Boris Schumatsky

 2.8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Die Trotzigen, Die Trotzigen: Roman und weiteren Büchern.

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Boris SchumatskyDie Trotzigen
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Die Trotzigen
Die Trotzigen
 (9)
Erschienen am 18.07.2016
Boris SchumatskyDie Trotzigen: Roman
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Die Trotzigen: Roman
Die Trotzigen: Roman
 (1)
Erschienen am 18.07.2016
Boris SchumatskyDer neue Untertan
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Der neue Untertan
Der neue Untertan
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Erschienen am 01.03.2016

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Rezension zu "Die Trotzigen" von Boris Schumatsky

"Die Trotzigen" von Boris Schumatsky
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Autor: Boris Schumatsky
Titel: Die Trotzigen
Gattung: Roman, Gesellschaftskritik, Erzählung, Historisches
Erschienen: 2016
Gelesene Ausgabe: Blumenbar, 2016
ISBN: 978-3-351-05029-0
Gelesen auf: Deutsch
Gelesen im: November 2016

 

Zum Buch:

Die junge Deutsche Anna Iwanowa verbringt die Zeit während des Augustputsches in Moskau zusammen mit dem Dolmetscher Sascha Potjomkin. Saschas größter Wunsch ist es der Revolution zu entgehen, nach Deutschland zu gelangen und Anna zu heiraten - Annas größter Wunsch ist es die Revolution mit Haut und Haar zu erleben, frei zu sein und auf den Barrikaden zu tanzen. Verworren, folgt Schumatsky dem Weg der beiden, zwischen Berlin und Moskau. Er springt zwischen der Zeit, vor der Wende, die Zeit nach der Wende, aber auch die Zeit während der Wende. Von der dreckigen Moskauer Punkerszene, voller obskuren Gestalten, von Jelzin und Gorbatschow zu Berliner Hausbesetzern um Wolfgang Jepp.
Mir persönlich hat das Buch stellenweise sehr gut gefallen, allerdings wird dem Leser durch diese Zeit- und Bedeutungssprünge, die Verfolgung der Handlung nicht ganz leicht gemacht. Auch fehlen einige Zusammenhänge, wenn man nicht ein wenig Hintergrundwissen über den Zerfall des Eisernen Vorhanges besitzt. Dennoch eine packende und ungewöhnliche Erzählung zwischen Deutschland und Russland.

 

Eine der Lieblingsstellen:
Zitat: "Ja", sagte Sascha. Es war typisch für seine Noch-Freundin, sich in Moskau mit dahergelaufenen Säufern zu verbrüdern, was ihr in Deutschland wohl nie in den Sinn gekommen wäre."[1]

Stil und Sprache: Relativ kurze Sätze, Traumsequenzen, Umgangssprache.
Zitat: "Seit frühster Kindheit kannte Sascha den Aufdruck in der Mitte der Wählscheibe: Achtung! Das Telefon gewährleistet nicht die Vertraulichkeit des Gesprächs. Damals dachte er, das stehe auf allen Telefonen in der Sowjetunion."[2]

Schlüssigkeit der Handlung: leider nicht immer ganz klar, Perspektiv- und Zeitsprünge.

 

Das hat mir gefallen: Der ungewöhnliche Blick auf Russland und den Zerfall der Sowjetunion.
Das hat mir nicht gefallen: Teilweise willkürliche Handlungen der Personen.

 

In One Sentence: Ein ungewöhnlicher Blick auf den Fall der Sowjetunion.

Sterne: 3


[1] S.19
[2]
S.27

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Das_Leselebens avatar

Rezension zu "Die Trotzigen" von Boris Schumatsky

Leider nicht Meins
Das_Leselebenvor 2 Jahren

Die Trotzigen von Boris Schumatsky 


Ein Roman, der sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Der Blumenbar Verlag, welcher zum Aufbau Verlag gehört, hat mir das Werk zur Verfügung zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Vielen, herzlichen Dank, an dieser Stelle! Leider hat das Leben immer wieder das Beenden des Buches heraus gezögert, aber Nudist es endlich soweit.
Der Roman ist im Juli 2016 im Blumenbar Verlag, als Hardcover erschienen und 384 Seiten.


Inhalt: 

August 1991, Putschversuch in Moskau, Sascha und Anna sind mittendrin. Zwei junge Menschen, die noch nicht wissen wie sie zu einander stehen. In einer Welt die sich Verändert und im Umbruch ist. Wird sie das Leben zueinander führen und wo erden sie leben in Berlin oder Moskau?


Meine Meinung:

Ich hatte mich schon sehr auf das Buch gefreut und dementsprechend viel erwartet. Bedingt durch sein Äußeres und seiner Inhaltsangabe, habe ich irgendwie einen Roman erwartet, der davon erzählt wie diese zwei jungen Menschen, in Zeiten des politischen Aufruhrs erwachsen werden. Leider stellte sich diese Annahme als falsch heraus.
Neben dem aus Russland kommenden Sascha und der in Westdeutschland geborenen Anna, lernt der Leser noch sehr viele andere Figuren kennen und dies sind soviel, das mir bis zum Schluss nicht klar ist wer alles zu den Protagonisten gehört und wer einfach nur eine Nebenfigur sein soll. Alle Figuren sehr flach und lieblos, ich konnte mir bis zum Ende kein Bild der Personen machen oder mich mit ihnen anfreunden.
Dieser Eindruck entsteht, da das gesamte Buch eher collagenartig verfasst wurde, das bedeutet wir springen sehr viel in Handlungen und auch in in verschiedenen Zeitabständen hin und her. So lernen wir verschiedenste Lebensereignisse kennen, aber dadurch entsteht auch eine große Verwirrung, die sich im Laufe der Geschichte auch nicht entwirrt. Ich glaube das vieles in diesem Buch so oder so ähnlich passiert sein könnte, einzelne Fragmente sind aus wirklich spannend und am Anfang fand ich diese fragmentarische Schreibweise auch noch irgendwie passend, da sich für mich so gut die politischen Unsicherheiten haben darstellen lassen und der Wunsch nach etwas Neuem. Im Laufe der Handlung entfand ich diese Schreibweise als sehr unpassend. Der Story fehlt es einfach an dem berühmten roten Faden.

Ein Geschichtenerzähler ist Boris Schumatsky nun wirklich nicht, so fehlen mir im Buch Hintergrundinformationen um das Geschehene einzuordnen in das Weltgeschichte. Irgendwie hatte ich beim Lesen immer den Eindruck, wenn dem Autor kein Übergang zur nächsten Szene eingefallen ist, schreibt er eine sehr schlecht gemachte, klischeehafte Sexszene. 


Eine Empfehlung kann ich leider wirklich nicht für ‚Die Trotzigen‘ aussprechen. Wer aber sich sehr für den Untergang der Sowjetunion interessiert und ein entsprechendes Vorwissen hat, der kann sich das Buch mal ansehen.
Ich persönlich würde nicht mehr zu einem Buch von diesem Autor greifen.

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LimitLesss avatar

Rezension zu "Die Trotzigen" von Boris Schumatsky

Von Liebe keine Spur.
LimitLessvor 2 Jahren

Ich bin mir nicht sicher, was mir das Buch sagen wollte. Von Anfang an habe ich mir schwer getan, in die Geschichte reinzufinden. Sie war sehr verwirrend, da ohne irgendeinen Übergang mitten im Text die Perspektive, die Zeit, der Ort gewechselt wurde, weil Sascha der Person gerade begegnet oder an etwas in der Vergangenheit denkt. Man gewöhnt sich jedoch daran. Zum Ende hin war es sogar richtig gut, als die Perspektivenwechsel weniger wurden. Es geht um Drogen, Sex, Arbeit und die Beziehung zwischen Sascha und Anna, in der beide nie wirklich zueinander finden. Es geht auch um Moskau und den Augustputsch und Berlin. Viel wird von der Straße erzählt. Den Demonstranten, den Panzern, den Soldaten. Der Untertitel fasst den Inhalt auch eigentlich ziemlich gut zusammen.

Es gibt etliche Nebencharaktere, die mir sehr fremd geblieben sind. Auch die Hauptcharaktere waren mir ziemlich unsympathisch durch ihr Verhalten. Sie alle haben es nicht geschafft, mich zu berühren, mich zu interessieren. Stellenweise sind mir die Ausführungen der einzelnen Szenen sehr lang vorgekommen und es war auch sehr langweilig erzählt. Ich fand alles ziemlich oberflächlich dargestellt. Der Plot rund um Sex, Drogen und die Liebesgeschichte, die keine war, waren mir einfach zu wenig. Die politische Dimension, die dieses Buch stark vertritt, blieb für mich immer eine Nebenkonstante, bei der ich die Zusammenhänge oft nicht verstand, weil ich die Zeit nicht miterlebt habe.

Beim Schreibstil kann ich nichts aussetzen, außer, dass die Perspektive zu abrupt gewechselt wurde. Lässt man den Inhalt weg, ist es auch sehr gut und fließend zu lesen. Das Buch ist in vier Hauptkapitel mit mehreren Unterkapitel eingeteilt. Manchmal erkennt man den Perspektivenwechsel schon, indem ein größerer Absatz zwischen den Teilen ist, aber eben nicht immer. Ich hab in Allem sehr lange zum Lesen gebraucht.

 

Fazit

Ein Buch, das mich nicht begeistern konnte. Ich wurde nie richtig warm mit der Geschichte, hab mir von Anfang an schwer damit getan, überhaupt reinzufinden. Sehr verwirrende Perspektivenwechsel und Szenenübergänge und unsympathische Charaktere, zu denen ich keine Verbindung aufbauen konnte, taten leider den Rest. Von der Liebe war in der Geschichte keine Spur. Die politische Komponente dafür sehr stark ausgeprägt.

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