Bov Bjerg Die Modernisierung meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „Die Modernisierung meiner Mutter“ von Bov Bjerg

Das Best of Bov

Das Beste aus 20 Jahren vom Shootingstar der deutschen Literatur: Geschichten über die schwäbische Heimat, das Berliner Exil und das ferne Amerika. Komisch und melancholisch. Vielschichtig und pointiert. Für den literarischen Genuss und den großen Lesespaß.

„Seine Geschichten zu lesen ist ganz einfach immer wieder ein sehr großes Vergnügen.“ Horst Evers

»Storys in gewohnter, Bjergscher Gute, voller Humor und Lebensklugheit.«
Brigitte

»Das Besondere liegt in dem extrem lakonischen Erzahlton, der etwas kann, was nur Literatur kann.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Kein falsches Wort, ständig unerwartete Abbiegungen, sehr traurige Witze. Kondensiertes Auerhaus.« LITERATUR SPIEGEL

»Es ist, als wurde man die Biographie von Auerhaus lesen.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Gerade als seine Mutter den Führerschein macht, lässt der Gemeinderat eine Fußgängerampel aufstellen, mit fatalen Folgen für Mensch und Tier. Und ausgerechnet während des Urlaubs mit seiner Freundin in einem amerikanischen Nationalpark zieht ein heftiger Sturm auf. Und mitten im Zug auf halber Strecke zum Satireabend nach Frankfurt stürzen die Zwillingstürme ein. Egal ob Mütter oder Söhne, Lokaljournalisten oder Bankdirektoren, Münzsammler oder Apotheker - die Figuren in Bov Bjergs Geschichten haben eins gemeinsam: Für ihren Lebensweg gibt es keinen Verkehrsfunk. Schwäbische Alb, Berlin, Amerika. Das sind ihre Koordinaten. Aber was unterwegs passiert, damit müssen sie irgendwie allein fertig werden.
Mit großer Einfühlsamkeit spürt Bov Bjerg den kleinen und großen Schicksalsschlägen des Lebens nach und sorgt mit seinem besonderen Humor dafür, dass man am Ende trotzdem lacht.

Kurzweilige Geschichtensammlung für zwischendurch

— Lilith79

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  • Kurzweilige Geschichtensammlung für zwischendurch

    Die Modernisierung meiner Mutter

    Lilith79

    13. November 2017 um 11:28

    Von Bov Bjerg habe ich dieses Jahr schon den Roman "Auerhaus" gelesen, der mir ausnehmend gut gefallen hat. Da mir der ironisch lustige und trotzdem immer ernsthafte Stil des Autors gut gefallen hatte, hatte ich auch große Lust die Kurzgeschichtensammlung "Die Modernisierung meiner Mutter" zu lesen. Das Buch (oder vom Umfang her eher Büchlein) erhält Kurzgeschichten aus den letzten 20 Jahren des Autors. Das Buch enthält einige längere Geschichten, die teilweise skurril unterhaltsam sind, teilweise aber trotz des immer vorhandenen absurden Humors auch sehr ernste Themen behandeln, bei denen einem das Lachen dann auch mal im Hals stecken bleibt. Von den längeren Geschichten fand ich 3-4 wirklich herausragend, so zum Beispiel der Opener "Schinkennudeln" (indem diese tatsächlich eine relativ wichtige Rolle spielen ;-) ).Viele sind wirklich lustig, andere nachdenklich und zusätzlich zu den längeren Geschichten gibt es kürzere Geschichten, die mehr wie Erinnerungsfetzen, Gedankenspiele oder Einwürfe wirken. Dabei gibt es natürlich welche die stärker sind und welche die eher nur "ganz nett" sind und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, aber insgesamt fand ich den Kurzgeschichtenband sehr kurzweilig. Da die Geschichten alle für sich alleine stehen können, eignet sich das Buch auch hervorragend um z.B. abends vor dem Zubettgehen noch schnell 2-3 Stories zu lesen. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der "Auerhaus" mochte und vor allem von dem Schreibstil und Humor von Bov Bjerg begeistert ist und jedem, der generell gerne Kurzgeschichten liest. Das Buch ist vielleicht wegen der eher wilden Mischung von Geschichten nichts für Leute, die gerne auch bei Geschichtensammlungen einen thematischen oder stilistischen "roten Faden" haben. Mich hat die Vielfalt an Themen nicht gestört.

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  • Geschichten, Geschichten, Geschichten

    Die Modernisierung meiner Mutter

    SenfKorn1993

    28. August 2017 um 14:55

    Es ist das zweite Buch von Bov Bjerg, das ich gelesen habe. Die Geschichten sind teils lustig, teils nachdenklich und zwei habe ich irgendwie nicht verstanden. Trotz alledem kann ich das Buch nur empfehlen um schnell in eine andere Welt abtauchen zu können.

  • schöne Geschichte

    Die Modernisierung meiner Mutter

    brauchnix

    16. August 2016 um 09:15

    Auf knappen 150 Seiten bekommt man laut Register 22 Geschichten von Autor Bov Bjerg. Aber das stimmt so nicht ganz, denn eigentlich ist jede einzelne eine ganze Geschichtensammlung. In oft nur wenigen Sätzen umreist er hier ganze Lebensläufe, setzt Nachbarn und Fremde gleichermaßen in Szene, erschafft ein eigenes Universum an Menschen, die die Storys mit Leben prall ausfüllen und laut und deutlich mit dem Leser sprechen. Es wird aus er Ich-Perspektive erzählt was suggeriert, der Autor hätte alles selbst erlebt, alles wäre so oder zumindest so ähnlich passiert. Diese Perspektive ergibt einen Grundton, einen Hintergrund, der die Geschichten lose aber unmerklich miteinander verbindet, so dass es sich am Ende fast wie eine große Geschichte liest. Natürlich schwanken den Themen und auch die Stimmungen. Manche sind skuril, andere lustig oder traurig, einige erfordern etwas Geduld andere sind hopp-la-hopp erzählt und schon vorbei. Wohltuend fand ich, dass hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt wird. Man hat – wie oft bei Kurzgeschichten – nicht den Eindruck, dass man immer etwas wahnsinnig tiefsinniges oder Wichtiges erfährt. Der Autor will durchaus unterhalten. Er ist ein Meister des genauen Hinschauens, des witzig Beschreibens und des subtilen Humors der auch mal im Klamauk enden kann. Das Schöne an den Geschichten ist, dass man sie nicht über einen Kamm scheren kann. Sie überraschen und haben Charme. Ein leicht zu lesendes, angenehmes Büchlein. Wer Kurzgeschichten mag, sollte hier zugreifen.

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  • Humor ist, wenn man am Ende trotzdem lacht

    Die Modernisierung meiner Mutter

    Antek

    02. August 2016 um 13:37

    „Auch ziemlich merkwürdig von der Natur. Man geht in sie hinein, spaziert etc., und irgendwann stellt man fest, dass dort alles immer noch so ist wie vor dem Internet.“ S. 142 Als Leser bekommt man in die „Modernisierung meiner Mutter“ auf guten 150 Seiten 22 Storys geboten und zusätzlich noch einige dazwischengeschobene Minimeldungen, ähnlich dem vorangestellten Zitat. Ich bin eigentlich nicht der typische Leser von Kurzgeschichten, aber die Beschreibung und ein Blick ins Buch haben mich magisch angezogen. Ich konnte nicht mit allen Geschichten etwas anfangen, aber dennoch habe ich mich mit vielen wirklich gut unterhalten gefühlt und ich konnte auch einige Highlights ausmachen. Wirklich sehr gut hat mir „Beschissene Jobs, Folge 24: Gott“ gefallen, in der Horoskope einmal aus der anderen Perspektive betrachtet werden, hier konnte ich unheimlich viel schmunzeln. „Kasperle und Polizist“ zeigt nur zu gut, dass leider oft nur Teuer geschätzt wird und zählt für mich auch zu den wirklich gelungenen Storys. Auch bei „Paternoster“ habe ich mich prächtig unterhalten gefühlt, wollte ich doch auch schon immer einmal wissen, ob die Weiterfahrt durch Boden und Keller wirklich ungefährlich ist. Richtig schmunzeln und sogar noch etwas lernen konnte ich bei „Fragmente einer Geschichte Evolution I“, klärt sie doch über das Phänomen Schnarchen auf. Bei vielen Geschichten lebten auch Kindheitserinnerungen auf, z.B. an Tante Emma Läden oder Musikkassetten, was mich gefreut hat. In einer Geschichte heißt es, für eine Lesung wählt er „Geschichten, die die Grenze vom geselligen Witz zum einsamen Wahnsinn gerade noch nicht überschritten hatten“ aus und ich habe den Eindruck, diese Auswahl gilt auch für dieses Buch an sich. Der Autor spielt mit Sprache, so darf sich manchmal Englisch unter den deutschen Text mischen, wie z.B.  “I´m thinking of Schinkennudeln. Big ans fettig und gebraten in the pan.“ in der ersten Geschichte „Schinkennudeln“, bei der leider genau solche nicht serviert werden, dafür gibt es ganz besondere Wortkreationen wie „Muskatnussjoghurtsoßenkonvertiertenschinkennudeln“. Bov Berg bedient sich auch pointierter, treffender und origineller Sprachbilder wie z.B. in „Zuchtbulle Beppo“ in der „700kg Käfer gegen etwas die gleiche Masse vom wiederholten Geschlechtsakt erschöpften Lebendwurst rempeln“. Der Sprachstil des Autors liest sich sehr angenehm und bietet viel Abwechslung, langweilig wird es also mit seinen Geschichten mit Sicherheit nicht. Wer jetzt wissen will, wie man mit Kasperletheater wirklich Geld macht, warum man in einer Einkaufspassage schon mal auf den Gedanken an eine Revolution kommen kann, für was man am Fließband bezahlt wird, was sich hinter einem ersten Eindruck verbergen kann oder was es mit der Kunst am Kreisel auf sich hat, der muss selbst zum Buch greifen.

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  • Keller aufräumen. Das heißt: endgültig sesshaft werden

    Die Modernisierung meiner Mutter

    CarolinHafen

    24. July 2016 um 16:04

    Wenn ein Buch mit den Worten beginnt „Schinkennudeln waren immer mein Lieblingsessen, aber einmal habe ich davon gekotzt.“, dann weiß man eigentlich schon, dass der Rest großartig wird. „Die Modernisierung meiner Mutter“ ist eine Kurzgeschichtensammlung. Das Ganze hat wenig mit „Auerhaus“ zu tun, kann man aber genauso gut lesen. Mindestens. Ich mag diesen leichten, natürlichen Erzählstil. Da wird mir nichts aufgezwungen, ich schlendere ganz gemütlich durch das Universum des Ich-Erzählers. Das gefällt mir besonders gut: Ich plumpse nicht in eine Geschichte hinein, und muss mich fünf Seiten später neu orientieren. Kurzgeschichten, wie Fotos aneinander gereiht. Eigentlich nicht zusammen gehörend und doch am Schluss: Ein Leben. Ganz erstaunlich. Jede Seite ist ein kleiner Mikrokosmos, die Geschichten wechseln im Tempo, in der Länge, manche sind nur drei Zeilen lang. Es kommt mir vor, als hätte ich an einem gemütlichen Sonntagnachmittag das Familienalbum eines guten Freundes angeschaut. Alles ist ganz vertraut, und doch entdeckt man überall noch etwas und noch etwas. There is Waldo!  Der Ich-Erzähler berichtet davon, wie er von Schinkennudeln kotzen musste, wie es kam, dass im Dorf eine Druckkopfampel aufgestellt wurde, wie aus dem Bomben-Klaus ein Kopfschuß-Klaus wurde, oder wie seine Mutter den Führerschein machte. Ich habe ein paar mal herzlich gelacht und mich wieder erkannt: Die Erforschung des Paternosters wäre mir auch ein dringendes Bedürfnis. Bov Bjerg zu lesen ist so einfach wie einen Bildband anzuschauen. Und diese Leichtigkeit haben nicht viele deutschsprachige Autoren. Ich hätte gern mehr davon.

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