Boris Pasternak Doktor Shiwago

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Inhaltsangabe zu „Doktor Shiwago“ von Boris Pasternak

Im russischen Zarenreich aufgewachsen, erlebt der Moskauer Arzt Shiwago den Ausbruch der Revolution. Alle Hoffnungen auf eine glänzende Karriere werden mit der neuen Ordnung zerstört, und Shiwago beschließt, mit seiner Familie auf ein Landgut reicher Verwandter zu ziehen. Die Familienidylle gerät ins Wanken, als Shiwago Lara wieder trifft, die er in einem Lazarett kennenlernte … Sein halbes Leben lang arbeitete Boris Pasternak an diesem Roman, der in der Sowjetunion nicht publiziert werden durfte. In der Verfilmung mit Omar Sharif wurde er zum Klassiker. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Großartiges Buch, das man auch mehrmals lesen kann. Sehr vielschichtig und emotional, habe es in mehr als einem Jahr gelesen, aber genossen.

— Kompassqualle

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  • "Eine furchtbare Sache namens Leben"

    Doktor Shiwago

    SiCollier

    Welch eine furchtbare Sache doch das Leben ist, nicht wahr? (S. 584, Lara) Meine Meinung Lange hat es gedauert, bis Pasternak mich eingefangen hatte; einen weiten (Lese-) Weg mußte ich gehen, bis ich mir meiner Meinung über das Buch sicher war. Ein Weg, der mir manchmal so lang und endlos erschien wie der, den Jurij Schiwago zurücklegen muß, bis er endlich am Ziel ankommt. So richtig bekannt wurde das Werk vermutlich durch die Verfilmung mit Omar Sharif in der Titelrolle. Ich gebe zu, daß ich die kenne und erst ein neuerliches Ansehen hat mich veranlaßt, endlich auch zur Buchvorlage zu greifen. Dadurch wußte ich zwar, wie die Liebesgeschichten um Jurij Schiwago, Tonja und Lara ausgehen, das hat dem Buch aber nichts von seiner Faszination und Spannung genommen, eher im Gegenteil. So konnte ich mich eher auf den viel weiter gespannten Handlungsbogen des Buches einlassen, stand nicht unter dem Zwang, schnell weiterlesen zu müssen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Denn, man ahnt es, das Buch holt viel weiter aus als der Film. Sind dort vor allem die Liebesgeschichten das Thema, so sind diese hier eingewoben in die Zeitläufte. Wir treffen zum ersten Mal auf die Hauptdarsteller, als diese noch Kinder sind und begleiten die meisten - mit Unterbrechungen - bis hin zu ihrem Ende, soweit es im Buch erwähnt wird. Das zaristische Rußland, die Revolution von 1905, der erste Weltkrieg, schließlich die Oktoberrevolution und ihre Folgen formen den Rahmen, in den die Handlung eingespannt ist. Vor meinem inneren Auge lief ein Film ab, der all diese Ereignisse und das Leben der Protagonisten zum Inhalt hatte und mir teilweise das Gefühl vermittelte, direkt dabei zu sein. Die Lebensläufe vieler Figuren sind miteinander verwoben. Immer wieder treffen sie sich, manchmal ohne zu wissen, wer der andere ist, und geben beim Lesen so eine Ahnung vom Schicksal. Dabei mag die schiere Anzahl des „Personals“ manchmal verwirren, gibt jedoch gleichzeitig eine gute Vorstellung davon, wie verwirrend die Zeiten für die damals Lebenden gewesen sein müssen. Nachdem die Revolution erst einmal begonnen hatte, war nur noch eines sicher: alles ist unsicher. Die Herrschaft (Rot / Weiß) wechselte, und je nach dem, wer gerade dran war, mußte man sehen, wie man durchkam. Die erste Zeit des Buches habe ich mich des öfteren gefragt, weshalb das seinerzeit in der UdSSR nicht erscheinen durfte, bis es, je weiter die Handlung fortschritt, mehr und mehr verständlich wurde. Erst versteckt, dann immer offener findet man Stellen, die sich als Kritik am System, an der Herrschaft der Bolschewiken verstehen lassen. Vor allem gegen Ende werden einige Mißstände überdeutlich angesprochen. Hier, wie schon in Scholochws „Der stille Don“, hatte ich über weite Strecken das Gefühl einer gewissen Distanz zu Figuren und Handlung, als ob ich als unbeteiligter Dritter zuschauen würde. Da es sich nicht vermeiden läßt, daß Grausamkeiten vorkommen (wenngleich für meine Begriffe sehr zurückhaltend beschrieben), war ich da durchaus dankbar dafür. Aber je mehr sich das Buch dem Ende näherte, um so mehr wich diese Distanz, um schließlich eine so große Nähe zu erreichen, daß ich mich mitten drin dabei wähnte, das Buch letztlich tief bewegt beendete. Am Ende angekommen wußte ich auch, weshalb so viele, die das Buch gelesen haben, sagen bzw. empfehlen, es mehrfach zu lesen. Denn es steckt so viel darinnen, wie sich beim ersten Kennenlernen nicht erkennen und verarbeiten läßt. Oder anders ausgedrückt, angelehnt an „zwei altgewordene Freunde“ (S. 608 meiner Ausgabe): Das Buch, das ich in den Händen halte, weiß das alles und gibt den Empfindungen Bestätigung und Sicherheit. Möge es viele Leser finden. Kurzfassung Ein beeindruckender Roman über Leben und Schicksal in schweren Zeiten.

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  • Eure Lieblingsbücher der S. FISCHER Verlage

    Marina_Nordbreze

    Beglückt uns mit euren Lieblingsbüchern der S. FISCHER Verlage Buchliebhaber, Leseratten, Schmökerkönige - Wir lieben Bücher und das kann man auch sehen - volle Bücherregale wohin man sieht.  Das weckt natürlich unsere Neugierde! Macht ein Foto von euren Lieblingsbüchern aus den S. FISCHER Verlagen und postet es hier in diesem Thema. Dafür erhaltet ihr das "Lieblingsbuch"-Abzeichen im FISCHER Leseclub.  Es ist egal, ob es sich bei den Büchern um alte oder neue Titel handelt, ob ihr nur einen Lieblingstitel aus den S. FISCHER Verlagen habt oder ob ihr gleich ein ganzes Regalbrett dafür reserviert habt. Hauptsache ihr macht ein tolles Foto und lasst uns an euren Lieblingsbüchern teilhaben!  Ihr seid noch nicht Mitglied im FISCHER Leseclub? Das muss sich schnell ändern! Mehr Infos findet ihr hier.  Bitte beachtet, dass das Foto maximal 1 MB groß sein darf, damit der Upload klappt und wir einen Teil der Bilder in einem Facebook-Album vorstellen werden. Euer Abzeichen wird nach dem Hochladen nicht automatisch vergeben, sondern wir werden dies regelmäßig händisch tun.

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  • Mit einem einzigen Werk zu Weltruhm und Literaturnobelpreis!

    Doktor Shiwago

    Izabelle_Jardin

    30. January 2016 um 17:22

    Es muss schon etwas dran sein an diesem Roman. Wer bisher lediglich die David Lean-Verfilmung kennt, hat damit nur an der Oberfläche gekratzt. Bekannt ist die Liebesgeschichte zwischen dem jungen russischen Arzt Juri Andrejewitsch Schiwago und seiner Geliebten Lara. Wahrgenommen wird seine Ehe mit der klugen, sanften Tonja, Tochter derjenigen Familie, die den verwaisten Aristrokaten bereits als kleinen Jungen im Jahr 1903 aufnimmt und wie den eigenen Sohn aufzieht. Der Film jedoch benutzt die Zeit der russischen Revolution, den 1. Weltkrieg, den russischen Bürgerkrieg und Untergang des Zarenreiches nur als opulente Folie, als Bühnenbild. Lesend, wie könnte es anders sein, dringt man tiefer. Und wundert sich bald nicht mehr, dass dieses Buch ob seiner höchst kritischen Betrachtungen zu den politischen Vorgängen erst mehr als 30 Jahre nach seiner Fertigstellung in Russland veröffentlicht werden durfte. Viel Zeit muss man sich nehmen, denn Pasternak liest sich nicht „eben mal so weg“. Dafür allerdings wird man belohnt mit tiefen Einblicken. Hat man sich an Pasternaks Stil erst einmal gewöhnt, begriffen, dass die überaus zahlreich auftretenden Personen, die bisweilen unerklärlich intensiv beschrieben werden, ohne scheinbar von Wichtigkeit für die Handlung zu sein, IMMER irgendwann tragende Rollen einnehmen werden, verbietet man sich beim Weiterkommen, irgendetwas zu überfliegen. Wirklich: alles ist von Relevanz! Ich warne ausdrücklich vor dem unaufmerksamen Lesen. Es mag nicht jedermanns Sache sein, politischen Kundgebungen seitenweise zu folgen, an Innenansichten, häufig sehr intellektuellen Dialogen oder langgezogenen Phasen von Schilderungen mit weit ausgeschmückten Details Spaß zu haben. Aber nur wenn man wirklich dabeibleibt, erschließt sich die ganze Wirkung dieses Romans. Ebenso wird vielleicht Manchem die Liebesgeschichte, die doch filmisch so tragisch-süß zu sein schien, geradezu spröde geschildert vorkommen. Aber gerade das lässt sie in einem ausgesprochen ernst zu nehmenden Licht erscheinen, das weitab von Oberflächlichkeit den Unterschied zwischen „Verliebtheit“ und tiefer, inniger, einander achtender Liebe beleuchtet. Hat schon der Film mit großartigen Landschaftsbildern brilliert, so fällt dennoch die Zelluloidadaption angesichts Pasternaks Landschaftsschilderungen geradezu ab. Welcher Bilderbogen beim Lesen entsteht, ist wirklich fantastisch! Für mich war das Eintauchen in diesen Roman, der eine Zeitspanne von 26 Jahren, sowie einen Epilog, im Jahr 1944 spielend, umfasst, ein Vergnügen, das ich mir wochenlang häppchenweise gegönnt habe. Vieles begleitet den Leser ins alltägliche Nachdenken. Ich finde, man muss ihn gelesen haben.

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  • Eine kurze Rezension

    Doktor Shiwago

    traemibunny

    27. June 2015 um 19:26

    Allgemein: Das Buch lässt sich gut lesen, da es in einem Schreibstil geschrieben ist, der sich einfach gut lesen lässt. Der Epilog ist auf jeden Fall wert zu lesen, da es noch einige Kleinigkeiten in der Hauptgeschichte klärt. Das kleine Extra am Ende ist eine gelungene Idee. Zwischendurch fand ich die Beschreibung der Landschaft oder der Umgebung zu sehr ausgeschmückt für meinen Geschmack.  Wer jedoch darauf steht, hat eine Freude am Lesen ;) Zur Hauptgeschichte: Das Buch geht um das Leben des Doktor Shiwago (Wie sich ja schon am Buchtitel erraten lässt :) ). Aber nicht nur. Man erfährt auch aus dem Leben der anderen Personen, die er trifft oder die eine wichtige Rolle in dieser brenzligen Revolution spielen.  Zudem werden häufig die ärmlichen Lebensbedingungen gut beschrieben und wie er und seine Familie sich durch zuschlagen versuchen. Hinein kommt noch das eine und andere Drama hinzu, Gefühlschaos, wichtige Entscheidungen, Trennungen. Und trotz der speziellen Umstände, durch die Revolution verursacht, findet sich auch mal ein Fünkchen Hoffnung und Glückseligkeit. Fazit: Insgesamt ein gelungenes Buch. Ich würde es jedem weiterempfehlen, der sich für russische Lektüre interessiert oder einfach einen guten Klassiker durchlesen will. 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Boris Pasternak - Doktor Schiwago

    Doktor Shiwago

    miss_mesmerized

    25. January 2015 um 15:50

    Jurij Schiwago wächst nach dem Tod des Vaters als Weise auf. obwohl ihn die Dichtkunst interessiert, entschließt er sich doch für das Studium der Medizin. Tonja, die Tochter seiner Pflegeeltern ist seine stete Begleiterin und wird seine Frau. Doch die Zeiten sind hart und bald schon wird Jurij in den Krieg geschickt. Dort lernt er die Krankenschwester Lara kennen, der er bereits früher einmal begegnete. Nach der Rückkehr in die Heimat kreuzen sich ihre Wege erneut, dieses Mal auf dem Land, wohin sich immer mehr Menschen vor der Armut in Moskau flüchten. Der Bürgerkrieg verhindert eine Entscheidung für eine der Frauen – Jurij wird entführt und kehrt erst Jahre später zurück. Tonja konnte mit den Kindern nach Frankreich flüchten, Lara und er finden endlich zueinander. Doch das Glück ist ihnen nicht vergönnt und Schiwago findet keinen Frieden mehr. Ein Meisterwerk der russischen Literatur. Wirklich begeistern konnte mich die poetische Sprache, die ich keineswegs in dieser Form erwartet hatte, hier hatte der Übersetzer ein sehr glückliches Händchen. Pasternak spiegelt die Lage Russlands an seinem Schiwago, die chaotischen, undurchsichtigen Jahre im Taumel, die auch der Arzt hin- und hergerissen, jedoch immer unzufrieden und an der Grenze der seelischen und körperlichen Fähigkeiten verbringt. Wie auch andere russische Literaten und wie bei dieser Länge nicht anders zu erwarten, hat das Buch bisweilen Längen, vor allem der Schluss, nach dem Abschied von Lara zieht sich dann doch arg – für mich war die Geschichte hier bereits erzählt. Was ich mir von der Fischerausgabe noch gewünscht hätte, wären Annotationen gewesen und vielleicht eine Karte, um die Örtlichkeiten etwas besser einschätzen zu können. Für die Handlung ist dies zwar nicht weiter relevant zum Verständnis, wäre aber hilfreicher gewesen als die Daten zu Pasternaks Leben.

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Rezension zu "Doktor Schiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    Naschkatze

    04. April 2011 um 22:37

    Ich empfehle dieses Buch jeden, der mehr über die russische Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und über die russische Seele erfahren möchte.

  • Rezension zu "Doktor Schiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    Rosentraeume

    15. March 2011 um 11:57

    Dieser große Roman bereitete mir einige Schwierigkeiten und oft war ich versucht, ihn wieder in das Regal zu stellen, wo er so lange ungelesen vor sich hin alterte. Schwierigkeiten vor Allem, weil Pasternak seine Figuren mal mit Vor-, ab und an mit Zu- und manchmal mit Spitznamen auftreten läßt. Die langen russischen Namen sorgten zuweilen für einiges Kopfzerbrechen, wer denn nun eigentlich gemeint sei. Auch die Ausdrucksweise war schwer zu ertragen. Manche Absätze beinhalten lange Selbstgespräche über Gott und die Welt, die auf den Leser eine Langeweile übertragen, die ans Einschlafen grenzt. Doch dann besann ich mich darauf, daß diese Menschen zu Anfang der 20. Jahrhunderts lebten. In einer Zeit, in der anders miteinander umgegangen wurde und die Sprache eine Andere war. Und ich las weiter. 608 Seiten (ohne die Gedichte Schiwagos) umfaßt dieses Werk. Seiten voll Poesie, Liebe, Kampf, Trauer und Krieg. Von der Geschichte um Jurij Andreitsch, besser bekannt als Schiwago, der auch Jura oder Jurotschka genannt wurde, dessen Frau Antonia Alexandrowna, genannt Tonja und Schiwagos großer Liebe Lara, mit bürgerlichem Namen Larissa Fjodrowna wissen die meisten Menschen durch die gleichnamige Verfilmung aus dem Jahr 1965. Der Film stellt jedoch hauptsächlich Schiwagos Beziehungen zu den beiden so unterschiedlichen Frauen Tonja und Lara dar. Das Kriegsgeschehen um die Revolotion tritt dort leider in den Hintergrund. Schiwago wird im Film für meinen Geschmack zu sehr verherrlicht. Trotz Treuebruch ist Schiwago strahlender Held und sein Tod wird tragisch in Szene gesetzt. Das Buch fand ich viel faszinierender. Durch die eigenartige Figur Schiwagos werden schonungslos alle Fazetten der damaligen Zeit aufgeführt. Ursprünglich der höheren Klasse zugehörig, verliert er in Zeiten von Bürgeraufstand und Revolotion alles und muß lernen, selbst auf das Notwendigste zu verzichten. Da er sich nie einer politischen Seite als zugehörig ansieht und diese Meinung auch öffentlich vertritt, kommt er zwar immer wieder in große Schwierigkeiten, besitzt aber auch nicht den Drang, sich für den Sieg einer Seite einzusetzen. Er erlebt eine wundervolle Zeit mit seiner Frau Tonja, die zu Beginn der Bürgeraufstände mit ihm und ihrem Vater Alexander Gromenko aus Moskau in die verlassene Wildnis von Warykino flieht. In dieser beschriebenen Zeit ist mir die Figur der Tonja besonders ans Herz gewachsen. Ich fühle Respekt und Hochachtung vor dem, wie sie sich änderte um ihre Familie zu retten und wie sie es an der Seite von vielen Anderen ertrug, in den allerschlimmsten Verhältnissen zu überleben. Pasternak beschreibt immer wieder in einer sehr trockenen – und dadurch umso erschreckenderen – Art, wie Menschen sich wie Tiere benahmen. Benehmen mußten um zu überleben. Wie grausam Krieg ist und wie sehr die Not das Wesen und die Eigenschaften von Menschen beeinflußt und verändert. Im Roman ist auch besser verständlich, wie es zu der Liebe zwischen Schiwago und Lara kommen konnte. Und so sehr mir seine Frau Tonja leid tat, daß der von ihr so sehr geliebte Mann sich einer anderen Frau zuwendet, auch in mir wuchs die Hoffnung auf ein glückliches Ende für die Beiden. Auch wenn Schiwago zum Schluß dem Tod gegenübertritt: glücklich war er mit seiner Lara. Schließlich hatten sie gemeinsam erfahren müssen, wie wichtig es ist, jeden Augenblick des Zusammenseins voll auszukosten und das Beste daraus zu machen. Wen die Thematik interessiert, würde ich auf jeden Fall das Buch empfehlen. Auch, wenn man damit mehr Zeit, als mit dem 197 Minuten langen Filmepos verbringen muß.

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  • Rezension zu "Doktor Schiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    ginnykatze

    09. September 2010 um 17:07

    Inhalt: Doktor Schiwago ist die dramatische Geschichte eines Dichters und Arztes vor dem Hintergrund der russischen Revolution. Und es ist die Geschichte einer unbändigen Liebe. Fazit: Auch dieses Buch darf in keiner Bibliothek fehlen. Ich habe es schon vor 30 Jahren gelesen und erinnere mich noch wie heute dran. Es wird die Geschichte von Lara und die von Dr. Schiwago erzählt. Wie sie sich treffen und verlieben und dann wieder durch den Krieg aus den Augen verlieren. Schiwago heiratet Tonja, vergisst Lara aber nie. Ihr begegnet er dann zufällig wieder und es beginnt eine herzzerreißende Liebesbeziehung. Nebenher wird noch die Geschichte des Krieges erzählt. Einfach nur genial erzählt.

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  • Rezension zu "Doktor Schiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    Chidem

    10. October 2009 um 22:41

    Puhhhh,es ist geschafft! ich habe doktor schiwago zu ende gelesen! dieses buch ist definitiv ein harter brocken. es fordert höchste konzentration vom leser,sonst irrt man seitenlang im russischen namenlabyrinth umherr. und so sehr man sich auch anstrengt den faden NICHT zu verlieren; spätestens nach 350 seiten ist es dann doch geschehen ... im mittelpunkt der geschichte steht wie der titel shon verrät der russischer Arzt, Wissenschaftler und Dichter Dr. Juri Andrejewitsch Shiwago,dessen leben mit all seinen höhen und tiefen während der russischen revolution und dem darauffolgendem bürgerkrieg erzählt wird. Er arbeitet während des ersten weltkriegs als frontarzt und erlebt nach seiner heimkehr die russische revolution, was seine karrierechancen als erfolgreicher arzt vernichtet. Als die hungersnot in moskau die existenz seiner familie bedroht, begeben sie sich auf eine qualvolle zugreise in die heimat seiner frau tonya (die zugreise allein fast 100 seiten...). Dort angekommen und voller hoffnung auf ein neues leben, kreuzt plötzlich die frau auf, die ihm als krankenschwester während seiner tätigkeit als frontarzt im 1.wk bereits den kopf verdreht hatte: die schöne geschichtslehrerin lara,deren mann pasha sie schon jahre vorher verlassen hat und nun erfolgreich in der roten armee glänzt. kaum denkt der leser den strang wieder gefunden zu haben,wird doktor schiwago von partisanen entführt und das handlungschaos beginnt von neuem. wieder neue charaktäre,neue schauplätze, neue geschichten... für freunde der russischen geschichte ist dieses werk unumgänglich.sogar ich als "unwissende" habe trotz nervenaufreibender lesestunden sehr viel über die situation,die schicksalschläge, die tradition, die denkweise und die schichten der gesellschaft russlands zwischen 1903 und 1029 gelernt. fast alle stilmittel sind dem klima gewidmet. jedes kapitel beginnt mit der beschreibung von schnee,regen,sonne usw,was den leser manchmal wirklich an den nerven zerrt. die vielen handlungsstränge und die ständig wachsenden zahl neuer russischer namen hindert den leser in die geschichte hineinzutauchen und sich darin zu verlieren. alles in allem ist fand ich es sehr wichtig,dieses buch zu lesen,schon allein weil der autor boris pasternak hauptsächlich wegen diesem buch mit dem nobelpreis ausgezeichnet wurde (welches er aus politischen gründen nicht annehmen konnte) leute,die sich nicht an eine geschichte voller handlungstränge,politischer und philosophischer texte und seitenlanger blumigen beschreibungen wagen,sollten lieber den mit 5 oscars ausgezeichneten film ansehen:)) ist vielleicht einfacher:)

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  • Rezension zu "Dr. Schiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2009 um 13:23

    Doktor Schiwago ist nicht unbedingt leicht zu lesen: sehr viele Charaktere, mehrere Handlungsstränge, philosohische Einschübe. Dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, denn es ist ein Erlebnis, diesen Klassiker zu lesen. Die Sprache ist wundervoll und man erfährt sehr viel über die Geschichte Russlands. Natürlich muss man sich für dieses Werk Zeit nehmen, aber diese ist garantiert sinnvoll investiert.

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  • Rezension zu "Doktor Shiwago" von Boris Pasternak

    Doktor Shiwago

    Ferrante

    23. May 2009 um 08:44

    Diese schön aufgemachte Ausgabe vom Fischer-Verlag war natürlich wieder ein Schnäppchen von der Buchlandung in Wien. Tja, was soll man zu diesem Schwergewicht von Klassiker noch sagen? Erstens vielleicht sollte man nicht mitten unter dem Buch eine Pause machen, wie ich es tat. Da die Handlung des Buches und seine Figuren komplex miteinander verbunden sind, ist es besser, man hat während des Lesens das Vorangegangene noch frisch in Erinnerung, während sich Shiwagos Leben vor einem auftut. Der Roman umfasst ganze politische Epochen, ohne aber den Fokus auf einzelnes menschliches Leid und Schicksal zu verlieren, das als Illustration der Vergehen der Geschichte dienen soll. Die große Liebe zwischen Lara und Shiwago wird - wie der ganze Roman - erstaunlich unsentimental geschildert, was eine ziemliche Überraschung nach dem romantischen Film-Klassiker ist. Wer sich irgendeine Schnulze erwartet, lässt besser die Finger vom Buch, hier findet man politisch und menschlich engagiertes Erzählen, aber keine breitgetretene Romanze. Das beigefügte Nachwort der Fischer-Ausgabe ist aber leider nur wenig erhellend.

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