Boualem Sansal Postlagernd: Algier

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Inhaltsangabe zu „Postlagernd: Algier“ von Boualem Sansal

Boualem Sansal gehört zu den wenigen Intellektuellen Algeriens, die noch in der Heimat leben und dort unerschrocken Kritik an den im Land herrschenden politischen, kulturellen und sozialen Verhältnissen üben. In seinem 2006 in Frankreich erschienenen offenen Brief appelliert Boualem Sansal an den Dialog. Diese Einladung zum Gespräch richtet sich jedoch keineswegs nur an die Landsleute in der Heimat und die vielen in der Emigration lebenden Algerier. Sansal hält mit seiner nüchternen, messerscharfen Analyse der Verhältnisse einmal mehr auch den Bürgern der westlichen Welt den Spiegel vor. So ist sein offener Brief eine Aufforderung an alle aufgekärten Weltbürger, öffentlich für Freiheit und Menschlichkeit und gegen Verblendung und Indoktrinierung durch politische Systeme und Kasten einzutreten.
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  • Rezension zu "Postlagernd: Algier" von Boualem Sansal

    Postlagernd: Algier
    Duffy

    Duffy

    07. January 2012 um 12:06

    Sansal ist der Schriftsteller, der trotz aller Widrigkeiten in seinem Heimatland bleibt. In einem Land, das während der Umwälzungen in Nordafrika nicht in den Strudel der Revolutionsberichterstattung einbezogen wurde. Die Gründe hierfür kann man in "Postlagernd" nachlesen. Sansals Brief an seine Landsleute, 2006 verfasst, zeigt schonungslos auf, an welchem Pukt das Land zu diesem Zeitpunkt stand. Die unbequemen Wahrheiten sichtbar in Worte gegossen und in ihrer Klarheit und Direktheit nicht nur für Algerien von Bedeutung und Transparenz, zeigen Adressaten in aller Welt, mit wie wenig Worten man auskommt, um lange gepflegte Tabus inhaltlich ankratzen zu können. Das Wichtigste an dieser Neuausgabe des kleinen Buches sind die 2011 verfassten zusätzlichen vier Essays, die Sansal anlässlich der Revolutionen in den nordafrikanischen Staaten geschrieben hat. Ein kurzes Interview ergänzt diesen Anhang. Selten hat es eine treffendere und prägnantere Analyse der Befreiungskämpfe im Frühjahr 2011 gegeben. Diese "Schrift", wie sie der Autor nennt, entzieht sich jeder Wertung. Sie ist aber substanziell. Sansal ist Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2011.

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