Boris Pofalla

 3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Low.

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Low

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 (9)
Erschienen am 09.03.2015

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Rezension zu "Low" von Boris Pofalla

Low - Boris Pofalla
lesefreude_bookvor 4 Jahren

In „Low“ begleitet man einen jungen Mann auf der Suche nach seinem verschwundenen Freund und vor allem nach sich selbst. Drogen spielen dabei in der Partymetropole Berlin eine zentrale Rolle. Moritz und der Ich-Erzähler sehen den Sinn des Lebens vor allem darin sich der Welt zu entziehen. Als Moritz verschwindet machen sich Angst und Ernüchterung im Ich-Erzähler breit.

In der Ich-Perspektive begleitet man den jungen Mann (der bis zum Schluss keinen Mann bekommt) durch quälend lange 222 Seiten. Ohne Höhen und Tiefen wird von der Suche erzählt. Ständig tauchen neue farblose Personen auf. Während ich normalerweise die Ich-Perspektive sehr gerne mag, da ich so sehr rasch eine Beziehung zum Protagonisten aufbauen und mit ihm mitfühlen kann, gelingt dies hier nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass nicht mal der Protagonist selbst weiß was er fühlt. Wie von einer dicken Mauer umgeben entzieht er sich nicht nur der Welt sondern auch dem Leser. Doch vielleicht ist es gerade das, was Boris Pofalla erreichen wollte.

Auch der Schreibstil des Autors ist unaufregend. Das Buch, die Geschichte plätschert wie das Leben des Ich-Erzählers einfach so dahin. Wieso als Titel des Buches „Low“ gewählt wurde erschließt sich mir leider nicht, kann ich doch keine Verbindung zum Inhalt der Geschichte feststellen.

Selbst der Satz des Buches ist gewöhnungsbedürftig. Der weiße Rahmen rund um den Text ist außergewöhnlich groß. Ebenso wird eine sehr große Schriftgröße verwendet.  Einzig und alleine das Cover finde ich ansprechend. Der junge Mann, der kurz vor dem Sprung ins Wasser steht, wirkt als würde er, wie Moritz, gleich verschwinden. Die Farbgebung erinnert an einen lauen Sommerabend.

Fazit:
Langweilige Geschichte eines Ich-Erzählers auf der Suche nach sich selbst und seinem Freund. 222 Seiten die man sich getrost sparen kann. Diese Zeit kann definitiv sinnvoller genutzt werden. Der Debütroman von Boris Pofalla macht leider so ganz und gar nicht Lust auf mehr.

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Rezension zu "Low" von Boris Pofalla

Der Sinn des Lebens
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Der Ich-Erzähler und sein Freund aus Schülertagen studieren in Berlin. Zumindest der Ich-Erzähler. Als er mit einem Modul an der Universität nicht zurechtkommt, besteht sein Leben aus Herumstreifen durch Berlin, Partys und Drogen. Anfangs noch mit Moritz, der ihm nach seinem Verschwinden ein Buch hinterlässt, das ihm Angst macht, da er dessen Inhalt nicht versteht, dann allein. Er trifft ziellos auf Personen der Szene und es ist eigentlich unerträglich, was und wie sie miteinander im Drogenrausch umgehen. Obwohl hin und wieder Positives auftaucht. Als der Erzähler in einem Park zusammenbricht, kommen seine Kumpels zu ihm ins Krankenhaus und nehmen ihn anschließend mit zu sich.
Der Erzählstil ist flüssig und gut geschrieben, wäre da nicht der grässliche Inhalt. 
Erst nach langem Nachdenken über die Selbstfindung des Erzählers, die sich mir nicht erschlossen hat, kam ich zu der Ansicht, dass sie darin bestand nicht mehr nach Moritz zu suchen und im Morgengrauen nach einer Party voller Drogen auf dem Mittelstreifen und nicht auf der Fahrbahn nach Hause zu gehen.

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MsBookerias avatar

Rezension zu "Low" von Boris Pofalla

Auf der Suche in Berlin
MsBookeriavor 4 Jahren

Zwei Freunde wollen der Welt entfliehen und ziehen nach dem Abitur zusammen nach Berlin. Dort verlieren sie sich endlosen Partys, Drogen und philosophieren über das Leben. Bis Moritz eines Tages plötzlich verschwindet. Der Erzähler ist auf der Suche: nach seinem verschwundenen Freund, dem Sinn des Lebens und sich selbst. Letztendlich findet er nichts davon und man hat das Gefühl, er steht genau da, wo er am Anfang des Romans stand, nur dass er jetzt eben ganz alleine ist. Gefunden scheint er in der Zwischenzeit jedenfalls nichts zu haben und wirklich klüger ist er auch nicht, dafür um einige Drogenrausche reicher.

Der Roman erzählt von der Verlorenheit eines Mitzwanziger in Berlin. Er schweift durch die Nächte, planlos, rastlos, ratlos. Dabei scheint es nicht nur ihm so zu gehen, die meisten Charaktere ähneln sich in diesem Punkt sehr. Der Roman geht nach einer mitreißenden Vorrede los und als Leser will man nur nicken und zustimmen. Ja, da mag was dran sein… und dann erwartet man, dass die Personen in dem Buch ebenfalls anfangen „zu brennen“, aber ich hatte bis zum Ende das Gefühl, dass sie gar nicht wissen wie sie das anstellen sollen und auch noch sehr weit davon entfernt sind.

Das Buch gibt bestimmt ein paar Gedankenanstöße, aber gleichzeitig plätschert es auch einfach nur vor sich hin. Am Ende weiß nicht noch weniger als am Anfang des Buches, aber vielleicht ist das ja so gewollt, als gäbe alles einfach gar keinen Sinn.

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Gespräche aus der Community

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M
Liebe Leser,

dieses Mal möchten wir euch den Debütroman "Low" von Boris Pofalla vorstellen. Wir verlosen 8 Exemplare des Romans und freuen uns auf eure Meinungen in der anschließenden Leserunde!

Darum geht´s:

Den Sinn ihres Lebens begreifen Moritz und der Ich-Erzähler darin, sich der Welt zu entziehen: der Gesellschaft, dem Alltag, jeder normativen Kraft. Denn erhaben ist nur, was man weder beherrschen noch benutzen kann. Ihr Tor zur Erhabenheit sind Drogen, Kreativität und der Mantel der Nacht. Doch eines Tages, mitten im Sommer, verschwindet Moritz spurlos, und den Ich-Erzähler überfällt eine nie gekannte Verlorenheit. Er macht sich auf die Suche nach seinem Freund, doch an den Schauplätzen, die bisher die Bühne für ihre Ekstase und ihren jugendlichen Hedonismus waren, fehlt jede Spur von ihm. Die Party ist vorerst vorbei. Erschöpfung, Ernüchterung, Angst, Trotz und schließlich die Erkenntnis, dass man sich allem entziehen kann. Nicht aber sich selbst.

Hier geht es zu weiteren Informationen und zu einer Leseprobe.

Teilnahme:

Bis einschließlich 18. März habt ihr die Chance, eines von 8 Exemplaren zu gewinnen. Schreibt uns eine Nachricht unter "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" und erzählt uns, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen würdet.

Wir freuen uns auf eure Reaktionen!

Viele Grüße von den METROLITEN!
Zur Leserunde

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