Boris Sawinkow Das fahle Pferd

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Inhaltsangabe zu „Das fahle Pferd“ von Boris Sawinkow

Erstmals unzensiert und vollständig übersetzt George ist offiziell als Staatsbürger Großbritanniens in Moskau. Dass sein Pass gefälscht ist, fällt niemandem auf. Sein Ziel: den Generalgouverneur töten. Georges Komplizen sind eine Bombenbauerin, die sich Hoffnungen macht, sein kaltes Herz zu erobern, sowie drei Männer, von denen jeder der sein will, der die Bombe wirft, was auch den eigenen Tod bedeuten würde. Während sie alle auf den richtigen Augenblick warten, kreisen ihre Gespräche um Gott, den Tod und das Nichts. Jeder Tag kann der letzte sein, für den Gouverneur oder für sie, die längst keine Gesetze mehr anerkennen, weder die des Staates noch die der Moral. Doch dann finden die Erschütterungen nicht außerhalb, sondern inmitten des eigenen Kreises statt.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    29. December 2016 um 13:40

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1714
  • Das Innere eines Terroristen

    Das fahle Pferd
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. October 2015 um 13:37

    Das Innere eines Terroristen Erschreckend, intensiv, kalt, das ist das Innere des ehemaligen russischen Topterroristen Boris Sawinkow, der in diesem autobiographischen Roman tatsächlich einen tiefen Blick in seine Persönlichkeit offen legt. In der Form kurzer Tagebucheintragungen legt er den Weg seines Alter Egos im Buch, des Terroristen Georg, der zur Zarenzeit beginnt, eine wichtige Rolle im Terror gegen die Regierung des Zaren zu spielen, vor die Augen des Lesers. Wobei die eigentlichen terroristischen Aktivitäten (die Ermordung von Mitgliedern der Regierung, welche das System je empfindlich traf) eher am Rande miterzählt werden. Den Mittelpunkt des Romans bildet durchweg diese merkwürdige, gefühllose, weniger im Blutrausch sich befindliche, eher ganz sachliche Haltung des Mannes. Terrorismus als Beruf, professionell, überzeugt, nüchtern. Seite für Seite. Einer, der sich nicht innerlich entzünden kann, der mehr oder minder vom Fortgang der Dinge und den nicht überspringenden Funken des Terrors auf die Bevölkerung angeödet ist. Aber eben auch seiner „Tätigkeit“ beraubt wird. Einer, der Revolution, bewaffneten Kampf als Dauerzustand benötigt, ebenso, wie es der Autor des Buches zu Lebzeiten hielt. Bis hin zu einem fast verzweifelten Suchen nach irgendeiner terroristischen Betätigung. „Ich habe verstanden. Ich will nicht mehr leben. Es ödet mich an: Worte, Gedanken, Menschen öden mich an, ihr Leben. Zwischen uns liegt eine Schwelle….Meine Schwelle, das rote Schwert“. Ein entschlossener, zynischer, professioneller, klarer „Tatmensch“, das war das Bild Swanikows von sich selbst, so stellt der George im Buch dar und so legt er eine Wurzel einer „inneren Haltung“ des Terrorismus, der im Nachhinein um seiner selbst willen weitergeführt wird, weiter geführt werden muss und, nicht zuletzt, wie eine Blaupause und eine persönliche Prägung auch für nachfolgende Terroristen (RAF, Rote Brigaden etc.) eine tiefe Beeinflussung entfaltet hat. „Der Terror hat versagt. Aber die Revolutionäre waren andere geworden. Ohr Kampf war zu einem Kampf um seiner selbst willen geworden….. Sie töteten, um nicht selbst getötet zu werden“. So ist dieser George, so war dieser Swanikow: An der Revolution interessierte ihn nur, dass sie ihm gab, wonach ihm der Sinn stand. Ihn interessierte nichts als die Tat“. So bietet dieser Roman einen realen, intensiven, ungefilterten Blick in das Wesen des „Berufs-Terroristen“, denn Swanikow schreibt nicht mit Reue oder aus später Einsicht heraus, sondern tatsächlich um das darzustellen, was ist und wie er ist. „Das Töten muss zur Routine werden“. Soweit, dass selbst politische Veränderungen, die Entfaltung einer neuen Strategie durch den „Kopf“ des damaligen Terrorismus, das „Komitee“ von George einfach beiseite gewischt werden. „Was sie auch beschließen: Der Generalgouverneur wird getötet werden“. Ein Stück Zeitgeschichte vor, während und nach der Oktoberrevolution, ein sezierender Blick in eine kühle Seele und ein ernüchterndes Bild vom „Sein“ des überzeugten Terroristen, der keine Grundlage für Gespräche oder Veränderungen in sich trägt, sondern nur den Fortgang seiner „Geschäfte“ im Sinn hat. Mit weiterführenden Erläuterungen im Anhang, die einerseits auf den Swanikow als „Prototyp“ des Terrorismus verweisen und andererseits das Innere, die Prägung, differenziert darstellen, Sowohl als Roman wie auch in den weiterführenden Betrachtungen eine gewinnbringende Lektüre.

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