Bov Bjerg Auerhaus

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Inhaltsangabe zu „Auerhaus“ von Bov Bjerg

"Wir sollten alle im Auerhaus wohnen." David Wagner "Auf berührende Weise zeigt Bov Bjerg, daß der Tod letztlich nur eine Erinnerung ist, an das Leben, das wir geführt haben." Horst Evers "Das hat einen guten Sound, das hat Kraft. Und plötzlich bin ich wieder 17, 18 wie die Romanhelden, Wildheit der Jugend, will mit ihnen aufbrechen, ausbrechen, lieben, Unsinn machen." Clemens Meyer "Auerhaus zeigt, dass die Kostbarkeit einer Gemeinschaft aus den Besonderheiten der Einzelnen erwächst. Ein schönes und ein warmherziges Buch." Terézia Mora "Gelegentlich, sehr selten, gibt es Bücher die sind wie Songs. Man möchte das Auge, ähnlich wie man die Nadel bei Singles wieder auf den Anfang der Rille setzt, sofort wieder auf den Beginn der ersten Seite setzen. Und `Auerhaus` ist genau so ein Buch. Schön, dass ich genau dies bei den Aufnahmen zum Hörbuch tun kann." Robert Stadlober "Ein schöner Bericht über jene schweren Jahre, die man Jahrzehnte später als die besten Jahre bezeichnet." Christoph Hein Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth - School - Work - Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf - unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll. Bov Bjerg erzählt mitreißend und einfühlsam von Liebe, Freundschaft und sechs Idealisten, deren Einfallsreichtum nichts weniger ist als Notwehr gegen das Vorgefundene. Denn ihr Ringen um das Glück ist auch ein Kampf um Leben und Tod.

Unkonventionelles Buch zum Wohlfühlen, obwohl es auch ernste Töne hat

— WordLover
WordLover

Berührendes und humorvolles Buch über eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zum Erwachsenwerden

— Lilith79
Lilith79

Ich habe es sehr gelesen und es lässt mich nachdenklich zurück. Ein Buch das mich noch einige Zeit begleiten wird!

— liyah40
liyah40

Eine Reise in meine Jugend

— tardy
tardy

An sich ein wirklich schönes Buch, aber es hat nicht so ganz meinen Geschmack getroffen

— herzmaedchen
herzmaedchen

Ein wunderbares Buch

— littleminimuff
littleminimuff

6/10

— Dealer666
Dealer666

Ein wunderbares Buch über Freundschaft

— sofalxx
sofalxx

Nachdem das Buch so angepriesen wurde haben ich mir mehr erwartet.

— SuuperMichi
SuuperMichi

Eine skurille 80er-WG in der westdeutschen Provinz zum Lachen, aber auch mit Traurigkeit. Gekonnt aus der Sicht von Jugendlichen erzählt.

— simone_richter
simone_richter

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  • Berührendes und humorvolles Buch über eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zum Erwachsenwerden

    Auerhaus
    Lilith79

    Lilith79

    01. July 2017 um 21:50

    "Auerhaus" ist ein Buch, das durch ein schlichtes aber irgendwie interessantes Cover auf sich aufmerksam macht. Das Buch spielt in den 80er Jahren in einem ungenannten Dorf (am Ende des Buches erschloss sich aber aus dem Kontext, dass es sich wohl um ein Dorf in Süddeutschland handeln dürfte). Der jugendliche Ich-Erzähler hat eigentlich ganz normale Teenager Sorgen, das Abi steht vor der Tür, dahinter die unbekannte Zukunft und auch die anstehende Musterung zur Bundeswehr hängt wie ein Damoklesschwert über dem nicht sehr wehrpflichts-motivierten Erzähler. Dazu kommt aber plötzlich noch eine ganze andere schockierende Sorge, denn Frieder, ein Freund des Ich-Erzählers (dessen Vorname übrigens konsequent nicht genannt wird) versucht sich umzubringen und landet erst mal für längere Zeit in der Psychatrie. Da Ärzte und alle anderen es für sinnvoll erachten, dass Frieder nach der Entlassung nicht mehr in sein Elternhaus zurückkehrt, ergibt sich eine ungewöhnliche Konstellation, Frieder und sein Freund ziehen gemeinsam mit 2 weiteren weiblichen Schulkameradinnen in das Haus von Frieders verstorbenem Großvater, das "Auerhaus" (der Grund für den Namen wird im Laufe des Buches aufgelöst und ist etwas auf das man selber wohl eher nicht kommen wird, aber sehr amüsant). Wie realistisch dieses Szenario wirklich ist sei dahingestellt, aber im Buch funktioniert die Geschichte hervorragend. Im Folgenden zieht die "Kommune" oder "WG" bald noch einige weitere eher unkonventionelle Bewohner an und das Buch erzählt oft flapsig und humorvoll von den Erlebnissen der Teenager und ihrer Entwicklung. Immer im Hintergrund lauert dabei die Sorge des Erzählers, dass Frieder wieder Selbstmord begehen könnte. Trotz des ernsten Themas ist das Buch oft humorvoll, teils skurril und sehr charmant, außerdem liest es sich sehr leicht und flüssig. In einigen Rezensionen wurde es mit "Tschick" verglichen, der Vergleich ist aus meiner Sicht eher unnötig und ganz reicht das Buch denke ich auch (abgesehen davon, dass das Thema nicht wirklich soooo ähnlich ist) an dieses "Vorbild" nicht heran, trotzdem hat es mir sehr gut gefallen.

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  • Our House

    Auerhaus
    tardy

    tardy

    02. June 2017 um 09:12

    Bov Bjerg hat mit seinem Buch genau meinen Nerv getroffen. Er zeigt uns unsere Sehnsüchte und Ängste, Hoffnungen und Träume, die man damals nur mit seinen engsten Freunden teilte und manche sogar mit niemanden. Man spürt eine leise Melancholie, die ich und viele meiner Freunde auch in diesem Alter spürten. Die Angst vor dem, was wohl nach der Schule kommen mag. den Verlust der Freunde, manche leider für immer, das neue, ernste Leben, das nun auf uns wartet. Nur nicht daran denken, einfach ignorieren, dann geht es schon weg. Genauso dachten wir. Ich habe auch mein Abitur in den Achtzigern gemacht und bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. An genau dieses Lebensgefühl kann ich mich erinnern. Diese Ungewissheit, diese Unsicherheit, aber auch den Mut, alles hinter sich zu lassen, um neu anzufangen, oder eben wie Frieder, um alles zu beenden. Das war eine Zeit des Umbruchs. Man kann es als jüngerer Mensch wohl nicht mehr verstehen. Die Welt war damals nicht so offen wie heute, Vieles wurde verheimlicht, oder unter den Tisch gekehrt, man sprach einfach nicht davon. Ich hatte einen schwulen Freund, alle wussten es, aber keiner sprach das Thema an, nicht mal wir untereinander. Und im ländlichen Raum war es nur noch schlimmer und teilweise ist es heute noch so. Der Autor hat mich mit seinem Buch geradewegs in meine Jugend zurückkatapultiert. Der ruhige, humorvolle Sprachstil, die kurzen, knappen Sätze, mehr braucht es nicht um diese Geschichte zu erzählen. Sie wird mir noch lange im Kopf umherschwirren, genau wie das Lied von Madness. Ein wundervolles Buch, danke Bov Bjerg!

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  • 6 Freunde müsst ihr sein..

    Auerhaus
    sofalxx

    sofalxx

    18. May 2017 um 11:36

    6 Jugendliche gründen in ihrem Abiturjahr eine WG. An sich nicht ungewöhnlich, wären da nicht Frieders Selbstmordversuch, Harrys Drogenprobleme oder Paulines Neigung zur Brandstifterei.Allerdings hat man nicht das Gefühl, einfach mit "Teenie-Klischees" bombardiert zu werden, sondern fühlt sich irgendwie als Teil der kleinen Gemeinschaft. Und auch wenn es am Ende nicht viel nutzt, helfen sich die Freunde doch allein dadurch, dass sie füreinander da sind.Obwohl es kein Happy End gibt, hatte ich das Gefühl, es wäre eins und ich war am Ende froh über diesen Cover-Kauf.

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  • Our house, in the middle of our street

    Auerhaus
    Galladan

    Galladan

    15. May 2017 um 11:56

    Auerhaus von Bov Bjerg, erschienen im Blumenbar Verlag am 17.06.2015 Aufmüpfig ist sie, die Jungend der 80er Jahre. Nachdem Frieder vergeblich versucht hat sich das Leben zu nehmen, zieht er mit einigen Freunden in das leer stehende Haus seines verstorbenen Grossvaters. Die WG ist bunt gemischt. Pauline, eine Brandstifterin die Frieder in der “Klapse” kennengelernt hat gehört genau so dazu wie Cäcilia, die Tochter aus gutem Haus, die ihre reichen Eltern nicht mehr erträgt und der schwule Junkie Harry. Außerdem noch der Erzähler der Geschichte mit seiner platonischen Liebe Vera. Da sie ständig das Lied von Madness “ Our house” hören, sind sie bald in der Dorfgemeinschaft die vom Auerhaus. Bov Bjerg erzählt uns die Geschichte durch einen jungen Mann, der seinen besten Freund nicht an einen Selbstmord verlieren möchte, gleichzeitig aber selbst erwachsen werden möchte und mit den typischen Problemen der beginnenden 80er Jahre zu kämpfen hat. Das Buch reiht sich ein in Geschichten wie “Das Geheimnis von Pittsburgh” und “der Fänger im Roggen” Sie wollen erwachsen werden, aber nicht solche Spießer wie ihre Eltern und die 80er sind das Jahrzehnt wo man jung gewesen sein muss. Die Protagonisten bieten ein weites Feld wo sich jeder mehr oder weniger mit identifizieren kann, die Stimmung der 80er kommt sehr gut rüber. Der Roman ist so flüssig geschrieben und die Personen sehr gut geschrieben. Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und hätte gerne noch weiter von den lustigen, manchmal skurrilen Einfällen der WG gelesen.

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  • Ein witziger und melancholischer Sommer im Auerhaus

    Auerhaus
    simone_richter

    simone_richter

    02. May 2017 um 12:11

    Ein Roman über Schüler, die kurz vor ihrem Abitur eine WG in der 80-er Jahre westdeutschen Provinz gründen. Frieder hat versucht sich umzubringen und nun wollen die Jugendlichen ihm im „Auerhaus“ Halt geben. Das ist mit Freundschaft, Gemeinschaft und Witz erzählt und ist nicht nur ein Jugendbuch, sondern kann auch gestandene Erwachsene mit viel Verrücktheit und Gespür für die Eigenheiten der WG-Bewohner fesseln. Da wären Frieder, aus dessen Sicht das Ganze geschrieben ist, seine Freundin Vera, Pauline, die schöne Frau der Welt, die verwöhnte Cäcilia und der drogenkonsumierende schwule Elektriker Harry. Ein schönes Wortspiel ist auch der Begriff „Auerhaus“, weil sie oft von Madness „Our House“ hören, aber kein Englisch verstehen. Sie wollen das Leben von Erwachsenen in ihrer WG leben, das wird in Jugendsprache erzählt, aber wenn einer nichts sagt, ist es auch nicht tragisch. Und es wird eine Silversterparty gefeiert, die alle Schwulen, alle Insassen der Psychatrie von Frieder und die Oberstufe des Gymnasiums einlädt. Alles ist möglich und sogar der schwule Harry schläft mit Vera. Das ist authentisch, jedoch zum Schluss mit viel Melancholie versehen. Wird es der WG-Truppe gelingen, Frieder am Leben zu halten? Eine Gefühlsreise die mich gekriegt hat!

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  • Auerhaus

    Auerhaus
    JuliB

    JuliB

    26. April 2017 um 18:02

    Spielt in Deutschland. Ein Dorf in der Nähe von Stuttgart - 80er Jahre Ich Erzähler und Oberstufenschüler Höppner ist gerade erst mit seiner Freundin Vera in Berlin gewesen. Das machen sie öfter. Schule schwänzen, Abenteuer erleben. Nur hat diesmal während ihrer Abwesenheit Höppners bester Freund Frieder versucht, sich umzubringen. Nach einem stationären Aufenthalt in der Psychiatrie darf Frieder dann mit Höppner und Vera in das alte Haus seines verstorbenen Großvaters einziehen. Die Jugendlichen, alle 18 Jahre und kurz vorm Abi gestalten sich ihren Alltag ohne Erwachsene selbst. Es wird viel geredet, Blödsinn gemacht, Musik gehört, doch über allem schwebt der erste Selbstmordversuch Frieders und Höppners Angst, wann er es wohl noch mal versuchen wird ... <><><><> Mir wurde Auerhaus auch als ein Buch empfohlen, das mich an die guten Tage meiner Jugend erinnern sollte. Ich hatte meine zwar in den 90ern, aber ich kenne natürlich den Song, der namensgebend war und was da sonst noch so los war in den 80ern, ist mir auch nicht gänzlich unbekannt. Dass sich die Geschichte dann aber nur um einen Selbstmordversuch dreht und insgesamt dank der nicht wirklich vorhandenen Charakterentwicklung und Andeutungen irgendwie nur vor sich hinplätschert, um mit einem für mich sehr unbefriedigenden Ende (meine Kollegin meinte nur, das wäre halt das reale Leben) auszugehen, hatte ich zu Beginn der halbwegs skurrilen Story nicht geahnt. Für mich jetzt nicht unbedingt in der Kategorie Unterhaltungsroman einzuordnen und ganz bestimmt keine Ode an die Jugend oder Feier der Freundschaft, denn am Ende ist und stirbt jeder doch nur für sich allein. 3 von 5 Sterne Für mich auch ein leicht überbewertetes Buch, mit dem man später sicher ne Menge Schüler quälen kann. Tschick hat mir besser gefallen.  

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  • So gerne wäre ich dort gewesen...

    Auerhaus
    Elfeliya

    Elfeliya

    25. April 2017 um 21:02

    4 Jugendliche ziehen in einer ländlichen Gegend gemeinsam in ein Haus. Nach und nach gesellen sich noch zwei weitere Jugendliche dazu und die Gemeinschaft erlebt so einiges gemeinsam. Mit altklugen Weisheiten und schrägen moralischen Ansichten erzählt das Buch aus Sicht eines Jugendlichen die Zeit im Auerhaus. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie das Leben im Auerhaus. Ich habe das Buch verschlungen und bin begeistert. Hatte ich als Ort des Geschehens doch durch den Namen des Autors auf Skandinavien oder etwas in der Richtung gehofft, bin ich im Lauf der Geschichte in meiner ursprünglichen Heimat im Schwabenland gelandet, sogar mit einem Ausflug an den Blautopf. Ich kann das Buch nur jedem and Herz legen, der gerne Unterhaltungsliteratur liest, bei welcher man auch hin und wieder mitdenken kann/darf/muss. Von mir daher 5 Sterne für diese wundervolle Geschichte.

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  • Skurrile Freundschaften

    Auerhaus
    sweet-little-angel

    sweet-little-angel

    24. April 2017 um 17:23

    Der Roman erzählt von 6 Freunden, die in ein altes Bauernhaus ziehen. In Anlehnung an „Our House“ von Madness nennen sie es „Auerhaus“. Zunächst sind es nur 18-jährige Jugendliche, die diese lockere Schüler WG gründen. Jeder von ihnen hat ein anderes Motiv für den Einzug. Aber eines haben sie gemeinsam: Sie wollen ihren Freund Frieder schützen, der suizidgefährdet ist. Das gelingt ihnen auch sehr gut, denn Frieder kommt auf andere Gedanken. Anfangs scheint alles harmonisch, aber im weiteren Verlauf läuft die ganze Situation aus dem Ruder. Die Jugendlichen rutschen in die Kriminalität ab.Außerdem stehen sie alle vorm Abi, aber ob diese Gemeinschaft wirklich förderlich für den angestrebten Schulabschluss ist?!Die Story ist zwar aus den 80er Jahren aber immer noch zeitgemäß, auch wenn bei den Jugendlichen die Technik noch keine Rolle gespielt hat. Diesen Aspekt der Geschichte finde ich richtig gut, denn überall findet man Lebensweisheiten, die einem auf den ersten Blick nicht auffallen. Leider muss ich jedoch sagen, dass mich das Buch nicht gefesselt hat. Dazu trägt bei, dass ich ein paar Meinungen der Jugendlichen nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann. Diese Aspekte sind teilweise für mich sehr absurd .Das kann daran liegen, dass ich diese Zeit nicht kenne, da ich erst in den 90er Jahren geboren bin, wenn auch vieles davon auch noch heute stattfindet. Des weiteren trägt auch dazu bei, dass der Schreibstil für mich auch nicht angenehm ist. Dadurch fiel es mir schwer durchzuhalten,Dennoch verstehe ich sehr gut, warum dies ein Roman ist, den viele loben. Man wird nochmal in die freie und wilde Jugend zurück versetzt und erlebt was Freundschaft alles erreichen kann.

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  • Einer für alle - alle für einen

    Auerhaus
    AuroraAustralis

    AuroraAustralis

    13. April 2017 um 06:59

    Frieder wollte sich das Leben nehmen. Tabletten. Es hat aber nicht geklappt. Um auf ihn aufzupassen entscheiden sich seine Freunde mit ihm zusammen zu ziehen. Ins Auerhaus. Und hier beginnt eine Geschichte die von Freundschaft, Zusammenhalt und und Gemeinschaft erzählt. Der Schreibstil liest sich sehr abgehackt, was aber eigentlich zur Geschichte und Erzählweise passt. Aber ich denke, dass war einer der Gründe weshalb ich nicht richtig in die Geschichte hineintauchen konnte. 

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  • Auerhaus

    Auerhaus
    ErinaSchnabu

    ErinaSchnabu

    27. March 2017 um 18:26

    Dass "Auerhaus" ein Bestseller war, ist an mir vorbei gegangen. Ich bin eher zufällig bei Amazon auf das Buch gestoßen, als ich mich durch die Romane von Wolfgang Herrndorf und ähnliche andere Romane wühlte. Ich dachte, dass ich hiermit einen ganz besonderen Roman in der Hand hätte. Kritiker sagen, wenn man diesen Roman lese, möchte man wieder 17, 18 sein. Mir erging es dabei nicht so.InhaltBaden-Württemberg in den 80er-Jahren: Frieder, der beste Freund des Ich-Erzählers Höppner versucht, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen und landet in einer psychiatrischen Klinik. Nach einiger Zeit wird er entlassen und ihm wird geraten, nicht mehr zurück zu den Eltern zu ziehen. Er und Höppner ziehen also in das leerstehende Haus seines Großvaters und nehmen ihre Freunde mit. Sie gründen eine Schüler-WG und nennen ihr neues zu Hause "Auerhaus", ein Verhörer, der durch das Lied "Our House" von Madness entstand. Während ihrer Zeit in diesem Haus erfahren wir einiges über das Landleben in den 80er Jahren, wie sich die Protagonisten durch das letzte Jahr des Abiturs schlagen, was es heißt, erwachsen zu werden und ein bisschen auch etwas über Freundschaft.MeinungIch finde es sehr schwierig, das Buch mit einer Meinung zu versehen. Ich kann schlecht einschätzen, wie man an das Buch herangehen soll. Ist es ein Jugendbuch? Wenn ja, dann bin ich mit meinen fast 30 Jahren nicht mehr die Zielgruppe dieses Romans und darf nicht so viel erwarten wie von Literatur für Erwachsene.Ist es ein gewöhnlicher Belletrisik-Roman für alle, so fällt er, inhaltlich und zwischen den Zeilen, ziemlich mau aus.Die Grundidee des Romans ist natürlich super und das, was man zwischen den Zeilen lesen kann, die Gedanken der Protagonisten über das Leben und Erwachsenwerden, hat unglaublich viel Potential. Mehr aber auch nicht. Die Geschichte plätschert dahin, hat keinen Höhepunkt, keine Spannungen und ist teilweise abzusehen. Dass die Geschichte in den 80er Jahren spielt, ist kaum zu spüren, bis auf die Musikkassetten natürlich, die die Clique in der Küche rauf und runter hört. Was sie genau hört, bis auf "Our House", wird dem Leser nicht verraten. Die Protagonisten sind ganz interessant, entwickeln sich jedoch nicht weiter und bleiben irgendwie geheimnisvoll. Informationsfetzen, die man über sie erhält, bleiben eben nur Fetzen.Sollte dieser Roman explizit ein Jugendroman sein, so fehlen meiner Meinung nach auch hier wichtige Elemente des Jugendromans, wie das Aufzeigen eines Umgangs mit Problemen, einen Weg zu finden, wie man mit dem Erwachsenwerden umgeht und so weiter. Es ist schwierig auszumachen, was der Roman denn nun aussagen soll und wenn er nichts aussagen soll, so konnte er mich nicht einmal unterhalten, da er kaum Handlung hatte, die mich fesseln konnte.Der Roman scheint jedoch gut vermarktet und überbewertet zu sein. Er wurde mir als etwas verkauft, was er nicht ist. Ich kann ihn mir aber richtig gut als deutsche Verfilmung vorstellen. Von der Machart ein bisschen wie "Crazy". Mal sehen, was da noch kommt.

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  • Unser Haus – Our House - Auerhaus

    Auerhaus
    Herbstrose

    Herbstrose

    27. October 2016 um 14:52

    Sie sind gerade mal achtzehn Jahre alt und stehen kurz vor dem Abi, als Höppners Freund Frieder versucht sich umzubringen. Der Psychiater rät Frieder, nicht mehr bei seinen Eltern zu wohnen. So ziehen die beiden Freunde kurzerhand in das leer stehende alte Bauernhaus von Frieders verstorbenem Großvater, dem Auerhaus. Mit von der Partie sind auch Höppners kleptomanisch veranlagte Freundin Vera und Cäcilia, eine Schulkameradin aus reichem Elternhaus. Später gesellen sich noch der schwule Lehrling Harry, der gelegentlich kifft und sich das Geld dafür nachts am Bahnhof in Stuttgart als Stricher verdient, und die aus der Psychiatrie entwichene Pyromanin Pauline hinzu. Gemeinsam versuchen sie, Spaß am Leben zu haben und Frieder seinen Lebensmut zurück zu geben. Doch eine WG von sechs Jugendlichen in einem schwäbischen Dorf in den Achtzigerjahren, ob das gut gehen kann?In einfachen, warmherzigen und einfühlsamen Worten, die ganz dem Alter der jugendlichen Protagonisten entsprechen, lässt der Autor Bov Bjerg Frieders Freund Höppner, der nie anders genannt wird und sich selbst auch so nennt, erzählen. In knappen, beinahe umgangssprachlichen Sätzen erfährt der Leser vom Leben und Treiben in der WG, von den Problemen der Jugendlichen in der Schule und von ihren Versuchen, der Wehrpflicht zu entgehen. Sie haben sich mit der Überwachung Frieders eine große Verantwortung aufgebürdet, handeln aber oft verantwortungslos, ja manchmal sogar kriminell. Was sie zum Leben brauchen wird geklaut, trainiert wird der unauffällige Griff dazu in der Küche des Hauses. Eine teils heitere, teils bewegende Geschichte mit Momentaufnahmen aus dem Leben der jungen Leute, authentisch geschildert in kurzen Kapiteln. Schnell wechselnde Ereignisse sind prägend, aber immer sind ein leicht melancholischer Hintergrund und die Sorge um Frieder spürbar. Es zeigt sich hier, wie wichtig gute Freunde auf dem Weg zum Erwachsenwerden sind. Einige kritische Fragen werfen sich mir allerdings auf. Darf man so junge Leute alleine in ein altes, baufälliges Haus ohne adäquate Strom- und Wasserversorgung ziehen lassen? Warum machen die Eltern sich keine Gedanken darüber, wovon die Jugendlichen eigentlich leben? Wieso beachtet man sie nicht und lässt sie auf die Katastrophe zusteuern? Sie leben in einem Dorf, dennoch wird ihr Treiben wenig beachtet. Fazit: Eine Geschichte die bewegt, nachdenklich stimmt und immer aktuell sein wird.

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  • Im Auerhaus hätte ich auch gerne gelebt

    Auerhaus
    buchjunkie

    buchjunkie

    21. July 2016 um 20:51

    Kurz vorm Abi! Und Frieder versucht, sich umbringen!! Er wird aber gefunden und kommt erst mal in eine psychiatrische Anstalt. Sein bester Freund Höppner ( da merke ich gerade, dass ich seinen Vornamen nicht weiss) , der Ich-Erzähler in diesem Buch, besucht ihn dort und versucht ihn zu verstehen. Und irgendwie hat er sich zur Aufgabe gemacht, in Zukunft nach Frieder zu schauen, damit dieser keinen weiteren Selbstmordversuch unternimmt. Das Haus von Frieders verstorbenen Opas steht leer und die zwei Jungs beschliessen ,dort einzuziehen. Höppner entkommt so dem fiesen Freund seiner Mutter und er kann auf Friederike aufpassen. Höppners Freundin Vera und Cäcilia ziehen auch mit ein. Nach dem alten Song von Madness nennen sie das Haus Auerhaus. Und gemeinsam versuchen sie ,Frieders Leben zu retten, der sich gar nicht sicher ist, warum er überhaupt leben soll. Ach, ich mochte die jungen Leute ,allen voran Höppner. Sie sind ein bisschen kriminell , aber so sozial. Es entsteht zwischen ihnen ein tolles Gemeinschaftsgefühl und sie richten sich ihr Leben im Auerhaus sogar mit einem Abwaschplan ein. Im Auerhaus hätte ich auch gerne gelebt mit 18. Der Schreibstil ist besonders. In kurzen Sätzen, fast umgangssprachlich lässt der Autor Höppner erzählen. Aber auch sehr feiner Sprachwitz findet sich in der Geschichte. Das Lesen hat großen Spass gemacht. Gut erzählt ist , warum Höppner zu spät zum Deutsch-Abi kam oder wie er der Wehrpflicht versucht zu entgehen. Das Buch zeigt auf, wie wichtig Gemeinschaft und gute Freunde besonders in diesem Alter sind, wo Eltern nur noch am Rande auftreten. Eine besondere, warmherzige Geschichte, die mir mir inhaltlich und sprachlich sehr gut gefallen hat!

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  • Leserunde zu "Disney Prinzessinnen" von Disney Prinzessin

    Disney Prinzessinnen
    katha_strophe

    katha_strophe

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ACHTUNG: Dies ist keine Leserunde und man kann hier KEINE Bücher gewinnen! +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 👑 Lesemarathon im Prinzessinnen-Style 👑 Passend zum Thema unseres Werwolf-Spiels wollen wir auch diesmal einen Lesemarathon veranstalten, an diesem Wochenende mit den Disney-Prinzessinnen als Ehrengäste. Das ganze findet sozusagen in Kooperation mit unserer Lesechallenge „Zukunft vs. Vergangenheit“ statt, aber ihr seid alle herzlich eingeladen, einfach so mitzulesen! Wir freuen uns über jeden. :) - auch über Leser, die erst später einsteigen.+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Was, wie, wann?Sinn eines Lesemarathons ist es, sich mal wieder Zeit zu nehmen, möglichst viel zu lesen – und man kann hier mit anderen plaudern! Um den Austausch anzuregen, werden immer wieder Fragen in den Raum geworfen, die beantwortet und diskutiert werden können. Wie viel ihr lest oder schreibt, ist euch selbst überlassen. Jeder Teilnehmer kann (muss aber nicht) sich zu Beginn des Marathons ein Ziel setzen (klassischerweise Seitenzahlen, aber man kann da auch kreativ sein). Am Ende kann man so ein Fazit ziehen, ob das Ziel erreicht wurde. Ab Freitag Abend (ggf. auch schon nachmittags) werden immer wieder Fragen (oder Aufgaben gestellt), die man beantworten (bzw. bearbeiten) kann. Der Lesemarathon endet am Sonntag (17.07.) um 24 Uhr. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Falls euch gute Fragen einfallen, könnt ihr sie mir gerne schicken :) mein „Konzept“ ist gerade noch in Planung!+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Teilnehmer (+ Ziel): LadySamira091062 (ein Buch beenden) rainbowly  AnnikaLeu (300 - 400 Seiten) Knorke (8 Diamanten) booklisa (aktuelles Buch beenden) SchCh121 (50 Kapitel) histeriker (aktuelles Buch beenden) Watseka (300 Seiten) MissSnorkfraeulein (4 Diamanten) Mitchel06 Vucha (500 Seiten) _Buchliebhaberin_ (aktuelles Buch beenden) Tatsu (330 Seiten) stebec (aktuelles Buch beenden) kirara  Bluuubii (430 Seiten), BlueSunset (Vorankommen) katha_strophe (5 Diamanten)

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    katha_strophe

    katha_strophe

    16. July 2016 um 12:49
    katha_strophe schreibt FRAGE 2: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das schönste Buch im ganzen Regal?" – Dein aktuelles Buch fragt den Spiegel der bösen Königin um Rat, denn es befürchtet, dass du sein Cover ...

    Mein Buch ist definitiv kein Schneewittchen. Der Titel "Hab ich selbst gemacht" ist gestickt und wenn man drüberstreicht, "fühlt" man das auch sozusagen (wie ist denn der offizielle Fachbegriff ...

  • nostalgisches understatement - oder der Verlust der Unsterblichkeit

    Auerhaus
    thursdaynext

    thursdaynext

    21. June 2016 um 14:22

    Bei gutem Wetter, passender Aussichtspunkt vorausgesetzt, kann man bei uns im Gäu die Alb sehen. Ferne Hügel, die am Horizont lockend aufragen. Karge wunderschöne Landschaft jwd (janz weit draussen) . Früher wochenends kamen die jugendlichen, motorisierten Älbler gerne zu uns, Spaß haben und sich zuknallen mit was immer auch greifbar war. Da kannten die keinen Spaß, das wurde mit Ernst betrieben und stringent verfolgt. Immer spannend anzusehen und interessant, auch weil die Verständigung aufgrund erheblicher sprachlicher Differenzen (der Älbler Dialekt ist nochmal was ganz anderes als das meist gemässigte schwäbisch, das bei uns gepflegt wurde) meist nicht ganz so gut klappte. Die Älbler waren sogar noch eine Klasse härter als die Schwarzwaldelche, die auch lange Wege in Kauf nahmen, um der Enge ihrer dörflichen Gemeinschaften zu entfliehen. Während wir Aufregung und Abwechslung in Richtung Landeshauptstadt Stuttgart suchten, landeten die Älbler toxisch aufgeladen glücklich bei uns. Eines war allen gemein. Berlin war für sehr viele DAS große ZIEL, wenn es darum ging nach Schulabschluss – etliche auch vor – den ganzen engstirnigen Scheiß hinter sich zu lassen.Raus aus allem wollen auch Höppner, Vera und Cäcilia, die zusammen in der Kreisstadt am Fuß der Alb kurz vorm Abi stehen. Nur Frieder, der weiß nicht was er will, d.h. er wusste es oder sah keine andere Wahl, deswegen ziehen die anderen zusammen mit ihm ins Auerhaus – eine Schrottbude, die seinem Opa gehörte – mitten im Dorf. Der erste Schritt zum eigenständigen Leben ist damit getan.Fortan geht es in dieser WG darum Spaß, zu haben und zu leben, Lebensmut und Freude in den depressiven Kumpel zu bringen. Viel unbewusste Verantwortung für Höppner, der sich immer noch nicht sicher ist, ob das mit dem Abi was wird und was er mit dem Musterungsbescheid anstellen soll. Berlin? Zivildienst? Die Mädels sind da schon weiter, lauern in den Startpositionen auf eine gloriose Zukunft, abgesehen von Pauline, die ihrem Namen alle Ehre machend gerne mit dem Feuer spielt.Berg lässt seinen Erzähler Höppner so knapp und doch präzise diese Zeit und die Stimmung schildern, dass sich Auerhaus ratzfatz wegliest. Fast überliest man dabei die wunderbaren Sätze, die so schlicht und doch hundert Prozent punktgenau sind für die Kleinstadt/Dorfjugend Jugend der Babyboomer Generation. Er fängt diese jugendlich rotzige Aufbruchstimmung greifbar ein und als Leser wird man in die eigene Jugend zurück katapultiert. Allein die Szene, in der Höppner zwei Stunden zu spät zur Deutschklausur erscheint, absolut null checkt – keine Zeit zum Lernen und viele andere Gedanken und Dinge, die wirklich wichtig sind – und nicht über den zweiten Satz seiner Texterörterung raus kommt, bis er drauflos schreibt und verzweifelt schwallt:„Ich suchte nach dem Wort, das Dr. Turnschuh mal verwendet hatte. Sowas wie Flucht auf Englisch, aber auf Deutsch, und mit einer Fremdwort-Endung. Irgendwastion. Dingsistik. Dingsorium. Eskapismus! Andererseits: Gefahr von Eskapismus. Von borniertem Eskapismus. Ziemlich am Schluss, wo man ja immer die eigene Meinung sagen sollte zitierte ich Frieder, aber ohne seinen Namen zu nennen.“ Literatur ist das Papier, mit dem sich jedes Arschloch putzt“Die WGler wollen sich befreien, Frieders Depression abwenden, alles anders machen, raus aus dem Muff, dem sie entwachsen sind.So vieles wird in Auerhaus wieder wachgerufen. Diese Verschwende deine Jugend Attitude, die doch keine ist, sondern eine Suche, die wohl viele von uns durchgemacht haben. Bov Berg lässt diese unzähligen kleinen Details so genial vor dem Leser auffahren, haut mal scheinbar eben so Sätze raus, Sätze die so klar und wahr sind, dass es schmerzt:„Frieder sagte, du hast die Augen zu und treibst auf deiner Luftmatratze, ein sanfter Wind weht und du denkst, geil, jetzt lebe ich für den Rest meines Lebens hier in dieser Lagune, in der Südsee. Und dann machst du die Augen auf und merkst, es ist bloss ein Nachmittag am Baggersee, und zack ist der auch schon wieder vorbei.“Höppner erzählt und erzählt, rückblickend, aber ganz in jener Zeit; wie ihm alles entgleitet – dabei hatte er nie die Kontrolle, man hat sie nie- aber diese Zeit die kann einem keiner nehmen. Die prägt und sie ist im Hintergrund immer dabei, meist verklärt und das ist die Kunst im Auerhaus. Hier ist nichts verklärt, hier wird gelebte Realität erzählt. Fiktiv oder nicht, völlig egal, denn es fühlt sich echt an und eingangs steht: „Alle Personen sind erfunden, alle Handlungen verjährt.“Von mir also mal wieder eine lobhudelige Liebeserklärung und Leseempfehlung, aber Vorsicht. Den blöden Song von Madness kriegt man noch Tage danach nicht aus dem Kopf!…in the middle of the street… 😉 Eine kleine Playlist der Songs aus vergangenen Zeiten die ich in diesem Alter abgenudelt habe:StranglersJohn Lennon Dead Kennedys Ten Years AfterDeep Purple Schröder RoadshowCarolyne MaasRio ReiserDoorsBirth controlKraanVielleicht erinnert sich die eine oder der andere😉 Die Auerhaus Playlist findet ihr hier. Davon hat mich auch etliches sehr zum Lächeln gebracht.

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  • Our House

    Auerhaus
    rallus

    rallus

    21. June 2016 um 12:31

    Frieder hat versucht sich umzubringen, dabei ist er erst 18 Jahre. Höppner, der Ich-Erzähler, will auf ihn aufpassen. Aber irgendwie müssen die doch alle in dem Alter auf sich selber aufpassen. Damit das gelingt, ziehen einfach alle zusammen in das Auerhaus. Das so genannt wird, weil die Dörfler kein Englisch können und Madness kennt sowieso keiner von denen. Bevor die 2 Männer, Cäcilia und Vera in das alte Haus einziehen können, besucht Höppner Frieder in der Psychiatrie: "Dann stand Frieder am anderen Ende des Raumes, am Gang zu den Zimmern. Im Schlafanzug. Er kam langsam auf mich zu, ganz steif, die Arme hingen schwer an den Seiten runter, die Hausschuhe schleiften über den Boden. Sie haben ihm einen Stock in den Arsch geschoben, dachte ich. Einen Stock bis hoch ins Hirn." Die vier stehen kurz vorm Abitur und fühlen sich nicht nur durch ihre Schüler WG am Rande der Gesellschaft: "Die anderen Gymnasien hießen Schiller-Gymnasium und Albert-Einstein-Gymnasium. Unseres hieß Gymnasium Am Stadtrand. Die anderen hießen danach, was die Schüler mal werden sollten. Wir hießen danach, wo wir herkamen." Wir sind in den 80ern, D-Mark, Trampen, Autos die viel Sprit schlucken und Frieder, der so viele Ideen zur Welt hat: "Jedenfalls. Frieder hatte einen mathematischen Satz aufgestellt, der ging so: Der durchschnittliche Intelligenzquotient in einer Ehe beträgt immer exakt 100." In der WG lebt man zusammen, wie es einem gefällt, ab und zu schauen die Eltern vorbei "Jedenfalls, wir lebten ein richtiges Leben mit Aufstehen und Frühstücksmachen und Federballspielen, mit Essenbesorgen und zusammen Kochen. Vor dem Essen sagte Frieder: Lasset uns beten! Wir riefen: Der Hunger treibt's rein, der Geiz behält's drin! Frieder sagte: Amen." Es dreht sich viel um Frieder, der Mensch auf den man irgendwie aufpassen muss, macht er das nochmal, das sich umbringen? "Ein richtiges Leben mit ziemlich viel Reden, mit Reden zum Frühstück und Reden am Mittag und Reden am Abend, und das ganze Reden bedeutete: Aufpassen auf einen von uns, der mal versucht hatte, sich umzubringen." Auch ich bin in den 80ern aufgewachsen und manches bringt Bov Bjerg sehr gut rüber! Man darf sich nicht an der so einfachen, skizzenhaften Sprache stören, dahinter verbergen sich so manches Mal viele Feinheiten, viele einfach dargestellten Dinge entfalten erst auf den zweiten Blick ihre Wirkung. Das nicht darüber nachdenken was man später machen soll. Gibt es ein Später überhaupt noch? "Fahrradmechaniker, sagte Frieder, als er wieder schnaufen konnte, das hat doch der liebe Gott auch als Erstes gelernt. Bevor er's Abi nachgemacht hat, oder?" So ganz hat mich der Charme aber nicht eingefangen, zu oft perlte die Sprache an mir ab und vertiefte sich nicht, assozierte mit keiner Jugenderinnerung. Ein etwas anderes Buch, und als visuelles, eine wunderschöne orangene Erscheinung, das ich gerne gelesen habe, das bei mir leider zu oft an der Oberfläche vorbeischwamm.  

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