Bov Bjerg Auerhaus

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Inhaltsangabe zu „Auerhaus“ von Bov Bjerg

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth - School - Work - Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf - unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.
Bov Bjerg erzählt mitreißend und einfühlsam von Liebe, Freundschaft und sechs Idealisten, deren Einfallsreichtum nichts weniger ist als Notwehr gegen das Vorgefundene. Denn ihr Ringen um das Glück ist auch ein Kampf um Leben und Tod.

"Gelegentlich, sehr selten, gibt es Bücher die sind wie Songs. Man möchte das Auge, ähnlich wie man die Nadel bei Singles wieder auf den Anfang der Rille setzt, sofort wieder auf den Beginn der ersten Seite setzen. Und `Auerhaus` ist genau so ein Buch." Robert Stadlober

"Wir sollten alle im Auerhaus wohnen." David Wagner"

Auf berührende Weise zeigt Bov Bjerg, daß der Tod letztlich nur eine Erinnerung ist, an das Leben, das wir geführt haben." Horst Evers

"Das hat einen guten Sound, das hat Kraft. Und plötzlich bin ich wieder 17, 18 wie die Romanhelden, Wildheit der Jugend, will mit ihnen aufbrechen, ausbrechen, lieben,
Unsinn machen." Clemens Meyer

"Auerhaus zeigt, dass die Kostbarkeit einer Gemeinschaft aus den Besonderheiten der Einzelnen erwächst. Ein schönes und ein warmherziges Buch." Terézia Mora
"Ein schöner Bericht über jene schweren Jahre, die man Jahrzehnte später als die besten Jahre bezeichnet." Christoph Hein

Zentralverriegelungsaxel ist mein neues Lieblingswort.

— AngelaLautenschlaeger

Leider nicht so meins, kaum Spannung und verwirrende Geschichte

— Paula_Schellenberg

Die Geschichte plätschert vor sich hin, ohne wirklich spannend zu werden.

— Traubenbaer

Interessanter, düsterer Adoleszenz-Roman.

— Gwendolyn22

Schöner Roman über die Kraft der Freundschaft und das Erwachsenwerden!

— Jennifer081991

Nette Geschichte über das Erwachsen werden...

— Andrea_Hagemann

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  • Auerhaus

    Auerhaus

    MarySophie

    22. October 2017 um 17:50

    Frieder will Selbstmord begehen. Jedoch wird er noch gerettet und in eine Psychatrie eingewiesen. Vor seiner Entlassung hat er die Wahl: wieder zurück zu seiner Familie oder er gründet eine WG mit seinem besten Freund, dem Hauptprotagonisten des Buches. Frieder entscheidet sich für die WG und zieht mit dem Freund in das ehemalige Haus seines Großvaters, später auch bekannt als das Auerhaus, ein. Mit der Zeit vergrößert sich die WG und es kommen auch immer mehr Probleme an die Oberfläche. Die Jugendlichen müssen sich nun selbst verpflegen und sind alle auf der Suche nach einer Antwort, was das Leben für sie noch alles bereithält. Meinung: Schon auf der ersten Seite ist mir aufgefallen, dass die Schreibweise sehr locker und umgangssprachlich ist. Dieses hat sich durch das gesamte Buch gezogen und ermöglichte mir ein schnelles und einfaches Lesen. Es gab deshalb auch keine Verständnisprobleme, was mir gut gefallen hat. Die Personen sind ausgearbeitet, jedoch fand ich es schwierig, die Charaktere einzuschätzen und somit auch eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Sie wirkten auf mich teilweise sehr unwirklich, jedoch wurde dadurch auch deutlich, dass das Hauptaugenmerk des Autor nicht auf den Protagonisten lag, sondern eher auf dem Inhalt und dessen Entwicklung. Dabei stand das Hauptthema des Buches, das Erwachsenwerden, durchweg im Fokus und es gab auch häufig Andeutungen darauf, dass Frieder einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Doch nicht nur das Thema Suizid wird thematisiert, sondernes werden viele andere „Probleme“ mit denen sich Jugendliche irgendwann beschäftigen, angesprochen. Dazu zählen unter anderem die Suche nach der eigenen Sexualtität, sowie das erste Mal, Drogen, Partys und Gesetzesüberschreitungen werden beschrieben. Der gesamte Roman ist durchweg aus der Ich-Perspektive geschrieben, weshalb man die Ereignisse immer sofort miterlebt und man als Leser immer auf den neuesten Stand ist. Außerdem hatte ich dadurch das Gefühl, als würde man als Leser indirekt mit einbezogen sein und irgendwie Teil der Gruppe sein. Fazit: Das Buch hat mich nicht vollkommen in Beschlag genommen. Es wurde mir sehr ans Herz gelegt, jedoch fand ich es teilweise etwas zu lasch. Ich hätte mir gewünscht, dass es ab und an mehr Erklärungen gegeben hätte. Mir hat es sehr gut gefallen, dass man als Leser einen Einblick in das scheinbar sorglose Leben der jugendlichen Bewohner des Auerhauses bekommen hat und ich fand an mehreren Stellen, dass das Buch sehr zum Nachdenken anregt. Außerdem hat es mir gut gefallen, dass obwohl die Handlung am Ende der 1980er Jahre stattfand, die behandelten Themen auch heute teilweise noch aktuell sind und man sich dadurch als Jugendlicher nicht ganz so alleine mit seinen Problemen fühlt.

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  • Rezension zu "Auerhaus"

    Auerhaus

    Traubenbaer

    02. October 2017 um 21:34

    "Auerhaus" von Bov Bjerg (erschienen bei atb) befasst sich mit dem steinigen Weg des Erwachsenwerdens und dem Prozess der Selbstfindung.Frieder, der beste Freund des Hauptprotagonisten, wollte Selbstmord begehen. Zwar wurde er noch rechtzeitig gefunden, musste aber zur Psychotherapie. Dort wurde ihm nahegelegt, dass er von Zuhause ausziehen soll. Zusammen mit seinem Freund richtet er sich das alte Bauernhaus seines Großvaters her und sie gründen eine Wohngemeinschaft. Nach und nach kommen immer mehr Mitbewohner dazu.Der Roman ist aus der Ich- Perspektive geschrieben. So erlebt man als Leser den Alltag des Jugendlichen hautnah mit. Dieser Eindruck wird noch durch den Schreibstil verstärkt: Er ist einfach gehalten, so gibt es nur wenig Nebensätze. Auch der verwendete Wortschatz ist begrenzt. Dafür werden vermeintliche Banalitäten hervorgehoben. Das erzeugt den Eindruck, als lese man die Nacherzählung eines, etwas einfältigen, Schülers; Was sicher auch das Ziel des Autors war.Die Erzählung nimmt immer wieder Bezug auf den Suizidversuch. Das macht das ganze Buch recht düster und melancholisch. Zudem haben auch die anderen Protagonisten eher negative Erfahrungen im Leben gemacht. Alle Mitbewohner der Wohngemeinschaft suchen auf ihre eigene Weise nach dem Sinn des Lebens und ihrer Zukunft. Dabei plätschert die Geschichte eher vor sich hin, als dass sie voranschreitet. Das macht das ganze Buch etwas langweilig. Trotzdem kann man es, durch den einfachen Schreibstil und die angenehme Schriftgröße, mühelos und schnell lesen.

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  • Sinnsuche und Melancholie

    Auerhaus

    Gwendolyn22

    23. August 2017 um 10:09

    In einigen Rezensionen über "Auerhaus" werden die Bücher „tschick“ und „Auerhaus“ miteinander verglichen und es wird darüber diskutiert, welchen Roman man zuerst lesen sollte. Zweifelsohne sind beide „coming of Age-Romane“, behandeln die Adoleszenz, aber doch in einer unterschiedlichen Art und Weise. Sprache und Stil sowie die Gedanken, die vermittelt werden, könnten für mein Empfinden fast unterschiedlicher nicht sein. Auerhaus wirkt für mich viel melancholischer, depressiver, nicht so humorvoll und getragener in allem, was passiert. Inhaltlich macht Auerhaus nicht viel her – es ist eher die Stimmung, das Gefühl, das hier herüberkommt, ausschlaggebend. Ganz ohne Frage ist Auerhaus für mich ein großes Stück Literatur und ich habe den Roman, der noch nachklingt, gerne gelesen. Er hat mich bewegt und nachdenklich gemacht. Wer Bov Bjerg mag, dem seien auch seine Kurzgeschichten empfohlen - „Die Modernisierung meiner Mutter“ fand ich sogar noch herausragender als das hier vorliegende Auerhaus.

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  • Bei so viel positiver Kritik ein bisschen enttäuschend

    Auerhaus

    Andrea_Hagemann

    16. April 2017 um 22:40

    Wenn ich das Buch "Tschick" von Wolfgang Herrndorf nicht schon gelesen hätte, fände ich das Buch "Auerhaus" wahrscheinlich sehr gut. Doch ich habe „Tschick“ gelesen und den Film geguckt und war von beidem begeistert.Doch die beiden Bücher nicht zu vergleichen ist schwierig, denn beide sind Jugendbücher, also die gleichen Themen.Tschick“ ist ein Roadmovie, in dem zwei Jungs in den Sommerferien ein Auto klauen und eine wilde Fahrt irgendwo in der Nähe von Berlin erleben.„Auerhaus“ ist ein Roman über sechs Jugendliche, die in der Zeit vor ihrem Abitur in einem Haus wohnen und eine aufregende Zeit miteinander verbringen. Es ist eine Geschichte, in der ganz viel thematisiert wird, Liebe, Sex, Drogen, schwul sein, Suizid. Zusammen erleben sie viele wilde Dinge, wie Auto-Unfall, betrunken sein, klauen, Waffen ausprobieren... Eine Geschichte, in der ganz viele Probleme des Erwachsenwerdens aufgegriffen werden, wie Verantwortung übernehmen, einen eigenen Weg für sich finden, sich von zu Hause abnabeln.„Tschick“ ist nicht so vielseitig. Aber es ist ein bisschen witziger, ein bisschen pointierter, ein bisschen peppiger.Also, zuerst "Auerhaus" lesen, dann "Tschick".

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