik und die geheimnisvolle Lena, von der niemand weiß, in welcher Beziehung sie eigentlich zu Christoph stand. Gemeinsam beschließen die 4 Jugendlichen, sich mit 2 Motorrollern auf den Weg nach Frankreich zu machen, an die Küste. Denn Christoph wollte seine Asche über dem Meer ausgestreut und nicht auf dem düsteren Dorffriedhof begraben wissen. Eigene Meinung: Das Cover des Romans passt hier extrem gut zum Inhalt. Es zeigt die verschwommene Silhouette eines jungen Mannes, der sich in voller Bewegung zu befinden scheint. Hier könnte es sich um Christoph auf seinem Fahrrad handeln oder auch um Jan auf einer der beiden Motorroller. Diese Bewegung und auch die Farben suggerieren auf der einen Seite eine gewisse Lebendigkeit, auf der anderen Seite strahlt das Cover auch etwas Unruhiges aus. Die Geschichte wird aus Jans Perspektive in der Ich-Form erzählt, so dass man als Leser ganz dicht an dem Protagonisten klebt. Man weiß selbst also immer nur so viel, wie Jan in der Geschichte bereits erfahren hat. Mit ihm als Protagonisten hatte ich zunächst auch meine Schwierigkeiten. Jan ist am Anfang so voller Wut und Aggression, dass niemand wirklich einen Zugang zu ihm findet. Am liebsten würde er sich an dem Verursacher des Unfalls rächen, denn der trägt – das findet zumindest Jan – die alleinige Schuld an dem Unfall. Doch letztendlich kann er hierzu nie den Mut finden und reagiert seinen Zorn daher in kindischen kleinen Drohbriefchen ab. Generell ist er ein sehr unnahbarer, unsympathischer Charakter, mit dem man sich als Leser nur schwer identifizieren kann. Auch die Reise der 4 Jugendlichen nach Frankreich erweist sich als schwierig. Anstatt Christophs letzten Wunsch in Frieden zu erfüllen, gibt es ständig Streit. Vor allem Christophs Freundin Selina lässt ihren Unmut an den anderen aus und zeigt sich vor allem von Lenas Anwesenheit verunsichert und provoziert. Hatte Christoph etwa eine Affäre? Doch auch Jan ist enttäuscht, weil sein bester Freund ihm nie erzählt hat, dass er näher mit Lena zu tun hatte. Allein der übermütige Maik ist immer zu Mutproben und Dummheiten aufgelegt und raubt den anderen 3 den letzten Nerv. Zu allem Überfluss werden die 4 in Frankreich schließlich noch ausgeraubt und die Küste scheint in unendliche Ferne gerückt. Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite ist das Thema ein sehr trauriges und man hätte aus der Grundidee der Handlung wirklich einiges machen können. Doch anstatt einer sensibel erzählten Geschichte zum Thema Trauer erwarten den Leser zunächst nur Jans Hasstiraden und kindische Streitereien darüber, wer nun Christophs Asche transportieren und wer überhaupt das Recht hat, an dieser irrsinnigen Fahrt nach Frankreich teilzunehmen. Auch die Reise selbst hätte ich mir ein wenig ausführlicher beschrieben gewünscht bzw. wäre es angenehmer gewesen, anstatt von den 4 Streithähnen mehr von der Landschaft zu lesen, durch die sie fahren. Denn eigentlich bin ein großer Fan von Roadtrips, aber hier hat mir einfach das nötige Flair gefehlt. An Tiefe gewinnt der Roman erst, als die 4 sich am Lagerfeuer nach und nach erzählen, wie sie Christoph kennengelernt haben. Es wird viel geweint, aber auch gelacht und endlich, so scheint es, ist der Schmerz für jeden von ihnen etwas einfacher zu tragen. Danach hat man als Leser nicht nur einen besseren Bezug zu den 4 Jugendlichen, sondern auch der verstorbene Christoph nimmt Profil an. Erst jetzt konnte ich richtig nachvollziehen, was ihn als Freund ausgemacht hat und warum die anderen so um ihn trauern. Und auch Jan kann etwas von seiner Wut ablegen und sich wieder dem Leben zuwenden. Auf einmal tritt hinter der harten Schale ein sensibler, freundlicher Kern zu Tage, der mich mit dem unsympathischen Hauptcharakter aussöhnt. Das Ende ist hoffnungsvoll und verdeutlicht die Botschaft des Buches: Egal wie groß die Trauer auch ist, es lohnt sich immer weiterzuleben! Fazit: nach anfänglichen Schwierigkeiten ein durchaus berührendes Buch über die Hilflosigkeit der Hinterbliebenen und darüber, wie man mit so einem schrecklichen Verlust weiterleben kann

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  • Über Freundschaft und Trauer

    Vier Beutel Asche

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 22:06

    Jan kommt mit dem Tod seines 16-jährigen und besten Freundes Christoph, der bei einem Unfall gestorben ist, nicht klar. An Christophs siebzehntem Geburtstag geht er auf den Friedhof zu seinem Grab und trifft dort dessen Freunde Maik, Selina und Lena. Gemeinsam beschließen die Vier, Christophs letzten Willen zu erfüllen und seine Asche ins Meer zu streuen und machen sich auf die Reise an die Atlantikküste. "Vier Beutel Asche" ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Schuld und Trauer. Das Buch beginnt damit, daß Jan dem Unfallgegner von Christoph unbedingt das Leben zur Hölle machen will, weil er bei ihm eine Alleinschuld an dem Tod seines Freundes sieht. Er ist nicht in der Lage, zur Normalität zurückzukehren, wie sein Umfeld von ihm verlangt. Im Laufe des Buches, und mit Hilfe der gemeinsamen Erlebnisse mit den Freunden, kommt es nicht nur bei ihm zu einer besseren Trauerbewältigung. Sehr gut gefallen haben mir die Geschichten der Vier, in denen sie erzählen, wie sie jeweils Christoph kennengelernt haben bzw. von ihren gemeinsamen Erlebnissen mit ihm. Diese Geschichten sind teilweise witzig, teilweise traurig und überraschend. Jan, Maik, Selina und Lena waren mir sehr sympathisch und ihre Entwicklung auf ihrer gemeinsamen Reise nach Frankreich hat mir sehr gut gefallen und konnte ich gut nachvollziehen. Trotz anfängilcher Animositäten zwischen Lena und Selina wachsen sie alle während der Fahrt zusammen. Ich denke, diese Reise war auch nur möglich in der Gemeinschaft, jeder Einzelne von ihnen wäre wohl eher nicht auf die Idee gekommen.

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  • "Was würdest du für einen Freund tun?"

    Vier Beutel Asche

    DieKirsche

    14. April 2013 um 17:16

    Hmm - das war ein Gedanke, den ich beim Lesen dieses Buches oft hatte. Für mich klang dieser Roman wirklich interessant. Der frühe Tod eines Jugendlichen und Trauer die damit bei den Zurückgebliebenen einhergeht, kombiniert mit einem Roadtrip und einer eher unkonventionellen Idee bieten eigentlich alles, was ein gutes Jugendbuch so braucht. Beim Lesen kamen mir dann jedoch immer häufiger Fragen dazu, ob dieses Buch eventuell nur eine sehr begrenzte Zielgruppe anspricht bzw. ob ich vielleicht einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Um es klar zu sagen: Mir hat das Buch so gut wie gar nicht gefallen. Mein Problem mit diesem Buch lag vor allem in den für mich sehr unsympathischen Protagonisten begraben. Jan als Hauptfigur mochte ich leider an keiner Stelle des Romans. Er ist über den Tod seines besten Freundes extrem wütend und sucht einen Schuldigen. Soweit kann ich dies auch nachvollziehen. Dennoch ging mir seine ständige Aggressivität und seine blinde Wut nach kurzer Zeit einfach auf die Nerven. Er benimmt sich nicht wie ein wütender siebzehnjähriger, sondern wie ein pubertierender zwölfjähriger. Vielleicht hätte ich ihm dieses Verhalten sogar noch abkaufen können (obwohl ich in diesem Buch gemerkt habe, dass mich ein so unreifes Verhalten, egal wie authentisch es sein mag, in einem Buch nicht besonders anspricht), wären da nicht auf der anderen Seite extrem philosophische Gedanken gewesen. Einen unpassenderen Kontrast hätte man kaum wählen können. Die anderen Charaktere des Buches benehmen sich auch eher klischeehaft jugendlich. Vernunft habe ich in ihrem Verhalten kaum entdeckt. Allerdings führen sie ab und an, wie gesagt wirklich sehr hochtrabende Diskussionen über das Leben und den Tod. Diese konnte ich ihnen aber nicht abkaufen, da ihr Verhalten und die Art und Weise, wie sie sich gaben einfach gar nichts von diesen reifen Gedanken erahnen lies. Daher wirkten die Parts des Romans, die den Leser nachdenklich stimmen konnten, sehr gewollt, unnatürlich und für mich daher nicht ansprechend. Anerkennen muss man, das der Autor es geschafft hat ein sehr reales Bild von Jugendlichen zu zeichnen. Die Wut, Aggression, das teilweise kindische und überhebliche Verhalten wirkt echt und man sieht die vier lebhaft vor sich. Dafür, dass ich sie nicht mochte, kann der Autor wenig. Des Weiteren bleibt zu sagen, dass den letzten Ausschlag für mein großes Missfallen die Handlungsarmut war. Viele Szenen des Romans wirken überflüssig. In ihnen entwickeln sich weder die Charaktere weiter, noch sorgen sie wirklich für Spannung. Der einzig spannende Aspekt ist die Auflösung zum Schluss. Diese wird aber eher nervtötend immer wieder aufgeschoben, so dass mir nicht nur schnell klar wurde, das diese eine Frage, wohl der Dreh- und Angelpunkt sein würde, sondern auch, dass es noch gut 300, 200,100, 50... Seiten dauern würde, bis in dieser Beziehung Tacheles geredet würde. FAZIT: Für mich ging der Schuss in diesem Buch nach hinten los. Statt eines Romans in dem die Verarbeitung des Todes mit der Thematik des Erwachsenwerdens geschickt kombiniert werden, liest man hier ein eher langweiliges Buch mit recht unsympatischen Charakteren. Zumindest, wenn dies nicht das erste Buch ist, das man zum Thema liest, sollte man lieber die Finger davon lassen. Für jüngere Leser, die sich eventuell noch eher mit Jan und Co. identifizieren können, mag der Roman aber durchaus mehr Potenzial für interessante Lesestunden haben. Für mich bleibt es bei einem Hmm... Da wäre deutlich mehr drin gewesen! Ich gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe...

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  • Vier Beutel Asche von Boris Koch.

    Vier Beutel Asche

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. March 2013 um 18:59

    Der siebzehn Jährige Christoph wird auf dem Nachhauseweg von einer Party samt Fahrrad von einem Auto erfasst und stirbt als Folge dieses Unfalls. Familie und Freunde trauern um den Jungen, allen voran Christophs bester Freund Jan, der über diesen plötzlich Verlust einfach nicht hinwegzukommen scheint. Und so willigt er ein, als seine alte Clique zu Ehren des verstorbenen Freundes eine Party veranstalten will, die dann aber ähnlich abläuft wie all die anderen Partys in der Nachbarschaft. Aufgebracht flüchtet Jan und findet sich auf dem Friedhof wieder, doch er ist nicht alleine. Zwei Schulkameraden und Christophs Ex-Freundin finden sich ebenfalls dort wieder und zusammen beschließen sie Christophs letzten Wunsch zu erfüllen und seine Asche ins Meer zu streuen. Viel versprechend fing es an, mit einem Jungen, einem Auto und einem Molotow Cocktail. Doch leider ging es nicht so weiter, in einem fort bremste sich Boris Koch selbst aus und was dabei heraus gekommen ist, ist wenig mehr als ein Teil der Masse. Mehr Sandkorn als Perle trotz der hohen Ansprüche, der ansprechenden Prämisse und bunten Besetzung aus Hauptfiguren. Eine ungewöhnliche Art der Trauerarbeit, die ich als Leserin allerdings auch woanders so vorgefunden habe (siehe Literarische Nachbarn) und mich daher nicht zufrieden geben kann, mit lauwarmem Haferbrei auch wenn Boris Koch sich alle Mühe gibt diesen violett einzufärben. Die meiner Meinung nach größte Schwäche des Romans ist der ständige Kommentar des Erzählers. Nun sagst du vielleicht, aber ein Erzähler muss doch kommentieren. Nun ja, im Grunde hast du recht, aber Ich-Erzähler Jan kommentiert nicht nur, er erklärt alles und jeden und sich und die Welt und ich als Leser fühle mich für dumm verkauft, möchte Jans Welt selbst entdecken. Boris Koch lässt mich aber nicht, besteht darauf mir jeden noch so kleinen Beweggrund und Gedankengang der Hauptfiguren vorzubeten und schreibt so nicht nur auf Jans besten Freund Christoph (befindlich in den vier Beuteln Asche) einen Nachruf, sondern auf seinen Roman gleich mit. Denn der tänzelt ums Feuer herum, gibt vor damit spielen zu wollen und kuschelt am Ende doch nur mit der Brandschutzdecke, anstatt über die Flammen zu springen. Wer mich wachrütteln, bewegen, vielleicht sogar berühren will, der muss sich mehr trauen, auch trauen die unbefestigten Pisten zu befahren. Denn die Konkurrenz auf dem Markt ist groß und des Lesers Zeit ist begrenzt, warum also ein Buch empfehlen, das hinter den geweckten Erwartungen zurück bleibt und ihnen nun mit Dackelblick und Tränchen im Augenwinkel hinterher starrt?! Ich sehe da leider keinen ausreichenden Grund, weder im Roman selbst, noch in meinem Kopf, bzw. Herz, nach dessen Lektüre. Ein Roman der viel will, besonders anecken, am Ende aber zu viel unnötige Dämmung mitbringt um den Leser wirklich aufwühlen zu können.

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  • Rezension zu "Vier Beutel Asche" von Boris Koch

    Vier Beutel Asche

    LaLecture

    24. February 2013 um 19:25

    Ein berührender Roman über Freundschaft, Liebe, Verlust und die Freuden des Lebens Auf dem Heimweg setzte ich mich an den Goldbach und zündete mir eine Kippe an, weil auf der Tabackpackung stand, Rauchen sei tödlich, weil ich Christoph nahe sein oder dem Tod ins Gesicht spucken wollte. Oder einfach nur, weil ich irgendetwas anzünden wollte. -S. 29 Inhalt Mit 16 stirbt Christoph bei einem Autounfall - und lässt seinen besten Freund Jan in Wut und Trauer zurück. Als dieser eines Nachts an Christophs Grab kommt, trifft er dort auf Maik, Lena und Selina. Alle vier haben den Verlust noch nicht überwunden und können nicht verstehen, wie die anderen einfach so zur Normalität zurückkehren können. Und da Christoph immer ein Leben in Freiheit wollte, beschließen die vier, ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen: eine Seebestattung, selbst wenn das bedeutet, dass sie auf eigene Faust bis zum Atlantik fahren müssen. „Scheiße!“, stieß ich hervor und meinte meinen Daumen und das Feuerzeug, meine Feigheit und das graue Wohngebiet, den Molly und die Nacht, die ganze Welt und das Leben und vor allem den Tod. - S. 13 Meinung Würdest du den letzten Wunsch deines besten Freundes erfüllen, selbst, wenn du dafür seine Asche ausgraben und in Plastikbeuteln auf Motorrädern bis an den Atlantik bringen müsstest? Ich hätte mir bislang nicht vorstellen können, so etwas verrücktes zu tun, doch Boris Koch zeigte mir mit seinem einfühlsamen Roman, wie aus normalen Jugendlichen, plötzlich Abenteurer werden, warum Einzelkämpfer sich zusammentun und wie aus Hass und Rachegelüsten Liebe und Freundschaft entstehen. "Vier Beutel Asche" ist definitiv ein Roman, in dem mehr steckt, als man zunächst denkt. Das Cover wirkt nicht besonders ansprechend, der Klappentext ist okay und auch der Anfang konnte mich nicht wirklich umhauen (was vielleicht auch daran liegt, dass das Buch aus der Sicht eines Jungen geschrieben ist, womit ich allgemein nicht so viel anfangen kann), doch langsam aber sicher merkt man, wie tiefgründig er eigentlich ist und wie viele Wahrheiten darin ausgesprochen werden. Jan war mir als Protagonist nicht sonderlich sympathisch Er raucht, trinkt, denkt dauernd an gutaussehende Mädchen und Sex - der typische männliche Ich-Erzähler. Im Laufe des Buches wird aber klar, dass das nun einmal seine Art ist, mit dem Verlust seines besten Freundes umzugehen und dass er im Grunde ein gutes Herz hat. Durch die kurzen Rückblicke in seine Kindheit erfährt man auch viel über Christoph und darüber, wie nahe sich die beiden standen und gewinnt den anderen sogar nach seinem Tod noch lieb. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar ausgearbeitet, nicht unbedingt die Charmebolzen in Person, aber authentisch und ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten, Enttäuschungen und Problemen umgehen. Besonders gut gefallen hat mir, dass jeder von ihnen eine eigene Geschichte hatte, wie er Christoph kennengelernt hat und man mit jedem Kapitel nicht nur über sie, sondern auch über ihren verstorbenen Kumpel mehr erfährt. "Ein Spaß" Wieder blieb er stehen. Seine Augen brannten. "Ich fühl mich vollkommen leer, darum geb ich den Kasper. Ich lache, um nicht zu schreien, ich ertrag es sonst schon nicht, die Welt ernst zu nehmen. Wenn ich das tue, will ich mir jedes Mal den Kopf wegblasen." - S. 296 Die Handlung selbst ist ein schräger Roadmovie - nicht immer ganz logisch, oft viel zu einfach um wahr zu sein, aber eine so schöne Geschichte über Liebe, neue Freundschaften und den Tod, dass solche kleinen Makel nicht stören. Dabei versucht der Autor keinesfalls den Psychologen zu spielen oder einem einzureden, das Leben müsse weitergehen, sondern macht dem Leser auf lockere, ungezwungene Art Mut, über seine Probleme zu reden und nicht alles in sich hineinzufressen. Er zeigt auch, wie wichtig es ist, wütend zu sein - auf sich selbst, auf andere, aber auch auf den Toten – eine tolle Einstellung. Der Schreibstil ist locker und gut geeignet für ein Jugendbuch, sehr direkt, aber auch einfühlsam und geht direkt ins Herz. Leider ist die Erzählweise manchmal ein bisschen zu sehr von Jans oben erwähnten, typisch männlichen Gedanken geprägt und man muss mit dem Protagonisten klarkommen. Fazit „Vier Beutel Asche“ ist ein überraschend gelungener, sehr berührender Roman über den Verlust eines geliebten Menschen und die verschiedenen Arten, damit umzugehen. Auf eine lockere, aber sehr direkte Art bringt Boris Koch dem Leser die Protagonisten und die Botschaft seines Buches näher und hat damit meiner Meinung nach ein wirklich gelungenes Jugendbuch geschaffen. Aufgrund meiner leichten Abneigung gegen den Protagonisten und einigen Längen vergebe ich jedoch nur 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Vier Beutel Asche" von Boris Koch

    Vier Beutel Asche

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2013 um 20:44

    Zum Inhalt: Christoph, ein 16jähriger Junge stirbt auf tragische Weise durch einen Unfall. Seine Freunde Jan, Maik, Lena und seine Freundin Selina beschließen, seine Urne auszugraben und sie am Meer zu verstreuen. Auf ihrer Reise wird ihre Freundschaft untereinander und ihre Beziehungen zu Christoph auf die Probe gestellt. Zum Buch: Die Geschichte aus der Sicht Jans zu erzählen hat mir sehr gut gefallen, denn er verkraftet den Tod seines besten Freundes am schlechtesten. Dadurch ist der Leser auch mittem im Geschehen und die Figuren werden dadurch greifbarer, weil sie nicht von oben herab durch einen unbeteiligten Erzähler beschrieben werden. Und wir erleben seine innere Zerrissenheit, die wir so sicher nicht erlebt hätten. Man kann die Entwicklung der Charaktere so auch hautnah miterleben, die gut gelungen ist, ihre Freundschaft wird tiefer und auch die Verarbeitung der Trauer ist gut getroffen. Mir haben die Abschnitte besonders gut gefallen, in denen die Protagonisten in die Vergangenheit zurückblicken, so erfahren wir genaueres über ihre Beziehung zu Christopher. Es wurde nicht nur nebenbei erwähnt, sondern Boris Koch bot diesen Geschichten Platz in separaten Kapiteln, die gut in den Handlungsverlauf eingestreut worden, so dass sie immer gut reingepasst haben. Mein Fazit: "Vier Beutel Asche" ist alles in allem ein stimmiger Jugendroman über Trauer und Freundschaft, der einem zeigt, zu was Freundschaft alles fähig ist.

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